Huffpost Germany
BLOG

Eine offene Plattform für kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Gesellschafts-Echo Headshot

Luftangriffe der türkischen Armee auf kurdischen Fußballverein in Hamburg

Veröffentlicht: Aktualisiert:
TURKEY
Alkis Konstantinidis / Reuters
Drucken

Die Sportanlage des FC Kurdistan Welat ist nur knapp einem Anschlag entgangen.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge, verdichten sich die Hinweise auf einen Luftangriff der türkischen Armee. Wie der Vereinspräsident Umut Cirkovlu mitteilte, wurde beim Angriff der Fahnenmast des Vereins zerstört. Es ist nach bisherigen Angaben nicht auszuschließen, dass der Angriff aufgrund der Nähe des Fußballvereins zum kurdischstämmigen Volk der Türken, erfolgte.

Der Stürmer des erfolglosen Vereins aus der Kreisliga, Ali Gol, hatte beim vergangenen Heimspiel gegen den FC Mesopotamien beim 1:3 Anschlusstreffers seines Vereins das Trikot über den Kopf gezogen und dabei unter seinem Trikot die Aufschrift "Free Kurdistan" zum Vorschein gebracht.

Sofort bildeten sich rund um den Platz Rudel aus Pro und Contra Kurdistan Türken, da der türkische Gegner von Kurdistan Welat regierungsnahe Anhänger zum Spiel mitbrachte. Das Rudel entpuppte sich schnell zu einer kurzen Schlägerei, die aber anschließend friedlich bei einem Glas Raki endete.

Die klapprige Drohne, die über dem staubigen Grandplatz flog, bemerkte dabei keiner...

Das neue Hightech Spielzeug der türkischen Armee mit dem deutschen Decknamen IM "der Gerät", machte genaueste, schweissfreie, Aufzeichnungen von der volksverratenden Aktion des Fußballers und sendete via Bluetooth belastendes Bildmaterial an den Bosporus.

Dort waren die westeuropäischen kurdischen Enklaven der Regierung schon länger ein Dorn im Auge, weshalb man sich Hilfe vom Nordkoeranischen Superagenten Kim Jong Un holte. Dieser stattete die türkischen Militärs in der Geheimoperation "bloody honor for turkey" mit einigen der neumodischen Flugobjekte aus, da er noch 10.000 Musterexemplare auf seinem Anwesen hortete.

Nach Sichtung der aktuellen Bilder entschloss sich das Militär, nach Rücksprache mit der Regierung, also Recep Erdogan, zum Luftschlag gegen den aufmüpfigen Sportverein. Die vom deutschen Rüstungskonzern VEB Luftballonfabrik Pirna gekaufte Spezialwaffe "Pukki Schleuder 4.0- mit gefüllten Erbsen" wurde auf die fliegende Drohne aufgesetzt, um zum vernichtenden Angriff gegen den Volksverräter einsatzbereit zu sein.

Leider war zum Flugzeitpunkt der Killerdrohne spielfrei, aufgrund massiver Regenfälle war das Heimspiel gegen den Nigerian Footballclub abgesagt worden. Als einzige Angriffsfläche wurde die Fahne des kurdischen Vereins ausgemacht. Komplett durchlöchert, durch den harten Schlag der Erbsen, war die kurdische Flagge nicht mehr nutzbar und musste ausgetauscht werden.

Präsident Cirkovlu teilte den Pressevertretern ruhig mit, dass man noch 60 Fahnen im Vereinstresor bereithält - made in turkey - und sich der Schaden daher in Grenzen halte.

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2016-07-11-1468249306-1333267-umfrage.jpg

Hier geht es zur Umfrage.

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.

Auch auf HuffPost:

Lesenswert: