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Gaston Vizsla fordert Gerechtigkeit für Galgos

10/12/2014 09:18 CET | Aktualisiert 09/02/2015 11:12 CET

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Eine Stimme für Galgos!

Liebe Freunde,

heute mal was Ernstes über meine Kumpels, die Galgos. Bei uns sind sie auch als Windhunde bekannt. Und über Gerechtigkeit.

In Spanien hat das Erhängen der Windhunde einen Namen: "Klavierspielen", denn der Vierbeiner strampelt um sein Leben, so, als ob ein Musiker in die Tasten schlägt.

In einer einzigartigen Aktion macht die virtuelle Online-DemoEine Million Pfoten für Gerechtigkeit auf das Schicksal der spanischen Jagdhunde aufmerksam.

100 Skelette von Galgos wurden 2009 auf einer ehemaligen Müllhalde in Villatobas in der Nähe von Toledo als grausamer Beweis dafür entdeckt, wie sehr Jagdhunde in Spanien leiden müssen. Viele trugen noch ein Seil um den Hals, ein eindeutiges Zeichen dafür, dass sie erhängt wurden. Manche Skelette waren schon mehrere Jahre alt, andere Körper noch nicht verwest. Viel verändert hat sich seitdem nicht.

Villatobas, ein Dorf der Galgueros und Jäger, ein Dorf welches offensichtlich kollektiv ihre Jagdhunde an diesem Ort entsorgt, nicht ohne vorher ein grausames Ritual durchzuführen. "Gute" Galgos werden, sobald sie nutzlos geworden sind, auf die Straße gejagt, erschossen oder in eine der vielen Tötungsstationen - Perrera genannt - gebracht, "schlechte" Galgos müssen dagegen hängen und einen langen grausamen Tod sterben.

"Ist es der gekränkte Stolz eines spanischen Jägers, wenn sein Windhund nicht der Schnellste war, ihn so grausam sterben zu lassen? Was geht in den Köpfen dieser Menschen vor, wenn sie ihren Galgo am nächsten Baum aufhängen und zusehen, wie er versucht, in Todesangst mit seinen Pfoten Halt zu finden? Die meisten dieser Jagdhunde, die gefunden werden, sind zwischen einem Jahr und drei Jahre alt."

Tierschützerin, Bloggerin und Morrissey-Fan Martina Szyszka

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Martina Szyszka

Die Situation der Jagdhunde in Spanien ist dramatisch. Verantwortlich dafür sind rund 170.000 Galgueros, Besitzer von etwa 490.000 Galgos. Geschätzte 60.000 werden jährlich entsorgt. Darüber, wie viele von ihnen erhängt werden, gibt es keine offiziellen Zahlen. Doch immer wieder findet man sie an Bäumen. Dabei geht es um sehr viel Geld. Jährlich werden rund 1.000 Millionen Euro durch den Wettkampf und die Jagd mit den Tieren umgesetzt.

Wer mitmachen möchte bei "Eine Million Pfoten für Gerechtigkeit": Klickt einfach auf Zusage. Jede Stimme zählt! Ich bin auch dabei.

Euer Gaston.

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Mehr über mich und Tierschutz auf meinem Blog. Hier geht's lang!

Fotos: Sabine Ludwig (1), Martina Szyszka (3)


Video: Brutales Schlachten: Tierschützer wüten gegen Gadhimai-Opferfest in Nepal


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