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Maßnahmen gegen Wohnungsmangel

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Bernhard Lang via Getty Images
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Der Wohnungsmangel ist lösbar - selbst in Metropolen wie München oder Hamburg. Der Schlüssel zur Lösung ist die effizientere Nutzung von Bestandsimmobilien. Wie das gelingen kann:

Wohnungen sind knapp. Das merken vor allem Städter in Metropolen wie München, Hamburg oder auch Stuttgart. Auch in Berlin ist der Markt in den angesagten Bezirken sehr eng. Seit dem vergangenen Jahr hat der Zuzug von Flüchtlingen das Thema Wohnungsnot noch drängender gemacht. Dass Menschen dort wohnen wollen, wo Arbeit und Lebensqualität aufeinander treffen, ist kein Wunder. Doch wie können in Städten Wohnungen erschlossen werden?

Aufstocken und sparen

Zuletzt machte der Vorschlag die Runde, bestehende Immobilien einfach aufzustocken. Wer aus drei Stockwerken vier macht, der spart sich Ausgaben für Grundstück und Leitungen. Vor allem bestimmte Dächer wie Flachdächer, Satteldächer und Mansarddächer eignen sich perfekt, um günstig und schnell Wohnraum zu schaffen. Ganz nebenbei lassen sich so auch die Vorgaben des Klimaschutzes umsetzen. Vor allem über das Dach entweicht Wärme.

Wird eine Immobilie aufgestockt, kann auch gleich das Dach saniert werden. Für bestehende Mieter bietet das in der Regel Vorteile bei den Nebenkosten. Hinzu kommt, dass Dachgeschosswohnungen inzwischen durchaus beliebt sind. Hohe Decken, schöne Aussicht und nicht zuletzt etwas Stauraum direkt unterm Dach sprechen für das Dachgeschoss.

Vom Studentenappartement bis zum Luxus-Loft ist alles möglich

Um den Wohnungsmangel gezielt anzugehen, können auch Gewerbeflächen umgewandelt werden. Aus Büroräumen lassen sich leicht Wohneinheiten machen. Insbesondere dann, wenn Büroflächen im großen Stil und mit erfahrenen Partnern umgewandelt werden, kann zügig Wohnraum geschaffen werden. Vor allem Gewerbeflächen, die zentrumsnah gelegen sind oder aufgrund einer städteplanerischen Konzeption „verschoben" werden sollen, sind für Unternehmen oftmals nicht mehr attraktiv. Eine Umwandlung zu Wohnraum kann daher eine lohnende Investition sein.

Dass umgewandelten Gewerbeflächen der Nimbus eines Provisoriums anhaftet, ist falsch. Aus Gewerbeimmobilien lässt sich alles machen - von Studentenappartements über kleine Wohneinheiten für Pendler und Geschäftsleute bis hin zu attraktiven Stadtwohnungen mit einem hohen Maß an Komfort. Moderne Verfahren sorgen dafür, dass in einer entkernten Immobilie im Nu verschiedenste Wohneinheiten entstehen können. Je nach Dachform sind auch Dachterrassen oder Dachgärten möglich, die für eine angenehme Wohnatmosphäre sorgen.

Kommunen und Immobilienwirtschaft müssen zusammenarbeiten

Neben dem Zuzug von Flüchtlingen gibt es auch innerhalb Europas Migrationsbewegungen. Schlechte Jobaussichten in Griechenland, Spanien oder auch Portugal lassen immer mehr gut ausgebildete Europäer nach Alternativen suchen. Diese finden sich in Deutschland. Städte wie München, Stuttgart oder auch Dresden und Heilbronn vereinen Jobchancen und Lebensqualität. S

Statt auf teure Neubauten zu setzen, sollten Kommunen und Immobilienwirtschaft gemeinsam nach praktikablen Lösungen suchen. Bestandsimmobilien, die in Deutschland oft in einem sehr guten Zustand sind, kann dabei eine bedeutende Rolle zukommen.

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