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Wer "haftet" für zu hohe Abzüge bei der Lohnabrechnung? 

10/08/2016 10:51 CEST | Aktualisiert 10/08/2017 11:12 CEST

Der Bundesfinanzhof hatte sich mit einem Sachverhalt zu befassen, der regelmäßig für Unsicherheiten im Lohnbüro führte: Von wem kann ein Arbeitnehmer (vermeintlich) unberechtigt einbehaltene Lohnbestandteile wie Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung zurückfordern? 

Der BFH stellte klar, dass Anspruchsgegner das Finanzamt beziehungsweise die Einzugsstelle ist. Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber die Beträge nach bestem Wissen errechnet und ordnungsgemäß abgeführt hat. Eine Vergütungsklage gegen den Arbeitgeber ist in der Regel ausgeschlossen; wird der Klageweg erforderlich, sind Finanzgerichte oder Sozialgerichte zuständig (BFH, Az.: II R 50/14).

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