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Diese 8 Dinge würden Notärzte nie zuhause haben

13/03/2016 12:48 CET | Aktualisiert 14/03/2017 10:12 CET

Da Ärzte in der Notaufnahme alle möglichen grausigen Dinge zu sehen bekommen, stellt sich uns die Frage:

Welche Produkte halten sie für so gefährlich, dass sie sie nicht in ihrem Haus oder Garten haben wollen? Die folgenden Alltagsgegenstände versetzen diese Menschen, die bei Unfällen an vorderster Front stehen, am meisten in Panik.

Trampoline

„Wir sehen viele schwere Verletzungen durch Trampoline ... Brüche im Bereich des Oberkörpers,

Oberschenkelbrüche, Nackenverletzungen. Aus diesem Grund würden die meisten Notaufnahme-Ärzte, mit denen ich zusammenarbeite, ihren Kindern keine Trampoline kaufen. Sie sind alle gefährlich. Es gibt keine guten. Leider wiegen die Eltern sich in falscher Sicherheit; wenn irgendwo ein Netz herumgespannt ist, glauben sie, dass ihre Kinder dadurch geschützt sind." -- Dr. med. Ferdinando Mirarchi, Medizinischer Direktor der Abteilung für Notfallmedizin im Medizinischen Zentrum der University of Pittsburgh

Knopfbatterien

„In Auto-Fernbedienungen und tragbaren LED-Lampen findet man immer häufiger Knopfbatterien, doch sie können für kleine Kinder extrem gefährlich werden. Kleinkinder lieben glänzende Gegenstände und nehmen sie in den Mund. Die Gefahr dabei ist, dass sie in der Speiseröhre stecken bleiben können. Wenn eine Münze steckenbleibt, rutscht sie oft von allein nach unten. Wenn jedoch eine Knopfbatterie stecken bleibt, kann es passieren, dass die Batteriesäure sich durch die Speiseröhrenwand frisst und zu lebenslanger Behinderung führt." -- Dr. med. David J. Mathison, Arzt in der Kindernotaufnahme und Medizinischer Direktor für die Region Mittelatlantik der Kinderarztpraxen PM Pediatrics

Swimmingpools

„Leider erleben wir jeden Sommer, dass Kinder -- sogar welche, die eigentlich schwimmen können -- aus Versehen in einen Pool fallen und ertrinken. Da das Ertrinken so schnell und oft unbemerkt passiert, möchte ich bei mir zu Hause auf keinen Fall einen Pool haben. Meine drei Kinder können alle schwimmen und wir gehen auch mit ihnen ins Schwimmbad. Doch ich weiß, dass ich mir wenigstens zu Hause um dieses Risiko keine Sorgen machen muss." -- Dr. med. Dara Kass, Assistenzprofessorin in der Ronald O. Pereman Abteilung für Notfallmedizin im NYU Langone Medical Center

Hochdruckreiniger und ausziehbare Leitern

„Es gibt zwei Gegenstände, die ich nicht zu Hause haben will: Hochdruckreiniger und ausziehbare Leitern. Wir behandeln oft Menschen, die von hohen Leitern gefallen sind, was zu schweren und erheblichen Verletzungen führen kann (Schädel-Hirn-Traumen, Lungenkollapse). Überraschenderweise möchte ich auch keinen Hochdruckreiniger besitzen. Durch den starken Wasserstrahl kann es zu Penetrationsverletzungen oder Platzwunden kommen." -- Dr. med. Seth Podolsky, Stellvertretender Vorsitzender des Instituts für Notfallmedizin der Cleveland Clinic

Waffen

„Ich bin liberal genug, dass ich den Besitz von Waffen im Prinzip befürworte, doch ich musste mich schon so oft um Teenager, die sich umbringen wollten und versehentliche Todesfälle bei Kindern kümmern, dass meine Kinder ein Haus nicht einmal betreten dürfen, wenn ich weiß, dass es dort eine Waffe gibt." -- Dr. med. Amy Baxter, Ärztin in der Kindernotaufnahme bei Scottish Rite Children's Healthcare in Atlanta

Ramen-Nudelsuppen

„Ramen-Nudelsuppen oder ähnliche Suppen in Styroporbehältern werden beim Erhitzen in der Mikrowelle extrem heiß. Sie sind meiner Erfahrung nach die häufigste Ursache für Verbrühungen bei kleinen Kindern und Babys. Die Eltern vergessen, wie heiß diese Suppen sind, die auf dem Küchentresen stehen und nur darauf warten, dass ein Kleinkind, das alles anfassen will, sie herunterreißt." -- Dr. med. David J. Mathison

Alte Schmerztabletten

„Oft heben Menschen übrig gebliebene Tabletten auf, vor allem narkotische Schmerzmittel, weil man sie nicht mehr so leicht verschrieben bekommt. Man sollte jedoch übrig gebliebene Medikamente immer entsorgen. Bei uns werden immer häufiger Kinder wegen einer Überdosis an hydrocodon- und oxycodonhaltigen Schmerzmitteln [in Vicodin, Percocet, Oxycontin enthalten] eingeliefert. Eine einzige Retardtablette kann ein Kind töten." -- Dr. med. Ferdinando Mirarchi

Hochstühle, die man an den Tisch stellen kann

„Ich arbeite in einem Traumazentrum für Kinder und Erwachsene. Was mich als Vater jedoch am meisten beunruhigt sind Produkte für Kinder. Mehr als die Hälfte aller Kinder unter einem Jahr werden wegen Stürzen in die Notaufnahme gebracht. Ich würde niemals einen Hochstuhl kaufen, den man an den Tisch stellen kann, weil ich schon viel zu oft miterlebt habe, dass Kinder sich mit ihren Füßen vom Tisch abgestoßen haben und ihr Stuhl dadurch nach hinten umgekippt ist. Ein solcher Sturz aus einem Meter Höhe kann zu einem Schädelbruch führen." -- Dr. med. Brian Fort, Arzt für Notfallmedizin am Central DuPage Hospital

Dieser Blog von Lisa Lombardi ist ursprünglich bei der Huffington Post USA erschienen und wurde von Susanne Raupach aus dem Englischen übersetzt.

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