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Der Mörder P. und der Codex Justinianus

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REICHSBUERGER
dpa
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Die einseitig NSA-skeptischen (und damit KGB/FSB-nichtskeptischen) Spaßmacher vom Postillon haben für das völkerrechtsunbekannte Wesen, den realen Mörder P. aus Georgensmünd das Strafrecht des Deutschen Reiches (1871 - 1945) ins Spiel gebracht. Dies entbehrt jeglicher imperialer Grundlage.

Da müssen wir zunächst die Römer fragen, ob auf deren Gebiet innerhalb des Obergermanisch-Raetischen Limes überhaupt nach den fiktiven Gesetzen eines fiktiven Deutschen Reichs gegen fiktive Bürger des fiktiven Deutschen Reichs verhandelt werden kann:
Faktisch gilt hier noch immer der Codex Justinianus. Odoaker postete zwar 476 u. Z. die Reichsinsignien nach Konstantinopel, unterließ jedoch den notariellen Schritt der Beendigung des Staates Westrom.

Mit dem Senden der Insignien des Weströmischen Imperiums durch Odoaker nach der Absetzung des Romulus Augustulus 476. u.Z. nach Konstantinopel war somit kein Rechtsverzicht des Römischen Rechts im Gebiet des Weströmischen Reiches verbunden.

In der Intension der reichsbürgerlichen Sicht, wonach es Staaten nur geben kann, wenn Vorgängerstaaten urkundlich geschlossen/beendet wurden, kann die Existenz des sogenannten Reichs, worauf sich die sogenannten Reichsbürger beziehen, nicht anerkannt werden.

Ergo: Die sogenannten Reichsbürger machen sich der Usurpation und des Hochverrats gegen Westrom schuldig! Das Römische Recht sieht hier bekanntlich einschlägige Todesstrafen vor, die für den Mörder P. ohnehin gelten.

Nur der Kaiser kann den Vollzug verhindern. Der Kaiser ist verreist...

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