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Die Zukunftsstadt ist Fahrrad-City

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BIKE CITY
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Umweltfreundliche Mobilität wird in den Städten und Gemeinden zum Standortfaktor. Auch ohne staatliche Subventionen erobert das Fahrrad, insbesondere das E-Bike, zunehmend unsere Kommunen. Die Menschen erwarten, dass diese umweltfreundliche Form der Mobilität mit einer entsprechenden Infrastruktur gefördert wird.

Der einfache Fahrradweg ist längst von gestern. Heute arbeiten wir an Radschnellwegen, an Servicestationen, an Aufladeeinrichtungen für E-Bikes und noch mehr sicheren Abstellmöglichkeiten. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen. Die Autostadt war gestern, die Zukunftsstadt ist die Fahrrad-City.

Radfahren - eine neue Art der Bürgerkommunikation

Mit der stetig wachsenden Fahrradkultur verändert sich das Gesicht der Städte. Das Fahrrad übernimmt als Lastenrad einfache Transportvorgänge, die Kinder sitzen auf dem Weg zur Kita im Fahrradanhänger und selbst der Banker steigt gut gestylt auf sein Rennrad. Daraus entsteht auch eine neue Form der Bürgerkommunikation, weil sich „die Radler" als Familie mit gleichem Hobby sehen und entsprechend miteinander umgehen.

In den Innenstädten sind gerade solche Geschäfte erfolgreich, die ihrem Fahrradkunden einen sicheren Abstellplatz bieten und damit ein fahrradfreundliches Klima schaffen. Auch im Fünf-Sterne-Hotel wird der Radler nicht mehr schief angeschaut, wenn er vorfährt. Die Freude der Fahrradbewegung ist sicher auch darin begründet, dass jeder einzelne das gute Gefühl haben kann, einen Beitrag zum Umweltschutz, für die eigene Gesundheit und zur Reduzierung der Feinstaubbelastung zu leisten und als Vorbild für andere zu wirken.

Chance für die Wirtschaft

Städte und Gemeinden sind gut beraten, zu erkennen, dass dieser Trend nachhaltig sein wird und eine große Chance bietet, eine Stadt attraktiv zu gestalten, um damit auch die Wirtschaftskraft zu erhöhen. Ähnlich wie in den 1970er-Jahren die ersten Fußgängerzonen kritisch gesehen wurden („man darf doch das Auto nicht aus der Innenstadt vertreiben"), wird sich die Entwicklung zur Fahrradorientierung in den Kommunen durchsetzen.

Unverzichtbar sind dabei Kooperationen mit Nachbargemeinden, den Kreisen, der Bahn, den ÖPNV-Trägern und der Wirtschaft. Daraus gilt es, ein Leitbild für den Fahrradverkehr zu entwickeln, das die verschiedenen Verkehrsmöglichkeiten (zum Beispiel auch die Fahrradmitnahme in Bussen und Bahnen und die Etablierung von Mietradstationen) miteinander verbindet. Die Vernetzung von Verkehrsmitteln ist gleichzeitig ein wichtiger Baustein zur Stärkung der Mobilität im ländlichen Raum.

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