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Nico Nijenhuis mit seinem Roboterfalken Robird, der künftig Vogelschwärme in Zaum halten soll. © Clear Flight Solutions Foto: TRD/cid.

Betrüger lauern in den größten WebShops

(TRD/cid) - Online-Shops sind oft bequem und einfach. Nicht nur für Käufer und Verkäufer, sondern auch für Betrüger. Die Verbraucherzentrale NRW kritisiert laut dem Computer-Informationsdienst die schiere Menge an Betrugsfällen über Amazons Marketplace, wo private Verkäufer das Verkaufsportal mitbenutzen. Die Verbraucherschützer fordern von Amazon bessere Aufklärung. Eine bekannte Masche der Betrüger besteht darin, Produkte zu niedrigen Preisen einzustellen, die dann beim Kauf über das Portal allerdings schon nicht mehr verfügbar sind. Wenn Kunden sich dann bei den Händlern nach der Verfügbarkeit erkundigen, sind sie den Gaunern schon fast auf den Leim gegangen. Nach einer kurzen Kontaktaufnahme kann es schnell zu einer gefälschten Amazon-Bestellbestätigung kommen. Die Zahlart erfolgt - anders als bei Amazon - per Vorkasse auf ein Auslandskonto. Spätestens ab diesem Zeitpunkt sollten alle Alarmglocken läuten, denn ein Produkt erhalten Kunden auf diesem Weg in keinem Fall. Um Betrugsfälle dieser Art zu vermeiden, raten die Verbraucherschützer Käufe nur über die Amazon-Website abzuwickeln und niemals die Ware beim Verkäufer direkt zu bezahlen.

Safer Surfing

Das Netz kann ein gefährliches Pflaster sein. Internetkonzern Google hat laut einer aktuellen Studie in nur einem Jahr über 760.000 Webseiten ausfindig gemacht, die von Hackern manipuliert wurden, um die Besucher zu täuschen. Um die Bedrohung durch Cyberkriminelle einzudämmen, will der Internetriese daher künftig Betreibern von betroffenen Webseiten mit Rat und Tat unter die Arme greifen. Der Google-Browser Chrome benutzt die "Safe Browsing"-Funktion, das soll Nutzer beim Besuch infizierter Seiten vor Bedrohungen warnen.Die Untersuchung zur Internet-Sicherheit, die gemeinsam mit der University of California, Berkeley erfolgte, fand heraus, dass pro Woche rund 16.500 Webseiten von Hackern manipuliert werden. Einmal infiziert, kann es lange Zeit dauern, bis das Problem gelöst wird. Daher will Google die Betreiber betroffener Seiten künftig per elektronischer Post kontaktieren. "Wenn Google in kritischen Momenten wie Sicherheitsverletzungen direkt mit Webmastern zusammenarbeitet, können wir 75 Prozent der Webmaster helfen, ihre Inhalte wieder sicher zu machen", schreiben Mitarbeiter dazu im Google Research Blog.

Roboter-Vogel erobert die Lüfte

Die Vogelscheuchen der Zukunft sind Vögel. Genauer gesagt sind es elektrische Vögel wie der Roboterfalke Robird des niederländischen Start-Ups Clear Flights Solutions. Durch lebensnahe Imitation des Originals soll der Flugroboter Vogelschwärme abschrecken und sie so von Flächen fern halten, die durch die Gefiederten finanziell bedroht sind. Das sind unter anderem Flughäfen, Flächen der Landwirtschaft, Müllverarbeitung, Häfen sowie Gelände der Öl- und Gasindustrie. Unfälle durch Vögel können in diesen Sektoren verheerende Auswirkungen haben.

Allein bei Flughäfen wird der materielle Schaden auf mehrere Milliarden Euro geschätzt. Gerät ein Tier ins Triebwerk eines Flugzeugs, drohen im Schlimmsten Fall Abstürze und der Tod der Insassen. Herkömmliche Abschreckungsmaßnahmen zeigen nicht die gewünschte Wirkung. Die Schwärme gewöhnen sich an herkömmliche Lösungen. Der Roboterfalke fliegt dort in die Bresche und verjagt seine vermeintliche Beute, indem er das Flugmuster echter Falken nachahmt. Das erfordert eine fachgerechte Steuerung des Piloten am Boden. Erste Test dazu fanden auf dem Gelände des Flughafens Weeze am Niederrhein statt. "Der Besuch in Weeze war ein historischer Schritt für den Robird und unser Unternehmen. Mit unseren Robirds und Drohnen sind wir schon vielerorts im Einsatz, aber auf einem Flughafen waren wir bisher nicht", so Erfinder Nico Nijenhuis, der sein Projekt bereits in weiteren Ländern etablieren möchte.

Chatten am Arbeitsplatz - Wer am Arbeitsplatz privat im Netz surft, riskiert im schlimmsten Fall die Kündigung.

Ohne die ausdrückliche Erlaubnis der privaten Benutzung ist es generell nicht gestattet, am Arbeitsplatz das Internet für private Zwecke zu nutzen. Ein Verstoß gegen dieses Verbot, insbesondere wenn die Nutzung explizit untersagt ist, kann in der fristlosen Kündigung enden. In einem spezifischen Fall hat sich ein Arbeitnehmer die Freiheit genommen, trotz Verbots über seinen Arbeitsplatz mit seiner Verlobten zu chatten. Das Nachrichtensystem der Firma diente dabei aber eigentlich der Kommunikation mit Kunden.

Als der Arbeitgeber die Protokolle der Anwendung kontrollierte, fiel ihm der Verstoß auf und sprach die Kündigung aus. Dagegen wollte der Gekündigte klagen, jedoch ohne Erfolg. Sein Argument, seine Persönlichkeitsrechte wären verletzt worden, ließ das Gericht nicht gelten. Schließlich hätte es im System gar keine persönlichen Informationen geben dürfen (Az.: 61496/08). Dabei handelt es sich, so Rechtschutz-Experten, um einen Sonderfall. Herkömmliche E-Mail-Accounts unterliegen nämlich, wie Briefe, tatsächlich dem Persönlichkeitsrecht und dürfen vom Arbeitgeber nicht kontrolliert werden. Die Regelung kann aber kurzzeitig ausgehebelt werden, wenn der konkrete Verdacht einer Straftat besteht.

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