BLOG

Ruhe in Frieden USA: Warum das Land der Freiheit für mich gestorben ist

27/03/2017 18:59 CEST | Aktualisiert 27/03/2017 19:00 CEST
Marcos Brindicci / Reuters

Die vereinigten Staaten von Amerika sind tot. Sie sind in dem Moment gestorben, als die Vormacht der Weißen zur bevorzugten Währung geworden ist. Sie wurden zerstört, als plötzlich feststand: Das weiße Amerika bleibt weiß - egal was passiert.

Fanatikern ist es jetzt erlaubt, öffentlich ihre Verachtung für die Vermischung der Völker auszudrücken - mehr noch, es wird sogar von oben unterstützt. Präsident Donald Trump befürwortet das und die aktuelle Situation wird natürlich von denen unterstützt, die das Gute predigen.

Jesus war weiß, Santa Claus ist weiß und Gott hat immer recht. Weiß zu sein, ist sehr amerikanisch.

Arschlöcher wie Steve King, Rudy Giuliani, Carl Paladino und Steve Bannon scheinen an mentaler Impotenz zu leiden - weiße Männer mit kleinem Schwanz und Egos, die lang genug sind, dass man sie um ihren Hals wickeln und zuknoten könnte.

Entscheidet euch für eine Seite

Es ist Zeit, sich für eine der beiden Seiten zu entscheiden. Und wo auch immer ihr dann landet, dort werdet ihr erstmal bleiben.

Um die Wahrheit zu sagen, ich finde es verwerflich und ausgesprochen primitiv, dass jemand, der in der Öffentlichkeit und an der Macht steht, in einem Land, das auf den gebrochenen Rücken farbiger Menschen gebaut wurde, die Vormacht der Weißen predigt.

Wie zum Teufel bringt es der Anführer eines ganzen Landes fertig, das zu äußern und es dann noch zu wagen, diese Position aufrechtzuerhalten als hätte es keine Konsequenzen?

Pointiert und meinungsstark: Der HuffPost-WhatsApp-Newsletter

2016-07-22-1469180154-5042522-trans.png

Wie können die Republikaner nur so gleichgültig reagieren, wenn es um eine Entscheidung geht, die unser Land schwer erschüttern könnte - ein Land, das dringend wieder auf Kurs gebracht werden muss? Wie können sie nur so selbstgefällig sein, wenn die Wolken des Untergangs über uns schweben?

Wie konnte ein Rassist in das höchste Amt entsendet werden, das es in unserem Land gibt? Und wie konnte er die Macht erlangen, unser System mit Haut und Haar zu verschlingen? Das Feld voller Träume kann jetzt geerntet werden und alles, was ihr tun müsst, ist zu entscheiden, wie ihr leben möchtet.

Das Ende hat mit einem Kopfschütteln begonnen

Es ist keine Einheit in Sicht - nur Linien, die Verbindungen benennen und Punkte, die sich nicht mit Inhalt verbinden lassen.

Unsere politische Struktur ist in dem Moment in sich zusammengefallen, als Barack Hussein Obama an einem kalten Wintertag sein Amt abgetreten hat. Die Ordnung so durcheinanderzubringen und danach wieder neu zusammen zu bauen, war eine Meisterleistung von ihm gewesen.

Es ist jetzt Zeit für euch zu entscheiden, wohin ihr gehört. Und dabei darf keine Atmosphäre von Verwirrung oder Angst aufkommen. Der eh schon dünne Grat ist noch dünner geworden - so dünn, dass es fast unmöglich geworden ist, ihn zu erkennen.

Es beginnt jetzt. Das Ende hat mit einem Kopfschütteln der Welt begonnen - über die Vereinigten Staaten von Amerika.

Wie zum Teufel sind wir an diesen Punkt gekommen? Und wie konnten wir es so weit kommen lassen? Die Antwort darauf liegt in der Zukunft, die so schnell daherkommt, dass griesgrämige alte Männer mit Zungen aus Gift den Erfolg ihrer Albträume erleben werden.

Gott würde noch einmal sterben

Ihr müsst euch für eine Seite entscheiden - und ihr müsst es schnell tun. Schneller als der Ausflug zum nächsten Apple Store - weil den Akku, den ihr wechseln müsst, euch nichts bringt, solange ihr nicht in einer Gemeinschaft lebt, die ihr mit eurem Gewissen vereinbaren könnt.

Wir werden niemals alle vereint sein - das ist auch mir klar - aber wenigstens können wir so zusammen verwurzelt sein, dass wir nicht das Selbe von uns geben, was wir verdauen müssen, was wir von überall mitbekommen.

Mehr zum Thema: Wer glaubt, das Türkei-Referendum sei keine Bedrohung, der sollte einen Blick in die USA riskieren

An alle weißen Fanatiker da draußen: Gott würde noch einmal sterben um uns von eurem Hass zu erlösen - jedes Mal, wenn eure Bibel zur Waffe wird. Wenn ihr wollt, dass das eure Bürde ist, dann wählt sie jetzt. Wenn nicht, dann entscheidet euch für die Seite, die euch vom "Weiß-Sein" trennt.

Ihr werdet dann viel besser sehen. Die weiße Farbe blendet nämlich.

Der Beitrag erschien zuerst auf medium.com und wurde von Franziska Kiefl übersetzt.

Lesenswert:

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blog-Team unter blog@huffingtonpost.de.

Sponsored by Trentino