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Die Qual der Wahl: So finden Sie das perfekte Hochzeitsgeschenk

02/10/2014 10:15 CEST | Aktualisiert 02/12/2014 11:12 CET

„Was schenkt man zu Hochzeit?" Diese Frage kann mitunter ganz schön schwierig und zermürbend werden - und die Hochzeitssaison ist noch nicht vorbei. Im Oktober heiraten in Deutschland durchschnittlich mehr Menschen als im ersten Viertel eines Jahres.

Entweder man kennt das Brautpaar sehr gut und steht unter dem Druck, sich etwas Originelles einfallen zu lassen oder man kennt es eben nicht so gut und weiß genau deshalb nicht, was gut ankommt und was nicht. Allerdings kann man sich mit einem einfachen Trick wenigstens ein bisschen Abhilfe schaffen. Ein Trick, der übrigens in allen Lebenslagen hilft: Ordnen Sie Ihre Gedanken!

Zunächst müssen wir uns darüber klar werden, dass es eigentlich nur zwei große Klassen von Geschenken gibt, nämlich 1. solche die praktisch sind und 2. solche die keinen praktischen, aber einen emotionalen Wert haben. Manche Menschen schätzen Geschenke aus beiden Kategorien, andere finden nur an der ersten oder an der zweiten wirklich Gefallen. Ich zum Beispiel bin der Typ für beides. Aber ich heirate ja nicht.

Das praktische Geschenk

Praktische Geschenke lassen sich wieder in zwei Kategorien aufteilen, die beide ihre Tücken haben. Die erste Kategorie ist der absolute Klassiker bei Hochzeiten, nämlich das Geldgeschenk. Darüber freut sich garantiert jedes Brautpaar, denn schließlich sind Hochzeiten teuer (und wer freut sich auch nicht, wenn er Geld geschenkt bekommt).

Anleitungen, wie man schöne Geldgeschenke bastelt, finden sich unzählige im Netz - auch bei Youtube, so dass man sie direkt nachbasteln kann.





Geldgeschenke sind zwar schön, aber auch nicht sonderlich persönlich und originell. Das mag manche Leute stören, andere nicht. Manchmal kann es Sinn machen, etwas kleines Persönliches zu basteln oder eine Kleinigkeit aus der emotionalen Kategorie zu besorgen und das Geld einfach dazu zu schenken. Das ist allemal schöner, als einfach einen Umschlag überreicht zu bekommen.



Die zweite Kategorie, die zu den praktischen Geschenken gehört, sind Sachwerte, allen voran natürlich Haushaltsgeräte. Das Problem bei solchen Geschenken ist erstens, dass man oft nicht weiß, was das Brautpaar schon besitzt und was es noch braucht, sowie dass man sich hier unbedingt auch mit anderen Hochzeitsgästen absprechen muss - sonst liegen am Ende der Hochzeit drei Mikrowellen auf dem Gabentisch.

Die Planung einer Hochzeit ist ohnehin schon voller Hindernisse (wie im nachfolgenden Video wunderbar dargestellt), da muss man auf diese Weise nicht noch unnötig Verwirrung stiften.





Das emotionale Geschenk

Während die Geschenke der ersten großen Kategorie etwas kühl wirken, wenn sie auch oft nicht verkehrt sind, appellieren die Geschenke aus der emotionalen Klasse an das Herz. Sie sollen berühren und eine Erinnerung schaffen, die auch nach der Hochzeit noch bleibt. Das kann etwas nichtmaterielles sein, wie eine Aufführung oder etwas materielles, wie ein Ballonfahrt, ein Buch mit schönen Sprüchen oder wie ein Fotoalbum oder Video, das sich das Brautpaar nach der Hochzeit ansieht.

Der Klassiker in diese Richtung ist das Kaufen von Einwegkameras, die an die Gäste verteilt werden. Diese dokumentieren die Hochzeit aus ihrer eigenen Perspektive, entwickeln die Bilder und lassen sie dem Brautpaar anschließend zukommen. So hat das Brautpaar eine bleibende Erinnerung.

Diese Idee verwirklichen viele Heiratende von sich aus, wenn man sich aber sicher ist, dass das Brautpaar daran nicht gedacht hat, kann man solche Einwegkameras (Kosten pro Stück etwa 4 Euro) auch problemlos als Geschenk mitbringen. Am besten ist es, wenn man an jede Kamera noch einen kleinen Zettel hängt, auf dem die Vorgehensweise erklärt wird.

Auch sehr persönlich sind gemalte Bilder. Ich weiß, das mag kitschig klingen, aber es gibt professionelle Maler, die - natürlich gegen ein Entgelt - nach einer Vorlage malen. Wenn sie entsprechend begabt sind, ist das natürlich noch schöner.

Allerdings sei hier schon gewarnt: Über Selbstgemachtes freut man sich nicht immer. Zwar sind Gedichte, Lieder und Kunstwerke prinzipiell etwas wunderschönes, wer aber nicht reimen, nicht singen und nicht malen kann, der sollte doch lieber einen anderen Weg einschlagen oder einen Profi aufsuchen.

Auch sehr persönlich sind Gravuren und Monogramme. Letztere lassen sich prinzipiell auf alle Textilien aufbringen. Ob aber Geschirrtücher das richtige Geschenk sind? Dann vielleicht doch eher eine Gravur. Denn diese lässt sich auf fast jeden Gegenstand aufbringen. Und was gibt es persönlicheres, als einen Lebensvorrat Seife mit dem eigenen Namen drauf?

Und wenn Sie jetzt immer noch keine Idee haben, dann finden Sie hier und hier noch mehr Ideen.

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