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Wenn ein Spielzeug unbezahlbar wird

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Darf ich vorstellen: Teddy. Der beste Zuhörer, Spielgefährte und ein wahrer Freund zum Pferde stehlen. Die ein oder andere Träne hat er mir in meiner Kindheit von der Wange gewischt und nachts die bösen Monster von meiner Bettkante verjagt.

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Teddy hat unglaubliches Talent. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie viele Berufe er schon ausgeübt hat. Er war mein "Kind", das im Puppenwagen umher geschoben wurde, mein "Schüler", wenn ich Grundschullehrerin spielen wollte. Er war mit mir Astronaut, Arzthelfer (Patient), Bankkunde am Schalter, und er war noch so viel mehr. Niemandem sonst habe ich als Kind so viele Geheimnisse ins Ohr geflüstert.

Teddy hat schon die ganze Welt mit mir bereist. Europa, Südafrika und Australien. Auf meinem Flug nach Sydney wurde er sogar nach Sprengstoff untersucht. Da halfen auch die knallgrünen Kulleraugen nix.

Ein Geschenk zum ersten Geburtstag

Er war das wundervollste Geschenk zu meinem ersten Geburtstag. Eigentlich hatte er mal rosa Ohren und eine rote Zunge. Meine Eltern sagen, er war ursprünglich eine Katze, aber diese Erwachsenen haben einfach keine Ahnung! Für mich ist und bleibt er mein Eisbär (mit langem Katzenschwanz)!

Kein anderes Spielzeug hat meine Kindheit so positiv geprägt wie er. Nichts in meiner Kindheitsschatztruhe kann mit ihm mithalten. Er ist mehr als nur "irgendein Spielzeug", er hat eine echte Seele.

Seit 27 Jahren ist er an meiner Seite und es rührt mich, wenn ihn heute meine Tochter voller Liebe umarmt. Wenn sie mal Wehwehchen hat (oder Geheimnisse), wird er auch für sie da sein. Er ist ein echter Schatz, und von unbezahlbarem Wert.

Der Beitrag erschien ursprünglich auf Inka Verliebt.

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Die Spielzeugindustrie boomt. Ob Elsa-Puppe, Spiderman-Kostüm oder die neueste Spielkonsole: Viele Kinderzimmer quellen über mit Spielsachen. Und die Kinder wollen immer mehr, denn nach kurzer Zeit ist das Spielzeug bereits langweilig und etwas Neues muss her.

Doch wie viel Spielzeug braucht ein Kind eigentlich? Bedeuten zu viele Spielsachen eine ständige Überforderung oder benötigen Kinder tatsächlich viele unterschiedliche Spielsachen für ihre Entwicklung?

Diskutiert mit. Schreibt uns eine E-Mail an Blog@huffingtonpost.de

Mehr zum Thema Spielzeugahn findet ihr hier.


Kindern helfen

Seit Jahren schon warnen Experten, dass allein in Deutschland jedes fünfte Kind in Armut lebt. Viel schwieriger noch die Situation von Kindern in Südeuropa, Afrika oder Südasien. Doch was fehlt ihnen wirklich? Wie kann man ihnen wirkungsvoll helfen?

Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post einige spannende Projekte, die jeder unterstützen kann.

Viele Kinder in Deutschland sind so arm, dass ihre Eltern sich nicht einmal eine warme Mahlzeit leisten können. Ihnen hilft das Deutsche Kinderhilfswerk mit Kinderhäusern. Hier können die Kinder in Ruhe essen, Hausaufgaben machen und sogar an Kochkursen teilnehmen. Das ist nur mit Spenden möglich.

Die Wirtschaftskrise in Griechenland trifft Kinder ganz besonders. Der Verein KRASS e.V." möchte den Kindern in Athen und wo immer möglich in Griechenland, eine Auszeit mit Spiel, Kunst und Spaß unter professioneller Begleitung ermöglichen."Details findet ihr hier.

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