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Meister-BAföG wird umbenannt und aufgewertet

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Der Name eines Förderprogramms sollte eigentlich bereits beschreiben, was dessen Inhalt ist. Weil es beim bekannten und äußerst erfolgreichen Meister-BAföG mehr um beruflichen Aufstieg und weniger um die Förderung der Ausbildung zum Handwerksmeister geht, wurde es nun in Aufstiegs-BAföG umbenannt.

Zuschüsse steigen deutlich

Seit 1. August wurden auch die Förderbeiträge für den Lebensunterhalt und die Lehrgangskosten sowie der sogenannte Erfolgsbonus erhöht. Alleinstehende können nun 768 Euro, Alleinerziehende 1.003 Euro, Verheiratete mit einem Kind 1.238 Euro und mit zwei Kindern 1.473 Euro erhalten. Die erstattungsfähigen Aufwendungen für die Maßnahme steigen deutlich von 10.226 Euro auf 15.000 Euro -- sie werden ebenso einkommensunabhängig gewährt wie die Kinderbetreuungskosten von künftig 130 Euro. Nicht zuletzt werden die für das Prüfungsprojekt anfallende Kosten bis zu 2.000 Euro erstattet.

Ziel: gleiche Karrierechancen für alle

Gesellschafts- und sozialpolitischer Zweck des Programms ist neben der finanziellen Unterstützung eine angestrebte Gleichberechtigung zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung. So sollen mehr Schüler statt direkt an die Hochschulen in die Betriebe gezogen werden, ohne aufgrund diese Schritts gegenüber Uni-Absolventen geringere Karrierechancen zu haben. Mehr noch, es soll deutlich werden, dass eine praktische Ausbildung plus Weiterbildung hoch wertgeschätzt wird.

1,7 Millionen Weiterbildungen wurden seit 1996 gefördert, 558 Millionen Euro wurden investiert.