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Der Mann, der nie fett wurde und sein geheimer Trick

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FAT MAN
Peter Dazeley via Getty Images
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Unglaublich! Ich traute meinen Augen nicht

Nach 15 Jahren traf ich diesen Kollegen wieder bei einem Betriebsausflug. Die Figur des Mannes hatte sich in der langen Zeit nicht verändert, als wäre die Zeit stehen geblieben, als hätten ihn keine Wohlstandsspeck-Lieferanten erreicht. Die anderen Kollegen dagegen waren anders geworden, trugen auch ein Wohlstandsgewölbe und Speckgürtel oder Bierbauch oder hatten sich weitere Rettungsringe zugelegt. Die Gesichter waren voller und breiter geworden, die wabernden Doppelkinns hatten Geschwisterli bekommen waren und die Geheimratseckli glänzten noch größer und edler gen Himmel.

Ich rieb mir ungläubig die Augen. Mein Kollege war schlank und rank wie eh und je und ohne Wohlstands-Mahnmale und schob keine Wohlstandskugel vor sich her.

Ich wollte wissen, mit welchem Trick er diese lebende Kunst-Installation vollbracht hatte.
„Mein Lieber", sprach ich ihn an, „wie ist dir dieses schlanke Kunstwerk gelungen?", und zeigte auf den Bierbauch, der ihm fehlte.

Mein Kollege, ein kluger bedächtiger Mann, überlegte eine Weile und meinte dann trocken: „Das liegt an den öffentlichen Verkehrsmitteln, an der Straßenbahn und dem Bus, die ich täglich benutze!" Ich traute meinen Ohren nicht und fragte nach:

„An öffentlichen Verkehrsmitteln liegt es also, dass Du nicht dick wirst?"
„Genau, das ist es!", erwiderte er und erläuterte:
„Allein Dein Körpergefühl macht's! Wenn ich Bus oder Bahn fahre, die mich hin und her schütteln, und ich fühle unter meinen Gürtel ein Bibbern und Beben, hin und her, hoch und runter, dann ist der kritische Zeitpunkt erreicht!"
„Welcher Punkt?", ließ ich nicht locker.

„Dann weiß ich - ohne mich auf die Waage zu stellen - dass ich zu viel Bauchfett angesetzt habe, was unter den Erschütterungen während der Fahrt erbebt, und ich den Gürtel enger schnallen muss. Das spüre ich unter meinem Gürtel."

Dann machte er eine Verschnaufpause und setzte fort:
„Ja, dann weiß ich Bescheid. Habe ich solches registriert, muss ich weniger schlemmen und weniger Bier trinken!"

Und gab mir seinen geheimen Tipp:
„Achte also in der Straßenbahn sorgfältig auf das Bebungen und Schwingungen Deines Bauchs! Du kannst essen, soviel Du willst, aber bitte mit Bauchfett- Gefühls-Überwachung".

Nach einer Weile meinte ich: „Ein kreativer Medizintechniker wird daraus einen BFW, einen
„belly fat watcher" entwickeln, einen „Bauchfettüberwacher", der die Schwingungen des Bauchfetts emsig beobachtet und den Träger vor auffälligen Fettschwingungen seiner Fett-Polster warnt.

Das waren der kluge Trick meines Kollegen, der nie fett wurde, in die ich Ihnen nicht vorenthalten wollte, und seine kreativen Wirkungen!

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