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Wie wir mit den Balkanflüchtlingen sinnvoller umgehen könnten

08/09/2015 10:59 CEST | Aktualisiert 08/09/2016 11:12 CEST
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Wenn wir in Wirtschaftswunderzeiten ausländische Arbeitnehmer gesucht haben, bekamen diese einen Arbeitsvertrag und reisten mit einer meist befristeten Arbeitserlaubnis nach Deutschland. Das nannte man „Gastarbeiterstatus". Nach etlichen Jahren gab es eine Einbürgerungsmöglichkeit und man durfte dann die Familie nachziehen lassen. In den Jahren dazwischen schickte der gute Gastarbeiter monatlich Geld nach Hause zur Familie, was wiederum die Wirtschaft vor Ort ankurbelte. Das hat zur Zufriedenheit aller bestens funktioniert.

Auch heute werden wieder ausländische Arbeitskräfte gesucht. Und was müssen Arbeitswillige aus dem Westbalkan heute veranstalten? Haus und Hof verkaufen, dann mit Familie und Hilfe von Schleppern per Asylverfahren nach Deutschland einreisen. Es folgen die Belegung von Erstaufnahmestellen, Verteilung im Bundesgebiet, langwierige Asylanträge, Aufenthalt in behördlich verordneter Langeweile in Asylantenheimen, irgendwann mal der Asylbescheid und dann die Klagemöglichkeit vor einem deutschen Gericht.

Wenn sie zurück müssen haben sie kein eigenes Dach über dem Kopf und sind durch die Schleuserkosten ruiniert. Zusammengefasst, was früher einfach war, ist heute ein hoch komplizierter und entsetzlich teurer Vorgang, sinnlos für alle Beteiligten, ausgenommen die Schleuser.

Wer packt das mal an, die Rückkehr zu einem einfachen, transparenten und sinnvollen Verfahren?

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