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Bye bye Red Bull - Lego und die Quadratur des Markencontents

(0) Kommentare | Veröffentlicht 13. April 2014 | (15:51)


Als vor zwei Jahren Felix Baumgartner aus einem Ballon in Richtung Erde sprang, machte er das Unmögliche möglich und sorgte zugleich für eine neue Unmöglichkeit: Wer würde jemals eine bessere Content-Marketing-Idee bieten können als Red Bull mit seinem Projekt Stratos. Nach dem Start von The Lego Movie ist diese Frage wohl beantwortet. Der neue Felix heißt Emmet, ist Bauarbeiter und besteht aus quadratischem Plastik.

Auf den ersten Blick wirkt diese Aussage wie kompletter Nonsens. Schließlich hat Red Bull mit seinem Projekt nicht nur Markengeschichte, sondern überhaupt Geschichte geschrieben. Millionen Menschen weltweit können heute noch sagen, wo sie waren, als sich Felix Baumgartner in die Leere fallen ließ. Und das Projekt passte zudem noch exzellent zur Marke. Dass Red Bull Flügel verleiht, ist dank der lang laufenden Markenkampagne mittlerweile allgemein gelernt. Hier wurde der Markenclaim konkret erlebbar.

Aber an diesem Punkt endet die Erfolgsbilanz auch schon. Projekt Stratos ist nicht wiederholbar und solange Red Bull nicht zum Mond fliegt auch kaum zu übertreffen. Außerdem blieb der Transfer zwischen Content und Produkt letztlich beschränkt. Baumgartner war anschließend nur kurze Zeit im Kontext der Dosen zu sehen und neue Produkte konnte Red Bull ebenfalls nicht aus dem Abenteuer gewinnen.

Um wieviel besser schlägt sich da der Held wider Willen Emmet. Der kleine Lego-Bauarbeiter und die anderen Protagonisten des Films sind fest in der Markentradition verwurzelt. Lange bevor sich Lego zusammen mit Warner Bros an einen Tisch setzte, inszenierten Lego-Fans weltweit am heimischen Küchentisch Stop-Motion-Filme mit kantigen Darstellern. Lego hat diese Fankultur aufgenommen und in der Spielesoftware der Marke zur offiziellen Bildsprache von Lego erhoben. Heute kann Lego-Chef Jorgen Vig Knudstorf stolz sagen: "Die meisten Lego-Clips auf unserem Youtube-Channel stammn nicht von uns, sondern vom unseren Kunden."

Der Lego-Film ist damit die logische Konsequenz einer Markenevolution, die gleichzeitig die nächsten Impulse setzt. Von den Freizeitparks über das Software-Business bis hin zu den Spielebausätzen liefert die Filmgeschichte für jeden Geschäftsbereich neue Produktimpulse. Und das beste daran: Der Leinwandauftritt lässt sich nicht nur wiederholen (der nächste Film ist für 2017 geplant), dank der Verwertungsketten in der Unterhaltungsindustrie wird Bauarbeiter Emmet auch mit seinem ersten Film mehr als einmal die Zielgruppe unterhalten. Wie viele Red-Bull-Trinker haben sich Baumgartners Sprung mehr als einmal angesehen? Santiago Campillo-Lundbeck

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Was das Ende von "Wetten, dass..?" mit "Game of Thrones" zu tun hat

(0) Kommentare | Veröffentlicht 10. April 2014 | (14:24)


Am Samstag verkündete das ZDF nach 33 Jahren das Ende von "Wetten, dass ..?", am gleichen Wochenende fielen die Castingshows "Deutschland sucht den Superstar" und "The Voice Kids" auf neue Tiefstwerte. Der zeitliche Zusammenhang mag Zufall sein, die Beispiele zeigen aber, dass die klassische Unterhaltungsshow in der Krise steckt. Dafür feiern fiktionale Formate weltweit Erfolge - auch weil sie den geänderten Sehgewohnheiten viel besser entsprechen als das klassische Lagerfeuer-TV.

Seit dem Wochenende steht fest: "Wetten, dass..?", der letzte Dinosauerier aus dem Zeitalter der großen Samstagabendshows, wird zum Ende des Jahres eingestellt. Das Publikum hat noch drei Ausgaben Zeit, Abschied zu nehmen und in Erinnerungen zu schwelgen, danach ist "Wetten, dass..?" nach 33 Jahren endgültig TV-Geschichte.

Aber auch Shows, die auf jüngere Zuschauer abzielen, kämpfen zunehmend mit Problemen: "Deutschland sucht den Superstar", die erfolgreichste Castingshow der vergangenen zehn Jahre, zog am Samstag im direkten Duell mit "Wetten, dass..?" den Kürzeren - auch bei den jüngeren Zuschauern. Gerade einmal etwas mehr als 3 Millionen Zuschauer hatten die Castingshow mit Dieter Bohlen eingeschaltet, in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen musste sich "DSDS" mit mageren 1,66 Millionen Zuschauern zufrieden geben - ein neuer Minusrekord. Auch "The Voice Kids" rutschte am Freitag bei Sat 1 auf einen neuen Tiefstwert von gerade einmal 2,73 Millionen Zuschauern.

Die klassische Unterhaltungsshow steckt derzeit in einer tiefen Krise - womöglich kündigt sich mit dem Aus von "Wetten, dass..?" sogar ihr baldiges Ende an. Die große Samstagabendshow für die gesamte Familie ist ohnehin bereits Geschichte. Während "Wetten, dass..?" vor allem bei den älteren Zuschauern noch viele treue Fans hatte, schauen die Jüngeren inzwischen lieber "DSDS", "Schlag den Raab", "Das Supertalent" oder "The Voice of Germany". Nach rund zehn Jahren neigt sich aber auch die Ära der Castingshows langsam aber sicher ihrem Ende entgegen. "Rising Star", bei der TV-Messe MipTV in Cannes im vorigen Jahr als der kommende Hit gefeiert, hat es trotz zahlreicher Verkäufe - in Deutschland hat sich RTL die Rechte gesichert - bislang noch in keinem Land außerhalb von Israel auf den Fernsehschirm geschafft. Ein neuer großer Trend, der die beliebten Casting- und Realityshows ersetzen könnte, ist nicht in Sicht.

Natürlich mag nicht jeder in den Abgesang auf das Zeitalter der großen TV-Shows einstimmen: "Die große Samstagabendshow ist nicht am Ende", betont Marcus Wolter, Geschäftsführer von Endemol Deutschland. "Vielleicht müssen wir neu definieren wann eine Sendung massenattraktiv und damit erfolgreich ist. Erreicht eine Show heute zwischen 5 und 6 Millionen Zuschauer ist das unter Berücksichtigung von veränderten Sehgewohnheiten und einer wachsenden Medienvielfalt durchaus ein großer Erfolg", sagt Wolter mit Blick auf "Wer wird Millionär?".

Dennoch machen in letzter Zeit eher fiktionale Formate als Shows von sich reden: Der Start der vierten Staffel der Fantasy-Serie "Game of Thrones" sorgt seit Tagen für Schlagzeilen und reichlich Buzz in den sozialen Medien. Der Streamingdienst HBO Go brach unter dem Ansturm der Fans sogar zeitweise zusammen. Ähnlich riesig war das Interesse am Finale von "Breaking Bad" oder der letzten Staffel von "How I Met Your Mother". Die "New York Times" fragte kürzlich, ob hochkomplexe und erzählerisch anspruchsvolle Serien wie "The Wire" oder "The Sopranoes" die Romane des digitalen Zeitalters sind. Kevin Spacey, Hauptdarsteller der hochgelobten Netflix-Serie "House of Cards" verkündete im vergangenen Jahr in einer vielbeachteten Rede "The New Golden Age of Television".

Der entscheidende Vorteil von Serien: Im Gegensatz zum klassischen Lagerfeuer-TV, um das sich die Fernsehnation jahrzehntelang versammelte, sind serielle Formate viel besser für die Verbreitung über digitale Plattformen und für den zeitunabhängigen Konsum geeignet. "Das Publikum will Qualität sehen, wann es will, wo es will und auf der Plattform, die ihm gerade gelegen kommt", betonte Spacey in seiner Rede. Durch den Megatrend des zeitunabhängigen und individuellen TV-Konsums haben es klassischen Fernsehshows zunehmend schwer, ihr Publikum zu finden. Shows, die sich gerade dadurch auszeichnen, das sie möglichst vielen Zuschauern ein Gemeinschaftserlebnis bieten, werden im digitalen Zeitalter und angesichts fragmentierter Zielgruppen zunehmend zu einem Anachronismus.

Thomas Gottschalk konnte diese Entwicklung durch sein Charisma im Fall von "Wetten, dass..?" noch verlangsamen - früher oder später hätte die Show aber wohl das gleiche Schicksal ereilt, das nun seinem Nachfolger Markus Lanz mit angekreidet wird. Das Ende von "Wetten, dass..?" markiert das Ende einer Ära - aber auch den Beginn eines neuen, goldenen TV-Zeitalters. David Hein

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Facebook, Google und Co erobern die Königreiche von "Game of Thrones"

(0) Kommentare | Veröffentlicht 8. April 2014 | (14:29)


Gerade erst ist in den USA die vierte Staffel der Erfolgsserie "Game of Thrones" gestartet. Und der Zuschaueransturm war so groß, dass er den Streamingdienst HBO Go gleich mal in die Knie zwang. Die Wartezeit dürften sich einige Fans mit dem liebevoll und handwerklich toll produzierten Clip "A Game of Social Thrones" vertrieben haben - eine Hommage der Macher des Social-Media-Management-Systems HootSuite an den Vorspann des Serienspektakels.

Das 90-sekündige Video ist nämlich genau so arrangiert wie die Opening Sequence von "Game of Thrones" (siehe Original unten). Doch statt der sieben Königreiche aus der Serie türmen sich nach und nach die größten sozialen Netzwerke wie Google, Facebook, Twitter, LinkedIn und Pinterest als eigene Herrschaftsgebiete im Land auf. Verbunden werden alle am Ende durch die HootSuite-Insel.

Der Clip, den das Social-Media-Verwaltungsnetzwerk auf seiner Youtube-Page veröffentlicht hat, besticht neben seiner hervorragenden Machart vor allem durch großes Detailreichtum. So hat das Kreativteam von HootSuite in dem Video auch mehrere "Easter Eggs" versteckt.

Bereits im letzten Jahr zeigte HootSuite seine Verbundenheit zu "Game of Thrones" mit der Infografik "Social Media Winter is coming", die die Rivalität zwischen den sozialen Netzwerken in Analogie zur Serie thematisierte. "A Game of Social Thrones" entstand überwiegend inhouse. Lediglich für Motion Design und Musik holten sich die Macher Evan Aaagard (Produktion), Cameron Uganec (Executive Producer) und Evan LePage (Konzept) Unterstützung von außen. Tim Theobald

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Elvis, Marilyn & Co: Bavaria Beers kultige Strandparty der toten Promis

(0) Kommentare | Veröffentlicht 27. März 2014 | (13:29)


Kann man Bier auch anders bewerben als mit seiner regionalen Herkunft und der Reinheit der Zutaten? Man kann durchaus - wie die niederländische Biermarke Bavaria Beer mit ihrer aktuellen TV-Kampagne beweist. Der Einführungs-Spot für das neue Bavaria Radler erobert gerade im Internet sowohl die Musikliebhaber wie auch die Verschwörungstheoretiker im Sturm. Denn gezeigt wird die Insel auf der von Elvis bis Kurt Cobain eine ganze Reihe angeblich toter Superstars relaxt ihr Leben genießen - bis ein Schiff am Horizont auftaucht.

Der von der Amsterdamer Agentur Selmore kreierte Film liefert eine humorvolle Leichtigkeit, die die auf das Reinheitsgebot fixierten deutschen Bierwerber selten bis gar nicht erreichen. Am Strand der geheimnisvollen Insel genießt Elvis Presley die Sonne, während sich Tupac von Marilyn Monroe mit Sonnencreme einschmieren lässt und sich der wahre Paul McCartney und Kurt Cobain ein Bavaria Radler genehmigen. Erst als Bruce Lee am Horizont ein Schiff entdeckt, ist Alarm angesagt.

Wie die angeblich verstorbenen Stars ihr Strandidyll schnell tarnen und der aus dem Leim gegangene Elvis sich vergeblich hinter einer dünnen Palme versteckt, ist höchst amüsant zu sehen. Ohne permanent eine Flasche in die Kamera zu halten, gelingt es der zweitgrößten Brauerei der Niederlande mit dem Spot effektiv, die neue Radler-Variante von Bavaria als Getränk mit einem entspannten Feierabend zu verknüpfen.

Bavaria ist es schon in der Vergangenheit immer wieder gelungen, mit unkonventionellen Ideen auf sich aufmerksam zu machen. So präsentierte die Marke 2009 in einem TV-Spot den begehbaren Kühlschrank und ließ in Jahr später Ober-Playboy Hugh Hefner von den heißen Blondinen zu einem kühlen Blonden fliehen. Santiago Campillo-Lundbeck


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Die Mär von der lästigen Reklame

(0) Kommentare | Veröffentlicht 23. März 2014 | (14:31)

Werbung ist laut, geschmacklos und politisch unkorrekt. Dieses Klischee prägt bis heute das öffentliche Bild der Werbung und wird regelmäßig wieder hervorgekramt, wenn der Werberat Motive abmahnt, die in Hoffnung auf zusätzliche Awareness die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten. Und dieses Klischee liefert profilierungswilligen Politikern und politischen Initiativen...

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Chromecast & Android Wear: Wie Google im Hardware-Markt in die Offensive geht

(0) Kommentare | Veröffentlicht 21. März 2014 | (16:41)


Nachdem Google in den vergangenen Monaten vor allem die Datenbrille Google Glass zum großen Innovationsthema machte, schiebt der Suchmaschinen-Riese jetzt gleich zwei Themen an, um neue Bildschirme für sich zu erobern. Mit dem Betriebssystem Android Wear will Google auch bei dem Trend-Thema Wearables als Software-Dienstleister eine große Rolle stellen. Mindestens ebenso vielversprechend ist allerdings der Start des TV-Sticks Chromecast, für den Google eine exklusive Vertriebspartnerschaft mit Media-Saturn geschlossen hat.

Das digitale Empfangsgerät, mit dem auch nicht-internetfähige Fernseher zum Abspielgerät für Online-Inhalte gemacht werden können, ist ab heute in Deutschland für 35 Euro exklusiv bei Media-Saturn erhältlich und könnte sich für die beteiligten Partner zu einem langfristig lukrativen Thema entwickeln. Media-Markt und Saturn haben damit ein exklusives Produkt, um die Kundschaft in die Märkte zu locken. Google seinerseits erschließt damit auch nicht internetfähige Fernseher für die Online-Nutzung, wovon besonders das Tochterunternehmen Youtube aber auch die Streaming-Services Google Play Movies und Google Play Music massiv profitieren dürften. Mit von der Partie sind auch die Streamingplattformen Watchever und Maxdome.

Weniger unmittelbar dürften die Folgen der neuen Betriebssoftware Android Wear sein. Google präsentiert zwar in einem ersten Online-Werbevideo eine Demonstration, wie eine Smartwatch mit dem Betriebssystem im Alltag einsetzbar wäre. Konkrete Modelle der Hersteller stehen derzeit allerdings noch aus. Zudem ist durchaus offen, in welchem Umfang das Angebot tatsächlich von Entwicklern akzeptiert wird.

Denn anders als im Mobilfunk-Markt, wo Apple mit seinen iPhones die Anforderungen an ein Betriebssystem demonstrierte, bevor Google seine Android-Alternative entwickelte, fehlt im Markt der tragbaren Elektronik noch ein massenmarkttaugliches Vorbild. Erste Vorreiter wie Samsungs Galaxy Gear loten im Moment faktisch aus, welche Anwendungsformen die Konsumenten bei Smartwatches akzeptieren und welche nicht. Dementsprechend könnten sich die Anforderungen an die Betriebssoftware in den kommenden Monaten noch deutlich ändern. Santiago Campillo-Lundbeck

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Jetzt hat Aldis Gin-Oma einen teektrinkenden Hund

(0) Kommentare | Veröffentlicht 19. März 2014 | (13:24)


Sie ist zurück und bezaubert wieder mit ihrem Humor, der mindestens so trocken ist, wie der Gin, den sie angeblich liebt. In der britisch-kauzigen TV-Kampagne von Aldi Großbritannien hat sich die Laiendarstellerin Jean Jones zum unbestrittenen Star der Eigenmarken-Kampagne "Like Brands, only Cheaper" entwickelt. Im neuesten TV-Spot spricht sie wieder über den Tee des Lebensmittel-Discounters und nutzt die Gelegenheit, um ihren Ehemann zu bestrafen.

Die über 80-jährige Jones feierte ihren ersten Auftritt vor fast drei Jahren, als sie vor der Kamera über den billigen Tee von Aldi philosophierte, nur um am Ende zu gestehen: "I don't like tea. I like gin." Im neuesten von McCann Manchester kreierten Spot spricht sie erneut über die günstigen Teesorten bei Aldi. Allerdings hat sie dieses Mal mit ihrem Hund Charlie einen Co-Star vor der Kamera. Wie sich herausstellt, ist auch Charlie ein großer Fan des Tees von Markenherstellern und der Eigenmarke von Aldi.

Doch die Gin-Oma will hier nicht ihrem Hund etwas Gutes tun, sondern vielmehr ihren Mann für eine eheliche Missestat bestrafen. Nachdem Hund Charlie seine Hundespucke ausreichend im Tee verteilt hat, gießt sie ihn ganz entspannt in die Tasse zurück und ruft ihren Mann zum Nachrmittagstee.

Mit seiner Eigenmarken-Kampagne ist dem dem Lebensmittel-Discounter in Großbritannien erfolgreich gelungen, die frühere Skepsis gegenüber dem Billiganbieter Aldi zu brechen. Während früher speziell die deutschen Discounter für die Qualität ihres Sortiments kritisiert wurden, wurde Aldi nun schon zum zweiten Mal als Händler des Jahres ausgezeichnet wurde. Santiago Campillo-Lundbeck

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Fidele Großmutter: Britischer Aldi-Spot amüsiert das Web

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Was "First Kiss" zum besten Viral-Film aller Zeiten macht

(0) Kommentare | Veröffentlicht 16. März 2014 | (15:51)

Melissa Coker ist eine junge Modedesignerin, die nicht die entfernteste Ähnlichkeit mit George Lucas, Steven Spielberg oder Peter Jackson hat. Und doch ähnelt das Leben der Gründerin des US-Modelabels seit vier Tagen verblüffend dem Alltag eines klassischen Filmmoguls. Ihr Content-Marketing-Film "First Kiss" hat sich mit aktuell 46 Millionen Views zu einem der erfolgreichsten Viral-Blockbuster aller Zeiten entwickelt - mit allen Symptomen, die auch für einen Kino-Klassiker üblich sind: Es gibt Plagiatsvorwürfe, Nachahmer, Parodien und Sex-Fassungen.

Um zu verstehen, wie bemerkenswert der Erfolg von *First Kiss" ist, hilft ein Vergleich mit dem Vorjahressieger. 2013 erzielte der FMCG-Riese Unilever mit seinem im April gestarteten Online-Film "Dove Real Beauty Sketches" bis Ende des Jahres insgesamt weltweit 135 Millionen Views. Unilever konnte dabei auf die Bekanntheit der Marke Dove aufbauen, hatte die Kreativ-Power der Agentur Ogilvy zur Verfügung und unterstützte den Launch mit entsprechenden Media-Platzierungen. "First Kiss" dagegen ist das Werk der jungen Filmemacherin Tatia Ilieva für eine - bis dahin - völlig unbekannte Marke, produziert ohne erwähnenswerten Werbeetat, und kommt trotzdem allein auf Youtube auf 46 Millionen Views.

Angesichts dieses Erfolgs läuft auch die Kritik, dass der Film der Marke Wren nicht wirklich helfe, schlicht ins Leere. Für eine Modemarke, die erst 2007 gegründet wurde, ist schon die anschließende Aufmerksamkeit in den Medien ein ungeheurer Sprung. Aber das Video selbst liefert Wren zusätzlich eine unmittelbare Bühne vor einem weltweiten Publikum: denn alle küssenden Teilnehmer tragen Kleidung des Labels.

Dass der Wren-Gründerin der Bogen zwischen Produkt und Medium so effektiv gelungen ist, mag sich auch aus ihrer Biographie erklären: Bevor Coker ihr eigenes Modelabel in Los Angeles gründete, arbeitete sie in New York für Fashionmagazine wie "Vogue" und "W". In einem Interview mit "USA Today" lässt sie auch durchblicken, dass hinter "First Kiss" durchaus eine langfristige Kommunikationsstrategie steckt: "Der Film ist ein Schritt weg von den traditionellen Werbespots. Er soll etwas sein, das ein eigenes Leben jenseits der saisonalen Relevanz der Kleidung entwickelt."

Der Kanal, den Coker zur Verbreitung wählte, sagt viel über das neue Wechselspiel zwischen Marken und Medien sowie die Rolle der kreativen Exzellenz aus. "First Kiss" erschien als Beitrag zum Fashion Week Special der Mode-Site Fashionista. Fashionista gibt dabei Modelabeln eine Bühne, auf der sie eigene hochwertig produzierte Filme präsentieren können.

Wer sich allerdings durch die anderen Clips des Specials klickt, sieht einen zentralen Unterschied zu "First Kiss". Die meisten nutzten die Gelegenheit nur, um ihre Produkte optisch ansprechend in Szene zu setzen. Der Beitrag von Wren ist der einzige, der tatsächlich eine Geschichte erzählt. Wie mächtig die Botschaft von "First Kiss" als emotionale Markenkommunikation ist, attestiert unter anderen Jung von Matt/Elbe in einem Kommentar auf der eigenen Facebook-Seite: "We wish ... we had done this for Parship or Elitepartner!"

Der Faszination des Films hat die Enthüllung der Absendermarke nicht geschadet. Die Zugriffszahlen steigen weiterhin an und die öffentliche Rezeption erinnert in vielen Momenten an die Resonanz, die auch Filmklassiker wie "Krieg der Sterne" oder "Titanic" erfahren haben.

Plagiatsvorwurf: Wie bei großen Hollywood-Filmen tauchte auch zu "First Kiss" der erste Vorwurf auf, dass der Film nicht wirklich die Idee von Filmemacherin Ilieva sei, sondern nur die Kopie einer schon existierenden Idee. In diesem Fall wird hier als Vorlage der Kurzfilm der französischen Filmemacherin Pascale Ferran von 1990 angeführt, der in Inszenierung und Stimmung tatsächlich stark an den viralen Erfolgshit erinnert.

Nachahmer: Große Erfolge an den Kinokassen ziehen meist billiger produzierte Variationen des Originals nach sich, die von dem aktuellen Interesse profitieren wollen. Auch bei "First Kiss" dauerte es nur wenige Tage, bis die britische Joghurtmarke Snog mit "First Snog" die Chance für sich nutzte. Die Londoner Kreativagentur Mother demonstrierte Mit "First Sniff" die filmische Kompetenz ihrer Produktionseinheit Bosh.

Parodien: In Hollywood reicht die Tradition von erfolgreichen Filmen von "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" in den 70er Jahren bis aktueöö der "Scary Movie"-Reihe. Auch von "First Kiss" fühlte sich gleich eine ganze Reihe professioneller Spaßmacher inspiriert. Der kanadische Radiosender Virgin Radio Toronto erfand eine fiktive "geschnittene Szene", Stefan Raab präsentierte in "TV-Total" eine eigene Auswahl "erster Küsse" und im Internet kursiert eine Parodie aus der populären Spielewelt "Minecraft".

Sex-Fassung: Ultimativer Beweis der popkulturellen Relevanz ist mittlerweile die Frage, ob es eine Sex-Fassung zu dem Film gibt. Während bisher noch keine Pornofilm-Produktion sich des Themas angenommen hat, gibt es allerdings schon erste Parodien, die sich deutlich jenseits des ersten Kusses bewegen. Besonders gelungen in dieser Hinsicht ist "First Handjob" der amerikanischen Komiker-Gruppe Pimm's Girls, während die Parodie "First Fist" des Neo-Magazins des ZDF-Senders Neo im Wesentlichen die gleiche Idee mit einer extremeren Sexual-Praxis nacherzählt. Santiago Campillo-Lundbeck

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"First Kiss": Wie die Modefirma Wren einen Viralerfolg landete

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"First Kiss": Wie die Modefirma Wren einen Viralerfolg landete

(0) Kommentare | Veröffentlicht 12. März 2014 | (17:27)


Das nennt man Viralerfolg: 20 Millionen Klicks in gerade einmal zwei Tagen sammelte das Video "First Kiss" ein, das die Künstlerin Tatia Pilieva auf Youtube einstellte. Der dreieinhalb-minütige Film zeigt, wie angeblich völlig Fremde sich das erste Mal küssen. Für viele Menschen ist das offensichtlich eine sehr reizvolle Angelegenheit - und so verschwindet hinter dem Hype fast vollständig, dass es sich bei dem Video um Werbung handelt: Absender ist nämlich die Modemarke Wren.

Der Name der Firma taucht zu Beginn des Videos gut sichtbar auf ("Wren presents"). Zudem machte Wren via Twitter deutlich, dass die erotischen Begegnungen von Fremden im Auftrag des Labels erfolgten. Dass über das so entstandene Video hauptsächlich als Netzphänomen berichtet wird, und nicht als Werbung, darüber berichteten bereits die Blogrebellen in einem Eintrag vom 11. März. "Wenn selbst Journalisten nicht mehr zwischen Werbung und Inhalt unterscheiden können, dann wird Werbung zum Inhalt", heißt es dort.

In der Tat. Mittlerweile treten die Auftraggeber des Videos jedoch immer offener in den Mittelpunkt. Gegenüber Fashionista.com sagte Wren-Gründerin und Creative Director Melissa Coker, dass es sich bei "First Kiss" um einen Beitrag für die Video Fashion Week von Style.com handelt - einen Beitrag, der nicht sofort als Werbung erkennbar sein soll. "Wir machen diese Filme jede Saison. Ich bemühte mich dabei, einen Film zu machen, der für sich selbst steht, sich nicht wie Werbung anfühlt und die Menschen berührt - nicht nur diejenigen, die in der Modebranche sind, sondern auch solche, die damit nichts zu tun haben."

Laut Slate.com handele es sich bei den 20 Protagonisten des Videos zum Teil um Schauspieler, aber auch Musiker oder professionelle Models - also Leute mit Kameraerfahrung. Womöglich werde dadurch die Romantik des Videos erzeugt, mutmaßt die Autorin des Slate-Artikels Amanda Hess. Hätte Pilieva andere Menschen ausgewählt, wäre das Ergebnis wahrscheinlich unfreiwiliig komisch geraten, so ihre Vermutung.


Wirklich schräg - und zwar mit völliger Absicht, ist dafür das Video "First Snog" der britischen Joghurt-Marke Snogs Frozen Yogurt. Das laut "Adweek" von der Agentur Krowd entwickelte Video kommt im selben Stil daher wie das Original - nur dass es eben nicht um den ersten Kuss mit einem Fremden geht, sondern ihre erste "Snog-Erfahrung". Was so weit hergeholt gar nicht ist: Snog ist umgangsprachlich für rummachen. Ingo Rentz

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TV-Werbung für Marihuana: Was Gras und Sushi gemeinsam haben

(0) Kommentare | Veröffentlicht 9. März 2014 | (13:38)


So manche Fernsehzuschauer in den USA werden sich in diesen Tagen verwundert die Augen reiben. Auf großen Sendern wie Comedy Central, ESPN und Fox News läuft ab sofort auch Werbung für Marihuana. Mit den TV-Spots will das Medizin-Netzwerk Marijuanadoctors auf die heilende Wirkung von Haschisch aufmerksam machen.

Auf der Plattform Marijuanadoctors.com können Patienten Ärzte kontaktieren, um sich für eine sogenannte Marihuana-Card zu registrieren. Diese ermöglicht den legalen Erwerb des Rauschmittels für medizinische Zwecke. Hintergrund: In einigen US-Bundesstaaten wie Colorado ist der Konsum von Cannabis mittlerweile legal. Wer älter ist als 21 Jahre, darf legal Marihuana kaufen und konsumieren. In 22 US-Staaten wird Marihuana schon länger für therapeutische Zwecke eingesetzt.

Die Hauptrolle in dem 60-sekündigen TV-Spot spielt ein Mann, der leicht als Drogendealer zu identifizieren ist. Der halbseidene Typ, der in verschmutzten Hinterhöfen nach Kundschaft sucht, verkauft aber kein Kokain oder Speed, sondern Sushi. "Du würdest von diesem Typen kein Sushi kaufen, warum solltest du dann Marihuana von ihm kaufen?", fragt eine Stimme aus dem Off. Das inhouse entwickelte Commercial wird im US-Bundesstaat New Jersey auf Sendern wie A&E, MTV2, History, Comedy Central, ESPN und Fox News in der (kinderfreien) Zeit zwischen 22 Uhr und 5 Uhr morgens ausgestrahlt.

Dass Marijuanadoctors im TV für sein Anliegen wirbt, ist keine Selbstverständlichkeit. Wie das Medizin-Netzwerk auf seiner Facebookseite berichtet, hat es einige Jahre gedauert, bis die Behörden grünes Licht für Werbung in den klassischen Medien gegeben haben. Ab April soll der Spot auch in Massachusetts zu sehen sein. Marco Saal

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Save The Children holt Syrien-Krieg mit fulminanten Bildern nach London

(0) Kommentare | Veröffentlicht 7. März 2014 | (15:43)


Auch wenn der Syrien-Krieg in der weltweiten Medienberichterstattung aufgrund der aktuellen Ereignisse in der Ukraine in den Hintergrund gerückt ist, bleibt das Thema in der Werbebranche offenbar ein vielbeachtetes. Nachdem HORIZONT.NET bereits in der letzten Woche über einen Spot der SOS Children's Villages in Norwegen berichtete, der Bezug auf notleidende Kinder in Syrien nimmt, macht jetzt auch Save The Children UK auf die Missstände in der arabischen Republik aufmerksam - und erzählt in schnellen Schnitten, wie rasant und drastisch sich das normale Leben eines Kindes verändern kann.

Der 90-sekündige Online-Spot verdeutlicht in eindringlichen Bildern aus der Sicht eines kleinen Mädchens, wie sich das Familienleben in Großbritannien verändern würde, wenn es Kriegszustände wie jene in Syrien gäbe. Dabei wird der Clip von Einstellung zu Einstellung bedrückender und dokumentiert in wenigen Schritten die Flucht der jungen Familie, über Straßenkämpfe bis hin zum Geburtstag der Protagonistin, der in einem Flüchtlingscamp verbracht wird.

Am Ende des Spots steht die Botschaft: "Just because it isn't happening here doesn't mean it isn't happening." Und die Botschaft scheint anzukommen. In 24 Stunden seit seiner Veröffentlichung wurde der Clip auf Youtube bereits mehr als 3,7 Millionen Mal angeklickt. Entwickelt wurde die Kampagne von der Kreativagentur Don't Panic in London. Die Produktion übernahm Unit 9, Regie führte Martin Stirling. Tim Theobald

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Deutschland deine Weicheier - das Problem der Werber mit Edekas "Supergeil"

(0) Kommentare | Veröffentlicht 2. März 2014 | (14:02)

Deutsche Werber haben, so scheint es, zwei Lieblingsbeschäftigungen: Die meiste Zeit des Jahres klagen sie darüber, dass Werbung aus Deutschland leider nie so krass und cool sein wird wie die wilden Ideen der amerikanischen, britischen oder südamerikanischen Kollegen. Doch wenn dann mal eine deutsche Agentur eine international ebenbürtige Kampagne abliefert, beginnt sofort die Kritik, dass der Auftritt doch eigentlich gar nicht passe. Jüngstes Beispiel: Das Branchenecho auf Jung von Matts Edeka-Kampagne "Supergeil".

Machen wir einmal ein kleines Gedankenexperiment: Wie würde wohl über den Old-Spice-Mann geredet werden, wenn ihn nicht Wieden + Kennedy für die P&G-Marke erfunden hätte, sondern ihn eine deutsche Agentur der heimischen Pflegemarke Kneipp auf den Leib geschneidert hätte? Und wie viel Skepsis hätte umgekehrt "Supergeil" bei den heimischen Kreativen mit dem Absender Crispin Porter + Bogusky ausgelöst? Wahrscheinlich hätten die deutschen Kreativen nicht mit Kritik am "Kneipp-Mann" gespart, dafür die "Supergeil"-Kampagne als leider in Deutschland unerreichbares Beispiel für kreative Exzellenz gelobt.

Man hat ein wenig den Eindruck, dass Jung von Matts Erfolg mit Edeka nicht sein darf, weil er nicht sein kann. Bisher ließ es sich ja ganz gut mit der Tatsache leben, dass Heimat, Berlin, mit schöner Regelmäßigkeit für den Kunden Hornbach die kreativen Grenzen austestet und auf bezahlter Basis Arbeiten abliefert, die andere Agenturen nur als Goldidee platzieren können. Doch dass Edeka nun nicht nur ebenfalls dieses Kunststück gelingt, sondern die Viral-Kampagne auch noch ausgerechnet im Heimatland der Werbung USA zu kreativen Kollektiv-Orgasmen führt, ist dann des Guten zu viel.

Natürlich ist gerade in der Agenturszene Konkurrentenschelte eine gelebte und marktwirtschaftlich auch absolut nachvollziehbare Situation. Aber dabei sollte eben nicht vergessen werden, dass "Supergeil" eben nicht international als Meisterwerk von Jung von Matt, sondern als Beleg für die Exzellenz deutscher Werbung gefeiert wird. Hatte davon die deutsche Werbelandschaft in den vergangenen Jahren nicht immer geträumt und bei Branchenevents nicht immer als das große gemeinsame Ziel beschworen? Aber jetzt, wo eine Kampagne zeigt, dass dieses Ziel erreichbar ist, räumen die Visonäre der gemeinsamen Sache den Platz für die Weicheier.

Strategisch lässt sich der Online-Auftritt wohlgemerkt in seinen Details anzweifeln, steht aber als Ansatz auf erzsoliden Füßen. "Supergeil" ist ausdrücklich nicht die neue Marken-Kampagne Edekas, sondern eine Online-Kampagne für jüngere Konsumenten. Die haushaltführende Kundin jenseits der 50 soll hier nicht erreicht werden. Für sie gibt es auch weiterhin die ganze Klaviatur der klassischen Werbeformate. Aber Edeka muss als Händler, der alle Konsumenten erreichen will, auch jungen Kunden zeigen, dass die Marke ihre Sprache sprechen kann. Dabei schwebt der Online-Film eben nicht im luftleeren Raum, sondern ist konsequent in das breitere Marketing zu den Eigenmarken von Edeka eingebunden.

Entscheidend ist am Ende, dass die jungen Konsumenten in Deutschland an die Marke herangeführt werden und idealerweise auch über die Nutzung der E-Cards auch noch die Unternehmens-Homepage kennenlernen. Ob das Video noch zusätzlich von vielen Millionen Menschen in Ländern gesehen wird, wo Edeka nicht präsent ist, wird Edeka-Marketingchef Claas Meineke mit Sicherheit nicht den Schlaf rauben. Aber man darf davon ausgehen, dass die ersten "Supergeil"-Parodien auf Youtube ihm ein zufriedenes Lächeln entlockt haben.

Die Kreativen der deutschen Werbeagenturen stehen nun vor einer Entscheidung: Wollen sie im Juni, wenn sie sich in Cannes mit den internationalen Kollegen unterhalten, dazu stehen, dass in Deutschland kreative, leicht schräge Werbung möglich ist, die Erwartungshaltungen unterläuft? Oder wollen sie lieber daran arbeiten, dass sich die Erwartungshaltung ihrer Kunden und der breiten Öffentlichkeit an die Werbung nicht an Ideen wie "Supergeil" orientiert? Das Schlusswort hat nun Fußball- und Kreativtitan Olli Kahn. Santiago Campillo-Lundbeck

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Weltkarriere: Edeka-Flaneur Friedrich Liechtenstein erobert Amerika

(0) Kommentare | Veröffentlicht 27. Februar 2014 | (14:42)

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Da soll noch mal jemand sagen, deutsche Kreation hätte keine Chance, ein weltweites Publikum zu erobern. Jung von Matt beweist gerade das Gegenteil: Der Edeka-Musikclip mit dem schrägen Berliner Künstler Friedrich Liechtenstein, der einfach alles supergeil findet, schlägt ein wie eine Bombe....

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Guerilla-Kampagne: Jung von Matt entwirft Trojaner-Post für DHL

(0) Kommentare | Veröffentlicht 21. Februar 2014 | (21:54)

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Mit Trojanern kennt man sich bei Jung von Matt bekanntlich aus, immerhin lautet der oberste Glaubensgrundsatz der Agentur "Gute Werbung ist wie das Trojanische Pferd". Dass sie diesen Spruch hin und wieder auch wörtlich nehmen, haben die Kreativen in der...

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Was uns Dumb Starbucks über den Zustand des modernen Marketings verrät

(0) Kommentare | Veröffentlicht 15. Februar 2014 | (15:16)

Kann man eine weltberühmte Marke dumm nennen, in ihrem Namen Produkte aus dubiosen Quellen verschenken und am Ende dafür auch noch gelobt werden? Man kann, wenn man wie der US-Komiker Nathan Fielder für die eigene TV-Show wirbt. Aber Fielders Coup ist mehr als nur ein Promotion-Stunt. Dumb Starbucks ist auch...

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ADC-Präsident platzt der Kragen: Warum hat Deutschland ins Olympiastadion gekotzt?

(1) Kommentare | Veröffentlicht 10. Februar 2014 | (18:36)

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Bei der feierlichen Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Sotschi schaute am Freitag die ganze Welt zu. Als das deutsche Team, angeführt von Maria Höfl-Riesch, in das Stadion einlief, dürften sich viele Zuschauer verwundert die Augen gerieben haben. Dazu gehörte auch Stephan Vogel,...

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Dirk Popp: Der Fall Alice Schwarzer - von Helden und Opfern

(0) Kommentare | Veröffentlicht 5. Februar 2014 | (14:09)

Was haben Alice Schwarzer und Uli Hoeneß gemeinsam? Da wäre zum einen natürlich der Umstand, dass es beide mit dem Steuerzahlen nicht immer so genau genommen haben. Noch interessanter: Nach dem FC-Bayern-Manager Hoeneß legt sich nun auch die Feminismus-Ikone Schwarzer mit den Medien an, denen sie mal eben...

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Zeitreise in die 80er: Delta Airlines hebt ins Jahrzehnt der Schulterpolster ab

(0) Kommentare | Veröffentlicht 31. Januar 2014 | (13:38)

2014-01-30-1.JPGSicherheitsvideos haben sich in den vergangenen Jahren für eine kleine Gruppe von Fluglinien zur innovativsten Plattform der Markenkommunikation entwickelt. Nachdem zuletzt Air New Zealand und Virgin Airlines mit exzentrischen Kurzfilmprojekten punkteten, legt jetzt Delta Airlines mit einem wahrhaft epischen Langstreckenflug...

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Dove und die improvisierte Schönheit der Selfie-Porträts

(0) Kommentare | Veröffentlicht 23. Januar 2014 | (19:04)

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Dove hat im Rahmen seiner "Real Beauty"-Kampagne schon viele filmreife Momente geliefert. Zum 10. Geburtstag der Kampagne präsentierte sich die Unilver-Marke jetzt erstmals auf einem Filmfestival. In der achtminütigen Dokumentation "Selfie" lieferte Oscar-Preisträgerin und Dokumentarfilmerin Cynthia Wade auf dem...

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Dirk Popp: ADAC - Totalschaden für die Glaubwürdigkeit

(0) Kommentare | Veröffentlicht 21. Januar 2014 | (19:58)

Der ADAC wird hart gebeutelt von der Affäre um manipulierte Teilnehmerzahlen bei der Abstimmung für den Gelben Engel. Was bedeutet der Gau für den Automobilclub? Für Dirk Popp ist die Sache klar: "Die Glaubwürdigkeit des ADAC ist vorerst im Eimer", urteilt der CEO von Ketchum Pleon Germany in...

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