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Welt von heute

Ver├Âffentlicht: Aktualisiert:
ARTIFICIAL INTELLIGENCE
Paper Boat Creative via Getty Images
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Das gro├če Problem mit der Sozialwissenschaft von heute ist, dass sie in ihrem Allgemeing├╝ltigkeitsanspruch stets versucht f├╝r die gesamte Gesellschaft zu sprechen, von ihren Stichproben aus auf die gesamte Population schlie├čt, und damit vereinheitlicht, also nur das gelten l├Ąsst, nur das als existent zul├Ąsst, was quantifizierbar ist.

So weit so schlecht, nur gibt es in so einer verwissenschaftlichten Welt, in einer Welt, die am Tropf der Wissenschaft h├Ąngt, die nicht nur die Richtung weist und sagt wo's lang geht, sondern eben auch was es gibt und was nicht, in solch einer Welt, in der die Mehrheit der Menschen peinlich genau darauf achtet, was zul├Ąssig ist zu glauben und was nicht, ergo was es gibt und was nicht, was es geben darf und was nicht, in solch einer Welt gibt es nicht nur keine Liebe und kein Mitgef├╝hl, sondern eben auch keine Kreativit├Ąt und auch keinen Geist, keine Vernunft und keinen Verstand, denn all das ist nicht quantifizierbar, jedenfalls nicht mit Intelligenz und Sinn.

Denn es macht keinen Sinn Intelligenz zu testen, da es f├╝r alle, die intelligent sind einsichtig ist, dass wie schon lange in der sozialwissenschaftlichen Methodologie bekannt, jeder Test und so auch der Intelligenztest nur das misst, was er misst, und nur aussagt, dass er etwas misst, jedoch nichts dar├╝ber aussagt, was er misst und was es ist, was er misst.

Daher kann ich nur sagen, dass eine verwissenschaftlichte Welt, eine Welt ohne Vernunft, ohne Verstand, ohne Kreativit├Ąt und Intelligenz, ohne Gesp├╝r und Sinn ist. Und das Schlimmste daran ist, es ist eine Welt ohne Mitgef├╝hl und Liebe f├╝r einander, ohne Humanit├Ąt und R├╝cksichtnahme.

Daf├╝r gl├Ąnzt sie mit jeder Menge Zahlen, Logik, Stochastik und Algorithmen, mit mechanistischem Denken, in das sich aus der Sicht der Zahlenmenschen die verbliebenen Menschen mit Gef├╝hl in ihrer Unvollkommenheit einzuf├╝gen haben und sukzessive gegen effiziente Maschinen und Regelungen ausgetauscht werden, damit sichergegangen werden kann, dass nach und nach alles Menschliche, das blo├č das System in seiner Optimierung schw├Ącht, aus den Menschen weicht.

Dr. Dr. Immanuel Fruhmann

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