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Trends 2016 in der B2B-Kommunikation: Video, Twitter und Influencer

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SOCIAL MEDIA APPLICATION
Blankstock via Getty Images
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Die Entwicklung in den Social Media Kan├Ąlen vollzieht sich rasant. St├Ąndig werden neue Trends entdeckt und ausgerufen, um dann von vielen Unternehmen aufgegriffen zu werden. Leicht kann man sich dabei verzetteln und darf auch von Consumer-getriebenen Entwicklungen nicht zwingend auf die Bed├╝rfnisse eines B2B Entscheiders schlie├čen. Da wird es f├╝r B2B-Unternehmen zur Herausforderung, neue Entwicklungen im Bereich Kommunikation und Social Media zu beobachten und st├Ąndig abzuw├Ągen, welche Trends relevant werden und welche es (noch) nicht sind.

Der Erste Arbeitskreis Social Media in der B2B-Kommunikation trifft sich regelm├Ą├čig, um aktuelle Trends und Entwicklungen zu beobachten und zu analysieren, wie sich diese auf die B2B Unternehmen auswirken. In drei Bereichen haben sich entscheidende Trends 2016 in der B2B-Kommunikation herauskristallisiert. Erfahren Sie hier, welche Erfahrungen die B2B-Unternehmen mit ihnen gemacht haben:

Die Trends 2016 in der B2B-Kommunikation

  1. Video Content im B2B: neue Kan├Ąle, neue Quellen und neue Endger├Ąte. Seit einigen Jahren ist Video Content der Trend im Bereich Social Media. Gerade in der j├╝ngeren Zielgruppe der bis 30-j├Ąhrigen nutzt laut ARD/ZDF Online Studie 2015 nahezu jeder Online Videoangebote. 360 Grad Livestreaming, VR Headsets und Drohnentechnologie ver├Ąndern die Art wie Video Content erzeugt und konsumiert wird. Gleichzeitig treibt der Wettkampf zwischen YouTube und facebook die Entwicklungen im Videobereich rasant voran. Zus├Ątzlich dr├Ąngen neue Player wie beispielsweise Periscope, die Live Streaming App von Twitter, auf den Markt. Damit entstehen immer neue Chancen und Herausforderungen f├╝r Unternehmen. Auch im B2B-Bereich ist Video-Content in der Kommunikation l├Ąngst angekommen. Er reicht von Erkl├Ąrvideos und Tutorials ├╝ber Live-Aufnahmen hinter den Kulissen eines Events bis hin zu Interviews mit der Gesch├Ąftsf├╝hrung und Stellenausschreibungen per Video.

    Der Dialog mit den unterschiedlichen Unternehmen zeigt vor allem eins: gerade im B2B Umfeld erleichtern Videos die Veranschaulichung von abstrakten Produkten oder Dienstleistungen. Besonders wenn ein Mehrwert f├╝r den Zuschauer entsteht - also Content Marketing wie es sein sollte - sind Videos beliebt. Interviews oder Tutorials sind geeignet um Produkte und Dienstleistungen st├Ąrker zu positionieren und ihnen ebenso wie dem Unternehmen ein Gesicht zu geben.Hier zeigt sich ein entscheidender Unterschied zwischen B2C und B2B Videos: W├Ąhrend bei ersteren der Unterhaltungswert im Vordergrund steht, ist es bei letzteren der Informationswert.

    Welche Art von Video-Content in welcher Qualit├Ąt f├╝r welches Unternehmen sinnvoll ist, wiederum unterscheidet sich sehr stark. So kann ein Video, das weniger geschliffen und perfekt wirkt, unter Umst├Ąnden genauso zielf├╝hrend sein wie ein aufw├Ąndig und teuer produziertes Video. Wichtig ist vor allem, dass Qualit├Ąt und Form des Videos zum angesprochenen Entscheider und zum Anspruch des Unternehmens passen.

  2. Twitter - sinkende Relevanz wegen stagnierender Nutzerzahlen?
    Twitter hat zuletzt eher negative Schlagzeilen zur Nutzerentwicklung gemacht. Weltweit konnte im letzten Quartal 2015 ein R├╝ckgang von zwei Millionen binnen drei Monaten beobachtet werden. In Deutschland fehlen die Vergleichszahlen, insgesamt scheint die Lage von Twitter in Deutschland besser auszusehen. Denn Twitter ist und bleibt beliebt bei Journalisten. Nie war es so leicht, zu erfahren was die einzelnen Journalisten interessiert und ├╝ber diesen Kanal mit ihnen in Kontakt zu treten. Die Erfahrungen der B2B-Unternehmen des Arbeitskreises zeigen, dass Twitter im Social Media Mix unverzichtbar bleibt, denn es erm├Âglicht innerhalb eines bestimmten Fachbereichs eine qualifizierte und intensive Interaktion. Der Mikroblogging-Dienst tritt dabei nicht in Konkurrenz zu anderen Kan├Ąlen wie facebook, Xing und LinkedIn, sondern erg├Ąnzt sie und wird verst├Ąrkt im Sinne der Presse- und Lobbyarbeit verwendet.
    Zunehmend nutzen die Unternehmen Twitter gezielter und bewerten nicht ausschlie├člich die Anzahl an Follower, sondern vielmehr deren Qualit├Ąt. Die Nutzerzahlen von Twitter m├Âgen also stagnieren - die Relevanz des Kanals allerdings steigt.
  3. Influencer-Kommunikation - der Schl├╝ssel gegen die Content-Flut? Aus der zunehmenden Content-Flut entwickelt sich die Influencer-Thematik fast schon zwangsl├Ąufig. Denn einflussreiche, glaubw├╝rdige und gut vernetzte Personen sind ein entscheidender Hebel zum erfolgreichen Platzieren einer Botschaft. Der Schl├╝ssel einer erfolgreichen Influencer-Kommunikation liegt dabei eindeutig darin, die passenden Personen zu finden und mit diesen Kontakt aufzunehmen. W├Ąhrend immer mehr Tools zur Recherche nach den begehrten Multiplikatoren auf den Markt kommen (fanpage Karma, Klout, social signals etc.), w├Ąchst gleichzeitig auch das Bewusstsein, dass der Kontaktaufbau ein langwieriger und zeitaufwendiger Prozess ist, bei dem nur im ersten Schritt Tools helfen k├Ânnen. Ein langfristiger Beziehungsaufbau kostet Zeit und muss pers├Ânlich initiiert werden. Dass sich dieser Zeit- und Ressourcenaufwand allerdings auf lange Sicht durchaus lohnen kann, ist noch nicht im Bewusstsein aller Ebenen der B2B-Unternehmen angekommen. Es zeichnet sich ab, dass der Weg bis zu einem geeigneten Etat f├╝r die Recherche und Pflege der Influencer Kontakte noch weit ist, das Bewusstsein f├╝r Qualit├Ąt statt Quantit├Ąt bei Kontakten aber stetig w├Ąchst.


Fl├╝chtlingskrise: Helft den Helfern!

Die Fl├╝chtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die N├Âte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu l├Âsen. Zusammen mit der Spendenplattform betterplace.org nennt die Huffington Post spannende Projekte, die ihr direkt unterst├╝tzen k├Ânnt.

Die Nachrichten von ertrunkenen Fl├╝chtlingen nehmen kein Ende. Auch, weil es viel zu wenig Rettungskr├Ąfte auf dem Mittelmeer gibt. Hier versucht die Mannschaft des Schiffes Sea Watch 2. zu helfen. Spenden ben├Âtigt die Crew f├╝r Nahrung, Schwimmwesten und Medikamente.

Auf der sogenannten Balkanroute ist ein gro├čer Teil der Fl├╝chtlinge unterwegs. Der Verein Soups & Socks versorgt Fl├╝chtlinge hier mit einer warmen Mahlzeit und anderen lebensnotwendigen Dingen. Hier geht es weiter zur Soups & Socks Tour.

Ein weiteres Problem sind die vielen unbegleiteten, minderj├Ąhrigen Fl├╝chtlinge in Berlin. Ihnen vermittelt die Organisation Akinda beispielsweise einen gesetzlichen Vertreter. Wie das geht, beschreiben die Initiatoren hier.

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