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Licht und Schatten

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Aus Kapitel 1 Fehltritt, Teil 3

Evamaria und Timo besuchten sich jetzt oft in ihren Wohnungen. In tiefem Ernst gelobten sie einander Treue, ihre unterschiedlichen Konfessionen waren kein Problem für sie. Timos Eltern akzeptierten erfreut Evamaria als Freundin ihres Sohnes und luden sie manchmal sonntags zum Essen ein. Das Erste, was sie in Timos Zimmer sah, war ihr vergrößertes Bild über der Schlafcouch, davor standen ein kleiner Tisch und zwei Sessel. Unter dem Fenster war Timos Schreibtisch mit dem Tablet und einem Radio, an der Seite stand ein Schrank.

Evamarias Mutter war zurückhaltender, nur ihr Mann Manuel nahm Timo bedenkenlos als Freund der Tochter an. Evamarias Zimmer war ähnlich eingerichtet wie seins, nur hatte sie überall Blumen stehen und ein ganzes Regal voller Bücher, Romane, Geschichtswerke und Bildbände. „Mein Vater versorgt mich regelmäßig damit", erklärte Evemie, als Timo sich dafür interessierte, denn meine Mutter hält nicht so viel davon."

Später entdeckte Timo eine Klarinette und fragte er erstaunt: „Spielst du dieses Instrument?" „Ich habe mit zwölf angefangen, aber nicht ernsthaft weiter gespielt, bin also immer noch eine Novizin. Jetzt komme ich kaum noch dazu." „Ich habe im selben Alter angefangen, Geige zu spielen, bin aber auch nicht weiter gekommen. Vielleicht sollten wir mal zusammen spielen." „Das ist eine gute Idee", stimmte Evamaria zu. „Zusammen haben wir sicherlich mehr Lust, weiter zu lernen." Bei einem Sonntagsbesuch stellte Evamaria den Freund ihrem Vater vor, er akzeptierte den jungen Mann sofort. Timo fand die Atmosphäre mit diesem Mann viel freundlicher und freier als bei Evamaria zu Hause und begleitete sie jetzt öfter zu ihm.

In Timos Zimmer begannen die beiden, gemeinsam zu musizieren und wurden immer sicherer. Auch bei den Schulaufgaben halfen sie sich. Und oft streichelten sie sich, wie sie es in der Freizeit entdeckt hatten, blieben aber nie über Nacht beieinander. In Timo kam dabei das Verlangen auf, sich mit der Geliebten ganz zu vereinigen, doch ihm war klar, dass die Initiative von ihr ausgehen musste.

Gerne küsste er ihre Brustspitzen und eines Abends gingen seine Lippen auf ihrem Körper weiter. Als er ihren Bauchnabel leckte, rief sie: „Das kitzelt!", dann setzte er die Reise fort, bis er die Zehen küsste. Sachte drückte er ihre Beine auseinander, und liebkoste die Innenseite der Schenkel. Erstaunt sah er, dass ihre Scham dieselbe blauviolette Farbe hatte wie seine Eichel, er küsste die Lippen und liebkoste mit der Zunge ihren empfindlichen Punkt.

Evemie atmete immer heftiger, bis sie leise aufschrie und ihm in die Haare griff. Sie zog seinen Kopf zu sich hinauf und küsste ihn leidenschaftlich. „Ich danke dir für deine Liebe", flüsterte sie, „das war viel zarter als mit den Fingern, ich habe es noch nie so intensiv erlebt." „Für mich war es noch schöner als deinen Mund zu küssen", gab Timo das Lob zurück. Zum Dank beugte Evemie sich über den Geliebten und liebkoste die Eichel mit den Lippen. Ein wundervolles Gefühl stieg in Timo auf, so wie die weichen Lippen der Geliebten ihn streichelten, musste es wohl auch in ihrer Vagina sein. Es dauerte nur kurze Zeit, bis er aufstöhnte. „Danke, das war phänomenal", flüsterte er und küsste sie, wobei er seinen Samen schmeckte.

Kurz danach feierte Evemie ihren siebzehnten Geburtstag. Nach der Feier mit den Eltern führte sie Timo in ihr Zimmer und entzündete zwei Kerzen. Sie entkleidete beide und zog ihn aufs Bett. Schon lange hatte sie sich gewünscht, das Geheimnis der innigen Gemeinschaft mit diesem geliebten Menschen zu erleben und jetzt fühlte sie sich alt genug.

Ihre Liebe hatte einen Punkt erreicht, an dem nichts mehr zwischen ihnen stehen sollte. Sie drückte sich an ihn und beide kosteten es zum ersten Mal aus, ein einziger Körper zu sein. Überrascht fühlte Timo die Wärme, die sein Glied umgab, bis sein Körper sich wie von selbst bewegte und er stöhnend explodierte. Lange blieben sie beieinander und Timo konnte nur leise „Danke", sagen. Mit den Worten „Ich habe mich darauf gefreut, mich dir an diesem Tag vollkommen zu schenken und nehme seit ein paar Wochen die Pillen", beruhigte Evemie den Geliebten.

Unendlich groß war die Liebe dieser Frau! Würde er ihr jemals genug danken können für die Größe ihres Herzens? Zum ersten Mal im Leben hatte er eine Frau vollkommen geliebt, endlich waren seine Fantasien Wirklichkeit geworden. Es war viel schöner, als er es sich vorgestellt hatte und er war glücklich, dass sie es begonnen hatte. Jetzt waren sie ein richtiges Paar und Timo wusste, dass er diese wundervolle Nacht nie vergessen würde.

Evemie hatte es ebenso wie Timo genossen, gemeinsam den Punkt höchsten Glücks zu erleben. Sie blieben die ganze Nacht beieinander und wiederholten am Morgen das schöne Spiel. Danach hatte Evemie noch etwas auf dem Herzen: „Diese innige Gemeinschaft, die wir jetzt zum ersten Mal gefeiert haben, ist für mich etwas ganz Besonderes, ja Heiliges, denn Gott hat sie geschaffen, damit neue Menschen entstehen, aber auch um den Menschen Freude an der Liebe zu schenken.

Mit der Pille verhindere ich die erste Aufgabe vorläufig und wir haben viel Freude dabei, trotzdem habe ich Ehrfurcht vor diesem Hintergrund. Ich bitte dich von ganzem Herzen, nie leichtfertig damit umzugehen." Timo war beeindruckt von dieser Tiefe ihrer Gedanken und nahm sich vor, sie immer im Gedächtnis zu behalten.

Verwunderte sah Evamarias Mutter, dass ihre Tochter Timo zum Frühstück mitbrachte, sagte aber nichts. Erst abends fragte sie, ob Evamaria ein Verhütungsmittel benutzt habe, das sei eine Sünde, doch die Tochter antwortete entschieden: „Das ist allein meine Angelegenheit, die meisten Mädchen in meiner Klasse sind viel weiter und ich habe mich schon lange danach gesehnt, mich Timo zu schenken, wollte aber bis zu diesem Tag warten. Ich denke, ihr beiden werdet euch auch nicht ungeschützt lieben, du solltest mir vertrauen, dass ich selber weiß, was richtig ist."

Die beiden waren jetzt oft beieinander und fuhren im Sommer für drei Wochen nach Kreta zelten. Sie hatten einen einfachen Campingplatz an der Südküste gefunden, den sie vom Airport Heraklion nach mehrstündiger Fahrt mit mehreren Bussen erreichten. Er lag fast am Ufer und war so wenig belegt, dass sie meist unbeobachtet nackend baden konnten, aber ihre körperliche Gemeinschaft zelebrierten sie nur im Zelt.

„Ich will dich irgendwann heiraten", flüsterte Timo nach einer wundervollen Nacht und Evemie antwortete: „Gerne, das will ich auch, dann sind wir jetzt verlobt." Bei einem Juwelier kauften sie einfache goldene Ringe. Mittag aßen sie in einer kleinen Taverne, deren Wirt Deutsch sprach. Eines Tages kam er mit einer uralten Frau und vier Gläsern Ouzo an ihren Tisch. „Das ist Philena, die Wahrsagerin unseres Dorfes", sagte er, „sie hat mich gebeten, euch etwas zu sagen."

Die vier stießen miteinander an, dann begann die Frau Griechisch zu sprechen und der Wirt übersetzte ihre Worte: „Ihr beide liebt euch sehr und vor euch liegt eine glückliche Gemeinschaft. Ihr werdet sogar ein Kind haben. Aber ein schwarzer Schatten wird auf eure Liebe fallen, den ihr nur gemeinsam bewältigen könnt, hört ihr, gemeinsam, sonst ist eure Liebe verloren." Sie trank ihren Ouzo aus und ging. Die beiden dankten dem Wirt, zahlten und verließen auch die Taverne. „Was hältst du davon?", fragte Timo die Freundin, worauf sie bewegt antwortete: „Wir müssen unsere Liebe sorgfältig bewahren und wenn es Schatten gibt, sie gemeinsam bewältigen."

Zwei Jahre später machten die jungen Leute das Abitur und begannen ihre Berufsausbildung. Nur wenig Zeit blieb ihnen während der Semesterferien zu Campingurlauben in ganz Europa. Evamaria bekam nach einem dreijährigen Berufskolleg für Mode und Design einen Abschluss als Staatlich Geprüfte Designerin und studierte danach an der Staatlichen Modeschule.

Nach zwei Jahren war sie fertig und nahm eine Stelle bei dem renommierten Stuttgarter Modehaus Donna Elvira an. Wegen ihrer Kreativität war sie bald hoch angesehen. Timo wurde parallel zum Studium Mitglied beim THW, um den Zeitverlust durch den Wehrdienst zu umgehen, und er schaffte in fünf Jahren am Institut für Elektrische Antriebe den Master. Danach stieg er auf den Rat seines Vaters bei Daimler in die Entwicklung von Elektromobilen ein und musste sich zur Geheimhaltung verpflichten. Seine Aufgabe war die Entwicklung der Elektronik für die Motor- und Batteriesteuerung. Da er beim THW bleiben wollte, nahm er jeden Monat an einer Schulung teil.

Kurz danach heirateten die beiden, wobei Evamaria ihren Geburtsnamen Molar hinter Timos Namen beibehielt. Weil die beiden sich protestantisch trauen lassen wollten, wie Timo getauft und konfirmiert war, gab es Krach mit Evamarias Mutter, die sich auch weigerte, die Hochzeit auszurichten, selbst ihr Mann war machtlos dagegen. Timos Eltern richteten die Hochzeit aus und bezahlten die Festkleidung der Brautleute. Timo trug einen festlichen hellen Anzug und Evamaria ein schlichtes, mit Spitzen besetztes Kleid. Ihre Mutter weigerte sich auch, in eine protestantische Kirche zu gehen und kam erst zum Festmahl, zu dem nur die Familien der Brautleute geladen waren. Evamarias leiblichen Vater, der seine Tochter zum Altar führte, würdigte sie beim Essen keines Blickes.

Das Paar hatte eine Dreizimmer-Wohnung in der Nähe ihrer Elternhäuser gefunden und Timos Eltern stifteten einen Teil der Einrichtung, Evamarias Eltern steuerten die Küchengeräte bei. Begeistert las Timo sich durch Evemies Büchersammlung, er hatte bis dahin nur wenig gelesen. Die beiden Eheleute gewährten einander auf ihren Gehaltskonten Kontovollmachten und richteten ein gemeinsames Haushaltskonto ein, auf das sie monatlich jeweils ein Viertel ihres Nettogehalts überweisen ließen. Von diesem Konto wurden die Miete und alle Anschlussgebühren sowie die laufenden Haushaltskosten bezahlt.

Für Anschaffungen einigten sie sich, Ausgaben über 300,- € vorher abzusprechen und eventuell von den Gehaltskonten etwas zuzuzahlen. Auf ihren Rechnern richteten sie Onlinebanking für die Konten ein. Nach der Probezeit erstand Timo in Absprache mit Evamaria bei Daimler einen Jahreswagen der A-Klasse auf Kredit. Er hatte seine Frau stets als völlig gleichberechtigte Persönlichkeit angesehen und wurde wild, als ein Kollege zu ihm sagte: „Das Weib muss die starke Hand, den Zügel spüren." Diese Gutsherrenart Frauen gegenüber, die nur als etwas angesehen wurden, das sich auf jedem Fall dem Mann unterzuordnen habe, war ihm im höchsten Maß zuwider.

Wenn die beiden Zeit hatten, spielten sie gemeinsam ihre Instrumente und hatten viel Freude, sich anspruchsvolle Stücke zu erarbeiten. Und oft zelebrierten sie ihre innige Gemeinsamkeit, es war immer wieder eine wundervolle Offenbarung für sie. Als Evamaria sich reif für ein Kind fühlte, verzichtete sie in Absprache mit Timo auf die Pille. Das reizte ihn noch mehr, sie zu lieben, es war etwas unendlich Großes, bewusst ihr Kind zu zeugen. Als es dann nach zärtlichen Spiel aus ihm in die geliebte Frau strömte, war ihm ganz feierlich zumute. Dank der ihnen von Gott verliehenen Schöpfungskraft schenkten sie vielleicht einem neuen Menschen das Leben. Auch Evemie war bewegt, als sie seine Spasmen in sich fühlte. „Vielleicht entsteht jetzt gerade in meinem Körper ein einzigartiger Mensch", dachte sie glücklich.

Und es hatte geklappt, schon bald freuten die beiden sich über die Schwangerschaft. Gern strich Timo über den sich langsam füllenden Bauch seiner Frau, wo er sogar die Bewegungen des Embryos spürte, und freute sich mit ihr über die Ultraschallaufnahmen, die ihnen zeigten, dass sie einen Jungen erwarteten. Die Geburt im September verlief kritisch, denn der Embryo lag quer und wurde schließlich nach qualvollen zwölf Stunden durch einen Kaiserschnitt geholt.

Die ganze Zeit hatte Timo bei seiner Frau ausgeharrt und musste sie nur für die Operation verlassen. So bekam er den Sohn eher zu sehen als die Mutter und hatte von Anfang an er ein inniges Verhältnis zu ihm. Als Evemie mit dem Jungen zu Hause war, näherte Timo sich ihr sehr vorsichtig, weil er ahnte, dass sie noch nicht zur vollen Begegnung bereit war. Sie dankte ihm diese Rücksicht mit zärtlichem Streicheln, bis sie ihn nach ein paar Wochen verführte. Begeistert sah er immer wieder zu, wenn sie das Kind stillte, jetzt erfüllte ihre Brust, die er so gerne streichelte, einen ganz anderen Zweck und er kostete ihre süße Milch. Wenn er zu Hause war, übernahm er oft die Pflege des Sohnes.

Zum Ärger von Evamarias Mutter ließen sie den Jungen evangelisch auf den Namen Marcus taufen. Anschließend nahmen beide Elternzeit, Timo allerdings nur zwei Monate. Vier Monate nach Marcus' Geburt musste Timo für zwei Wochen zu einem THW-Einsatz nach dem von einem Erdbeben zerstörten Haiti. Nach der Elternzeit kam Marcus in eine Krippe und als er drei war, in den nahen Kindergarten. Evamaria arbeitete bis mittags und holte ihn um 14 Uhr ab, um dann zu Hause weiter zu arbeiten. Im Sommer fuhr die Familie meist zum Zelten an die französische Mittelmeerküste bei Marseillan. Oft badeten sie nackt im nahen Naturismus-Bereich, blieben aber im vorderen Teil, weil sie ihrem Sohn den Anblick der weiter hinten öffentlich praktizierten erotischen Spielereien ersparen wollten.

Nach vier Jahren erfolgreicher Tätigkeit wurde Timo die Verantwortung über eine Arbeitsgruppe im Elektronikbereich übertragen. Weil Evamaria Marcus oft zur Ordnung anhielt, war sein Verhältnis zum Vater herzlicher, der ihm mehr Freiheit ließ. Im letzten September war er sechs geworden und sollte nach den Ferien in die Schule kommen. Timos Schwester Saskia ging nach Amerika, um dort ihr Studium über internationales Management fortzusetzen.

Evamarias Mutter schimpfte ständig über die Türken, die als Gastarbeiter bei Daimler arbeiteten. „Diese Mohammedaner gehören nicht in unser christliches Land", schimpfte sie, „und dass sie hier ihre Moscheen bauen, ist eine Schande. Mit ihrer enormen Fruchtbarkeit werden sie uns bald überrunden." Sie hatte begeistert das Buch „Deutschland schafft sich ab" von Thilo Sarrazin gelesen. Alle Hinweise, dass viele sich einbürgern und zu normalen Deutschen mit wenigen Kindern werden, nutzten nichts. Als dann im vorigen Jahr die vielen Flüchtlinge Deutschland erreichten und die Kanzlerin ihnen das Land öffnete, war sie überhaupt nicht mehr zu beruhigen und schloss sich umgehend der Alternativen Partei an. Logische Diskussionen waren nicht möglich und die grüne Landesregierung wurde zu einem roten Tuch für sie. Evamaria und ihr Mann hatten kein Verständnis für diese Haltung der Mutter, blieben aber weiterhin im Kontakt mit ihr.

Vor vier Wochen hatte Evamaria einen Entwurf zu Hause vergessen und als sie ihn vormittags holen wollte, überraschte sie Timo mit einer jungen Frau im Bett. Sie glaubte zuerst, sich in der Wohnung geirrt zu haben. Nachdem sie sich gesammelt hatte, schrie sie: „Raus aus meiner Wohnung, aber schnell!" Verlegen stürzten die beiden in ihre Kleider und verließen die Wohnung, während Evamaria weinend zusammenbrach. Sie war so verletzt, dass sie ihren Mann abends aufforderte, die Wohnung zu verlassen, worauf er sich schuldbewusst in seinem alten Zimmer bei den Eltern einquartierte.

Ihre Mutter riet Evamaria empört, sich von diesem Ehebrecher so bald wie möglich zu trennen. Nach einer Woche rief Timo seine Frau an, um die weitere Entwicklung ihrer Beziehung zu klären. „Du hast unser heiliges Miteinander verraten, ich will die Scheidung", rief sie in den Apparat und ließ sich auch durch seine Bitte nicht besänftigen, nur vorläufig eine Weile getrennt zu leben und es dann noch einmal miteinander zu versuchen. Selbst seine Worte, sie komme doch selber aus einer Scheidungsfamilie und wisse, wie schlimm die Trennung für das Kind sei, konnten sie nicht umstimmen. Darauf forderte Timo, den Sohn an jedem zweiten Wochenende zu sehen, und Evamaria stimmte unter der Bedingung zu, dass sie den Wagen bekäme. Das war der augenblickliche Stand ihrer Beziehung und damit war sie wieder in der Gegenwart angekommen.

Die Anhänglichkeit ihres Sohnes an seinen Vater und die erstaunlichen Informationen über die kindliche Entwicklung hatten Evamaria nachdenklich gemacht, anscheinend musste sie ihre Erziehungsmethode grundlegend ändern. Dazu hatten Timos Worte beim Telefonat sie aufgewühlt, dass er sie noch sehr liebe und immer wieder an die schöne Zeit zurück denke, wo sie sich die gute Nacht von Angesicht zu Angesicht wünschen konnten. Weil die schönen Erinnerungen an ihr Zusammenfinden vor sechzehn Jahren sie weich gestimmt hatten, fragte sie sich, ob es richtig war, Timo so schroff abzuweisen. Diese Gedanken beschäftigten sie so lange, dass sie erst um 3 Uhr einschlief.

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© Copyright 2017 Ernst-Günther Tietze, Hamburg, www.eg-tietze.de

Der Roman „Licht und Schatten" beschreibt auf 192 Seiten die entstehende Liebe zwischen zwei jungen Menschen, die zu einer erfüllten Ehe führt, bis ein Seitensprung des Mannes die Harmonie zerstört. Erst eine Reihe schwerwiegender Ereignisse bringt die Frau dazu, die eigene verschüttete Liebe auszugraben und den gekränkten Stolz zu überwinden, bis sie feststellen muss, dass sie auch fehlbar ist. Überrascht begreifen beide Partner, dass diese Turbulenzen ihre liebevolle Gemeinschaft gefestigt haben, so dass sie sich für die neuen Anforderungen gewappnet fühlen, die auf sie zukommen.

Der Roman wird gedruckt bei epubli und kann im Internet und in jeder Buchhandlung bestellt werden:
Als Taschenbuch für 8,99 Euro mit ISBN Nr. 978-3-7450-3356-4
Als e-Book für 1,99 Euro mit ISBN-Nr. 978-3-7450-3624-4

Das vorliegende Kapitel 1 umfasst im Buch 21 Seiten. Weitere Ausschnitte aus den folgenden Kapiteln des Romans werden nacheinander an dieser Stelle vorgestellt.

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