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Den perfekten Fahrradanhänger finden

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Fahrradanhänger verschiedenster Marken gibt es gefühlt wie Sand am Meer und alle versprechen, DER beste Anhänger zu sein. Doch welcher erfüllt eigentlich die eigenen Bedürfnisse am besten? Muss es das High-End Modell um 1.000 Euro sein oder reicht unter Umständen auch ein günstigeres Modell für das kleine Budget? Genau dieser Frage geht der folgende Artikel nach und verrät, wie man seinen Wunsch-Anhänger findet.

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Was brauche ich eigentlich?

Diese ist die erste Frage, die man sich stellen sollte, bevor man sich einen Fahrradanhänger für sein Kind anschafft. Doch dahinter stecken eigentlich noch viele weitere Fragen, nämlich:

  • Wie sind eigentlich die eigenen Fahrgewohnheiten?
  • Wohnt man in der Stadt, am Land, auf einem Berg oder im Tal?
  • Wie oft und welche Strecken will man mit dem Anhänger zurücklegen?
  • Ist man bereits ein begeisterter Radler oder gar Mountainbiker?
  • Plant man vielleicht sogar damit in Urlaub zu fahren?
  • Sucht man nach einem reinen Fahrradanhänger oder braucht man auch einen Buggy bzw. Jogger?

Fragen über Fragen, die man sich im ersten Schritt unbedingt überlegen sollte. Denn, da ein Kinderfahrradanhänger nicht gerade eine günstige Investition ist, will der Kauf wohl überlegt sein.

Die wichtigsten Qualitätskriterien bei Kinderanhängern

Bevor man überhaupt beginnt nach einem passenden Modell zu suchen, sollte man sich mit den wichtigsten Qualitätsmerkmalen von Fahrradanhängern vertraut machen. Dazu zählen folgende:

  • Hersteller: Premium-Marken kosten ab 700 Euro aufwärts. Auch, wenn das viel erscheint - die Qualität bei Marken wie Thule und Croozer passt einfach am besten und der Wiederverkaufswert ist bei diesen Marken besonders gut.
  • Sicherheit: der Anhänger braucht einen Überroll- und Aufprallschutz, einen tiefen Schwerpunkt, einen gepolsterten 5- Punkte-Sicherheitsgurt sowie einen negativen Radsturz. Letzteres verhindert ein Umkippen des Gefährts. Ausreichende Sichtbarkeit versteht sich von selbst!
  • Federung: Top Anhänger verfügen über eine Federung, die sich idealerweise manuell auf das Gewicht des Kindes einstellen lässt!
  • Keine Schadstoffe: diese lauern in den verbauten Materialien und kommen meist bei den billigsten Modellen zum Vorschein. Man sollte schauen, ob der Anhänger über das sogenannte Toxproof Siegel verfügt.
  • Eigengewicht: mehr als 15 Kilogramm bei einem Einsitzer ist ein echtes No-Go. Leichtgewichte kommen sogar mit 11 Kilogramm aus.
  • Stauraum & Faltmaß: wer einkaufen oder verreisen will, für den ist dieser Punkt besonders wichtig. Man sollte sich beraten lassen, ob genug Stauraum (in Liter gemessen) vorhanden ist. Im Zweifel kann man sogar einen Zweisitzer kaufen. Die sind gar nicht mal so viel teurer, bieten aber viel mehr Platz!
  • Komfort: hierzu zählen neben der Federung auch eine gute Sicht nach Außen, ein praktisches Insektengitter, gute Durchlüftung im Innenraum, sowie UV- und Regenschutz.

Welcher Typ Radfahrer bin ich?

Nachdem man sich mit den Qualitätsmerkmalen vertraut gemacht hat, hilft es auch noch die eigenen Fahrgewohnheiten zu reflektieren. Denn, Vielfahrer haben definitiv andere Ansprüche als beispielsweise Gelegenheitsfahrer.

Typ A: der Schönwetter-Fahrer

Sie haben einen Fahrradfahrer mit Anhänger gesehen und denken sich „das will ich auch"? Ihr Fahrrad kommt allerdings nur ab und zu zum Einsatz, auch wenn Sie sich vornehmen öfter damit zu fahren? Dann sollten Sie sich zunächst auf ein paar kürzere Touren wagen und entscheiden, ob Ihnen das Fahren tatsächlich genug Spaß macht. Erst dann sollten Sie sich mit dem Kauf eines (günstigen) Anhängers beschäftigen.

Sie brauchen in diesem Fall nur die Basis-Qualitätskriterien zu beachten und können sich für ein Modell ab circa 300 Euro entscheiden. Eine hochwertige Federung und jede Menge Zubehör ist in Ihrem Fall nicht notwendig!

Typ B: der Alltags-Nutzer

Sie brauchen den Fahrradanhänger, um Ihr Kind damit von A nach B zu kutschieren und maximal noch ein paar Einkäufe auf dem Weg damit zu erledigen? Dann reicht ein günstiges Modell um knapp 400 Euro für Sie vollkommen aus. Sie sind beispielsweise mit einem Modell von Sportrex gut beraten. Diese Anhänger sind verhältnismäßig günstig und bieten für den Preis eine gute Qualität! Manche sind sogar gefedert, was umso besser für Sie und Ihren Nachwuchs ist. Schließlich trägt eine Federung zu einer bequemen Fahrt im Anhänger bei!

Typ C: der Vielfahrer

Wenn Sie bereits begeisterter Radfahrer sind, täglich mit dem Bike unterwegs sind und sogar an Fahrradurlaube denken, dann sollten Sie in ein Modell der Oberklasse investieren. Vielfahrer brauchen viel Stauraum, gute Sicherheit und eine qualitativ hochwertige (manuell einstellbare) Federung. Die besten Marken, die diese Kriterien erfüllen, sind sicherlich Burley, Thule und Croozer.

Ihr Kinderfahrradanhänger darf durchaus 700 Euro und mehr kosten. Sie sollten daran denken, dass es eine Investition für mehrere Jahre ist und der Wiederverkaufswert bei guter Pflege bis zu 50 Prozent des Kaufpreises ausmachen kann. Dann fällt die erstmal hohe Ausgabe ein wenig leichter.

Der Kauf eines Fahrradanhängers für den eigenen Nachwuchs stellt eine große Investition für die Haushaltskasse dar und will wohl überlegt sein. Wichtig ist, dass man sich mit den Qualitätskriterien auseinandersetzt und seine eigenen Fahrgewohnheiten und Bedürfnisse reflektiert. Mit den angeführten Tipps kann dann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Gute Fahrt!

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