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Nachtrag zur Bundestagswahl 2017: Wird Sachsen unregierbar?

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Ihr werdet Euch noch wundern!

Die Wahl des Deutschen Bundestages 2017 mit seinem Abbild der Stimmung hat Überraschendes zu Tage gefördert. Und das nicht nur für das ganze Land, sondern auch für einzelne Bundesländer. Blicken wir in den Osten Deutschlands, in das Bundesland Sachsen. Die Wahlbeteiligung war gestiegen und lag bei 75,4 Prozent. Wohin haben die Sachsen bei der Wahl ihr Kreuzchen gesetzt?

Nach der jetzt vorliegenden Auszählung der Zweitstimmen haben 27 Prozent die AfD gewählt. Damit wäre die AfD die stärkste Partei und hätte sogar die CDU mit 26,9 Prozent der abgegebenen Stimmen knapp überflügelt. Die Linke käme auf 16,1 Prozent, die SPD auf 10,5 Prozent, die FDP auf 8,2 Prozent, und die Grünen schafften mit 4,6 Prozent nicht den Einzug ins Parlament.
Wenn dieses Muster des Ergebnisses für die Bundestagswahl auch bei der nächsten Landtagswahl in 2 Jahren in Sachsen zutreffen würde, so hätte das für eine Regierungsbildung fatale Folgen:

Die AfD müsste als Wahlsieger die nächste Landesregierung bilden. An einer Koalition mit der AfD würden sich wohl weder die CDU, noch die Linke, die SPD und die FDP beteiligen.
Der Versuch der AfD, eine stabile Mehrheits-Regierung zu bilden, würde scheitern. Sachsen könnte keine solche Landesregierung bilden...Na, dann Prosit Sachsen!

Alles auch eine fatale Zwischenbilanz der bisherigen schwarz-roten Regierungskoalition in Sachsen unter ihrem Ministerpräsidenten! Aber auch des teilweise unverantwortlichen und demokratieschädigenden Wirkens der Medien. Darunter der öffentlich-rechtliche Rundfunk und das Fernsehen, die wir alle mit unserem „Rundfunkbeitrag" füttern...

Es klingt, wie ein Stück aus dem Tollhaus, ist aber jetzt traurige ostdeutsche Tatsache!