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Alfins Hölzl: "Turnfeste schaffen Bindung."

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Fragt man einen x-beliebigen Menschen auf der Strasse, woran er sich bei seinen ersten Sporterlebnissen erinnern kann, dann wird man in den ĂŒberwiegenden FĂ€llen zu hören bekommen. „Na, ich habe geturnt".

Auch wenn manch einer sich mit Graus an Barren, Reck oder Bockspringen erinnern mag, so bleibt das Turnen in all seinen Facetten, nach wie vor so etwas wie die grĂ¶ĂŸte und breit angelegeste Plattform, wenn es um den Zugang zur sportlichen BetĂ€tigung und Bewegung geht.

Von Aerobic ĂŒber Faustball, von Gymnastik ĂŒber Orientierungslauf, von Prellball ĂŒber Ringtennis von GerĂ€tturnen bis zum Wandern reichen die turnerischen AktivitĂ€ten.

Anders, als bei den Ballsportarten wie Fußball oder Handball, die in der öffentlichen Berichterstattung im Vordergrund stehen, findet das Turnen, einmal abgesehen von Olympischen Spielen, Welt, Europa- und Deutschen Meisterschaften eher unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Dabei ist der Deutscher Turnerbund mit seinem fĂŒnf Millionen Mitgliedern, neben dem DFB, der mitgliederstĂ€rkste Sportverband der Bundesrepublik.

Turnen ist mehr:

Turnen und die Turner waren vor 200 Jahren ein fester Bestandteil der deutschen Freiheitsbewegung und der demokratischen Entwicklung. Und als Friedrich Ludwig Jahn 1811 in der Berliner Hasenheide einen Turnplatz errichtete, galt das als durchaus revolutionĂ€r. So waren die seit 1850 durchgefĂŒhrten Turnfeste immer auch ein Zeichen von SolidaritĂ€t und soziale Gemeinschaft.

Und damit sind die Turnfeste speziell und der Turnen und der Vereinssport im Allgemeinen, gerade vor dem Hintergrund der divergierenden Gesellschaft ein wichtiges Bindeglied und können einen Teil des gesellschaftlichen Kitts sein, der die Gesellschaft zusammenhÀlt.

Turnfeste schaffen Bindung

„Turnfeste schaffen Bindung. Sie sind Treffen der Generationen, von Spitzen- und Breitensport, quer durch alle gesellschaftlichen und sozialen Schichten", erlĂ€utert der derzeitige PrĂ€sident des Deutschen Turnerbundes, Dr. Alfons Hölzl, die aktuelle Funktion der Turnfeste.

Berlin: Internationales deutsches Turnfest

Zu Pfingsten 2017 ist es jetzt wieder soweit. Diesmal findet vom 3. bis zum 10. Juni 2017 das Internationale Deutsche Turnfest in Berlin statt. Dabei will die Deutsche Hauptstadt einen ganz besonderen Rahmen bieten.

„Das Internationale Deutsche Turnfest 2017 ist im Berliner Sportkalender der Veranstaltungshöhepunkt des Jahres.", betont Andreas Geisel, der zustĂ€ndige Berliner Senator fĂŒr Inneres und Sport Damit bezog er sich nicht nur auf die großen UnterstĂŒtzungsleistungen des Landes, sondern auch auf die nachhaltigen Impulse fĂŒr die Sportentwicklung in der deutschen Hauptstadt.

„Ein wesentlicher Beitrag hierzu ist das Rahmenprogramm „Berlin turnt bunt!", denn mit diesem Programm soll das Turnfest in die Kieze hinein fĂŒr alle Berlinerinnen und Berliner erlebbar werden und vielfĂ€ltige Anreize in der Berliner Vereinslandschaft setzen.

Die einigende Kraft des Sports zwischen Kulturen und NationalitÀten wird das Fest in die Welt tragen."
Dabei ist dieses Programm wohl so einzigartig weltweit, eine gesamte Metropole in Bewegung zu bringen und Jung und Alt mitzumachen ist bis jetzt einzigartig.

GrĂ¶ĂŸtes Breitensportfest der Welt

Hinzu kommen angepeilte 70.000 aktive Teilnehmer, aus Deutschland und der ganzen Welt, die fĂŒr eine Woche Berlin zu einer Sportmetropole machen und das grĂ¶ĂŸte Breitensportfest der Welt mitgestalten. Jetzt etwa hundert Tage vor dem offiziellen Beginn des Festes hat man ĂŒber 40.000 Meldungen aus mehr als 2.500 Vereinen wie die GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Organisationskomitees, Kati Brenner, optimistisch vermeldet.

Von Kinderturnen bis Akademie

Wie vielfĂ€ltig sich dieses bunte Spektrum beim Turnfest gestaltet, zeigt auch Europas grĂ¶ĂŸter Sportkongress: In der Turnfest-Akademie besteht fĂŒr Trainer, Übungsleiter, Lehrer und Interessierte die Möglichkeit, in ĂŒber 600 Workshops und Kursen neue Impulse fĂŒr die Vereinsarbeit aufzunehmen.

FĂŒr die leistungssportliche Vielfalt des Turnfests stehen beispielsweise die Olympia-Dritte am Stufenbarren, Sophie Scheder und der „Hero de Janeiro", Andreas Toba. Beide werben fĂŒr die Deutschen Meisterschaften wĂ€hrend der Turnfest-Tage in Berlin, darunter die in den olympischen Turnsportarten GerĂ€tturnen weiblich und mĂ€nnlich, im Trampolinturnen und der Rhythmischen Sportgymnastik.

„Es ist jedes Mal ein GĂ€nsehaut-GefĂŒhl, beim Turnfest zu starten", sagte Sophie Scheder. „Es ist eine Vielfalt, die man nicht beschreiben kann und freue mich, ein Teil des Turnfests zu sein", ergĂ€nzte Andreas Toba, Mitglied des Turn-Team Deutschland.

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