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Einspruch gegen Steuerbescheid: Wie hoch sind die Erfolgsaussichten?

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Die Statistik des Bundesfinanzministeriums für das Jahr 2015 verdeutlicht, dass ein -- stets konkret zu begründender -- Einspruch gegen einen Steuerbescheid durchaus erfolgversprechend ist. Rund 3,5 Millionen Steuerpflichtige waren mit der Arbeit ihrer Finanzämter nicht einverstanden -- 64,5 Prozent bekamen Recht oder wurden im Rahmen der sogenannten Abhilfe zufriedengestellt.

Die Quote spricht für den Einspruch

In 22,4 Prozent der Fälle wurde der Einspruch zurückgenommen. Diese Option kann gewählt werden, wenn der Bearbeiter beim Finanzamt zu der Auffassung gelangt, dass der Einspruch keine Aussicht auf Erfolg hat und dies dem Steuerpflichtigen mitteilt. Ebenfalls Post bekommt dieser, wenn Fehler gefunden werden, die zu seinen Gunsten gemacht wurden und die im Rahmen der Prüfung zu korrigieren wären -- Verböserung genannt.

Als Rechtsfolge einer Einspruchsrücknahme wird der ursprüngliche Steuerbescheid bestandskräftig. Durch diese Möglichkeit wird die Zahl der zurückgewiesenen Einsprüche signifikant gesenkt. Das spart auf beiden Seiten Zeit und Kosten. Nur rund 1,6 Prozent reichten Klage bei den Finanzgerichten ein.