BLOG

Ich bin aus Deutschland ausgewandert - dann zeigte mir ein syrischer Flüchtling, wie wertvoll unser Land wirklich ist

24/07/2017 11:38 CEST | Aktualisiert 24/07/2017 12:17 CEST
RadekProcyk via Getty Images

Aus Frust hat Florian Schmitz seine Heimat Deutschland verlassen und ist nach Griechenland ausgewandert. Auf einer griechischen Fähre traf er auf den syrischen Flüchtling Soumar - der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft. In seinem Buch "Erzähl mir von Deutschland Soumar" berichtet Florian Schmitz, wie er seine Heimat Deutschland durch die Augen seines Freundes neu kennen gelernt hat.

Da steht er. Ein authentischer Neubremer, Zigarette im Mundwinkel, gepflegtes Äußeres, und lacht mir freudig entgegen. Neben den zehn Zentimetern Körpergröße unterscheiden uns nun auch seine Bremer Ortskenntnisse.

Es ist die erste Begegnung seit dem Abschied am Hafen von Piräus. Soumar weiß, dass ich ein Buch schreiben will. Das ist der eigentliche Anlass meiner Reise. Wir waren in den letzten vier Monaten regelmäßig in Kontakt.

Facebook, E-Mails, Interviews via Skype. Online-Kommunikation aber ist auf Dauer kein Ersatz für persönlichen Kontakt. Informationen austauschen geht. Freundschaft schließen irgendwie nicht. Ich bin informiert über den Status quo. Ich weiß, dass Soumar offiziell bei Annette wohnt, dass er noch im Verfahren zur Bewilligung seines Asylantrags steckt, dass er als Freiwilliger für die Bremer Flüchtlingshilfe arbeitet, die Sprache lernt und gute Fortschritte macht.

Er ist ein ehrgeiziger Schüler und schreibt mir die meisten Nachrichten auf Deutsch. Wir begrüßen uns herzlich. Ich bin ein wenig nervös, da die nächsten zwei Tage darüber entscheiden, ob wir eine gemeinsame Grundlage für das Buch finden oder nicht; und ich bin aufgeregt, weil es immer ein wenig eigenartig ist, intensiv Zeit mit einem Menschen zu verbringen, den man eigentlich nicht kennt. Und all das auch noch in Bremen. Unbekanntes Terrain. Ich kenne ihn wesentlich besser als die Stadt. Er wiederum kennt Bremen wohl besser als mich. Davon zumindest gehe ich aus.

Soumar hat große Pläne für die nächsten Tage. Er will mir die Stadt zeigen und mir Leute vorstellen. Im letzten Vierteljahr war er eine verlässliche Quelle für alles, was in Deutschland in punkto Flüchtlingspolitik so vor sich ging. Wegen ihm habe ich mich zum ersten Mal bewusst mit den einzelnen Schritten auseinandergesetzt, die man bei einem Asylverfahren zu durchlaufen hat.

Integration in der Heimat

Durch seine Erzählungen nehmen die Berichte über den Umgang mit und das Verhalten von Flüchtlingen reale Formen an. Nicht nur, weil er selbst Geflüchteter ist, sondern auch, weil seine kritische Perspektive auf beide Seiten neue Einsichten bringt. Schon in den Skype-Interviews musste ich mein negatives Bild von Deutschland häufig korrigieren.

In diesem Moment kann ich mir noch nicht vorstellen, was die nächsten Tage und Monate mit sich bringen werden. Insgesamt sieben Mal werde ich nach Bremen fliegen, um Zeit mit Soumar zu verbringen. Ich werde eine Stadt kennenlernen, die mir bisher eher egal war, und werde mich mit einem Syrer anfreunden, der mich mit ihr verbindet. Integration in die Heimat.

Unsere Priorität in diesem Moment ist Bier. Wir "schnacken" ein wenig, wie man im Norden sagt, während er zielstrebig den Weg nach Hause einschlägt. Wir gehen keine 100 Meter, bis wir auf Bekannte stoßen. Es sind Mitschüler aus dem Sprachkurs. Kurzes Gespräch auf Deutsch, dann gehen wir weiter.

Er fragt mich ausführlich nach meinem Hund und nach der Reise. Ich erzähle ihm, dass es immer ein wenig eigenartig ist, wenn ich nach Deutschland komme. Im Dezember war ich nach langer Zeit mal wieder für ein paar Tage in Berlin. Da ich nicht weiß, an wie viele Details meiner Biografie er sich erinnert, erkläre ich, dass ich in Berlin studiert und gearbeitet habe, ursprünglich aber aus dem Ruhrgebiet komme.

"Woher?" "Aus der Nähe von Dortmund", antworte ich auf Deutsch. Ich versuche zu beschreiben, dass Verstand und Herz unterschiedlich reagieren, wenn ich zu Besuch in Deutschland bin. Ich berichte von meiner Erfahrung, als Ex-Berliner über den Hermannplatz zu laufen. Mehr als sechs Jahre habe ich dort in der Nachbarschaft gewohnt. Ich kenne jeden Winkel dieser Gegend.

Ich weiß, wie die Ampeln geschaltet sind und welchen Eingang ich benutzen muss, um so in die U8 einzusteigen, dass ich am Alexanderplatz direkt an den Treppen aussteige, die zur U2 führen. Als ich noch in Berlin gewohnt habe, hat das natürlich keinen großen emotionalen Wirbel verursacht.

Soumar liebt sein neues Zuhause

Wenn ich jetzt zu Besuch bin, dann denke ich: "Hermannplatz". Aber ich fühle: "Krass! Hermannplatz!" Selbst der Blick auf Karstadt wird zum Erlebnis. Und jetzt laufe ich durch Bremen und bin - vielleicht wegen des Klimas oder des Döneraromas in der Luft - in einem eigenartigen Heimat-High. Soumar nickt verständnisvoll. Wie empathisch von mir.

Da rede ich über Berlin, darüber, wie alles gleichzeitig alt und neu ist, bin emotional ganz aufgelöst und vergesse dabei, dass mein Gegenüber so bald wohl nicht die Gelegenheit haben wird, über irgendeinen Hermannplatz in Damaskus zu laufen und darüber nachzudenken, wie eigenartig sich Heimat und was immer auch damit gemeint ist, anfühlen kann. Ich bin freiwillig aus Berlin nach Griechenland gegangen Ich bin der Abenteurer, der bewunderte Expat.

Mehr zum Thema: Sajad soll Teil unserer Familie bleiben

Menschen klopfen mir auf die Schulter für meinen Mut. Dabei war es eine Mischung aus Zufall und tiefer Verzweiflung, die mich nach Thessaloniki getrieben hat. Berufliche Sackgasse. Generelle Umgebungsermüdung. Und während ich meinen Umzug nach Thessaloniki vor anderen gerne als Wirtschaftsflucht bezeichne, beschreibt Soumar seine Flucht aus Syrien als Abenteuer oder Reise.

Wir laufen weiter durch die feucht-kühle Bremer Abendluft. Soumar klärt mich darüber auf, was wir die nächsten Tage vorhaben. Er nimmt das Projekt ernst und hat sich Gedanken darüber gemacht, was uns weiterbringen könnte. Er erzählt von Bremen, den Leuten - "so freundlich" - und zeigt zwischendurch auf Wohnhäuser, die ihm besonders gefallen - "so schön".

Soumar liebt sein neues Zuhause. Selbst Häuser, die mir kaum auffallen, bekommen durch seine Freude über sie einen neuen, sehenswürdigen Charakter. Ich frage mich, ob seine beinahe kindliche Euphorie dem Mangel an Routine entspringt, die sich nach vier Monaten in der Stadt noch nicht eingestellt hat. Wahrscheinlich aber ist es weit mehr als das. Vielleicht ist es eben nicht das Kindliche, sondern das sehr reife Bewusstsein darüber, in Sicherheit zu sein und auf die Chance zu hoffen, ein neues Leben zu beginnen.

Ich kann das verstehen. Mir geht das in Griechenland ähnlich. Freunde dort halten mich oft für τρελός - verrückt. Mein Neusein in Thessaloniki geht einher mit Wellen der Tatkraft. Alles, bei dem ich in meinem Berliner Alltag blockiert war, ergießt sich in Thessaloniki in einen neurotischen Yes-We-Can-Spirit, der auf meine Umgebung nicht immer nur motivierend wirkt. Zumindest am Anfang war das so.

Wer in ihm einen Islamisten sucht, wird tief in der Ignoranzkiste graben müssen

Inzwischen konzentriere ich mich, wie die meisten Thessaloniker, auf das Meer. Durch Soumars Augen sehe ich Bremen auf eine Art, mit der ein Ur-Bremer mir die Stadt wohl niemals zeigen könnte. Aus seinen Worten dringt kein Stolz oder überfrühter Lokalpatriotismus, sondern Dankbarkeit. Und zwar nicht die eines Geflüchteten in Sicherheit oder die leicht unterwürfige eines Geholfenen. Es ist seine ureigene Art, die Welt zu betrachten.

Wer in ihm einen Islamisten sucht, wird tief in der Ignoranzkiste graben müssen. Wir machen halt an einem Kiosk. Natürlich kennt Soumar die etwa Mitte-zwanzig-jährige Verkäuferin. Irgendein Typ, offensichtlich Stammkunde oder ein Freund, leistet ihr Gesellschaft. Das Ganze hat ein wenig was von Olli Dittrichs "Ditsche". Ich ordere Tabak und Blättchen und fühle mich wie in einer Eckkneipe.

Keine Ahnung, ob alle Bremer Kioskverkäufer so sind oder ob ich von Soumars Sympathievorarbeit profitiere. Auf jeden Fall wird der Rauchwarenerwerb zu einem überaus angenehmen Ereignis. Die Nachbarschaft, in der Soumar wohnt, entspricht ganz dem deutschen Klischee. Schöne Ein- bis höchstens Vierfamilienhäuser. Gartenzaun. Ruhe und Ordnung. Es ist etwa neun Uhr abends. Keine Menschenseele auf der Straße.

2017-07-23-1500833626-3203653-DerHuffPostWhatsAppNewsletter6.png

Die wichtigsten News des Tages direkt aufs Handy - meldet euch hier an.

Der gut erzogene, deutsche Haushund hat sich selbst begraben. Soumar öffnet das kleine Tor zu seinem Vorgarten. Vor vier Monaten hatte er nichts als einen Rucksack, Fingerabdrücke in Ungarn und abstrakte Vorstellungen von Deutschland. Jetzt hat er schon einen Vorgarten. Wir verbringen den Abend zu Hause in der Küche.

Soumar hat Essen vorbereitet und der Kühlschrank steht voll mit Bier. Ich lerne Annette kennen, die mit ihrem Mitbewohner, dem zweiten Besitzer des Hauses, in der Küche sitzt und Flaschenbier trinkt. Meine anfänglichen Bedenken, dass unser Kommunikationsniveau vielleicht nicht für tiefer gehende Interviews reichen könnte, verflüchtigen sich innerhalb weniger Minuten."Guck mal!" Er zeigt auf einen Stapel Papier auf dem Tisch.

"Seit den Anschlägen hat sich die Situation verändert"

Ich nehme die Blätter in die Hand und sehe meine eigene Handschrift. Es ist der kleine Deutschführer, den wir auf der Fähre zusammengestellt haben. Beim Durchlesen stelle ich fest, dass die frische Seeluft offenbar keinen guten Einfluss auf meine Deutschkenntnisse hatte. "Da sind Fehler drin", gebe ich betreten zu. "Ich weiß!", antwortet er und lacht.

Anders als auf Skype gerät das Gespräch nicht ins Stocken. Wir reden über alles und nichts. Auf Englisch und auf Deutsch."Wie hast du dir Deutschland eigentlich vorgestellt?" "Ich habe viel Schlechtes gehört, ehrlich gesagt. Dass es nicht gut ist und die Leute schlecht reagieren auf Flüchtlinge. Aber einige haben erzählt, dass die Deutschen sehr hilfsbereit sind. Also habe ich nach diesen Deutschen gesucht."

"Und? Hast du Menschen gefunden, die helfen, oder war das schwierig?" "Ich kenne viele Leute von der Flüchtlingshilfe Bremen. Da wollen alle helfen. Aber wenn ich im Bus oder in der Straßenbahn bin, dann wird schon viel geglotzt. Ich komme mir dann fremd vor, und darauf war ich nicht vorbereitet, auf dieses Gefühl. Einmal auf der Straße hat eine Frau mich angesehen und ist stehen geblieben, bis ich an ihr vorbei war. Dann hat sie ewig hinter mir her gestarrt. Ein anderes Mal sitze ich im Bus und zwei Männer reden von 'Scheiß Flüchtlingen'.

Ich habe mich dann eingemischt und gesagt: 'Wir sind auch nur Menschen.' Daraufhin haben sie mich verdutzt angeschaut und gefragt, ob ich verstünde. 'Ich habe alles verstanden', habe ich geantwortet. Dann sind die aufgestanden und haben sich woanders hingesetzt. Sowas habe ich schon oft gehört, aber dieses Mal bin ich so wütend geworden."

Mehr zum Thema: Diese Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Gesellschaft auf Migranten reagiert

Dort sitzt derselbe Soumar, der mir noch vor wenigen Stunden ganz euphorisch Bremer Einfamilienhäuser präsentiert hat und von den Menschen geschwärmt hat. Aus Soumar dem Individuum ist ein Geflüchteter geworden, dem ein Klischee vorauseilt, gegen das er sich täglich zur Wehr setzen muss. Dabei hätte er eigentlich wichtigere Sachen zu tun.

"Davon hast du bei Skype kaum erzählt, nur von Einzelfällen. Ist es schlimmer geworden?" "Seit den Anschlägen in Paris hat sich die Situation in der Stadt verändert. Ich werde mehr angeschaut als vorher. Vor ein paar Tagen war ich auf dem Weg nach Hause. Es war ungefähr zehn Uhr abends. Eine Frau hat mich auf Deutsch angesprochen und nach dem Bahnhof gefragt. Ich habe auf Englisch geantwortet.

"Jetzt stellt man uns als Aggressoren dar"

Daraufhin hat sie mich gefragt, wo ich herkomme. 'Aus Syrien' , habe ich gesagt. Dann hat sie sich umgedreht und ist gegangen, ohne Danke zu sagen. Das kenne ich aus Bremen nicht. Eigentlich sind die Menschen immer sehr höflich." Nein, denke ich, normal ist das nicht. Aber wohl alltäglich.

Und zwar nicht nur in Bremen, sondern überall in Europa. Ich denke an die vielen Geflüchteten, die in bestimmten Stadtteilen Athens gejagt und misshandelt werden, an die ungarische Journalistin, die nach einem flüchtenden Vater mit seinem Kind tritt und an brennende Notunterkünfte in Deutschland. Es ist die eine Sache, so etwas aus den Medien zu erfahren und den Kopf zu schütteln.

Jemanden vor sich zu haben, dessen Leben erschwert wird dadurch, dass man ihn für einen potenziellen Terroristen hält, ist etwas anderes. "Das Problem ist, dass die meisten Leute keine Ahnung haben, wen sie meinen, wenn sie über Geflüchtete reden", erklärt Soumar. "Vor allem nach Paris und der Silvesternacht in Köln. Weißt du, erst war in den Medien überall diese 'Welcome-refugee-Stimmung' und alle Menschen waren offen. Dann hat sich der Ton geändert. Jetzt stellt man uns als Aggressoren dar."

Mehr zum Thema: Flüchtlinge ohne Wohnung: Diese Frau hat einen Syrer zuhause aufgenommen

Ich muss überlegen. Es stimmt schon, seit dem Sommer hat sich der Ton in den Medien geändert. Die anfängliche Euphorie ist verpufft, auch weil es wohl keine Bilder mehr gibt von applaudierenden Menschenmassen in den Bahnhöfen."Na ja, man redet nicht über syrische Flüchtlinge. In Köln ja sogar eher über nordafrikanische. Das Problem sind die Automatismen.

Wenn die Leute heute 'Flüchtling' hören, denken sie sofort an Syrer, und wenn was passiert, dann sind Geflüchtete immer ein guter Sündenbock. Ist schön einfach. Dabei sind die Attentäter von Paris ja in Europa geboren. Sie sind Europäer arabischer Abstammung."

"Ja. Und viele Araber, die in Syrien kämpfen, sind aus Europa gekommen und kommen jetzt zurück. Auf der Flucht." Wie absurd. Da sitzen wir in der Küche und trinken Bier, während irgendwelche Jugendliche aus dem Sauerland oder von der Schwäbischen Alb freiwillig in den Dschihad ziehen. Darüber müssen wir lachen. Und trotz einiger klischeebedingter Zwischenfälle scheint Soumar sich nicht unwohl zu fühlen.

"Leute, die hier leben wollen, müssen die Sprache lernen

Er geht zum Kühlschrank, nimmt sich ein Bier und öffnet es gekonnt mit dem Feuerzeug. Wenn das mal nicht ein gutes Zeichen im laufenden Integrationsprozess ist. Er erzählt, wie er in die Uni eingeladen wurde, um mit Studenten über die Situation zu sprechen. Viel wüssten die nicht über Syrien, berichtet er. Dann erzählt er von Begegnungen mit anderen Geflüchteten im Camp und darüber, welchen Stellenwert die Sprache hat. "Das Wichtigste ist die Sprache", sagt er. Auf Deutsch. "Leute, die hier leben wollen, MÜSSEN die Sprache lernen."

In linken Kreisen ist das mit dem MÜSSEN ein Reizthema. Kann ich einen Menschen dazu zwingen, eine Sprache zu lernen? Ich schlucke meinen vorformulierten Protest herunter, einfach, weil er mir sinnlos erscheint. Vor mir sitzt kein konservativer Politiker oder irgendein Stammtischheinze aus Franken, sondern Soumar. Muttersprache Arabisch.

Mehr zum Thema: Wir als muslimische Flüchtlinge müssen uns integrieren - das gibt schon unser Glaube vor

"Mit Englisch kommt man in Bremen nicht weiter", ergänzt er. Ich denke an meine Situation in Griechenland und daran, wie nervtötend Gänge zum Amt oder zur Krankenversicherung sind, ohne die Sprache richtig zu können. Ist es wirklich unmenschlich, Menschen einen verpflichtenden Sprachkurs zu finanzieren, damit sie in solchen Situationen nicht permanent auf Hilfe angewiesen sind?

Als ich am Ende des Abends mein Aufnahmegerät in die Tasche stecke, kommt es mir schwerer vor. Es hat viel Material in sich, ganze Diskussionen, über die ich nachdenken muss. Wir verabreden uns für den nächsten Morgen. Ich mache mich auf die Suche nach einem Taxi. Die Bremer Donnerstagnacht ist leer.

Nach mehr als 30 Minuten kommt mir das wohl einzige Taxi entgegen, das um halb drei morgens noch auf Suche nach potenziellen Kunden ist. Der Fahrer ist Kurde, wie sich später herausstellt.

Als ich ihn frage, woher er komme, antwortet er leicht verwirrt: "Aus Bremen!"

Der Beitrag ist ein Auszug aus dem Buch "Erzähl mir von Deutschland, Soumar" von Florian Schmitz.

2017-07-24-1500888768-2238601-Soumar.jpg

____

Lesenswert:

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die HuffPost ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blog-Team unter blog@huffingtonpost.de.

Sponsored by Trentino