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"Geht's noch, Herr Beck?!": Die Aussagen des Grünen-Politikers sind brandgefährlich

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  • Eine Zusammenfassung des Beck-Interviews seht ihr im Video oben

Volker Beck (Grüne) rät Deutschen in Kiezen, die stark von ausländischer Bevölkerung geprägt sind dazu, doch einfach die jeweilige Sprache zu lernen.

Gleichzeitig hält er nichts von Moscheepredigten auf Deutsch und findet Islamisten eigentlich ganz friedlich. Warum diese Haltung des Grünen-Politikers gefährlich ist, erklärt Falko Liecke (CDU), stellvertretender Bürgermeister im Berliner Bezirk Neukölln.

Die Haltung von Volker Beck ist gefährlich

Um es gleich ganz deutlich zu sagen: Die Haltung von Volker Beck ist gefährlich. Der Bundestagsabgeordnete fördert damit die Segregation ganzer Bevölkerungsgruppen und spielt mit den bisher erreichten Erfolgen in der Integration.

Wenn es nach Herrn Beck geht, könnten wir also die Integrationsbemühungen ganz sein lassen und ganze Stadtteile in Berlin, Duisburg und Bremerhaven aufgeben.

Mehr zum Thema: Prügelnde Kinder, respektlose Väter, Deutsch spricht kaum einer: Der Hilfeschrei einer Erzieherin

Aber der Reihe nach: Richtig ist, dass die allermeisten Menschen in unserem Land kein Problem damit haben, wenn Zugezogene auch ihre Muttersprache pflegen. Die Betonung liegt auf „auch".

Denn eines war bisher unbestritten richtig: Die deutsche Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Wer sie nicht beherrscht, hat keine Chancen in der Schule, auf dem Arbeitsmarkt oder bei der Wohnungssuche.

Wenn Volker Beck das mal eben in Frage stellt, rüttelt er am kleinsten gemeinsamen integrationspolitischen Nenner aller demokratischen Kräfte in diesem Land.

Die Folge: abgeschottete Parallelgesellschaften, Segregation, eine zerfallende Gesellschaft. Volker Beck findet das mit Hinweis auf Ghettos in den USA und anderswo gut. Ich frage: "Geht's noch, Herr Beck?"

Hetze gegen Frauen, Israel und Demokratie

Offenbar nicht: Denn der migrationspolitische Sprecher der Grünen im Deutschen Bundestag findet auch, dass Moscheepredigten in Deutschland nicht auf Deutsch gehalten werden sollten.

Vor dem Hintergrund des wachsenden Einflusses ausländischer Staaten auf Moscheen in Deutschland ist das nicht nur gesellschaftspolitisch falsch, sondern auch sicherheitspolitisch brandgefährlich.

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In Neukölln stellen sich alle demokratischen Kräfte gegen eine Moschee, in der von arabischen Hasspredigern gegen Frauen, Israel und die Demokratie gehetzt wird. Derzeit läuft ein Verbotsverfahren gegen den Trägerverein.

Eine Unterstützung der Kommunen durch die Bundesebene im Kampf gegen Radikalisierung stelle ich mir allerdings anders vor.

Becks Verhalten macht mich sprachlos

Ganz absurd wird es aber, wenn Volker Beck - er ist auch religionspolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion - Islamisten als weitgehend gewaltfrei einstuft. Es macht mich fast sprachlos, wie ein erfahrener Politiker sich zu solch einer Aussage versteigen kann.

Hier gilt die klare Ansage: Ich will keine Islamisten in unserem Neukölln, unserem Berlin und unserem Deutschland. Auch solche nicht, die gerade mal gewaltfrei sind!

Mit einem Satz hat Volker Beck am Ende doch Recht: die allermeisten Muslime in unserem Land sind integriert. Sie sind friedlich, integriert, gute Nachbarn.

Viele von ihnen sind mittlerweile deutsche Staatsbürger und in unserem Land angekommen. Genau diese Erfolge gilt es zu unterstützen, anstatt sie mit gedankenlosem Gerede zu gefährden.

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