BLOG

Eine offene Plattform für kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Gabriel Wolf Headshot

Von Karaoke zum Sänger - Finger weg!

Veröffentlicht: Aktualisiert:
SINGING
piola666 via Getty Images
Drucken

Karaoke ist groß im Kommen.

2017-04-10-1491822777-9262549-samstach4.jpg

Jüngst war auch Chris Pratt in der Show von Jimmy Fallon und hat seine Geschichte zum Besten gegeben. Nämlich konnte er seiner Meinung nach einen Song sehr gut singen. Um eine Begleitung zu beeindrucken, wählte er diesen aus. Nur wusste er nichts von verschiedenen Tonhöhen. Und so lief der Song in einer anderen Tonlage. Man kann sich denken, dass er nicht sehr beeindruckte.

Aber Karaoke ist ja Spass. Vor allem beliebt beim Junggessellenabschied.

In Amerika gibt es verschiedene Shows. Von Carpool Karaoke bis Killer Karaoke moderiert von "Jackass" Steve O. MIttlerweile abgesetzt. Lustiger finde ich Handjob Karaoke aus Japan. Um gesangliche Qualitäten geht es da wohl nicht!

2017-04-10-1491823154-5320464-japan.jpg

Mit Karaoke zum Sänger werden?

Ausschliessen würde ich das nicht, aber es ist ein zweischneidiges Schwert. Meiner Erfahrung nach ist Karaoke ein gutes Instrument, um herauszufinden, welche Songs zu einem passen. Auch da ist Vorsicht geboten, denn Karaoke Bars zielen auf Stimmung ab! Die soll gut sein, damit der Alkoholverkauf floriert. Da darf man sich nichts vormachen. Ein Karaokeladen, lebt nicht von den Songs, sondern von Eintritt und Getränkeverzehr! Von daher wird die "Kritik" auch in die entsprechende Richtung gehen!

Wahrscheinlicher ist es, dass man zum Trinker wird! Vielleicht auch zum unbezahlten Animateur.

Karaoke Bars brauchen gute Sänger. Gute Sänger schrecken nicht ab. Im Gegenteil. Wie gute Tanzanimateure machen sie Lust auf das Singen. Menschen, die ernsthaft singen wollen. Sollten also zusehen, den Absprung rechtzeitig zu finden. Ein guter Sänger muss eben nicht in jeder Tonlage jeden Scheiss singen können! Völliger Blödsinn! Können Weltstars auch nicht!

Ein Musiker, der mit Gitarre unterwegs ist, oder begleitet wird, kann über Tonlage und Geschwindigkeit selber entscheiden! Bei Karaoke singt man "wie auf Schienen". Eigene Interpretationen haben wenig Spielraum. Auch wenn man selber nicht unbedingt hoch singen will, wird man doch verglichen!

Proffessionelle Sänger tun sich vielleicht keinen Gefallen.

Das kann nach hinten losgehen. Hat jemand ein Ansehen als Sänger und versagt wegen einem Playback, dass ihm liegt, wird es sein Image vielleicht nicht nachhaltig schaden, aber es gibt auch da sehr viel Gerede. Das sollte vorher sehr gut abgesprochen sein.

Da können Anfänger den Profi Sänger gesanglich plötzlich zerschmettern!

Das ist durchaus möglich. Man kann auch leicht hängenbleiben. Die Anerkennung, welche auf beruflichen Gesang basiert, die verwehrt wird, kann wie bei Social Medias, in Karaoke Bars abgeholt werden. Der Betreiber freut sich natürlich.

Ich will Karaoke nicht verdammen.

Das Thema ist von Karaoke zum Sänger. Da sollte man sich keine Illusionen machen. Karaoke ist Karaoke! Und wer am Wochenende Spass haben will, dem kann ich Karaoke Bars eher als Tanzclubs empfehlen. Absehen sollte man von Betrieben, die Partyfotos machen. Denn der Chef, der/ die Partnerin oder der Stalker von nebenan freut sich bestimmt über die Fotos. Fotos sind immer eine Momentaufnahme. Man weiss nie was vorher oder nachher oder sich woanders auf einem nichtsichtbaren Teil des Fotos, abspielt. Sie sind immer, mehr im Interesse des Betreibers. Nicht unbedingt in deinem. Sie sollen Stimmung und Spass zeigen.

Fotos sollten schon abgesprochen sein! Das habe ich selber leider verpasst.

Auch ich habe mir das abgewöhnt. Mein Gesang kann bei Lesungen in Zukunft irgendwann ein Teil des Buches sein. Muss aber nicht. Im Moment singe ich, weil es gesund ist! Es tut dem Körper und dem Geist gut!

© Gabriel "Knight" Wolf

Lesenswert:

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blog-Team unter blog@huffingtonpost.de.