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Erfolgreiche Integration - so geht es!

18/09/2015 20:05 CEST | Aktualisiert 18/09/2016 11:12 CEST
dpa

Jetzt Bürokratie entrümpeln, Justiz verstärken und Initiativen fördern

Eins hat der Ansturm der Flüchtlinge bewirkt, Deutschland musste erkennen, wie verkrustet und verbürokratisiert es ist. Da wurde bekannt, dass manche Menschen seit 7 oder 11 Jahren auf ihren endgültigen Bleibebescheid warten, welch eine Belastung für künftige Mitbürger, die auf eine Zukunft in Deutschland warten und die Abschiebung fürchten müssen.

Welche Belastung auch für die Justiz, die sich selbst durch solche Verfahren blockiert. Asylentscheidungen, so mussten wir erkennen, dauern bei uns durchschnittlich bis 7,9 Monate, in den Niederlanden vier Wochen und in der Schweiz nur 48 Stunden! Dann leisten wir uns ein Klagerecht gegen Asyl-Entscheidungen, teuer, ineffizient und Zeit verschwendend.

Das gibt es in den Nachbarländern nicht. 250.000 Asylanträge liegen als Aktenberge zur Bearbeitung auf Halde, warum wird keine Taskforce eingesetzt, die das abarbeitet und damit Platz für künftig schnellere Verfahren schafft?

Wenn eine Million im Jahr zu uns kommen, was ist mit dem Nachzugsrecht der Familienmitglieder, das wäre dann eine Anzahl potentieller Neubürger, für die es weder Platz, Versorgung noch eine echte Chance zur Eingliederung gäbe. Wo bleibt eine Gesetzesvorlage zur Entbürokratiesierung und Problemlösung?

Es war in Mode gekommen, Polizeistellen abzubauen, um Haushalte zu sanieren. Dadurch wurden Freiräume für die Herrschaft von Clans in ganzen Stadtviertel geschaffen, Banden und zuletzt auch die Salafisten rekrutieren dort ihre Neumitglieder.

Ghettos unter Clanherrschaft darf es nicht geben, keine „No-go-Areas" in die Polizisten nicht mehr zum Einsatz gehen können. Was hat das mit den Flüchtlingen zu tun? Wenn diese gelangweilt monatelang auf Arbeit oder auf Entscheidungen warten müssen, sind sie Freiwild für die Anwerbung durch böse Buben.

Wir brauchen wieder die Durchsetzung deutschen Rechts in allen Wohngegenden des Landes. „Law & Order" muss wieder die Maxime des Zusammenlebens werden. Deshalb müssen Qualifizierte im Schnellverfahren bevorzugt aus dem ersten Flüchtlingsstatus herausgelöst und in Arbeit gebracht werden können.

Etwa ein Drittel der Ankömmlinge werden als Menschen mit hohem Bildungsgrad und/oder als in Mangelberufen tätig bezeichnet. Der Rest? Wird nicht leicht sein, sie nicht zum Kostgänger des Sozialstaats und zu einem neuen Proletariat werden zu lassen.

Im Fernsehen sehen wir immer nur den syrischen Arzt oder Ingenieur, aber was ist mit den Kleinbauern, Ungelernten oder Analphabeten? Wo bleibt eine Strategie und Gesetzesvorlage zur speziellen Eingliederung Minderqualifizierter in den Arbeitsmarkt?

Die erste Stufe, das sagen alle Experten, ist die Erlernung der deutschen Sprache. Da könnte doch jeder von uns, der mit unserer Sprache nicht auf dem Kriegsfuß steht, ersten Unterricht geben, aber wer organisiert das?

Machbar ist alles und Frau Merkel hat mit dem „Wir schaffen das" motivierend die Richtung vorgegeben. Warum sollte eine Kontrolle Einreisender an den Grenzen dazu im Widerspruch stehen? Dem Erreichen des Ziels stehen viel mehr unsere Bürokratie, die Verkrustung und das Zerreden von Chancen entgegen, warum?

Günter Morsbach

Herausgeber „Reitender Bote -

die kürzeste Wochenzeitung der Welt"

www.reitender-bote.de

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200 Menschen aus Deutschland, darunter Politiker, Schauspieler, Musiker, Studenten und andere Menschen haben in der Huffington Post ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Flüchtlingen in Deutschland zugerufen: "Willkommen, gut, dass ihr hier seid, weil..."

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