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Warum ist Aluminium in Deos schädlich?

28/05/2017 18:30 CEST | Aktualisiert 28/05/2017 18:30 CEST
cokacoka via Getty Images

Aluminium in Deos ist in den letzten Jahren stark ins Bewusstsein der Menschen gerückt und es gibt daher immer mehr Deodorants ohne den Zusatz von Aluminiumsalzen. Doch warum ist Aluminium in Deos eigentlich schädlich, mit was für Krankheiten wird es in Verbindung gebracht und welche Alternative habe ich gefunden?

Was ist Aluminium?

Aluminium ist ein Leichtmetall, das auf der Erde sehr häufig in natürlicher Form, unter anderem auch in Lebensmitteln, vorkommt. Es wird überwiegend als Bauteile, in der Elektronik, und in der Verpackungsindustrie verwendet - aber findet sich auch in Kosmetika.

Wie nehmen wir Aluminium auf?

Täglich nehmen wir Aluminium über die Nahrung und unser Trinkwasser auf - teilweise ist es darin angereichert, teilweise aber auch natürlicherweise vorhanden. Es gibt laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit einen unbedenklichen Wert von einem Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht - diese Menge kann der Körper in der Regel wieder ausscheiden.

Das heißt, eine Frau wie ich mit ca. 60kg Körpergewicht dürfte pro Tag 60 Milligramm Aluminium bedenkenlos zu sich nehmen. Alles, was diesen Wert überschreitet, wird vermutlich vom Körper nicht wieder abgebaut, sondern in den Mastzellen gespeichert.

Warum ist Aluminium in Deos schädlich?

Warum Schwitzen wichtig ist

Körper entgiftet über die Schweißdrüsen an bestimmten Stellen, z.B. in den Kniekehlen und Achselhöhlen. Wenn man durch sog. Antitranspirante das Schwitzen verhindert, kann diese Entgiftung nicht stattfinden und die Giftstoffe sammeln sich im Körper schneller an. Aluminiumsalze verstopfen die Schweißdrüsen und verhindern so das Transpirieren.

Gefahr durch Aluminium in Deos

Zusätzlich zu den Giftstoffen, die sich schon im Körper befinden, liefern aluminiumhaltige Deos noch eine zusätzliche Belastung für den Körper: das Schwermetall verschwindet nicht einfach, sondern durchdringt häufig, besonders bei frisch rasierten Achselhöhlen, die Hautbarriere und lagert sich in den Lymphknoten der Achseln ab.

Immer häufiger wird deshalb das Verwenden von aluminiumhaltigen Deos in Verbindung mit der Entstehung von Brustkrebs gebracht. Deos enthalten häufig auch weitere chemische Stoffe, die mindestens tagsüber auf der Haut belassen werden und so in den Stoffwechsel des Körpers übergehen.

Vor allem bei Wärme öffnen sich die Hautporen - auch die der Achselhöhlen - und die Giftstoffe können ungehindert eindringen. Über die Lymphbahnen werden sie sozusagen per Express im ganzen Körper verteilt und in den Mastzellen gespeichert. Folge können zahlreiche chronische Krankheitsbilder und eine allgemeine Verschlechterung des körperlichen Zustandes sein.

Welche Krankheiten können entstehen?

Die Liste an möglichen Stellen der Ablagerung ist lang, hier einmal die wichtigsten aufgezählt:

Entzündung der Gelenke, Arthrose, Gelenkknacken

Schilddrüsenerkrankungen

Rheuma

Brustkrebs, Hautkrebs

Osteoporose

Darmerkrankungen, Neurodermitis

Nierenschäden

Allergien, Asthma

Multiple Sklerose

Schäden im Gehirn, schwere Form der Demenzerkrankung

Erkrankungen im Kopfbereich

Allerdings sind diese Zusammenhänge bisher wissenschaftlich nicht belegt und was genau eine Überdosis Aluminium im Körper ausmacht, wissen wir (noch) nicht genau. Kritische Stimmen, wie z.B. in der Zeit, bestreiten sogar, dass es überhaupt ein Gesundheitsrisiko gibt.

Wer sich noch ein wenig mehr über Aluminium in Deos und die Auswirkungen von Aluminium allgemein informieren möchte, dem sei diese Doku empfohlen:

https://www.youtube.com/watch?v=BNYSq4HN5NE

Es gibt gute Deos ohne Aluminium und Alkohol

Aufgrund der veränderten Sichtweise der Verbraucher bringen immer mehr Marken Deos ohne Aluminium auf den Markt. Man erkennt sie im Regal meist daran, dass sie groß damit werben. Auch ein Blick auf die Inhaltsstoffe verrät zuverlässig, ob mit Aluminiumsalzen gearbeitet wird. Auch ich greife seit einigen Jahren zur aluminiumfreien Alternative. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mit allen bisher versuchten Deos aus der Drogerie nur so halb zufrieden war.

Vor kurzem wurde ich von einer Freundin allerdings darauf aufmerksam gemacht, dass es online tolle Alternativen gibt. Unter dem Namen "vegane Deocreme" gibt es verschiedene Marken, die gute und wirksame Alternativen ohne Aluminiumchlorid und Konservierungsstoffe oder sonstige schädliche Zusätze anbieten. Das sind dann meist keine Antitranspirants, d.h. sie verhindert nicht das Schwitzen. Was sie verhindern, ist der unangenehme Geruch, der durch Bakterien entsteht, die den Schweiß zersetzen.

Geruch in T-shirts durch Aluminium im Deo

Einen weiteren negativen Effekt von Aluminium in Deos gibt es noch zu erwähnen: es setzt sich in der Kleidung, sprich unter den Achseln, fest und lässt sich meist auch durch Waschen nicht beseitigen. Wenn dann neuer Schweiß auf die T-shirts gelangt bzw. die Stellen unter der Achsel erwärmt werden, verbreitet sich sofort ein übler Schweißgeruch.

Auch dafür habe ich von besagter Freundin einen Tipp erhalten, der tatsächlich Abhilfe geschaffen hat: Die T-shirts ca. 24 Std. in Essigwasser einlegen und dann waschen - der Geruch ist dann in der Regel verschwunden. Wenn nicht, kann man einen zweiten Durchgang versuchen, spätestens damit ist der Stoff wie neu.

Dieser Artikel erschien im Original auf Sonnengeflecht.de.

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