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Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient - Deutschland hat Merkel

Veröffentlicht: Aktualisiert:
MERKEL CITIZEN
CHRISTOF STACHE via Getty Images
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Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient! Selbst in einer Diktatur stabilisieren die Mitläufer das System. Dazugehören-Wollen ist immer stärker als alle Einsicht und Überzeugung.

Menschen mit seelischer Unsicherheit suchen nach Rettern und F√ľhrern, Sehnsuchtsprojektionen erzeugen Prominenz und Hass schafft Feindbilder.

In einem demokratischen System werden die Projektionen durch Pluralismus in der Waage gehalten, solange auf allen Positionen "Gewinn" möglich ist.

Der Wohlstand wird immer ungerechter verteilt

In unserer Gesellschaft sind seelische und soziale Bed√ľrfnisse zunehmend durch materielle Werte ersetzt worden.

Wenn aber der "Wohlstand f√ľr alle" immer ungerechter verteilt ist oder grunds√§tzlich infrage ger√§t, verliert das demokratische Orchester die dirigierende Ordnung.

Wir erleben aktuell diesen Zerfall: die regierenden Parteien und die Opposition im Parlament werden zunehmend als "Einheitspartei" wahrgenommen.

Praktisch abgewählte Parteien bleiben aus notwendiger Koalitionsarithmetik an der Macht, außerparlamentarischer Protest wird diffamiert und eine neue aufsteigende Partei (AfD) wird praktisch aus dem Reihen sogenannter "demokratischer" Parteien grundsätzlich ausgeschlossen.

Die Hetze gegen politisch Andersdenkende verletzt konstituierende demokratische Regeln. Wenn politisches Versagen auf vermeintlich nur ungen√ľgende Vermittlung reduziert wird, werden W√§hler indirekt zu Dummk√∂pfen erkl√§rt.

Und Hunderttausende, die AfD w√§hlen, werden zu blo√üen Protestlern, Wutb√ľrgern oder sogar zu Rechtspopulisten erkl√§rt, ohne die inhaltlichen Motive der Wahlentscheidung wirklich verstehen zu wollen.

Es entsteht eine politisch korrekte Meinungsdiktatur

Wenn Politiker die gebotene Contenance verlieren und ihren Auftrag durch Hetze entehren, wenn politischer Protest nur noch diffamiert wird und das vermeintlich Gute mit Gewalt und Verfolgung Andersdenkender durchgesetzt wird, entsteht eine politisch korrekte Gesellschaft der Meinungsdiktatur.

Die deutsche Gesellschaft ist zunehmend √ľberfordert, auf die globalen Bedrohungen angemessen reagieren zu k√∂nnen. Jetzt r√§cht sich die verweigerte inner-seelische Demokratisierung.

Das individuelle Fehlverhalten, die persönliche Schuld an Gesellschaftspathologien werden nicht erkannt und akzeptiert. Dazu gehören Nationalsozialismus, real existierender Sozialismus, gierig-narzisstischer Kapitalismus.

Die seelischen Defizite werden materiell und ideologisch kompensiert, das eigene Böse auf Feindbilder projiziert und die gemeinsame Bedrohung der weiteren gesellschaftlichen Entwicklung durch die Spaltung in "Geschwisterkämpfe" destruktiv abgewehrt.

Woher stammen Kriegslust, Völkermord und Rassenwahn?

Die Last unserer Vergangenheit - die mehrheitlich gestaltete Verbrechergesellschaft, kann nicht durch verordnete äußere Demokratie, durch Gelöbnisse und Feierstunden und durch den Kampf gegen "Rechts" getilgt werden.

Es bedarf der ganz persönlichen Klärung, aus welchen seelischen Tiefen Kriegslust, Völkermord, Rassenwahn und Fremdenhass entspringen.

S√ľchtiges Wohlstandsstreben, √ľbertriebene Liberalit√§t und geheuchelte Humanit√§t halte ich f√ľr Reaktionsbildungen, um das Gegenteil von dem beweisen zu wollen, was innerseelisch nicht wirklich bew√§ltigt ist. So ist Verbrechens-Schuld in Wohlstands-Schuld und Humanit√§tszwang verwandelt worden.

Das ist sicher schwer zu verstehen, denn was kann man schon gegen Wohlstand und Humanität einwenden.

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Nur an der Gier, an der S√ľchtigkeit, dem Wachstumszwang, der Illusion der Unbegrenztheit und an den in die Zukunft und andere Regionen verlagerten zerst√∂rerischen Folgen ist das Ausagieren tiefsitzender seelischer Verletzungen und unerf√ľllter Bed√ľrfnisse zu erkennen.

Sicher spielt die Bundeskanzlerin im System der Abwehr und Projektion eine herausragende Rolle.

Auch wenn allmählich ihr Projektionsglanz bröckelt, bleibt es erstaunlich, weshalb diese Frau so viel Verehrung, Respekt und vor allem Schonung und Verteidigung erfährt.

Ich halte die liebevoll-ironische bis auch ver√§chtliche Bezeichnung als "Mutti" und die Einsch√§tzung als "m√§chtigste Frau der Welt" weniger f√ľr real begr√ľndet als vor allem f√ľr Projektionstitel.

Jeder Mensch wird entscheidend durch seine Mutter geprägt und wirkliche Mutterliebe als emphatische Spiegelung, Bestätigung und liebevolle Befriedigung des Kindes ist rar geworden.

Die "gute Mutter" ist verloren gegangen

Egoismen, Karrieredenken, Zeitmangel, √∂konomische Zw√§nge und eine feministische Ideologie gegen gute M√ľtterlichkeit lassen die meisten Kinder in ihrem Liebesbed√ľrfnis unbefriedigt und in ihrer Einmaligkeit und jeweiligen Andersartigkeit unbest√§tigt.

Die "gute Mutter" ist verloren gegangen und der "Muttermangel" wird in der Hoffnung und Verehrung der "gro√üen Mutter" kompensiert. Man muss f√ľrchten, dass eine unerf√ľllte Muttersehnsucht vieler Deutscher Frau Merkel projektiv beliebt gemacht hat.

Mit ihrer zur√ľckhaltenden, abwartenden Art, die Heftigkeit vermeidet und Aggressives d√§mpft, Konflikten keine Zielscheibe bietet und um ausgleichende Harmonie bem√ľht ist, bietet sie die ideale Projektionsfl√§che der g√ľtigen, sch√ľtzenden, versorgenden und weisen Ur-Mutter.

Einem solchen Symbolbild geben sehr Viele aus unbewusster Sehnsucht heraus einen Vorschuss. Damit konnte die Bundeskanzlerin selbst in sehr bedrohlichen Krisen "durchregieren".

Die ängstigende Ahnung der meisten Deutschen, dass unser bisheriges Wachstums- und Wohlstandsleben ein Ende findet, konnte mit der scheinbar stoischen Ruhe und Unaufgeregtheit der "großen Mutter" lange Zeit entlastend geerdet werden.

Erst mit der Fl√ľchtlingsproblematik, als die "Mutter" eindeutig die "Pflegekinder" gegen die Interessen der "eigenen Familie" bevorzugt hat, demontieren Verlustangst, Neid und Eifersucht das idealisierte Mutterbild.

Jetzt zeigt die Verehrte plötzlich eine moralisierende Strenge ("humanitäre Verpflichtung", "moralischer Imperativ"), verleugnet die Realität ("Wir schaffen das!", "Es gibt keine Obergrenze!"), wird belehrend ("alternativlos!") und zeigt sich trotzig-rigide und verliert damit zusehends ihren projektiven Heiligenschein.

Die Revolte bleibt aus

Die sogenannte "Merkel-Wende" vom 19.09.16 ist sicher einem Machtkalk√ľl geschuldet und bleibt solange unglaubw√ľrdig, solange die Zuwanderung nicht konsequent kontrolliert und begrenzt wird.

Die vielzitierte Ursachenbek√§mpfung m√ľsste auch die kapitalistische Wirtschafts- und Handelspolitik miteinschlie√üen. Aber die Revolte vorerst bleibt aus.

Dass die Bundeskanzlerin, ihre W√ľrde wahrend und zum Schutz der CDU, zur√ľcktritt, l√§sst offenbar ihr Charakterpanzer nicht zu. Dass sie aus eigenen Reihen gest√ľrzt w√ľrde, wird aus Machtkalk√ľl (kein Nachfolger) nicht geschehen.

Dass Angela Merkel die einzige Option als Chefin und Kanzlerkandidatin ihrer Partei zu sein scheint, ist f√ľr mich ein weiterer Hinweis f√ľr die Mutter-Projektion. Dass sie als "mein M√§dchen" den √úber- Vater Kohl hat st√ľrzen k√∂nnen, ist psychodynamisch etwas v√∂llig anderes, als eine "Mutter" zu entmachten.

‚ě® Mehr zum Thema: BAMF winkt Fl√ľchtlinge mit gef√§lschten P√§ssen durch

"Vatermord" ist m√∂glich, aber "Muttermord" undenkbar. Selbst die schlechtesten M√ľtter werden in aller Regel noch verkl√§rt und idealisiert. Dass eine Mutter auch falsch, schlecht und richtig b√∂se sein k√∂nnte, ist eine so gro√üe Bedrohung f√ľr die kindliche Existenz, dass eine solche Realit√§t unbedingt verleugnet werden muss.

Sie prägt aber auch das Erwachsenen-Leben und so mancher "mächtige" Mann will sicher nichts von seiner Mutter-Abhängigkeit wissen, gegen die er Macht und Bedeutung angesammelt hat.

Angela Merkel die "Fl√ľchtlings-Mutter"

Wir wissen alle, dass unsere Lebensform durch Klimawandel, Umweltzerstörung, wachsende Sozialkonflikte, Kriege um Ressourcen und durch Migration längst eine kritische Grenze erreicht hat.

Wir m√ľssten unsere Entfremdung und den narzisstischen Gr√∂√üenwahn als bittere Realit√§t akzeptieren und schmerzliche M√ľhen um eine neue, gerechtere Lebensform aufbringen.

Zur Abwehr dieser ängstigenden und bedrohlichen Realität wird die Bundeskanzlerin mit ihren phrasenhaften, beharrlichen und scheinbar souveränen Mantra's zur idealen Projektionsfigur, um Wohlstandsschuld zu beschwichtigen.

Vor allem als "Fl√ľchtlings-Mutter" l√∂st sie durch Realit√§tsverleugnung, Bagatellisierung der riesigen Probleme mit der Illusion des prinzipiell Schaffbaren einen Projektionssog aus, dem viele verfallen.

Moralisch geadelt durch eine vermeintliche humanit√§re Entscheidung, die zur massenhaften unkontrollierten Zuwanderung gef√ľhrt hat, ist sie bet√§ubt durch den narzisstischen Gr√∂√üenwahn des schaff- und machbaren Erfolges einer "Willkommenskultur".

Dass keine Obergrenze an Zuwanderung und an materiellem Wachstum als Realit√§t akzeptiert wird, halte ich f√ľr ein gef√§hrliches Symptom narzisstischen Gr√∂√üenwahns und damit irrationaler Schuldabwehr des "falschen Lebens".

Der Feind steht nicht Rechts, sondern lauert in jedem von uns

Humanit√§re Gesten l√∂sen keine globalen Probleme, ganz im Gegenteil: sie vermehren nur illusion√§re Hoffnungen. Die auff√§llige Verharmlosung der Gefahren der Zuwanderung mit den riesigen Integrationsbem√ľhungen befreien nicht von Schuld.

Wer eine Regierung kraft seiner Projektionen wählt und den "Geschwisterkrieg" befeuert, kann nicht mehr sagen: er hätte die destruktive Fehlentwicklung der Gesellschaft nicht gewollt.

Deshalb: ehren wir den Protest, fördern wir die Kommunikation verfeindeter Positionen und ermutigen wir uns zu Visionen eines gerechteren Lebens.

Entlassen wir Politiker aus unserer Projektion, indem jeder danach sucht, was in ihm aufgestaut ist und sich extremistisch, rassistisch, hassvoll entl√§dt, und was bed√ľrftig geblieben ist und damit Gier und Sucht bef√∂rdert.

Angela Merkels Fl√ľchtlingspolitik wird unter unseren Gastautoren stark debattiert. Weitere Stimmen finden sie hier:

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