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Ich will nicht in zehn Jahren meinen Kindern vorweinen: "Hätte ich damals mal lieber was gesagt"

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Die Flüchtlingspolitik war meiner Meinung nach eines der wichtigsten Themen in diesem Jahr. Alle reden von #Einzelfällen und posten #weprayforeverything und #wirdürfenkeineAngsthaben und Schwupp ist der Vorfall auch zwei Tage später schon wieder verschwunden.

Ob Vergewaltigungen, Anschläge, Schlägereien, Übergriffe auf Kinder und Obdachlose....wir sind erschüttert, ängstlich und ergriffen, aber offen drüber sprechen möchte eigentlich keiner so richtig und die Meinungen reichen meistens nur zu einem #wirsindintiefertrauer.

Aber liebe Leute, damit ist das Problem nicht gelöst.

Und ganz ehrlich gesagt: Macht doch mal die Augen auf! Also ich sage ganz klar, ich habe Angst. Nicht um mich. Ich wohne auf dem Land und fahre maximal einmal im Monat in die Stadt. Aber ich habe Angst um meine Kinder, um das was kommt und vor dem was hier in unserer Gesellschaft passiert.

Gefühlt will sich keiner zu diesem Thema so richtig äußern. Aus Angst vor einem Shitstorm und Followerverlusten auf Facebook und Twitter. Und diejenigen, die sich äußern, sind häufig sehr undifferenzierte Rechtsextremisten, bei denen die Parole #allemüssenweg lautet. Auch das darf nicht sein. Aber es muss auch noch etwas dazwischen geben. Ohne das man gleich als Rechtsextremist abgestempelt wird.

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Zumal man an die Flüchtlinge denken sollte, die sich hier vorbildlich integrieren und die Einwanderer, die sich hier in die letzten 40 Jahre mit viel Hingabe und sehr viel Eigeninitiative integriert und eingelebt haben. Diese werden als allererstes darunter leiden, wenn das allgemeine Meinungsbild sich irgendwann wendet und auf einmal eine Richtungsänderung durch die Regierung durchgesetzt werden soll.

Wir leben in einer #Gutmensch #rosaroten #ichwilllmeinekomfortzonenichtverlassen Gesellschaft

Wenn ich etwas poste, was auch nur im Ansatz mit dem Thema Syrien, Flüchtlingen etc. zu tun hat, drücken gefühlte 2 Laute auf gefällt mir. Poste ich ein 'Heile Welt' Familienfoto sind es meistens über 40. Wir leben in einer #Gutmensch #rosaroten #ichwilllmeinekomfortzonenichtverlassen Gesellschaft. Und ja, ich bis vor kurzem auch noch. Früher als Teenager und junger Mensch war ich politisch immer sehr interessiert und habe mich sehr belesen. In den letzten Jahren, auf Grund von Zeitmangel, immer weniger.

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Das habe ich wieder geändert. Ich will nicht eine von denen sein, die in zehn Jahren hier sitzt und ihren Kindern vorweint: "Na hätte ich damals mal lieber was gesagt." Früher durfte man ja auch noch frei seine Meinung äußern, ohne das man gleich blöd angeguckt wurde und wie man heute so schön sagt ‚gedissed' wird.

Außerdem möchten ich meinen Kindern nicht mit auf den Weg geben und Ihnen beibringen, dass ein Problem damit gelöst ist, dass ich in meiner Chronik ein #weprayforyou oder ein Herzchenabwerfendes Flugzeug poste. Wenn man etwas ändern will, muss man drüber reden und etwas tun. Und statt Kochzeitschriften lese ich jetzt wieder mehr Nachrichten, wohl bemerkt aus aller Welt, damit ich mir ein möglichst fundiertes und differenziertes Bild machen kann.

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Wir reden mit den Kindern darüber und manchmal wird auch ein bisschen diskutiert. Das freut mich ganz besonders, weil ich merke, dass sich gerade die Großen (7 und 12) sich schon eine ganz eigene Meinung machen und diese uns gegenüber vertreten. Wir bestärken Sie darin, diese auch nach außen hin zu tun...was heute wirklich schwer ist, weil man damit schnell zum Außenseiter wird.

Anecken bedeutet auch, dass man Menschen zum Nach - und Umdenken anregt

Ich werde 2017 mehr darüber schreiben und meine Meinung mehr kundtun. Bisher habe ich mich bei einigen Themen immer zurückgehalten, aus den unterschiedlichsten Gründen. Aber damit ist nun Schluss.

Außerdem werde ich meine neuen Projekte 'Mamaliness Helping Hands' Und 'Mamaliness on Stage' ab Februar starten. Beides Herzensprojekte, die schon seit Jahren darauf warten, umgesetzt zu werden. Ich bin der Meinung, wir können was tun, wir müssen es nur wollen und dürfen keine Angst davor haben, auch mal anzuecken.

Das tue ich mit einigen Berichten in Hinblick auf meine Einstellung zur Kindererziehung und das werde ich sicherlich auch im nächsten Jahr mit einigen anderen Berichten. Zu verschiedenen Themen. Aber Anecken sollte nicht immer negativ besetzt sein. Anecken bedeutet auch, dass man Menschen zum nach - und umdenken anregt.

Ich wünsche Euch und Euren Familien einen guten Rutsch in neue Jahr und alles Gute, Gesundheit und Freude für das kommende Jahr 2017!

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Mamaliness.

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