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Beiträge von HORIZONT

Mega-Trend Hashtag: Was Sie über den Einsatz der Raute wissen sollten

(0) Kommentare | Veröffentlicht 18. Juli 2014 | (17:52)

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Adidas ist auch Hashtag-Weltmeister
Manche WM-Bilder kann man sich nicht oft genug anschauen, andere kann man nicht mehr sehen. Zu letzterem gehören viele Hashtags, mit denen Werbungtreibende on- und offline rund um das Turnier geworben haben. Darunter waren einige...

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Florian Haller zum WM-Titel: Ein großer Abend für die Marke Deutschland

(0) Kommentare | Veröffentlicht 14. Juli 2014 | (13:25)

2014-07-14-haller_bearbeitet1.jpg Serviceplan-Chef Florian Haller
Deutschland ist zum vierten Mal Fußball-Weltmeister. Das ist zunächst mal aus sportlicher Sicht eine sensationelle Nachricht. Doch was bedeutet der Titel für das Image von Deutschland in der Welt? Eine ganze Menge, glaubt Florian Haller, Hauptgeschäftsführer der Serviceplan Gruppe....

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Von MyView bis Twitter: 5 Trends, die diese WM für die Kommunikationsbranche setzt

(0) Kommentare | Veröffentlicht 11. Juli 2014 | (17:06)

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Die Begegnung Brasilien gegen Deutschland generierte 35,6 Millionen Tweets (Grafik: Twitter)
"Künftig wird wohl jede WM ein bisschen mehr ,social' sein als die vorherige", sagte der globale Marketingchef für Adidas' Fußballsparte jüngst im HORIZONT-Interview. Welche Dynamik die Fußball-WM im...

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Roland Bös zur FDP: Warum eine Umbenennung keine Lösung sein kann

(1) Kommentare | Veröffentlicht 1. Juli 2014 | (23:31)

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Um die FDP war es in den Medien zuletzt sehr ruhig geworden. Am Wochenende hat es die krisengeschüttelte Partei aber doch mal wieder in die Schlagzeilen geschafft. Anlass war ein Interview, in dem die stellvertretende Bundesvorsitzende Marie-Agnes Strack-Zimmermann sagte, dass sie sich eine...

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WM-Kampagnen: Die Gefahren des Promi-Overkills

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Beim Auftaktspiel der Fußball-Weltmeisterschaft avancierte Brasiliens Superstar Neymar mit seinen zwei Toren zum Matchwinner. In den Werbeblöcken hingegen verschwimmt seine Rolle immer mehr: Viele WM-Kampagnen wimmeln derart vor Superstars, dass der Konsument den Überblick verlieren muss. Für die werbenden Marken kann das...

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Models, Kunstschüsse, Baby-Boom: Das sind die besten Spots zur WM

(0) Kommentare | Veröffentlicht 11. Juni 2014 | (17:18)

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Die Fußball-WM ist allgegenwärtig, kaum ein Werbeblock kommt in diesen Tagen ohne rundes Leder aus. Dabei fahren Unternehmen und Agenturen ganz unterschiedliche Linien: Die Spots sind mal berührend, mal witzig, mal bildgewaltig, mal animiert, mal starbesetzt oder mal ganz bodenständig. HORIZONT.NET zeigt...

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Seit wann ist Google eigentlich böse?

(0) Kommentare | Veröffentlicht 16. Mai 2014 | (23:45)

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Es ist schon eine prachtvolle Ironie. Da gibt es ein Unternehmen, das sich bei seiner Gründung als Geschäftsgrundsatz die einfache Forderung "Don't be evil" verpasst hat, nur um heute als das dunkle Imperium dazustehen, vor dem Springer-Chef Mathias Döpfner mittlerweile offiziell...

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Die lange Reise der Virals - warum die besten Ideen der Welt 100.000 Jahre alt sind

(0) Kommentare | Veröffentlicht 14. Mai 2014 | (14:42)

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Wenn am Donnerstagabend beim ADC-Festival die begehrten Nägel für die kreativsten Werbekampagnen des Jahres vergeben werden, dann wird sicher auch die eine oder andere Viralkampagne auf den Gewinnerlisten auftauchen. Aus Sicht von Florian Meimberg gibt es dafür gute Gründe, denn an...

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Storytelling: Wie sich O2 und Vodafone bei der Telekom bedienen

(0) Kommentare | Veröffentlicht 30. April 2014 | (14:05)

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Zugegeben: Wer als Marketingverantwortlicher bei einem Telekommunikationsanbieter arbeitet, hat es nicht leicht. Während Konsumgüterkonzerne in der Werbung einfach ihre Produkte präsentieren können, müssen Telekom, Vodafone und Co Kaufanreize mit etwas Unsichtbarem schaffen - dem Netz. Eine Entschuldigung für die zunehmende Einfallslosigkeit, die...

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Auftritt des Tages: Apple kehrt mit neuem iPhone-Spot zur alten Leichtigkeit zurück

(0) Kommentare | Veröffentlicht 25. April 2014 | (17:17)


Liegt es daran, dass Apple gerade seine bisherige Leadagentur TBWA/Media Arts Lab mit der Erweiterung des Agenturpools wesentlich weniger unersetzlich gemacht hat? Oder ist es der unverändert hohe Kommunikationsdruck von Erzrivale Samsung, der die Kultmarke deutlich unter Zugzwang setzt? Fakt ist, dass Apples Werbung zuletzt spürbar an Pfiff gewonnen hat. Und der jüngste iPhone-5s-Spot "Powerful" schafft noch einmal einen deutlichen Sprung nach oben.

Dabei ist es kein radikaler Wandel, der hier für den überzeugenden Gesamteindruck sorgt. Entscheidender sind vielmehr die gelungen umgesetzten Details und der Mut, alte Zöpfe konsequent abzuschneiden. So kommt "Powerful" komplett ohne den gewohnten Apple-Sprecher aus, der den Kunden entweder in Manifest-Form oder in lyrischen Gebrauchsanweisungen die Apple-Produktwelt erklärte. Die Strategie, die in großen Inszenierungen wie bei "1984" oder erst vor wenigen Monaten bei "Your Verse" einen bleibenden Eindruck hinterließ, hatte durch ihren inflationären Eindruck Apple zuletzt nur noch prätentiös wirken lassen.

Ebenfalls wichtig für die gelungene Wirkung des Spots ist die Entscheidung für den Song "Gigantic" der Indie-Kultband Pixies. Die Marke hatte seit der Einführung des iPod immer wieder mit strategisch gewählten Musikstücken die Wirkung ihrer Werbung deutlich erhöht. So gelang der Liedermacherin Feist der internationale Durchbruch mit ihrem Song "One, Two, Three, Four" dank ihres Auftritts in einem iPod-Spot. Zuletzt hatte Apple allerdings die Musik auf sphärische Klänge klassischer Instrumente beschränkt, die die Botschaft des jeweiligen Sprechers untermalen sollten.

"Gigantic" ist gleich aus mehreren Gründen eine gelungene Wahl: Es appelliert an ältere Fans, die den Song noch aus den späten 80er-Jahren kennen, ist aber zugleich auch unbekannt genug, um die Marke heute jugendlicher wirken zu lassen. Gleichzeitig stimmt er logisch auf die abschließende Botschaft "You are more powerful than you think" ein. Last but not least passt er auch gut zu der ersten Mediaplatzierung im US-Fernsehen: Dort schaltete Apple den Spot zuerst im Umfeld der ABC-Superheldenserie "Marvel's Agents of SHIELD".

Diese Mediaplatzierung signalisiert auch, dass Apple - das zuletzt angesichts von Werbestunts wie Samsungs Oscar-Selfie reichlich veraltet wirkte - sein Gespür für das richtige Kommunikationsumfeld noch nicht völlig verloren hat. Die Spot-Botschaft "You are more powerful than you think" bezieht sich zwar auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des iPhones im Alltag, passt aber auch gut zur Erwartungshaltung des Publikums der Superheldenserie. Unnötig zu sagen, dass die Botschaft darüber hinaus deutlich mehr Relevanz hat als beispielsweise Apples Produktversprechen für das Apple 5c "For the colourful people".

Der Start der Kampagne liegt zwar nur zufällig nah an der Veröffentlichung der Zahlen für Apples 2. Geschäftsquartal, wirkt aber wie eine Würdigung der dort dokumentierten Leistungen. Denn mit einem Plus von 14 Prozent bleibt das iPhone-Geschäft weiterhin Apples wichtigste Erlösquelle. Allerdings ist aus diesen Zahlen nicht erkenntlich, ob sich die Einführung des billiger positionierten 5c für den US-Konzern tatsächlich gelohnt hat. Klar dagegen ist der Wachstumstrend in den geographischen Märkten: Mit 14,3 Milliarden US-Dollar verdiente Apple zwar das meiste Geld noch in Amerika, allerdings liegt China mit 9,3 Milliarden Dollar nur noch knapp hinter Europa auf dem dritten Platz. Angesichts der Wachstumraten könnten sich diese Verhältnisse schon sehr bald ändern. Während der Umsatz in Amerika um 2 Prozent und in Europa um 4 Prozent wuchs, legte China gleich um 17 Prozent zu. Der Kampf um die amerikanischen und europäischen Kunden düfte in Zukunft damit deutlich schwerer werden. Santiago Campillo-Lundbeck

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Pimpls Position: Döpfners Denkfehler bei seiner Angst vor Google

(0) Kommentare | Veröffentlicht 17. April 2014 | (19:06)

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Über 40 Jahre nach der "Enteignet Springer"-Kampagne der damaligen Studentenbewegung redet Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner in der "FAZ" indirekt darüber den Suchmaschinenriesen Google zu zerschlagen. Ihn treibt wie damals die Protestler die Angst vor der Macht eines sehr erfolgreichen Unternehmens. Dabei macht Döpfner...

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Bye bye Red Bull - Lego und die Quadratur des Markencontents

(0) Kommentare | Veröffentlicht 13. April 2014 | (15:51)


Als vor zwei Jahren Felix Baumgartner aus einem Ballon in Richtung Erde sprang, machte er das Unmögliche möglich und sorgte zugleich für eine neue Unmöglichkeit: Wer würde jemals eine bessere Content-Marketing-Idee bieten können als Red Bull mit seinem Projekt Stratos. Nach dem Start von The Lego Movie ist diese Frage wohl beantwortet. Der neue Felix heißt Emmet, ist Bauarbeiter und besteht aus quadratischem Plastik.

Auf den ersten Blick wirkt diese Aussage wie kompletter Nonsens. Schließlich hat Red Bull mit seinem Projekt nicht nur Markengeschichte, sondern überhaupt Geschichte geschrieben. Millionen Menschen weltweit können heute noch sagen, wo sie waren, als sich Felix Baumgartner in die Leere fallen ließ. Und das Projekt passte zudem noch exzellent zur Marke. Dass Red Bull Flügel verleiht, ist dank der lang laufenden Markenkampagne mittlerweile allgemein gelernt. Hier wurde der Markenclaim konkret erlebbar.

Aber an diesem Punkt endet die Erfolgsbilanz auch schon. Projekt Stratos ist nicht wiederholbar und solange Red Bull nicht zum Mond fliegt auch kaum zu übertreffen. Außerdem blieb der Transfer zwischen Content und Produkt letztlich beschränkt. Baumgartner war anschließend nur kurze Zeit im Kontext der Dosen zu sehen und neue Produkte konnte Red Bull ebenfalls nicht aus dem Abenteuer gewinnen.

Um wieviel besser schlägt sich da der Held wider Willen Emmet. Der kleine Lego-Bauarbeiter und die anderen Protagonisten des Films sind fest in der Markentradition verwurzelt. Lange bevor sich Lego zusammen mit Warner Bros an einen Tisch setzte, inszenierten Lego-Fans weltweit am heimischen Küchentisch Stop-Motion-Filme mit kantigen Darstellern. Lego hat diese Fankultur aufgenommen und in der Spielesoftware der Marke zur offiziellen Bildsprache von Lego erhoben. Heute kann Lego-Chef Jorgen Vig Knudstorf stolz sagen: "Die meisten Lego-Clips auf unserem Youtube-Channel stammn nicht von uns, sondern vom unseren Kunden."

Der Lego-Film ist damit die logische Konsequenz einer Markenevolution, die gleichzeitig die nächsten Impulse setzt. Von den Freizeitparks über das Software-Business bis hin zu den Spielebausätzen liefert die Filmgeschichte für jeden Geschäftsbereich neue Produktimpulse. Und das beste daran: Der Leinwandauftritt lässt sich nicht nur wiederholen (der nächste Film ist für 2017 geplant), dank der Verwertungsketten in der Unterhaltungsindustrie wird Bauarbeiter Emmet auch mit seinem ersten Film mehr als einmal die Zielgruppe unterhalten. Wie viele Red-Bull-Trinker haben sich Baumgartners Sprung mehr als einmal angesehen? Santiago Campillo-Lundbeck

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Was das Ende von "Wetten, dass..?" mit "Game of Thrones" zu tun hat

(0) Kommentare | Veröffentlicht 10. April 2014 | (14:24)


Am Samstag verkündete das ZDF nach 33 Jahren das Ende von "Wetten, dass ..?", am gleichen Wochenende fielen die Castingshows "Deutschland sucht den Superstar" und "The Voice Kids" auf neue Tiefstwerte. Der zeitliche Zusammenhang mag Zufall sein, die Beispiele zeigen aber, dass die klassische Unterhaltungsshow in der Krise steckt. Dafür feiern fiktionale Formate weltweit Erfolge - auch weil sie den geänderten Sehgewohnheiten viel besser entsprechen als das klassische Lagerfeuer-TV.

Seit dem Wochenende steht fest: "Wetten, dass..?", der letzte Dinosauerier aus dem Zeitalter der großen Samstagabendshows, wird zum Ende des Jahres eingestellt. Das Publikum hat noch drei Ausgaben Zeit, Abschied zu nehmen und in Erinnerungen zu schwelgen, danach ist "Wetten, dass..?" nach 33 Jahren endgültig TV-Geschichte.

Aber auch Shows, die auf jüngere Zuschauer abzielen, kämpfen zunehmend mit Problemen: "Deutschland sucht den Superstar", die erfolgreichste Castingshow der vergangenen zehn Jahre, zog am Samstag im direkten Duell mit "Wetten, dass..?" den Kürzeren - auch bei den jüngeren Zuschauern. Gerade einmal etwas mehr als 3 Millionen Zuschauer hatten die Castingshow mit Dieter Bohlen eingeschaltet, in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen musste sich "DSDS" mit mageren 1,66 Millionen Zuschauern zufrieden geben - ein neuer Minusrekord. Auch "The Voice Kids" rutschte am Freitag bei Sat 1 auf einen neuen Tiefstwert von gerade einmal 2,73 Millionen Zuschauern.

Die klassische Unterhaltungsshow steckt derzeit in einer tiefen Krise - womöglich kündigt sich mit dem Aus von "Wetten, dass..?" sogar ihr baldiges Ende an. Die große Samstagabendshow für die gesamte Familie ist ohnehin bereits Geschichte. Während "Wetten, dass..?" vor allem bei den älteren Zuschauern noch viele treue Fans hatte, schauen die Jüngeren inzwischen lieber "DSDS", "Schlag den Raab", "Das Supertalent" oder "The Voice of Germany". Nach rund zehn Jahren neigt sich aber auch die Ära der Castingshows langsam aber sicher ihrem Ende entgegen. "Rising Star", bei der TV-Messe MipTV in Cannes im vorigen Jahr als der kommende Hit gefeiert, hat es trotz zahlreicher Verkäufe - in Deutschland hat sich RTL die Rechte gesichert - bislang noch in keinem Land außerhalb von Israel auf den Fernsehschirm geschafft. Ein neuer großer Trend, der die beliebten Casting- und Realityshows ersetzen könnte, ist nicht in Sicht.

Natürlich mag nicht jeder in den Abgesang auf das Zeitalter der großen TV-Shows einstimmen: "Die große Samstagabendshow ist nicht am Ende", betont Marcus Wolter, Geschäftsführer von Endemol Deutschland. "Vielleicht müssen wir neu definieren wann eine Sendung massenattraktiv und damit erfolgreich ist. Erreicht eine Show heute zwischen 5 und 6 Millionen Zuschauer ist das unter Berücksichtigung von veränderten Sehgewohnheiten und einer wachsenden Medienvielfalt durchaus ein großer Erfolg", sagt Wolter mit Blick auf "Wer wird Millionär?".

Dennoch machen in letzter Zeit eher fiktionale Formate als Shows von sich reden: Der Start der vierten Staffel der Fantasy-Serie "Game of Thrones" sorgt seit Tagen für Schlagzeilen und reichlich Buzz in den sozialen Medien. Der Streamingdienst HBO Go brach unter dem Ansturm der Fans sogar zeitweise zusammen. Ähnlich riesig war das Interesse am Finale von "Breaking Bad" oder der letzten Staffel von "How I Met Your Mother". Die "New York Times" fragte kürzlich, ob hochkomplexe und erzählerisch anspruchsvolle Serien wie "The Wire" oder "The Sopranoes" die Romane des digitalen Zeitalters sind. Kevin Spacey, Hauptdarsteller der hochgelobten Netflix-Serie "House of Cards" verkündete im vergangenen Jahr in einer vielbeachteten Rede "The New Golden Age of Television".

Der entscheidende Vorteil von Serien: Im Gegensatz zum klassischen Lagerfeuer-TV, um das sich die Fernsehnation jahrzehntelang versammelte, sind serielle Formate viel besser für die Verbreitung über digitale Plattformen und für den zeitunabhängigen Konsum geeignet. "Das Publikum will Qualität sehen, wann es will, wo es will und auf der Plattform, die ihm gerade gelegen kommt", betonte Spacey in seiner Rede. Durch den Megatrend des zeitunabhängigen und individuellen TV-Konsums haben es klassischen Fernsehshows zunehmend schwer, ihr Publikum zu finden. Shows, die sich gerade dadurch auszeichnen, das sie möglichst vielen Zuschauern ein Gemeinschaftserlebnis bieten, werden im digitalen Zeitalter und angesichts fragmentierter Zielgruppen zunehmend zu einem Anachronismus.

Thomas Gottschalk konnte diese Entwicklung durch sein Charisma im Fall von "Wetten, dass..?" noch verlangsamen - früher oder später hätte die Show aber wohl das gleiche Schicksal ereilt, das nun seinem Nachfolger Markus Lanz mit angekreidet wird. Das Ende von "Wetten, dass..?" markiert das Ende einer Ära - aber auch den Beginn eines neuen, goldenen TV-Zeitalters. David Hein

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Facebook, Google und Co erobern die Königreiche von "Game of Thrones"

(0) Kommentare | Veröffentlicht 8. April 2014 | (14:29)


Gerade erst ist in den USA die vierte Staffel der Erfolgsserie "Game of Thrones" gestartet. Und der Zuschaueransturm war so groß, dass er den Streamingdienst HBO Go gleich mal in die Knie zwang. Die Wartezeit dürften sich einige Fans mit dem liebevoll und handwerklich toll produzierten Clip "A Game of Social Thrones" vertrieben haben - eine Hommage der Macher des Social-Media-Management-Systems HootSuite an den Vorspann des Serienspektakels.

Das 90-sekündige Video ist nämlich genau so arrangiert wie die Opening Sequence von "Game of Thrones" (siehe Original unten). Doch statt der sieben Königreiche aus der Serie türmen sich nach und nach die größten sozialen Netzwerke wie Google, Facebook, Twitter, LinkedIn und Pinterest als eigene Herrschaftsgebiete im Land auf. Verbunden werden alle am Ende durch die HootSuite-Insel.

Der Clip, den das Social-Media-Verwaltungsnetzwerk auf seiner Youtube-Page veröffentlicht hat, besticht neben seiner hervorragenden Machart vor allem durch großes Detailreichtum. So hat das Kreativteam von HootSuite in dem Video auch mehrere "Easter Eggs" versteckt.

Bereits im letzten Jahr zeigte HootSuite seine Verbundenheit zu "Game of Thrones" mit der Infografik "Social Media Winter is coming", die die Rivalität zwischen den sozialen Netzwerken in Analogie zur Serie thematisierte. "A Game of Social Thrones" entstand überwiegend inhouse. Lediglich für Motion Design und Musik holten sich die Macher Evan Aaagard (Produktion), Cameron Uganec (Executive Producer) und Evan LePage (Konzept) Unterstützung von außen. Tim Theobald

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Elvis, Marilyn & Co: Bavaria Beers kultige Strandparty der toten Promis

(0) Kommentare | Veröffentlicht 27. März 2014 | (13:29)


Kann man Bier auch anders bewerben als mit seiner regionalen Herkunft und der Reinheit der Zutaten? Man kann durchaus - wie die niederländische Biermarke Bavaria Beer mit ihrer aktuellen TV-Kampagne beweist. Der Einführungs-Spot für das neue Bavaria Radler erobert gerade im Internet sowohl die Musikliebhaber wie auch die Verschwörungstheoretiker im Sturm. Denn gezeigt wird die Insel auf der von Elvis bis Kurt Cobain eine ganze Reihe angeblich toter Superstars relaxt ihr Leben genießen - bis ein Schiff am Horizont auftaucht.

Der von der Amsterdamer Agentur Selmore kreierte Film liefert eine humorvolle Leichtigkeit, die die auf das Reinheitsgebot fixierten deutschen Bierwerber selten bis gar nicht erreichen. Am Strand der geheimnisvollen Insel genießt Elvis Presley die Sonne, während sich Tupac von Marilyn Monroe mit Sonnencreme einschmieren lässt und sich der wahre Paul McCartney und Kurt Cobain ein Bavaria Radler genehmigen. Erst als Bruce Lee am Horizont ein Schiff entdeckt, ist Alarm angesagt.

Wie die angeblich verstorbenen Stars ihr Strandidyll schnell tarnen und der aus dem Leim gegangene Elvis sich vergeblich hinter einer dünnen Palme versteckt, ist höchst amüsant zu sehen. Ohne permanent eine Flasche in die Kamera zu halten, gelingt es der zweitgrößten Brauerei der Niederlande mit dem Spot effektiv, die neue Radler-Variante von Bavaria als Getränk mit einem entspannten Feierabend zu verknüpfen.

Bavaria ist es schon in der Vergangenheit immer wieder gelungen, mit unkonventionellen Ideen auf sich aufmerksam zu machen. So präsentierte die Marke 2009 in einem TV-Spot den begehbaren Kühlschrank und ließ in Jahr später Ober-Playboy Hugh Hefner von den heißen Blondinen zu einem kühlen Blonden fliehen. Santiago Campillo-Lundbeck


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Die Mär von der lästigen Reklame

(0) Kommentare | Veröffentlicht 23. März 2014 | (14:31)

Werbung ist laut, geschmacklos und politisch unkorrekt. Dieses Klischee prägt bis heute das öffentliche Bild der Werbung und wird regelmäßig wieder hervorgekramt, wenn der Werberat Motive abmahnt, die in Hoffnung auf zusätzliche Awareness die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten. Und dieses Klischee liefert profilierungswilligen Politikern und politischen Initiativen...

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Chromecast & Android Wear: Wie Google im Hardware-Markt in die Offensive geht

(0) Kommentare | Veröffentlicht 21. März 2014 | (16:41)


Nachdem Google in den vergangenen Monaten vor allem die Datenbrille Google Glass zum großen Innovationsthema machte, schiebt der Suchmaschinen-Riese jetzt gleich zwei Themen an, um neue Bildschirme für sich zu erobern. Mit dem Betriebssystem Android Wear will Google auch bei dem Trend-Thema Wearables als Software-Dienstleister eine große Rolle stellen. Mindestens ebenso vielversprechend ist allerdings der Start des TV-Sticks Chromecast, für den Google eine exklusive Vertriebspartnerschaft mit Media-Saturn geschlossen hat.

Das digitale Empfangsgerät, mit dem auch nicht-internetfähige Fernseher zum Abspielgerät für Online-Inhalte gemacht werden können, ist ab heute in Deutschland für 35 Euro exklusiv bei Media-Saturn erhältlich und könnte sich für die beteiligten Partner zu einem langfristig lukrativen Thema entwickeln. Media-Markt und Saturn haben damit ein exklusives Produkt, um die Kundschaft in die Märkte zu locken. Google seinerseits erschließt damit auch nicht internetfähige Fernseher für die Online-Nutzung, wovon besonders das Tochterunternehmen Youtube aber auch die Streaming-Services Google Play Movies und Google Play Music massiv profitieren dürften. Mit von der Partie sind auch die Streamingplattformen Watchever und Maxdome.

Weniger unmittelbar dürften die Folgen der neuen Betriebssoftware Android Wear sein. Google präsentiert zwar in einem ersten Online-Werbevideo eine Demonstration, wie eine Smartwatch mit dem Betriebssystem im Alltag einsetzbar wäre. Konkrete Modelle der Hersteller stehen derzeit allerdings noch aus. Zudem ist durchaus offen, in welchem Umfang das Angebot tatsächlich von Entwicklern akzeptiert wird.

Denn anders als im Mobilfunk-Markt, wo Apple mit seinen iPhones die Anforderungen an ein Betriebssystem demonstrierte, bevor Google seine Android-Alternative entwickelte, fehlt im Markt der tragbaren Elektronik noch ein massenmarkttaugliches Vorbild. Erste Vorreiter wie Samsungs Galaxy Gear loten im Moment faktisch aus, welche Anwendungsformen die Konsumenten bei Smartwatches akzeptieren und welche nicht. Dementsprechend könnten sich die Anforderungen an die Betriebssoftware in den kommenden Monaten noch deutlich ändern. Santiago Campillo-Lundbeck

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Jetzt hat Aldis Gin-Oma einen teektrinkenden Hund

(0) Kommentare | Veröffentlicht 19. März 2014 | (13:24)


Sie ist zurück und bezaubert wieder mit ihrem Humor, der mindestens so trocken ist, wie der Gin, den sie angeblich liebt. In der britisch-kauzigen TV-Kampagne von Aldi Großbritannien hat sich die Laiendarstellerin Jean Jones zum unbestrittenen Star der Eigenmarken-Kampagne "Like Brands, only Cheaper" entwickelt. Im neuesten TV-Spot spricht sie wieder über den Tee des Lebensmittel-Discounters und nutzt die Gelegenheit, um ihren Ehemann zu bestrafen.

Die über 80-jährige Jones feierte ihren ersten Auftritt vor fast drei Jahren, als sie vor der Kamera über den billigen Tee von Aldi philosophierte, nur um am Ende zu gestehen: "I don't like tea. I like gin." Im neuesten von McCann Manchester kreierten Spot spricht sie erneut über die günstigen Teesorten bei Aldi. Allerdings hat sie dieses Mal mit ihrem Hund Charlie einen Co-Star vor der Kamera. Wie sich herausstellt, ist auch Charlie ein großer Fan des Tees von Markenherstellern und der Eigenmarke von Aldi.

Doch die Gin-Oma will hier nicht ihrem Hund etwas Gutes tun, sondern vielmehr ihren Mann für eine eheliche Missestat bestrafen. Nachdem Hund Charlie seine Hundespucke ausreichend im Tee verteilt hat, gießt sie ihn ganz entspannt in die Tasse zurück und ruft ihren Mann zum Nachrmittagstee.

Mit seiner Eigenmarken-Kampagne ist dem dem Lebensmittel-Discounter in Großbritannien erfolgreich gelungen, die frühere Skepsis gegenüber dem Billiganbieter Aldi zu brechen. Während früher speziell die deutschen Discounter für die Qualität ihres Sortiments kritisiert wurden, wurde Aldi nun schon zum zweiten Mal als Händler des Jahres ausgezeichnet wurde. Santiago Campillo-Lundbeck

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Fidele Großmutter: Britischer Aldi-Spot amüsiert das Web

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Was "First Kiss" zum besten Viral-Film aller Zeiten macht

(0) Kommentare | Veröffentlicht 16. März 2014 | (15:51)

Melissa Coker ist eine junge Modedesignerin, die nicht die entfernteste Ähnlichkeit mit George Lucas, Steven Spielberg oder Peter Jackson hat. Und doch ähnelt das Leben der Gründerin des US-Modelabels seit vier Tagen verblüffend dem Alltag eines klassischen Filmmoguls. Ihr Content-Marketing-Film "First Kiss" hat sich mit aktuell 46 Millionen Views zu einem der erfolgreichsten Viral-Blockbuster aller Zeiten entwickelt - mit allen Symptomen, die auch für einen Kino-Klassiker üblich sind: Es gibt Plagiatsvorwürfe, Nachahmer, Parodien und Sex-Fassungen.

Um zu verstehen, wie bemerkenswert der Erfolg von *First Kiss" ist, hilft ein Vergleich mit dem Vorjahressieger. 2013 erzielte der FMCG-Riese Unilever mit seinem im April gestarteten Online-Film "Dove Real Beauty Sketches" bis Ende des Jahres insgesamt weltweit 135 Millionen Views. Unilever konnte dabei auf die Bekanntheit der Marke Dove aufbauen, hatte die Kreativ-Power der Agentur Ogilvy zur Verfügung und unterstützte den Launch mit entsprechenden Media-Platzierungen. "First Kiss" dagegen ist das Werk der jungen Filmemacherin Tatia Ilieva für eine - bis dahin - völlig unbekannte Marke, produziert ohne erwähnenswerten Werbeetat, und kommt trotzdem allein auf Youtube auf 46 Millionen Views.

Angesichts dieses Erfolgs läuft auch die Kritik, dass der Film der Marke Wren nicht wirklich helfe, schlicht ins Leere. Für eine Modemarke, die erst 2007 gegründet wurde, ist schon die anschließende Aufmerksamkeit in den Medien ein ungeheurer Sprung. Aber das Video selbst liefert Wren zusätzlich eine unmittelbare Bühne vor einem weltweiten Publikum: denn alle küssenden Teilnehmer tragen Kleidung des Labels.

Dass der Wren-Gründerin der Bogen zwischen Produkt und Medium so effektiv gelungen ist, mag sich auch aus ihrer Biographie erklären: Bevor Coker ihr eigenes Modelabel in Los Angeles gründete, arbeitete sie in New York für Fashionmagazine wie "Vogue" und "W". In einem Interview mit "USA Today" lässt sie auch durchblicken, dass hinter "First Kiss" durchaus eine langfristige Kommunikationsstrategie steckt: "Der Film ist ein Schritt weg von den traditionellen Werbespots. Er soll etwas sein, das ein eigenes Leben jenseits der saisonalen Relevanz der Kleidung entwickelt."

Der Kanal, den Coker zur Verbreitung wählte, sagt viel über das neue Wechselspiel zwischen Marken und Medien sowie die Rolle der kreativen Exzellenz aus. "First Kiss" erschien als Beitrag zum Fashion Week Special der Mode-Site Fashionista. Fashionista gibt dabei Modelabeln eine Bühne, auf der sie eigene hochwertig produzierte Filme präsentieren können.

Wer sich allerdings durch die anderen Clips des Specials klickt, sieht einen zentralen Unterschied zu "First Kiss". Die meisten nutzten die Gelegenheit nur, um ihre Produkte optisch ansprechend in Szene zu setzen. Der Beitrag von Wren ist der einzige, der tatsächlich eine Geschichte erzählt. Wie mächtig die Botschaft von "First Kiss" als emotionale Markenkommunikation ist, attestiert unter anderen Jung von Matt/Elbe in einem Kommentar auf der eigenen Facebook-Seite: "We wish ... we had done this for Parship or Elitepartner!"

Der Faszination des Films hat die Enthüllung der Absendermarke nicht geschadet. Die Zugriffszahlen steigen weiterhin an und die öffentliche Rezeption erinnert in vielen Momenten an die Resonanz, die auch Filmklassiker wie "Krieg der Sterne" oder "Titanic" erfahren haben.

Plagiatsvorwurf: Wie bei großen Hollywood-Filmen tauchte auch zu "First Kiss" der erste Vorwurf auf, dass der Film nicht wirklich die Idee von Filmemacherin Ilieva sei, sondern nur die Kopie einer schon existierenden Idee. In diesem Fall wird hier als Vorlage der Kurzfilm der französischen Filmemacherin Pascale Ferran von 1990 angeführt, der in Inszenierung und Stimmung tatsächlich stark an den viralen Erfolgshit erinnert.

Nachahmer: Große Erfolge an den Kinokassen ziehen meist billiger produzierte Variationen des Originals nach sich, die von dem aktuellen Interesse profitieren wollen. Auch bei "First Kiss" dauerte es nur wenige Tage, bis die britische Joghurtmarke Snog mit "First Snog" die Chance für sich nutzte. Die Londoner Kreativagentur Mother demonstrierte Mit "First Sniff" die filmische Kompetenz ihrer Produktionseinheit Bosh.

Parodien: In Hollywood reicht die Tradition von erfolgreichen Filmen von "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" in den 70er Jahren bis aktueöö der "Scary Movie"-Reihe. Auch von "First Kiss" fühlte sich gleich eine ganze Reihe professioneller Spaßmacher inspiriert. Der kanadische Radiosender Virgin Radio Toronto erfand eine fiktive "geschnittene Szene", Stefan Raab präsentierte in "TV-Total" eine eigene Auswahl "erster Küsse" und im Internet kursiert eine Parodie aus der populären Spielewelt "Minecraft".

Sex-Fassung: Ultimativer Beweis der popkulturellen Relevanz ist mittlerweile die Frage, ob es eine Sex-Fassung zu dem Film gibt. Während bisher noch keine Pornofilm-Produktion sich des Themas angenommen hat, gibt es allerdings schon erste Parodien, die sich deutlich jenseits des ersten Kusses bewegen. Besonders gelungen in dieser Hinsicht ist "First Handjob" der amerikanischen Komiker-Gruppe Pimm's Girls, während die Parodie "First Fist" des Neo-Magazins des ZDF-Senders Neo im Wesentlichen die gleiche Idee mit einer extremeren Sexual-Praxis nacherzählt. Santiago Campillo-Lundbeck

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"First Kiss": Wie die Modefirma Wren einen Viralerfolg landete

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"First Kiss": Wie die Modefirma Wren einen Viralerfolg landete

(0) Kommentare | Veröffentlicht 12. März 2014 | (17:27)


Das nennt man Viralerfolg: 20 Millionen Klicks in gerade einmal zwei Tagen sammelte das Video "First Kiss" ein, das die Künstlerin Tatia Pilieva auf Youtube einstellte. Der dreieinhalb-minütige Film zeigt, wie angeblich völlig Fremde sich das erste Mal küssen. Für viele Menschen ist das offensichtlich eine sehr reizvolle Angelegenheit - und so verschwindet hinter dem Hype fast vollständig, dass es sich bei dem Video um Werbung handelt: Absender ist nämlich die Modemarke Wren.

Der Name der Firma taucht zu Beginn des Videos gut sichtbar auf ("Wren presents"). Zudem machte Wren via Twitter deutlich, dass die erotischen Begegnungen von Fremden im Auftrag des Labels erfolgten. Dass über das so entstandene Video hauptsächlich als Netzphänomen berichtet wird, und nicht als Werbung, darüber berichteten bereits die Blogrebellen in einem Eintrag vom 11. März. "Wenn selbst Journalisten nicht mehr zwischen Werbung und Inhalt unterscheiden können, dann wird Werbung zum Inhalt", heißt es dort.

In der Tat. Mittlerweile treten die Auftraggeber des Videos jedoch immer offener in den Mittelpunkt. Gegenüber Fashionista.com sagte Wren-Gründerin und Creative Director Melissa Coker, dass es sich bei "First Kiss" um einen Beitrag für die Video Fashion Week von Style.com handelt - einen Beitrag, der nicht sofort als Werbung erkennbar sein soll. "Wir machen diese Filme jede Saison. Ich bemühte mich dabei, einen Film zu machen, der für sich selbst steht, sich nicht wie Werbung anfühlt und die Menschen berührt - nicht nur diejenigen, die in der Modebranche sind, sondern auch solche, die damit nichts zu tun haben."

Laut Slate.com handele es sich bei den 20 Protagonisten des Videos zum Teil um Schauspieler, aber auch Musiker oder professionelle Models - also Leute mit Kameraerfahrung. Womöglich werde dadurch die Romantik des Videos erzeugt, mutmaßt die Autorin des Slate-Artikels Amanda Hess. Hätte Pilieva andere Menschen ausgewählt, wäre das Ergebnis wahrscheinlich unfreiwiliig komisch geraten, so ihre Vermutung.


Wirklich schräg - und zwar mit völliger Absicht, ist dafür das Video "First Snog" der britischen Joghurt-Marke Snogs Frozen Yogurt. Das laut "Adweek" von der Agentur Krowd entwickelte Video kommt im selben Stil daher wie das Original - nur dass es eben nicht um den ersten Kuss mit einem Fremden geht, sondern ihre erste "Snog-Erfahrung". Was so weit hergeholt gar nicht ist: Snog ist umgangsprachlich für rummachen. Ingo Rentz

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