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Papst Franziskus: Wir brauchen die Evolutionstheorie

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Bei einem Termin an der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften sagte Papst Franziskus, dass er keinen Widerspruch zwischen der Evolutionstheorie und der Lehre der katholischen Kirche sähe. Genauso verhalte es sich mit dem Urknall.

Beides wäre keine Meldung wert und würde kein Aufsehen erregen, denn schon seit im Rundschreiben Humani generis von 1950 hatte Papst Pius XII. klar gemacht, dass die Evolutionstheorie und der Katholizismus nicht unvereinbar seien.

Es wäre keine Meldung wert, wenn Papst Franziskus nicht deutliche Worte finden würde. „Gott ist kein Magier mit einem Zauberstab", zitiert ihn die britische Tageszeitung The Independent. Hatte Pius XII. sich noch sehr vorsichtig ausgedrückt, findet Franziskus heute sehr deutliche Worte, um klar zu machen, dass Wissenschaftsleugner für ihn in der katholischen Kirche nichts zu suchen haben.

Außerdem betonte Papst Franziskus, dass man die Evolutionstheorie sogar brauche, wenn man Gottes Schöpfung erklären wolle. Zwar hatte auch Johannes Paul II. 1996 nochmals deutlich gesagt, dass Evolution und Katholizimus in Einklang zu bringen seien. Allerdings sind Franziskus' Worte wesentlich drastischer.

Der Independent zitiert ihn: „Wenn wir im Buch Genesis über die Schöpfung lesen, dann riskieren wir, dass wir uns Gott als allmächtigen Magier mit einem Zauberstab vorstellen. Das ist aber nicht so."