BLOG

Eine offene Plattform f√ľr kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Guido Bosbach Headshot

Ein offener Brief an alle, die in ihrem Leben irgendwie mit Arbeit zu tun haben

Veröffentlicht: Aktualisiert:
YOUNG PEOPLE WORKING
Tom Merton via Getty Images
Drucken

‚ÄěIn was f√ľr einer Welt leben wir eigentlich?" oder ‚ÄěSind wir wirklich alle gemeinsam so bl√∂d?"

Das sind provokante Fragen, aber je mehr ich mich damit beschäftige, wie man das Thema Arbeit und die begrenzte Ressource Lebenszeit so miteinander in Einklang bringen kann, dass es mehr Lust als Last wird, desto mehr brodelt es in mir.

Es brodelt in mir, weil ich immer weniger verstehen kann, warum wir viel wertvolles Potenzial nicht nutzen und wir gleichzeitig mit ansehen (m√ľssen) wie Unternehmen an und mit ihrem immer weniger zeitgem√§√üen Kennzahlenglauben scheitern. Wir besitzen eine unglaublichen Menge an Wertsch√∂pfungspotenzialen - und sind unf√§hig sie zu nutzen.

Wie ich darauf komme?

Unsere Arbeit hat das Ziel die Rendite des Unternehmens ‚Äěin dem wir sind" zu erh√∂hen. Es geht ganz konkret um das Verh√§ltnis zwischen der Investition in Arbeit(skraft) und des daraus resultierenden Ertrags. Wir leben dabei oftmals noch in der Logik der Dampfmaschinenzeit.

Die Dampfmaschine schaffte, nachdem James Watt den Wirkungsgrad verbessert hatte und sie als Antrieb f√ľr Fahrzeuge und sp√§ter Eisenbahnen genutzt werden konnte, etwas nie zuvor Erreichtes. Sie verkleinerte die Welt. Sie machte regionale und nationale M√§rkte f√ľr jeden Anbieter von Waren erreichbar. Den Enkeln der Dampfmaschine gelang es schlie√ülich die Welt weiter zu verkleinern und (theoretisch) jedes Warenangebot √ľberall verf√ľgbar zu machen.

Mit der Dampfmaschine verschwand aber auch etwas. Da die Märkte in nie da gewesener und ungeahnter Geschwindigkeit wuchsen, war es plötzlich sinnvoll, Waren nicht mehr individuell, sondern immer wieder gleich zu bauen.

Mehr zum Thema: Kein Zukunft f√ľr die Arbeit

An K√§ufern f√ľr g√ľnstige Produkte mangelte es schlie√ülich immer weniger. So entstanden gro√üe Industrien, die perfekt darauf abgestimmt waren, standardisierte und normierte Produkte zu erzeugen. Doch Normen bedingen auch, dass man im Produktionsprozess √ľber die konkrete Ausgestaltung nicht mehr nachdenken sollte.

Entsprechend sollte √ľber das, was und wie es produziert wurde, nicht mehr jeder frei entscheiden. Es lag in der Verantwortung der Unternehmensf√ľhrung das Produkt zu entwerfen und es dann genau so und nicht anders herstellen zu lassen. ‚ÄěDenken" war auf dem shop-floor wohl dass sinnloseste √ľberhaupt. Gedacht wurde oben, gemacht unten.

Echte, geistige ZusammenARBEIT ging verloren

Neben dem Denken haben wir in dieser Zeit noch etwas verloren. Etwas, das zuvor ganz wesentlich daf√ľr war, dass Zusammenleben funktionierte: Echte, geistige ZusammenARBEIT. War es vor der Industrialisierung hilfreich und notwendig, die (denkenden) K√∂pfe zusammenzustecken, um die vorhandenen Ressourcen und die vielf√§ltigen Weisheiten und F√§higkeiten bestm√∂glich zu nutzen, war genau das den meisten Menschen in der Industrialisierung bei Strafe untersagt.

Wie gesagt - oben wurde gedacht und unten gemacht - und ich behaupte, es ist heute vielfach noch immer so.

Wie gro√ü dieser Verlust an Kompetenzen, F√§higkeiten, Leistung und (ganz wichtig) auch Ertrag ist, kann ich zum Gl√ľck nicht sch√§tzen. Die Zahl w√ľrde wahrscheinlich den Rahmen sprengen. Und jetzt?

In den letzten Jahren hat sich etwas ganz Grundlegendes ver√§ndert. Die Welt ist - fast √ľber Nacht - weiter geschrumpft; inzwischen bis auf die Gr√∂√üe unseres Smartphones. Wir k√∂nnen heute in Bruchteilen von Sekunden mit Menschen auf der gesamten Welt (und auch den wenigen im Weltall) kommunizieren.

Wir k√∂nnen unsere Gedanken austauschen, √ľber unsere W√ľnsche und Befindlichkeiten sprechen. Wir k√∂nnen beim s√ľdasiatischen H√§ndler unseres Vertrauens, das neueste technologische Gadget ordern.

Niemand kann mehr immer up-to-date sein

Wir sind in der M√∂glichkeit zur selbstst√§ndigen Interaktion in einem Ma√üe befreit (und gleichzeitig abh√§ngig geworden), wie es die Menschen auf diesem Planeten zuvor wohl niemals waren. Das er√∂ffnet Chancen und hat gleichzeitig weitreichende Konsequenzen - f√ľr uns ganz pers√∂nlich, unsere Arbeit und die Gesellschaft! Wir leben in einer Welt des permanenten √úbergangs!

So manche Produkte und Technologien, die wir bis vor ein paar Jahren f√ľr ausgereift und stabil im Markt positioniert hielten, gibt es nicht mehr. Teilweise hat ihre Abl√∂sung ganze Unternehmen mit heruntergezogen, weil diese die Entwicklung nicht antizipiert hatten. Ein klassisches Beispiel ist die analoge Photographie - kennen Sie Kodak noch?

Die Musikindustrie hatte, schon als das Radio aufkam, Sorge um den Absatz von Schallplatten. Als dann Downloads zur Konkurrenz von CDs wurden, hat man zunächst abgewartet - solange bis Steve Jobs mit iTunes den Markt komplett aufmischte. Oder wie ist es mit Nokia, Commodore oder Atari - um hier vornehmlich technologieaffine Unternehmen zu nennen, die es schließlich hätten besser wissen sollen ...

Zugegeben, es ist schwer vorherzusagen, wann der Tipping-Point erreicht ist. Allerdings l√§sst sich heute schon ableiten, dass die Tipping-Points ‚Äěniedriger" liegen. Es sind immer mehr Nischenanbieter, die es schaffen, ‚Äěvon der Seite" ganze Branchen neu aufzurollen, indem es ihnen gelingt, bestehende Technologien interdisziplin√§r neu zu kombinieren.

Dazu kommt, dass so ungefähr alles, was irgendwie mit Technologie zu tun hat, dazugehört, auch das Wissen, das sich inzwischen so schnell weiterentwickelt, dass buchstäblich niemand mehr 100% up-to-date sein kann.

Schlechter Service an zu vielen Stellen immer noch ein Thema

Heute kann ihr Smartphone mehr als vor ein paar Jahren die besten Computer. Dabei wird in ein paar Jahren kaum noch jemand verstehen, wozu Smartphones mal gut waren, wie Telefone funktionieren oder warum man Erd√∂l benutzt hat, um zu heizen und Mobilit√§t zu gew√§hrleisten. Die Geschwindigkeit dieser permanenten Entwicklung nimmt immer weiter zu. Heute ist fast alles ‚Äěbeta" - und einiges kommt √ľber ‚Äěbeta" tats√§chlich nicht mehr hinaus.

Interessanterweise wäre es dennoch ein Fehler abzuwarten, bis wir wieder stabileres Fahrwasser erreicht haben - es sei denn, sie haben buchstäblich ewig Zeit.

Mit den Entwicklungen bei der Kommunikation, von Briefen, √ľber Telefon, Fax, e-mail, hin zu Social Media (als Text, Emoticons, Audio, Video und irgendwann auch Emotionen und Ger√ľchen, wer wei√ü), hat sich auch unser Verhalten und unsere Haltung ver√§ndert. Fr√ľher war schlechter Service einfach nur schlechter Service. Wir haben uns ge√§rgert und aufgeregt und dann irgendwann war die Welt wieder in Ordnung und das Thema vergessen.

Heute ist schlechter Service an zu vielen Stellen immer noch ein Thema. Aber wir schlucken das nicht mehr! Wir √§rgern uns in aller √Ėffentlichkeit. Wir schreiben Rezensionen, machen uns Luft und werden los, was wir zu sagen haben. Die fr√ľheren Hemmschwellen sind so schnell gesunken, wie die M√∂glichkeit zur weltweiten Echtzeitkommunikation gewachsen sind. Und das Netz vergisst nie! Das wirkt! Es reduziert den Stress der Kritisierenden und erh√∂ht ihn auf der Seite der Kritisierten.

Arbeit auf einem deutlich höheren Niveau als in der Vergangenheit

Noch etwas hat sich geändert: Kunden wissen heute besser und genauer, was wir wollen. Patienten kennen ihre Krankheiten, bevor sie beim Arzt waren. Kunden wissen genau, welchen Fernseher sie wollen und Autokäufer konfigurieren ihren Neuwagen zuhause am Computer. Einzig der Weg zum Händler um den Wagen abzuholen und die Anmeldung beim Straßenverkehrsamt sind noch lästig - aber das ist ein Problem, dass sich sicher auch bald anders lösen lässt.

Damit passiert etwas Spannendes. Kunden und andere ‚Äěexterne Stakeholder" diffundieren langsam - ein wenig wie ein eingewachsener Zehennagel - in die Unternehmen hinein. Immer mehr Leistungen, die die Unternehmen fr√ľher selbst erbracht haben, werden im und vom Umfeld erbracht. Das erzeugt gleicherma√üen Wohlbefinden und Schmerzen.

Zum einen nimmt damit die Menge an vom Unternehmen zu erledigender Arbeit ab - das verschlankt Prozesse und kann zu weniger Besch√§ftigten f√ľhren, denn ja, auch die Pflege der Kundenstammdaten hat fr√ľher Menschen ihren Lebensunterhalt gesichert. Solche ‚Äěeinfachen" Aufgaben gehen damit aus den Unternehmen heraus, zumindest die, die nicht zuvor schon erfolgreich outgesourced wurden.

Damit verbleiben in den Unternehmen vermehrt komplexe Aufgaben, die sich ganz im Zuge einer an Komplexität und Dynamik ohnehin zunehmenden Zeit weiter verdichten.

Das wiederum f√ľhrt zu Arbeit auf einem deutlich h√∂heren Niveau als in der Vergangenheit. Das erzeugt Druck und Stress bei den Besch√§ftigten, insbesondere dann, wenn diese nur innerhalb eines sehr eng abgesteckten Rahmens agieren k√∂nnen. Und das sind noch nicht einmal alle Effekte, die jetzt beginnen uns um die Ohren zu fliegen.

Offene Ersatzteil- und Materiallager sind bis heute eher selten

Das in Unternehmen gelebte Menschenbild und die damit verbundenen Glaubenssätze stehen vielen Unternehmen auf ihrem Weg in die Zukunft buchstäblich im Weg. Das Menschenbild und die (fast schon) ideologische Trennung von Kopf und Hand, die wir aus dem Industriezeitalter mitgenommen haben, hat sich bis heute fortgesetzt.

Welcher ‚ÄěVorgesetzte" (denken Sie mal in aller Ruhe √ľber diesen Begriff nach ...) glaubt schon, dass seine Mitarbeiter verantwortungsvoll agieren wollen und k√∂nnen. Schlie√ülich wurde ihnen dies sp√§testens seit Beginn ihrer Schulzeit aberzogen.

Vielmehr scheint es zu oft noch √ľblich zu sein, die ‚ÄěBesch√§ftigten" mit Betreten des Unternehmens an der Pforte zu entm√ľndigen und wie kleine Kinder zu behandeln, denen man keine Verantwortung und keinen Zugang zu Arbeitsmitteln geben darf, ohne sie dabei zu kontrollieren. Offene Ersatzteil- und Materiallager sind bis heute eher selten und manchmal m√ľssen sechsstellig bezahlte Mitarbeiter ihre 1.000‚ā¨ teure Dienstreise schriftlich beantragen.

Man k√∂nnte nun glauben, dass das so sein muss. Jedoch gibt es seit Jahrzehnten immer wieder best√§tigte wissenschaftliche Studien, die zu den Themen Motivation und Verantwortungs√ľbernahme (wenig) verbl√ľffenderweise herausgefunden haben, dass Menschen ganz anders k√∂nnen und wollen, als sie es so oft ‚Äěauf der Arbeit" rauslassen (k√∂nnen).

Unternehmensf√ľhrung muss heute einer neuen Logik gen√ľgen

Was denken Sie wie groß der Prozentsatz derer ist, die sie kennen, die gar nicht arbeiten wollen und die entscheidungsunfähig sind? Und jetzt fragen sie sich, ob sie da dazugehören!

Was denken sie, wie all diejenigen diese Frage aus ihrer eigenen Perspektive beantworten w√ľrden, die sie gerade gedanklich zu Kindern gemacht haben?

Die alte Logik von F√ľhrung funktioniert nicht mehr. Den Mitwirkenden zu sagen, was sie zu tun und zu lassen haben, damit sie ihre Arbeitsleistung vor Ort optimal erbringen, hatte in dem Moment ausgedient, als diese Leistungstr√§ger das Flie√üband verlassen haben und statt mechanischer nun kognitive T√§tigkeiten √ľbernommen haben.

Mit klaren, engen Vorgaben und Zielen zu managen, widerspricht zu 100% den Anforderungen einer dynamischen und komplexen Umwelt, in der es um Adaptions- und Anpassungsf√§higkeit geht. Alte F√ľhrung verschwendet Chancen, Talente, Potenziale und Intelligenz.

Unternehmensf√ľhrung muss heute einer neuen Logik gen√ľgen um den Zielen der Investoren (maximaler Ertrag) zu gen√ľgen. Das beweisen jeden Tag die Unternehmen, die mit einem klareren Fokus auf die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter handeln, die Freir√§ume geben, die Kreativit√§t f√∂rdern, die Zusammenarbeit - gerade auch √ľber Unternehmensgrenzen hinweg - erm√∂glichen.

Symptome des Veränderungsdrucks immer wieder kurieren

Die so ganz im Verborgenen und dennoch weithin sichtbar, eine andere Kultur etablieren. Nicht von oben verordnet - aber ganz deutlich ‚Äěvon oben" mit gewollt und mit getragen. Falls sie neugerig geworden sind: Eine kleine Liste der Unternehmen, die sich damit sichtbar gemacht haben, findet sich hier.

Nein - es geht mir hier nicht um Entscheider-bashing! Gerade die haben es heute unendlich schwer diesen Weg zu gehen. Zu verbreitet ist das fr√ľher erfolgreiche Vorgehen, zu exotisch wirken die Gegenbeispiele. Zu wenige direkte Wettbewerber machen es anders. Bei allem Druck, den sich Unternehmer und Entscheider heute ausgesetzt sehen, scheint dieser Sprung zun√§chst zu gro√ü, um ihn zu wagen. Daran ist ‚Äěmeine" Branche nicht unschuldig.

Viele Kollegen leben gut davon, die Symptome des Veränderungsdrucks immer wieder zu kurieren. Zu wenige haben Ideen, Lösungen und auch Interesse, um die organisationsindividuellen Ursachen aufzudecken und daran zu arbeiten. Denn die Arbeit an den Ursachen ist immer wieder anders.

Sie bedeutet einen langen Weg mit vielen kleinen Schritten zu gehen, statt um ein schnelles großes Changeprojekt mit einem riesigen Budget geht es schließlich um die Umsetzung vieler kleiner kommunikations- und dialogintensiver Maßnahmen.

Zu sehr sind auch die ‚Äěalten" Change Management Logiken auch heute noch Lehrstoff an Hochschulenund in Seminaren - selbst wenn klar ist, dass lernende Organisationen nicht mit Kotters ‚Äě8 Phasen der Ver√§nderung" aufgebaut werden k√∂nnen. Viele der Konzepte stammen aus Zeiten, in denen Dynamik nur in der Physik, aber nicht im Gesch√§ftsleben Thema war.

Wenn sie noch mehr als 5 Jahre mit Arbeit zu tun haben ... Was können sie tun?

Jeder, wirklich jeder, dem ich zuh√∂re, von dem ich lese oder mit dem ich mich √ľber Zukunft unterhalte, zeichnet ein Bild, dass sich in wesentlichen Punkten √§hnelt. Immer geht es um Vernetzung, den aktiven Aufbau von Netzwerken mit Menschen, die Gleiches besser oder zumindest anders machen als man selbst und um Netzwerke mit Menschen, die etwas ganz anderes tun als man selbst.

Es geht darum zu lernen, wie man in diesen losen Verb√§nden von Menschen mit einer Vielfalt von Wissen und F√§higkeiten diejenigen schnell identifiziert, die f√ľr das aktuelle Problem eine geeignete L√∂sung haben. Dabei geht es immer weniger um ‚Äědie eine L√∂sung" - der L√∂sungsraum in komplexen, sich ver√§ndernden Umfeldern ist immer mehrdimensional. Gleich gut geeignete L√∂sungen gibt es viele!

Es geht auch immer um den Raum und die Nutzung von gesundem Menschenverstand und gesundem Menschengef√ľhl. Die Kombination von Kopf und Bauch, von Intellekt und Intuition ist, was uns Menschen auf absehbare Zeit gro√üe Vorteile gegen√ľber der Technik verschafft.

Apropos Technik: Wir m√ľssen auch diese weiterhin bestm√∂glich nutzen, um unsere Leistungsf√§higkeit kontinuierlich zu erh√∂hen. Dazu geh√∂rt auch, dass die Technik Routinet√§tigkeiten und Recherchen √ľbernimmt. Gehen wir diesen Weg nicht, etwa um Sozialvertr√§glichkeit vorzugaukeln, werden Anbieter aus anderen Ecken dieses Planten die Jobs g√ľnstiger anbieten ... Und der Investor hat am Ende die Wahl - wof√ľr wird er sich entscheiden?!

Weiterentwicklung dynamischer Fähigkeiten

Noch ist unsere Gesellschaft nicht bereit und f√§hig dazu, Arbeit in dem uns allen vertrauen Sinn durch ein anderes Konzept zu ersetzen. Noch brauchen auch wir ein Leben im √úbergang. Noch m√ľssen wir Wege finden, die Talente und die in den vielen K√∂pfen in den Unternehmen vorhandene und schlummernde Intelligenz besser zu nutzen. Denn sie nicht zu nutzen ist nicht nur fahrl√§ssig, die Nicht-Nutzung f√ľhrt zu Frust, innerer K√ľndigung und Dienst nach Vorschrift. Doch zugleich ist diese Intelligenz

  • nicht gewollt (zum Beispiel. aus Angst vor Verlust von Status),
  • nicht erkannt (zum Beispiel aus Ignoranz und oft auch einfach Unsicherheit im Umgang mit dem ungewohnten Thema)
  • ohne Entfaltungsraum (beispielsweise weil die Gelegenheit fehlt sich einzubringen, und die Strukturen, Hierarchie und Prozesse es nicht zulassen).

Dennoch brauchen wir genau diese Intelligenz der Vielen f√ľr etwas ganz Entscheidendes im Zusammenhang mit der Zukunft: f√ľr die Weiterentwicklung dynamischer F√§higkeiten.

Was daraus klar wird: Allein das Verhalten und die Haltung √∂ffnen diesen Raum noch nicht. Unternehmer, F√ľhrungskr√§fte und Geldgeber m√ľssen sich auch auf neue Strukturen und Werkzeuge einlassen - und in diese investieren.

Eine Welt des permanenten √úbergangs


Denn - jedes Unternehmen, mit seien Mitwirkenden, seiner F√ľhrung, seinen Investoren und seinen weiteren Stakeholdern bildet ein ganz spezielles System, genauer ein System von komplexen Systemen. Damit umzugehen war fr√ľher leicht, waren doch alle an √§hnliche lokale, kulturelle, und technologische und moralische Regeln gebunden. Heute existieren genau diese immer weniger.

Sich hier klar zu werden, welche Prinzipien weiterhin f√ľr den eigenen Arbeitsplatz gelten, ist eine Aufgabe f√ľr alle, individuell, wie auch im Team und der Gesamtsicht auf die Organisation uns die Gesellschaft.

HuffPost-Tarif

Europa-Flat, Daten-Flat: Einer der g√ľnstigsten Handy-Tarife auf dem Markt

Mit der Spar-Aktion der Huffington Post in Zusammenarbeit mit Chip und Tarifhaus bucht ihr einen Smartphone-Tarif, der preislich kaum zu schlagen ist und eine Vielzahl an Vorteilen bietet.
Mehr Infos findet ihr hier.

Am Ende geht es ganz viel darum Erwachsene erwachsen zu behandeln und zu respektieren. Das scheint allerdings schwer genug zu sein.

Bleibt mir mit einem Appell zu schließen: Da Köpfe und Dynamik die einzige Konstante in einer Welt des permanenten Übergangs sind, ist es die Aufgabe von allen, die heute mit Arbeit zu tun haben, den Mut zu entwickeln, sich der Dynamik und der Komplexität bewusst und gelassen zu stellen und zu reflektieren, welche Fähigkeiten auf der individuellen wie auch auf der organisationalen Ebene vorhanden sind und wie diese optimal genutzt werden können.

Tun sie das allein, sprechen sie dar√ľber mit ihren Familie, Ihren Freunden, Ihren Kollegen. Machen Sie sich Gedanken, wie sich sich besser einbringen k√∂nnen. es wird Ihnen helfen in 5 Jahren einen Job zu haben, der Ihnen Freude macht.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf ZUKUNFTheute.

Auch auf HuffPost:

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.

Lesenswert:

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform f√ľr alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.