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Die Energiewende: Ein Milliardengrab für nächste Generationen

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PET DEATH
Ryan McVay via Getty Images
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Viel zu oft ist der Ausgang der nächsten Wahl in der Politik wichtiger als das Wohlbefinden der nächsten Generation. Dementsprechend wird sich hauptsächlich auf die größte und zuverlässigste Wählergruppe konzentriert: die Alten.

Die Jugendlichen und Kinder bleiben auf der Strecke. Dass die Jungen nicht gegen diese Ungerechtigkeit rebellieren, verwundert mich Tag für Tag. Die Kurzsichtigkeit der Politiker ist für die nächsten Generationen in vieler Hinsicht eine riesige Last.

Aus Fehlern lernen

Die Zielsetzung der Energiewende ist es eigentlich, den Planeten zu schützen und nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen. Leider ist genau das Gegenteil der Fall. Die Energie- und Klimapolitik ist eine schockierende Ungerechtigkeit an der Jugend von heute.
Die deutsche Energiepolitik verfehlt ihre Ziele bei Weitem.

Auch 2020 wird es hierzulande nicht anders sein. Da verwundert es nicht, dass kein Land dieser Welt den deutschen Weg mitgeht. Die Vorreiterrolle Deutschlands ist unberechtigt.

Die Bundesregierung muss aus den vergangenen Fehlern lernen und neue Wege für eine gute und erfolgreiche Energiepolitik ebnen.

Der wichtigste Punkt, den es zu beachten gilt: Deutschland allein kann mit seinem geringen Anteil am Ausstoß von Treibhausgasen den Planeten nicht retten. Wir müssen daher ein Modell entwickeln, das Länder auf der ganzen Welt zum Nachahmen animiert.

Emissionshandel für erfolgreichen Klimaschutz

Der Aufbau von Wohlstand darf also nicht behindert und gleichzeitig muss das Klima nachhaltig geschützt werden.

Damit die Schwellen- und Entwicklungsländer mitmachen, müssen sie sehen, dass Klimaschutz möglich ist, ohne den wirtschaftlichen Aufschwung nachhaltig abzuwürgen. Das Ziel ist also klar: Es muss ein Instrument etabliert werden, dass ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit vereint.

Unmöglich? Keineswegs, dieses Instrument gibt es nämlich bereits: den europäischen Emissionshandel. Hier wird eine begrenzte Anzahl von Zertifikaten ausgegeben, die nicht überschritten werden darf. Der Klimaschutz wird so garantiert.

Die Werkzeuge sind vorhanden, was fehlt ist der Wille. Eine lösungsorientierte Debatte wird in Deutschland durch Ideologen blockiert. Klimaschutz müsse teuer sein hört man oft aus diesen Kreisen.

Obwohl es Möglichkeiten gibt, mehr CO2 mit weniger Mitteln einzusparen, werden Technologien von der Politik vorgegeben und subventioniert. Statt das Gemeinwohl und dem Klimaschutz Priorität einzuräumen, wird Klientelpolitik betrieben. Das ist ein Fehler, denn der Markt kann die erfolgreichsten Mittel und Wege immer noch am besten ohne staatliches Eingreifen identifizieren.

Die Energiewende: teuer und ineffizient

Die Folgen sind fatal: Das deutsche Klimaschutzziel wird nicht erreicht und die Kosten ss teigen unaufhörlich. Statt den bisher gewählten - offensichtlich falschen -planwirtschaftlichen Weg zu überdenken, reguliert die Politik immer mehr.

Sie schützt die erneuerbaren Energien ohne jede Notwendigkeit vor dem Markt. Den Verlust der Reputation des deutschen Industriestandortes wird in Kauf genommen. Sie ist übrigens eine der saubersten Industrien der Welt.

Was wir in Deutschland sehen, ist im Ergebnis weder ökologisch noch ökonomisch im Sinne der nächsten Generation. Hier wird Geld verpulvert, das in Bildung oder Infrastruktur fließen könnte. So hat unsere Volkswirtschaft in näherer Zukunft keine Industrie mehr.

Die Marktwirtschaft wäre in die Ecke gedrängt und der deutsche Wirtschaftsstandort würde im weltweiten Wettbewerb weiter zurückfallen. Alle, die noch ein paar Jahrzehnte hier leben wollen, müssten eigentlich laut aufschreien. Gegen das Verprassen von öffentlichen Geldern und gegen eine fadenscheinige Klientelpolitik.

Die Energiewende ist - wie sie jetzt betrieben wird - ein Milliardengrab für die nächsten Generationen.

Dr. Hubertus Porschen ist ehrenamtlicher Bundesvorsitzender des Wirtschaftsverbands DIE JUNGEN UNTERNEHMER, Gründer und Geschäftsführer der App-Arena GmbH in Köln sowie promovierter Volkswirt. . Im Hinblick auf die anstehende Bundestagswahl initiiert der Verband die Kampagne "Germany´s next Bundeskanzler/in" . Hier soll die Stimme der jungen Generation gefunden werden, die die Interessen der Erst- und Zweitwähler am besten vertritt. Die Kampagne soll junge Wähler für Politik begeistern.

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