BLOG

Eine offene Plattform fĂŒr kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Jacqueline Althaller Headshot

Trends im e-Commerce

Veröffentlicht: Aktualisiert:
PAYMENT
HuffPost
Drucken

Eine Schlange an der Kasse? Ärgerlich. Warum nicht einfach selbst die Artikel scannen und mit dem Handy zahlen? Ikea hat es vorgemacht, inzwischen folgen zahlreiche EinzelhĂ€ndler. Die erste Beschwerde ĂŒber den Kassierer gibt es auch schon: Ein Kunde eine Schweizer Handelskette beschwerte sich darĂŒber, dass er gezwungen war, beim Kassierer zu zahlen, weil der Self-Checkout nicht zur VerfĂŒgung stand.

Unser Einkaufsverhalten Àndert sich. Online und Offline KanÀle verschmelzen immer mehr. Wie sehr, das wird auch auf den gerade zu Ende gegangenen Messen EuroShop und Internet World deutlich.

Auch wenn beide unterschiedliche Schwerpunkte haben - den Fokus auf den Point of Sale (POS) bzw. E-Commerce - so Ă€hneln sich doch die Themen: Die Nutzer möglichst nahtlos durch alle KanĂ€le zu begleiten und ihnen auf ihrer Reise das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten. Das Schlagwort Omnichannel ist zwar hĂ€ufig zu vernehmen, aber in vielen FĂ€llen doch eher ein großer Anspruch als schon gelebte RealitĂ€t.

HĂ€ufig ist es so, dass stationĂ€rer Handel und E-Commerce Shop zwei voneinander getrennte Silos sind. Informationen ĂŒber Waren und Kunden werden getrennt behandelt, Synergien zwischen beiden KanĂ€len entstehen nicht.

Doch die AnsprĂŒche der Kunden wachsen. Der Online-Handel hat das Verhalten der Kunden grundlegend verĂ€ndert und prĂ€gt auch deren Vorgehen im stationĂ€ren Handel. So halten Kunden beim Shopping parallel online Ausschau nach dem gewĂŒnschten Produkt, um weitere Informationen, Bewertungen und Preise zu recherchieren. Sie begutachten Produkte vor Ort und kaufen online, sie recherchieren online und holen ihr Produkt in einer Filiale ab.

Inzwischen haben einige Handelsketten haben die Herausforderung angenommen und bringen die beiden Silos - E-Commerce und Filialhandel - zusammen. So versendet mancher EinzelhĂ€ndler das online bestellte Produkt aus der Filiale heraus. Das stĂ€rkt die Kundenbindung und wertet den Einzelhandel auf. Es erfordert allerdings auch, dass beide KanĂ€le komplett miteinander vernetzt sind und sowohl Informationen ĂŒber die Waren als auch ĂŒber die Kunden in einem System vorliegen.

Die Customer Journey wird immer mehr zum verschlungenen Pfad mit vielen Verzweigungen, AbkĂŒrzungen, Umwegen. Kunden wĂŒnschen sich von jedem Verkaufskanal denselben Service, Preis und QualitĂ€t. FĂŒr HĂ€ndler ist dies immer komplexer zu bespielen.

Das Kundenverhalten macht es erforderlich, dass HĂ€ndler möglichst alle Wege souverĂ€n miteinander verbinden. Eine große Herausforderung, wenn man sich mit den dahinterliegenden Prozessen beschĂ€ftigt. Wer seinen Kunden in Echtzeit sagen will, welches Produkt in welcher Filiale oder Online verfĂŒgbar ist, benötigt eine durchgehende Warenlogistik. Und - wichtiger noch - lĂŒckenlose Informationen ĂŒber seine Kunden.

Ein komplexes Unterfangen, erfordert es doch eine durchgĂ€ngige Omnichannel Strategie und einheitliche Systemarchitektur, in der Informationen ĂŒber Waren und Kunden ganzheitlich betrachtet werden.

Nur wenn der HĂ€ndler weiß, wie sich sein Kunde zwischen POS und Online KanĂ€len bewegt, kann er wertvolle Informationen sammeln, analysieren, mit Marktdaten oder Wettervorhersagen kombinieren und daraus individuell zugeschnittene Angebote entwickeln. Und in seiner Warenwirtschaft entsprechende Vorkehrungen fĂŒr die zu erwartende Nachfrage treffen.

Trends 2017: Das ist wichtig fĂŒr erfolgreichen Retail

Selbst ist der Kunde: Produktinformationen sind ein wichtiger Beitrag fĂŒr die Kaufentscheidung eines Konsumenten im stationĂ€ren GeschĂ€ft. Bei der Suche nach solchen Informationen vertrauen Kunden zunehmend auf ihr Smartphone.

SĂ€mtliche SelfService-Funktionen am POS gewinnen zunehmend an Bedeutung: SelfScan, SelfPay oder auch SelfCheckout geben App-Nutzern die Möglichkeit, ihre EinkĂ€ufe mĂŒhelos und komplett eigenstĂ€ndig von A bis Z abzuwickeln.

Alle KanĂ€le aus einer Hand: fĂŒr eine nahtlose Customer Journey braucht es vernetzte Informationen von Online und POS ĂŒber Waren und Kunden. Dies schließt auch den Zahlungsverkehr ein. Nur wenn der HĂ€ndler die Zahlungsinformationen aus beiden Welten zusammenbringt, kann er Omnichannel-Strategien umsetzen und Kundeninformationen aus sĂ€mtlichen KanĂ€len zusammenfĂŒhren und nutzen.

Sichere Daten: Angesichts des massenhaften Diebstahls von Kreditkartendaten wird auch das Thema Datensicherheit wird immer wichtiger und Bedingung fĂŒr die Akzeptanz neuer Technologien. Eine hochsichere VerschlĂŒsselung vom Anfang bis zum Ende der Datenkette (sogenannte Point-to-Point Encryption oder P2PE) macht den Datendiebstahl nahezu unmöglich, da die Daten gar nicht mehr in den Handelssystemen gespeichert werden mĂŒssen.

Lesenswert:

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform fĂŒr alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blog-Team unter blog@huffingtonpost.de.