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Baumwipfelpfade - Bäume ganz anders erleben

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Baumkronenpfad Hainich, ThĂĽringen

Gerade jetzt zur Ferienzeit und bei heißen Temperaturen bietet sich ein Besuch im kühlen Wald an. Von unten aus der Froschperspektive ist uns der Anblick von Bäumen wohl vertraut. Doch wie sieht es oben in den Baumkronen aus?

Auf Augenhöhe mit der Krone

Seit Jahren gibt es für Baum-Fans und Naturinteressierte eine ganz neue, einfache Möglichkeit, Baumkronen aus der Nähe zu erleben: Baumwipfelpfade. Auf "Augenhöhe" mit dem Oberstübchen der Bäume kann man sich je nach Jahreszeit durch die Wipfel bewegen und dabei ganz neue Einblicke gewinnen.

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Blick ĂĽber die Wipfel, Beelitz, Brandenburg

Kletterkünste wie bei Baumkletterern sind nicht Vonnöten. Per Aufzug, Stufen oder Rampen erreicht man die abgesicherten Pfade. Auf diesen bewegt man sich bequem in etwa 20 Metern Höhe oder etwas mehr über der Erde - inmitten der Baumwipfel.

Schwindelfrei sein hilft, denn mitunter können die Konstruktionen durch Wind oder unter den Schritten der anderen Besucher leicht in Schwingung geraten. Zwar funktionieren die meisten dieser Pfade nach ähnlichem Prinzip, doch je nach Standort machen die Details den Unterschied.

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Ăśber den Wipfeln, Hainich, ThĂĽringen

Das Schönste: der weite Blick

Allen gemeinsam und mit das Schönste ist die weite Sicht über die grüne Lunge Wald bis zum Horizont oder die tiefen Einblicke in die sonst unnahbare Kronenwelt der Bäume.

Für Besucher geöffnet sind die Pfade im Prinzip ganzjährig. Je nach Jahreszeit verändern sich die Öffnungszeiten, in den Wintermonaten können sie stark eingeschränkt sein. Der Blick auf die Informationsseiten im Internet ist ratsam - auch um spezielle Angebote nicht zu verpassen.

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Baumkronenpfad im Herbst, Hainich

Baumwipfelpfad Hainich

Der erste Wipfelpfad führt nach Thüringen in den zum Weltkulturerbe zählenden Urwald im Nationalpark Hainich. An der Thiemsburg, etwa zehn Kilometer von Bad Langensalza entfernt, windet er sich auf zwei großen Schleifen durch die Baumkronen.

Schautafeln informieren über die Bäume und ihre Bewohner. Auf gesicherten Hängebrücken kann man seine Kletterkünste testen. Schön angelegte Plattformen laden zum Verweilen ein.

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Hängebrücke, Baumwipfelpfad Hainich

2004 begannen die Bauarbeiten für den Baumwipfelpfad. Die Konstruktion wurde 2008 um eine zweite Pfadschleife erweitert und erstreckt sich über 530 Meter. Seit 2009 hat der Pfad in seiner derzeitigen Form für Besucher geöffnet.

FĂĽr Menschen im Rollstuhl, mit Gehbehinderung oder Kinderwagen gibt es einen Aufzug bis zum Pfad. Das gilt nicht fĂĽr den 40 Meter hohen Turm - auf ihn gelangt man nur ĂĽber Stufen.

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Katze am Baumwipfelpfad Hainich

Vielfältige Informationsmöglichkeiten

An der Thiemsburg, nahe des Baumkronenpfads bietet das Nationalparkzentrum weitere Informationsmöglichkeiten in einer interaktiv aufgebauten Ausstellung. Filme und Modelle erläutern das Leben im Kreislauf der Natur.

In der Nähe zum Nationalparkzentrum liegt die Wurzelhöhle. Hier erfahren Besucher Wissenswertes über die Bewohner des Erdreichs und die Versorgungswege der Bäume - wie sie Wasser und Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen und wie der "Müll" abtransportiert wird.

Das Rahmenprogramm umfasst FĂĽhrungen, Klangreisen und biologische Abendexpeditionen auf dem Pfad. In der Sonderausstellung "Glanzlichter" sind die Gewinnerfotos des gleichnamigen Fotowettbewerbs von 2015 im Nationalparkzentrum vom 08.07. bis 03.10.2016 zu sehen.

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Luftbild, Baumkronenpfad Beelitz

Baumkronen - und Zeitreisepfad Beelitz

Der Baumkronenpfad "Baum & Zeit" in Beelitz in Brandenburg ermöglicht nicht nur den Blick in die Baumkronen und zum Horizont - gleichzeitig lädt er Besucher zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein. Damit verbindet er ein ohnehin faszinierendes Naturerlebnis mit über hundertjähriger Geschichte.

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Turm und Pfad, Beelitz

Zum Baumwipfelpfad gehört ein etwa 40 Meter hoher Turm, der bei guter Sicht den Blick bis Berlin freigibt. Turm und Pfad sind über Stufen zu erreichen. Für Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und Menschen mit Gehbehinderung steht ein Aufzug zur Verfügung.

Der eigentliche Pfad thront über einem Teil der Ruinen der ehemaligen Lungenheilanstalt "Beelitzer Heilstätten". Auf etwa 320 Metern Länge wird man Zeuge eines Renaturierungsprozesses der ganz besonderen Art.

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Dachwald, Beelitz

Wald auf dem Dach

Besonders reizvoll ist der Blick auf den im zweiten Weltkrieg ausgebrannten Frauenpavillon. Hier erobert sich die Natur eine der Ruinen zurĂĽck. Im Laufe von ĂĽber 70 Jahren hat sich auf dem Dach eine dicke Humusschicht gebildet. Auf ihr lebt heute ĂĽppiger Wald.

Gebaut wurde der Gebäudekomplex der Beelitzer Heilstätten zur Jahrhundertwende des 20. Jahrhunderts. Er umfasst 60 denkmalgeschützte Gebäude und erstreckt sich auf über 200 Hektar. Früher diente er als Sanatorium für die von Tuberkulose-Epidemien geplagte Bevölkerung Berlins.

Nach der Wende blieb das Areal wirtschaftlich weitestgehend ungenutzt. Abenteurern und Partyvolk diente es als Spielplatz. Vandalismus und Umwelteinflüsse setzten den Gebäuden weiter zu. Auf der Suche nach "Lost Places" sind Architektur und morbider Charme des Ortes auch heute noch beliebt bei Fotografen und Filmemachern.

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Innenansicht, Ruine, Beelitz

Ein privater Investor erwarb 2007 einen Teil des Waldes und der Gebäude. Im September 2015 öffnete der Baumwipfelpfad seine Tore. Geplant ist der Ausbau des Geländes zu einem Erholungspark mit Freilichtmuseum, Ausstellungen und verschiedenen Unterhaltungsmöglichkeiten. Angeboten werden außerdem Baum- und Gebäudewanderungen.

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Baumwipfelpfad Steigerwald

Baumwipfelpfad Steigerwald

Im schönen Bamberger Umland, mitten im Naturpark Steigerwald, hat seit Mitte März 2016 eine neue touristische Attraktion seine Pforten geöffnet: der Baumwipfelpfad Steigerwald. Er liegt bei Ebrach im bayerischen Oberfranken. Mit seinen 1.150 Metern ist er der längste der drei vorgestellten Wipfelpfade.

Auf der gesamten Pfadlänge gibt es einen interessanten Mix aus Informationsangeboten zur nachhaltigen Waldwirtschaft und zur Vielfalt in der Wipfelwelt. Kletterangebote laden zum Ausprobieren ein.

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Ausblick vom Turm, Steigerwald

Gigantische Holzkonstruktion

Das Besondere am Baumwipfelpfad inmitten alter Buchen ist bei der Anfahrt schon von weitem gut zu sehen: der Turm. Über neun Etagen schraubt er sich auf über 40 Meter in die Höhe. Außen geht man spiralförmig über eine 640 Meter lange Rampe mit sechsprozentiger Steigung bis ganz nach oben.

Stockwerk für Stockwerk kann man sich so die Höhe der Bäume erschließen und entdeckt bei jeder Umrundung etwas Neues. Über die Rampe wird der Besuch auch für Menschen im Rollstuhl, mit Gehbehinderung oder Kinderwagen möglich.

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Blick in den Turm, Steigerwald

Unten lädt im Innern der Holzkonstruktion eine Plattform zum Verweilen ein. Neben ihr steht im imposanten Bauwerk aus Holz und Stahl einsam ein Baum. In der riesigen Konstruktion sieht er etwas verloren aus. Hat man es erst bis ganz oben geschafft, belohnt der überwältigende Blick über die Kulturlandschaft Steigerwald.

Auch am Baumwipfelpfad im Steigerwald bietet der Betreiber Führungen an. Für die Sommerferien in Bayern verlängern sich die Öffnungszeiten jeden Donnerstag bis 21:30 Uhr. Über die Kooperation mit dem Steigerwaldzentrum ganz in der Nähe gibt es weitere Informationen zu Fauna und Flora in der Region.

Mehr Information:
http://baumwipfelpfad-baumkronenpfad.de/

www.baumkronen-pfad.de
www.nationalpark-hainich.de
www.kultur-liebt-natur.de

www.baumundzeit.de

www.baumwipfelpfad-ebrach.de
www.steigerwald-zentrum.de

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