BLOG

Eine offene Plattform für kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Gerald Bacher Headshot

8 praktische Tipps zum Fahrradfahren mit Baby

Veröffentlicht: Aktualisiert:
CYCLING WITH BABYS
AleksandarNakic via Getty Images
Drucken

2017-06-04-1496560189-2684212-babyfahrradanhaenger.jpg

Das Fahrradfahren mit Baby kann unglaublich schön sein - aber auch in einem echten Fiasko enden. In den ersten Monaten empfinden Babys nämlich neue Reize häufig als Stress. Daher stehen sie oft auch einer Fahrt im Fahrradanhänger, wo sie die Eltern nicht sehen und durch die Gegend gezogen werden, eher skeptisch gegenüber. Kein Wunder, die Kleinen wissen ja nicht, was da mit ihnen gerade passiert. Damit Babys ihre erste Fahrradtour möglichst angenehm erleben, haben wir ein paar praktische Tipps zusammengestellt.

Darum sollte man sein Kind im Anhänger mitnehmen

Wer sportbegeistert ist und gerade ein Baby bekommen hat, für den gibt es kaum eine bessere Möglichkeit, sich nach der Schwangerschaft (in der erwiesenermaßen auch die Männer das eine oder andere Kilo zulegen) wieder in Form zu bringen. Regelmäßige Besuche im Fitnessstudio oder Joggingrunden fallen da eher flach, da man ja nun Verantwortung für ein Kind hat, das volle Aufmerksamkeit beansprucht.

Ein Kinderfahrradanhänger bietet somit eine Möglichkeit, Sport zu treiben, ohne dabei sein Baby vernachlässigen zu müssen. Und sobald die Kleinen die Natur auch mit allen Sinnen wahrnehmen können, macht man mit den Fahrradtouren nicht mehr nur sich selbst eine Freude, auch das Baby wird seinen Spaß daran haben.

Außerdem schont man dadurch, dass man das Auto hin und wieder mal stehen lässt, die Umwelt - und den Geldbeutel obendrein. Spritkosten fallen ja erstmal flach. Nur ein paar Fahrten zur Kinderkrippe und die Investition hat sich schon gelohnt.

Ab welchem Alter kann man Babys mitnehmen?

Das Gesetz sieht hierfür keine klaren Regeln vor. Somit obliegt es jedem selbst, zu entscheiden, ab wann man sein Kind mitnehmen möchte. Auch wenn es dank Hängematte und Babyschale möglich ist sogar die ganz Kleinen mitzunehmen, sollte man beachten, dass die Wirbelsäule noch sehr empfindlich ist. Starke Erschütterungen können sich auf die sensible Wirbelsäule negativ auswirken.

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Außerdem können sehr junge Babys ihr Köpfchen noch nichts selbstständig halten, wofür man allerdings mit einem passenden Nackenkissen nachhelfen kann. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, wartet also lieber ab, bis das Baby problemlos sitzen kann.

So sichert man sein Baby richtig

Der erste und gleichzeitig wichtigste Punkt ist die Sicherheit des Kindes. Denn das Fahren im Kinderfahrradanhänger ist nicht nur ein Stressfaktor, es birgt auch einige Gefahren für den empfindlichen kleinen Körper. Die erste Voraussetzung ist natürlich ein geeignetes Anhängermodell mit guter Federung auszusuchen.

Bei Zweiradkraft.com findet man zahlreiche Informationen über Kinderfahrradanhänger, die mit besonders guten Federungen ausgestattet sind und sich somit ideal für den Transport von Babys eignen! Außerdem gibt es zwei Möglichkeiten, das Kind ordnungsgemäß abzusichern:

- Man kann sich eine passende Babyschale zulegen, die im Anhänger befestigt wird. Darin liegt das Baby sicher und bequem. Wichtig ist hierbei ein Sicherheitssystem mit 3-Punkte-Gurt.

- Eine Alternative dazu ist die sogenannte Hängematte, die vor allem für Babys unter 9 Monaten empfohlen wird. Sie hat den Vorteil, dass kleinere Erschütterungen locker ausgeglichen werden. Babys erfahren dadurch einen höheren Komfort und profitieren auch von einer besseren Sicherheit.

Tipps zur Ausfahrt mit dem Baby

Hat man nun also den passenden Anhänger mit einer hochwertigen Federung gekauft und das Baby darin ausreichend gesichert, dann kann es auch schon mit der ersten Ausfahrt losgehen. Allerdings gibt es auch hier einige wichtige Sicherheitskriterien zu berücksichtigen. Die wichtigsten Punkte haben wir wie folgt zusammengefasst:

1. Zunächst sollte man sein Baby keinem unnötigen Stress aussetzen. Wenn man merkt, dass das Kleine sich nicht hundertprozentig wohl fühlt im Anhänger, sollte man ihm noch etwas Zeit geben, um sich daran zu gewöhnen. Schließlich will man ja eine schöne Radtour machen und nicht alle paar Meter anhalten, um das Kind zu beruhigen.

Mehr zum Thema: Mein neues Baby verdient eine glückliche Mutter - wie ich nach einer Fehlgeburt wieder ins Leben zurückfand

2. Nicht zu schnell fahren. Je schneller man fährt, umso anfälliger ist der Anhänger für Erschütterungen, die für das Kind unangenehm sind.

3. Den Reifendruck niedriger halten (etwa 1,5 bar), um Erschütterungen auszugleichen.

4. Wenn möglich asphaltierte Straßen wählen und Schotterwege meiden.

5. Regelmäßige Pausen einlegen, in denen sich das Baby etwas bewegen, beziehungsweise etwas essen oder trinken kann. Außerdem sollte man sein Kind danach eventuell auch mal anders hinlegen.

6. Vor allem am Anfang sollte man eher kurze Strecken fahren und die Kilometeranzahl erst nach und nach steigern. So kann sich das Baby ideal an den Anhänger gewöhnen!

7. Damit sich das Baby im Anhänger etwas heimeliger fühlt, kann man ihm sein liebstes Spielzeug oder Kuscheltier beilegen. Auch eine Kuscheldecke kann helfen - aber bitte nicht an heißen Tagen!

8. Wenn es doch mal Schlaglöcher oder einen Bordstein zu überwinden gibt, sollte man absteigen und das Fahrrad samt Anhänger vorsichtig über das Hindernis schieben.

Ausflüge mit dem Kinderfahrradanhänger sind eine schöne Möglichkeit, Zeit sportlich und an der frischen Luft zu verbringen. Man tun nicht nur sich und seiner Figur etwas Gutes, man schont dabei auch noch die Umwelt und spart Spritkosten. Natürlich sind diese Erlebnisse für das Baby ebenso aufregend, daher sollte man alles in seiner Macht stehende tun, um bestmöglich auf die Sicherheit seines Kindes zu achten. Denn das wichtigste ist natürlich, dass die gemeinsamen Touren entspannt und sorgenfrei, sowohl für die Eltern als auch das Baby sind.

Zuerst erschienen auf : zweiradkraft.com

____

Lesenswert:

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blog-Team unter blog@huffingtonpost.de.