BLOG

Eine offene Plattform fĂŒr kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Frank Tetzel Headshot

Robert Bukvic: Warum Coworking Spaces eine große Zukunft haben

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

2017-04-18-1492527124-8878730-rent24robertbukvic078.jpg

In ihrer GrĂŒndungsphase waren Coworking Spaces ĂŒberwiegend ein Hort fĂŒr kreative Freiberufler, die sich frei und unabhĂ€ngig von BĂŒroalltagszwĂ€ngen fĂŒhlen wollten. Heute erkennen auch immer mehr Großunternehmen den Reiz dieser Arbeitsform.

CafĂ©s spielten bei der GrĂŒndung moderner Coworking Spaces eine ganz besondere Rolle, denn nach dem Siegeszug von Wireless Lan ab 2005 war es möglich und erschwinglich mit dem Computer ortsunabhĂ€ngig zu arbeiten.

ZunĂ€chst waren die „Digital Workers", die orts- und zeitunabhĂ€ngig arbeiten konnten und können, die Treiber dieser Entwicklung. Hinzu kommen die "echten" digitalen Nomaden, digitale Solo-SelbststĂ€ndige, die - hoch bezahlt - rast- und ruhelos leben und kein festes ArbeitsverhĂ€ltnis haben, sondern von Projekt zu Projekt und von Kontinent zu Kontinent und von Stadt zu Stadt eilen.

Auch sie verhalfen den Coworking Spaces zu einem Boom, waren es doch gerade diejenigen, die nicht mehr die W-Lan Cafes bevorzugten, sondern nach speziellen ArbeitsrĂ€umen Ausschau hielten. So entwickelten sich um 2005 in San Francisco, London und Berlin die Urzellen der Coworking Spaces: Sie waren eine Art der "Gemeinschaft von Unternehmern" in der "Fabrik der Möglichkeiten", so wie etwa an der Angel Station in London oder Ă€hnlich organisiert das „Spiral Muse" in San Francisco.
Auch in Berlin ermöglichte das „CafĂ© St. Oberholz" am Rosenthaler Platz seinen GĂ€sten ein kostenlosen W-Lan Zugang und ermutigte seine GĂ€ste, hier auch zu arbeiten.

Getrieben waren alle Entwicklungen von der Überlegung eine andere und neue Form des Arbeitens zu offerieren und mehr als nur eine reine BĂŒrogemeinschaft darzustellen. „Das Arbeiten 4.0, wie wir es anbieten, profitiert vor allem durch die Community. Gerade bei den vielen verschiedenen KommunikationskanĂ€len, die heutzutage genutzt werden, ist der persönliche Austausch und das direkte GesprĂ€ch wieder ein besonders Gut.
Wir helfen unserer Community durch verschiedene Events und Aktionen, miteinander zu interagieren und voneinander zu profitieren", erklĂ€rt Robert Bukvic, Founder und CEO der rent24 GmbH, einem auf Coworking und Coliving spezialisiertem Anbieter. „Bei uns haben sich bereits hĂ€ufig innerhalb der Community neue Projekte und Freundschaften entwickelt und es wurden aufgrund von Synergien gemeinsame Erfolge gefeiert."

„So ist es durchaus ĂŒblich, dass sich einander fremde Leute in den Offices begegnen, sich austauschen und am Ende dieses GesprĂ€ches ein gemeinsames Projekt steht", fĂ€hrt er fort.

Coworking ist Networking
Coworker sind in erster Linie Netzwerker. Sie haben die Gelegenheit in diesen Spaces auf die FĂ€higkeiten der anderen zu setzen, was ein offenes und vertrauensvolles Miteinander mit sich bringt. Deshalb ist Coworking vor allem fĂŒr diejenigen etwas, die eine offene AtmosphĂ€re bevorzugen.
2017-04-18-1492527176-1034556-rent24robertbukvic017.jpg
Robert Bukvic: Neben Coworking wird inzwischen verstÀrkt auch Coliving nachgefragt

Auch Großunternehmen setzen auf Coworking
Dieses spezielle Biotop schĂ€tzen zunehmend auch Großunternehmen. Zum einen versuchen Konzerne in ihren eigenen GebĂ€uden eine derartige AtmosphĂ€re der Kollaboration zu schaffen, andere gehen wiederum den Weg sich in Coworking Spaces einzumieten und ihren Mitarbeitern derartige offen strukturierte RĂ€ume und sozusagen „Startup Luft" zur VerfĂŒgung zu stellen.

So etwa bei der Deutschen Bahn AG, die mit Unternehmen, die im Bereich der DB Digital Ventures aktiv sind, in Coworking Spaces eingemietet ist. „Startups, genauso wie unsere DB-Kollegen mit ausgeprĂ€gtem Unternehmertum, brauchen hohe Freiheitsgrade und ein passendes Netzwerk, um ihre Ideen rasch in marktreife Prototypen und neue Angebote fĂŒr den Kunden umzuwandeln", so Manuel Gerres, einer der beiden GeschĂ€ftsfĂŒhrer und Leiter New Digital Business bei der DB. Gerres versichert, dass man mit der neuen Tochter genau diesem Anspruch gerecht werde: „Unter dem Dach der Deutsche Bahn Digital Ventures werden somit viele interne wie externe Startups bei der DB eine neue Heimat finden."

Coliving - Weiterentwicklung von Coworking
Nun geht ein Unternehmen noch ein StĂŒck weiter. Denn im Zeitalter der Globalisierung, des digitalen Nomadentums, bei der Projektmitarbeiter in immer kĂŒrzeren AbstĂ€nden internationaler arbeiten, wird das Thema Coliving immer interessanter.

Robert R. Bukvic, Founder und CEO der rent24 GmbH: „Wir haben die verĂ€nderten Anforderungen ans Wohnen und Arbeiten frĂŒhzeitig erkannt und unser Konzept dementsprechend entwickelt. Wir bieten unseren Mietern die Möglichkeit, heute in Berlin, morgen in MĂŒnchen und ĂŒbermorgen in Amsterdam zu arbeiten, ohne sich Gedanken machen zu mĂŒssen - unsere Coworking Spaces sind vollausgestattet fĂŒr effizientes Arbeiten. Insgesamt bietet rent24 die ideale Lösung fĂŒr das Arbeiten von morgen: finanzielle Einsparungen, flexible Entwicklung und strategische Partnerschaften.

ErgÀnzend dazu haben wir Coliving Standorte entwickelt, die eine stylische und flexible Wohnmöglichkeit bieten. Im Boutique Hostel oder Mikroappartements kann dann unweit des Arbeitsplatzes gewohnt werden. Besonders bei Projektteams internationaler Konzerne ist dieses Angebot sehr gefragt, aber auch Startups und Entrepreneure nutzen diese Gelegenheit hÀufig. Es gibt kaum Alternativen, die vergleichbare FlexibilitÀt, transparente Kostenstruktur und Komfort bieten. Willkommen beim Wohnen und Arbeiten 4.0!"

____

Lesenswert:

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die Huffington Post ist eine Debattenplattform fĂŒr alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blog-Team unter blog@huffingtonpost.de.