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Was treibt Sie an? Was macht Sie erfolgreich?

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Erfolg, Karriere, Familie oder Erotik? Was ist Ihnen wirklich wichtig? Was macht Sie gl├╝cklich? Das Reiss-Profil zeigt, dass 16 Bed├╝rfnisse und Werte unser Leben bestimmen. Dabei sind wir einzigartig: Wie einen individuellen Fingerabdruck hat jeder Mensch ein unverwechselbares ÔÇ×Motivprofil", eine individuelle Architektur seiner Pers├Ânlichkeit.

Was bei Spitzenclubs der Deutschen Fussball-Bundesliga oder im Mental Coaching der deutschen Welt-meisterrmannschaft 2007 im Handball zur Anwendung kam, gilt auch f├╝r die erfolgreiche Gestaltung der eigenen Karriere. Das menschliche Verhalten l├Ąsst sich nicht auf zwei oder drei motivationale Grundaspekte zur├╝ckf├╝hren. Steven Reiss, der Verhaltenspsychologe und Professor f├╝r Psychologie und Psychiatrie an der Ohio State University, USA, befasst sich seit Mitte der 90er Jahre mit dem Thema der Motivation.
Auf der Basis von mehreren Untersuchungen hat er faktorenanalytisch 16 klar voneinander unterscheidbare Grund- bzw. Leitmotive entwickelt, welche die individuelle Antriebs- und Motivationsstruktur eines Menschen und seine Leistungsbereitschaft zeigt:

  • Macht (Einfluss, Erfolg, F├╝hrung, Leistung)
  • Beziehungen (Freundschaft, Geselligkeit)
  • Unabh├Ąngigkeit (Freiheit, Autarkie)
  • Familie (Familienleben, Kinder)
  • Neugier (Wissen, Wahrheit)
  • Status (ÔÇ×Standing", Luxus, Image)
  • Anerkennung (Zugeh├Ârigkeit, Selbstwert)
  • Rache (Aggression, Konkurrenz, Kampf)
  • Ordnung (Stabilit├Ąt, Organisation)
  • Eros (Genuss, Sch├Ânheit, Lust, Sexualit├Ąt)
  • Sparen (Eigentum, ÔÇ×Sammeln")
  • Ern├Ąhrung (Essen, Nahrung)
  • Ehre (Loyalit├Ąt, Moral)
  • K├Ârperliche Aktivit├Ąt (Fitness, Bewegung)
  • Idealismus (soziale Gerechtigkeit, Fairness)
  • Ruhe (Stabilit├Ąt, Sicherheit, Entspannung)

In den Motiven kommen die Werte eines Menschen zum Ausdruck. Diese Motive, W├╝nsche und Werte bestimmen unser Leben: Sie sind der Stoff, aus dem wir gemacht sind und der unserer Existenz Sinn und
Bedeutung verleiht. F├╝r Reiss haben die Bed├╝rfnisse eine genetische Fundierung. Die Bedeutung der Gene muss man allerdings stark relativieren: Das, was wir wollen, ist uns zwar in die Wiege gelegt. Wie wir diese Interessen und Werte dagegen befriedigen, ist eine komplexe Geschichte aus vielf├Ąltigen kulturellen,
gesellschaftlichen Einfl├╝ssen und individuellen Erfahrungen. Kein Lebensmotiv wird von zwei Menschen identisch erfahren oder gestaltet. Wir sind viel individueller, als Psychologen bisher meinten. Was Men-schen so einzigartig macht ist die jeweilige Kombination dieser Bed├╝rfnisse und was sie f├╝r den Einzelnen bedeuten.
Das neue Motiv- und Pers├Ânlichkeitskonzept unterscheidet sich fundamental von bisherigen Modellen der Motivationspsychologie, da es menschliches Handeln nicht auf einige wenige vermeintlich ÔÇ×absolute" Motive oder Triebe reduziert -beispielsweise auf hedonistisches Gl├╝cksstreben oder biologischen
├ťberlebenswillen, die Libido Freuds, den Machttrieb Adlers oder die ÔÇ×Selbstverwirklichung" Maslows.
Vor allem ist das Gl├╝ck keine Motivation. Gl├╝ck und Zufriedenheit sind Nebenprodukte, die ÔÇ×anfallen", wenn wir erreichen, was wir wirklich wollen - sie sind aber nie selbst das Ziel. Unterschieden wird dabei das eher zuf├Ąllige ÔÇ×Wohlf├╝hlgl├╝ck" der angenehmen Erfahrungen, wenn man sich auf Partys vergn├╝gt, einen sch├Ânen Urlaubstag oder ein Glas Wein genie├čt, vom ÔÇ×Wertegl├╝ck".

Im Gegensatz zum fl├╝chtigen ÔÇ×Zufallsgl├╝ck" verleiht nur das wertevermittelte Gl├╝ck dem Leben wirklichen Sinn. Nur diejenigen erfahren ein ÔÇ×├╝berdauerndes, tiefes und erf├╝llendes Gl├╝ck", die ihre wahren Motive und Lebensziele kennen und sich von ihnen durchs Leben tragen lassen. Daher steht das wirkliche Gl├╝ck auch jedem Menschen offen:
V├Âllig unabh├Ąngig von Reichtum, Status oder Attraktivit├Ąt hat jeder die gleichen Chancen, sein Leben an den Werten zu orientieren, die es bedeutungsvoll machen. Auch der h├Ąufig als absolut gedachte darwinsche ÔÇ×Lebenswille" f├╝hrt in eine motivationspsychologische Sackgasse. Der Lebenswille ist n├Ąmlich immer nur ein Mittel, um den h├Âheren Zweck eines Wertegl├╝cks zu erreichen. ÔÇ×├ťberleben zu wollen ist eine Wahl", betont Reiss nachdr├╝cklich, ÔÇ×und kein biologischer Imperativ, den uns unsere Gene diktieren."

Das Leben allein ist nicht der Zweck unseres Daseins, sondern es erm├Âglicht uns, das zu erreichen, was uns wertvoll ist. Reiss' Forschung hat enorme praktische Konsequenzen, nicht nur f├╝r Erziehung, Familie und
Partnerschaft, vor allem auch f├╝r den beruflichen Erfolg und das Lebensgl├╝ck insgesamt. Bildung und Arbeitswelt gehen von der Pr├Ąmisse aus, dass alle Menschen in gleichem Ma├če ÔÇ×neugierig" sind und von Natur aus ein ├Ąhnliches Lernpotenzial haben. Seine Befunde zeigen aber sehr deutlich, dass sich Menschen sehr wohl darin unterscheiden, wie viel Spa├č sie an Neuem empfinden: ÔÇ×Es ist v├Âllig in Ordnung, nicht neugierig zu sein. Ein Kind kann beispielsweise sehr intelligent sein, ohne sich f├╝r die Schule zu interessieren." Da aber die Vorstellung, ein Mensch habe keine Freude am Lernen und werde sie nie entwickeln, weitgehend tabuisiert ist, machen Lehrer und Eltern mit ihren ÔÇ×Umerziehungsprogrammen" einen gro├čen Fehler. Solange das Kind gewisse Standards erf├╝llt und nicht wirklich scheitert, sollten Eltern ihre Erwartungen korrigieren, da sie sonst nur eines erreichen: Sie ruinieren auf lange Sicht die Beziehung zu ihrem Kind. Die individuellen Antriebs- und Wertprofile beeinflussen auch unsere Beziehungen. So wie wir uns intuitiv zu den Menschen hingezogen f├╝hlen, mit denen wir ├Ąhnliche Werte teilen, so k├Ânnen wir letztlich nur in solchen Freundschaften oder Partnerschaften gl├╝cklich werden, in denen die wirklich wichtigen Lebensmotive und -ziele ├╝bereinstimmen.

Umgekehrt bedeutet dies: Wir erschweren uns das Leben gewaltig, wenn wir uns wegen sehr unterschiedlicher Motive und Interessen nicht verstehen.
Vor allem die Selbstbezogenheit - Reiss spricht von "self-hugging" - vergiftet das Miteinander: Wir verstehen im Alltag oft nicht, dass andere Menschen auch andere Motive, Interessen und W├╝nsche haben als wir selbst. Vom Intellekt her wissen wir zwar, dass sie unterschiedliche Werte und Ziele verfolgen, aber im Grunde genommen begreifen wir nicht wirklich, wie es sein kann, dass sie nicht genauso denken wie wir.

Ihre Individualit├Ąt trennt die Menschen gewisserma├čen wie eine Mauer: Wann immer zwei Menschen einem Wert sehr unterschiedliche Priorit├Ąten zuordnen, k├Ânnen sie kaum verstehen, warum der andere anders denkt, f├╝hlt und handelt. Je mehr man aber in solchen Eigenperspektiven verfangen ist, desto gr├Â├čer wird die Gefahr, eigene Motive - ÔÇ×Was f├╝r mich gut ist, ist es auch f├╝r andere" - auf Partner, Freunde oder Kollegen zu projizieren. So entstehen viele Missverst├Ąndnisse und Konflikte. Reiss unterscheidet drei Aspekte der Selbstbezogenheit:
Missverstehen: Konfusion entsteht, weil man nicht glauben kann, dass sich andere wirklich anders verhalten - warum der Workaholic immer arbeitet oder der Introvertierte sich nicht f├╝r gesellige Veranstaltungen begeistern kann.

Selbstillusion: Man geht wie selbstverst├Ąndlich davon aus, dass man selbst die besten, vern├╝nftigsten, edelsten Werte und Motive hat und diese auch f├╝r die anderen gelten.
Wertetyrannei: Darunter versteht Reiss den unguten (Dauer-)Versuch, die anderen mehr oder minder nachdr├╝cklich ├╝berreden, ├╝berzeugen oder sonst wie ÔÇ×hinbiegen" zu wollen, ihre ÔÇ×falschen" Lebenspr├Ąmissen aufzugeben.
Die durch Selbstbezogenheit entstehenden kommunikativen Missverst├Ąndnisse sind immer wechsel-seitig. Wenn beispielsweise ehrgeizige Menschen und weniger Ambitionierte, wenn Neugierige mit weniger Wissensdurstigen, wenn Statusbewusste mit Statusgleichg├╝ltigen zusammentreffen, werden sie Schwierigkeiten haben: W├Ąhrend sich die Ambitionierten als erfolgsorientiert oder ÔÇ×tough" verstehen, werden sie von anderen f├╝r herrisch oder machtgeil gehalten. Umgekehrt sehen sich Unambitionierte als sozial vertr├Ąglich, kommunikativ und partnerorientiert, w├Ąhrend sie von den Ehrgeizigen als faul und gleichg├╝ltig betrachtet werden.

Im Unterschied zu vielen anderen Pers├Ânlichkeitstests erfasst das Reiss-Profil die komplette Motiv-, Antriebs- und Wertestruktur eines Menschen. Die individuell vorhandenen Motivauspr├Ągungen (pro Motiv in einem Kontinuum zwischen stark und schwach ausgepr├Ągt) sind stabil, situations- und zeit├╝berdauernd. Das hei├čt sie ver├Ąndern sich im Laufe eines Lebens nicht. Das Reiss-Profil ist wertfrei. Es gibt kein gutes oder schlechtes, kein falsches oder richtiges Profil. Es zeigt die einzigartige Darstellung der Individualit├Ąt eines Menschen.

F├╝r die erfolgreiche und auf einem nachhaltigen Wertegl├╝ck basierende Gestaltung der Karriere ist das Reiss-Profil die Basis. Neben Ihren Talenten, Erfahrungen, Kompetenzen m├╝ssen Sie vor allem wissen, welches ihr pers├Ânliches T├Ątigkeitsfeld ist. Wo Sie sich entfallen k├Ânnen und intrinsisch angetrieben sind. Wo Ihre Motivationstreiber ├╝bereinstimmend sind mit den Anforderungen der Aufgabe. Sie m├╝ssen Ihre USP (Unique Selling Proposition), Ihr Alleinstellungsmerkmal kennen, also das was Sie auszeichnet und von anderen unterscheidet. Wenn Sie Ihre Motive zum Ausgangspunkt Ihrer ├ťberlegungen f├╝r die berufliche Zukunft machen, lautet die Frage die Sie sich stellen m├╝ssen ÔÇ×Was tue ich am liebsten?". Da es um Ihr wirtschaftliches ├ťberleben geht m├╝ssen Ihre nun Lieblingsaktivit├Ąten, die Sie identifiziert haben, einer Realit├Ątspr├╝fung unterzogen werden. Die zweite Frage, die Sie sich stellen m├╝ssen, lautet also: ÔÇ×Gibt es jemanden, der bereit ist, mir f├╝r das was ich gern tun m├Âchte, so viel Geld zu geben, wie ich gern h├Ątte?

Darauf gibt es drei m├Âgliche Antworten:

Daf├╝r gibt es ├╝berhaupt kein Geld. Wenn Sie Ihrer Lieblingsbesch├Ąftigung nachgehen wollen, ist das Ihr Privatvergn├╝gen.
Daf├╝r gibt es Geld, aber es gibt auch etliche Menschen, die etwas ├ähnliches machen, sodass Sie in Konkurrenz mit andern um eine m├Âgliche Anstellung sind.
Daf├╝r gibt es gen├╝gend Geld, weil es Nachfrage und nur wenige Mitbewerber gibt. In diesem Falle wissen Sie, das Sie mir Ihrer T├Ątigkeit eine Alleinstellung haben -zumindest in einem gewissen Umfang.

Das Reiss-Profil wird Ihnen helfen sich klar zu werden WER SIE SIND, WAS SIE ANTREIBT und WAS SIE TUN m├╝ssen um ein sinnerf├╝lltes und f├╝r Sie erfolgreiches und nachhaltig zufriedenes Lebenskonzept f├╝r Beruf und Privatleben zu entwickeln und umzusetzen.

Heinz L├Ęon Wyssling, Karriere- und Organisationsberater BSO. Member Word Society of Motivation Professionals and Scientists, Ohio, USA. www.hwyssling.ch / www.erfolg-und-motivation.net

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