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Licht und Schatten, Kapitel 3

Veröffentlicht: Aktualisiert:
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Aus Kapitel 3 Spionage, Teil 1

Nachdem Timo seinen Sohn mit einer Geschichte zum Schlafen gebracht hatte, wollte er den Abend nicht schon wieder einsam in der Wohnung beenden und ging in die nahe Weinstube. Er saß noch nicht lange vor seinem Trollinger und dachte erfreut an Evemies Abschiedskuss, als ihn ein dunkelhaariger Mann in einem gepflegten Anzug und Krawatte fragte, ob er sich zu ihm setzen dürfe.

Als höflicher Mensch stimmte Timo zu, obwohl er lieber alleine geblieben wäre. Der Fremde bestellte auch einen Trollinger, prostete über das Glas Timo zu und sagte dann leise: „Wie ich weiß, arbeiten Sie bei Daimler recht erfolgreich an der Entwicklung von Elektrofahrzeugen. Ich vertrete eine Gesellschaft, die an Ihren Entwicklungen interessiert und bereit ist, einen angemessenen Preis für Informationen zu zahlen. Ich weiß auch, dass Ihre Finanzen zurzeit nicht so erfreulich sind, weil Sie von Ihrer Frau getrennt leben, die schwer verletzt im Krankenhaus liegt. Wie denken Sie über eine Zusammenarbeit?"

Das Angebot traf Timo wie eine Pistolenkugel. Im ersten Moment wollte er sofort aufstehen und den Fremden am Tisch alleine lassen, er hatte absolut nicht die Absicht, seinen Arbeitgeber auszuspionieren, aber dann dachte er: „Vielleicht ist es besser, mehr über den Agenten zu erfahren und den Spionageversuch zu melden.

Ich muss eine Strategie finden, um bei dem Mann glaubwürdig zu erscheinen und möglichst viel aus ihm heraus zu bekommen. Schlimm ist, dass der anscheinend alles über mich und Evemie weiß.". So tat er, als ob er über das Angebot nachdenken musste, bis er sich über sein Vorgehen klar war.

„Ihr Angebot interessiert mich", sagte er langsam, „doch Sie müssen mir schon etwas mehr sagen. Als erstes möchte ich wissen, mit wem ich es zu tun habe. Nennen Sie mir bitte Ihren Namen und Auftraggeber, meinen kennen Sie ja anscheinend." „Das tut in diesem Fall nichts zur Sache. Sie glauben doch wohl nicht, dass ich mich vor Ihnen nackt ausziehe", versuchte der Mann, sich heraus zu winden, doch Timo gab sich damit nicht zufrieden: „Dann wird nichts aus unserem Geschäft, schließlich wollen Sie etwas von mir wissen und ich verhandle nicht mit einem Phantom", erwiderte er lächelnd, erhob sich und rief den Kellner, um zu zahlen.

„Bleiben Sie bitte", quälte der Mann sich eine Antwort ab. „Eigentlich darf ich Ihnen nichts über uns sagen, aber ich sehe ein, dass das für Sie unbefriedigend ist. Mein Name ist Jonas Pavelchik, aber den Namen der Gesellschaft, für die ich arbeite, darf ich Ihnen auf keinen Fall nennen." Mit diesen Worten holte er eine Visitenkarte aus der Tasche und gab sie Timo. „Jonas Pavelchik, Vermittler", stand darauf und darunter eine Handynummer, aber keine Adresse.

„OK", meinte Timo, der sich wieder gesetzt hatte, „dann verraten Sie mir als Nächstes, was Sie von mir wissen wollen." „Tja, positiv wäre es natürlich, wenn ich Ihr Arbeitsgebiet bei Daimler kennen würde. Ich weiß, dass Sie im geheimen Firmenkomplex für die Entwicklung von Elektroautos tätig sind, aber nicht, womit Sie sich genau beschäftigen. Bekannt sind ja die Bereiche Motoren, Leistungselektronik und Batterien mit ihrem Management, dazu kommen das Bedienkonzept und die Klimaanlage, und aus allen sind wir an Informationen interessiert.

Ich weiß nicht, ob Sie außerhalb Ihrer Aufgabe an Informationen über die anderen Bereiche kommen, das wäre natürlich sehr hilfreich." „Sagen Sie doch ganz einfach, was Sie wissen wollen, dann kann ich versuchen, etwas darüber heraus zu bekommen", antwortete Timo, immer noch lächelnd, allmählich machte ihm die Angelegenheit Spaß.

„Bei den Motoren wissen wir, dass Daimler vorläufig jede Achse mit einem Asynchronmotor antreiben will. Unsere Frage ist, ob Sie auf Radnabenmotoren und evtl. Synchronmotoren umsteigen wollen. Als Batterien setzen Sie Lithium-Ionen-Akkus ein, die ein leistungsfähiges Management benötigen, aber es gibt neuere, leistungsstärkere Entwicklungen, beschäftigt Daimler sich damit? Bei der Leistungselektronik sind ja Dreiphasenwechselrichter Stand der Technik, planen Sie dort etwas Neues?"

„Das ist ja so ziemlich alles, um unsere für die Zukunft geplanten Fahrzeuge nachbauen zu können", lachte Timo. „Einige Details kenne ich, bei anderen weiß ich nicht, ob ich rankomme, ich werde es versuchen. Dafür wüsste ich gerne noch, was dabei für mich heraus springt." „Das hängt vom Wert Ihrer Informationen ab, ich nenne Ihnen mal einen Mindestbetrag von zehntausend Euro, der aber bis zum Zehnfachen anwachsen kann."

„Das hört sich nicht schlecht an", meinte Timo scheinbar nachdenklich. „Ich muss sehen, wie ich an die Informationen komme und melde mich in den nächsten Tagen über Ihr Handy. Und nun muss ich gehen, denn morgen früh ist die Nacht zu Ende, leben Sie wohl." „Einen Hinweis möchte ich Ihnen noch geben", nahm der Mann noch einmal das Wort: „Ich rate Ihnen sehr, niemandem etwas von unserem Gespräch zu sagen, das könnte sich negativ auf Ihre Familie auswirken."

Wütend über diese Drohung zahlte Timo seinen Wein, stand auf und ging, ohne den Mann anzusehen. Nachdem er zu Hause gesehen hatte, dass Marcus ruhig schlief, ging er ins Bett, konnte aber lange nicht einschlafen.

Dass er seinen Arbeitgeber nicht ausspionieren würde, war ihm vollkommen klar, aber was sollte er jetzt am besten tun? Er ärgerte sich, dass er überhaupt auf das Gespräch eingegangen war, die Drohung des Mannes über Gefahren für seine Familie klang ihm noch in den Ohren. Er brauchte den Rat eines vertrauten Menschen, am meisten war er trotz allem mit Evemie vertraut, aber konnte sie ihm in dieser Frage einen Rat geben? Am besten wäre wohl ein Gespräch mit seinem Vater, der bei Daimler etwas darstellte, doch so innig vertraut war er nicht mit ihm. Mit dem Beschluss, morgen zu einer Entscheidung zu kommen, schlief er ein.

Als Timo am nächsten Morgen den Sohn zum Kindergarten gebracht hatte und zur Arbeit fuhr, wusste er plötzlich, wem er sich anvertrauen konnte, seiner Mutter und dem Vater zusammen. Zur Mutter hatte er von Kind auf ein sehr herzliches Verhältnis, viel enger als seine Schwester es hatte. Und sie würde in das Gespräch eine vertrauliche Atmosphäre bringen, die dem Vater abging.

Nach diesem Entschluss widmete er sich beruhigt seiner Arbeit, wozu die Leistungselektronik und das Batteriemanagement gehören. Um über das gesamte Gebiet besser Bescheid zu wissen, studierte er nebenbei die wenigen offen verfügbaren Berichte der anderen Bereiche und stattete ihnen in der Mittagspause einen Besuch ab.

Am selben Vormittag wurde Evamaria in den Operationssaal gebracht und ihre Milzwunde untersucht. „Wir sind sehr zufrieden mit der Heilung", freute sich der Arzt, „und können Sie von dem aufwendigen Verband befreien. Natürlich können Sie wegen der Brüche noch nicht laufen, aber sich wenigstens im Bett aufrichten, lesen und selbstständig essen. Ich wünsche Ihnen, dass die Brüche ebenso schnell heilen und wir Sie in die Reha entlassen können." Erfreut bedankte sich Evamaria für die gute Pflege.

Als sie zurückkam, fand sie auf dem Nachttisch einen verschlossenen Briefumschlag und beim Öffnen darin ein kurzes Schreiben: „Raten Sie Ihrem Gatten zu einer guten Entscheidung, um Nachteile für sich und Ihren Sohn zu vermeiden." Erschrocken las sie das Schreiben ein paar Mal, konnte aber nichts damit anfangen. Das musste sie unbedingt mit Timo besprechen. Bald kam das Essen und sie genoss es, jetzt selbstständig essen zu können. Beim Schlaf danach träumte sie von einer unbestimmten Bedrohung für Marcus und erwachte schreckerfüllt. Sie konnte kaum Timos Besuch mit dem Jungen erwarten.

Timo verließ die Arbeit wieder so früh wie möglich und fuhr zu seiner Mutter. „Ich muss euch beide heute Abend in einer wichtigen Angelegenheit sprechen", bereitete er sie beim Kaffee vor, ließ sich aber keine Aussage über das Thema entlocken. Sie würde ein Käsefondue vorbereiten, versprach sie. In der Klinik zeigte ihm Evemie nach einem Begrüßungskuss den Brief und auch er bekam einen Schreck. „Das ist ja wohl eine ganz gefährliche Bande, mit der ich mich da eingelassen habe", dachte er besorgt.

Da Marcus dabei war, wollte er seine Frau nur ganz allgemein über eine Bedrohung informieren, doch die wusste eine Lösung, klingelte nach der Schwester und bat sie, den Jungen eine kurze Zeit zu beschäftigen. „Ich kann ihm die neu geborenen Babys zeigen", meinte sie und Timo gelang es, den Jungen zum Mitgehen zu bewegen.

Dann berichtete er in kurzen Worten das Gespräch mit dem Agenten gestern Abend und dass er heute mit seinen Eltern über das weitere Vorgehen beraten wolle. „Eigentlich wollte ich von dem Mann nur Einzelheiten erfahren, um ihn festzunageln, aber dann hat er mich mit diesem Bedrohungsscenario überzogen", klärte er Evemie auf. „Und jetzt sitzen wir mit in der Falle", klagte sie, „meine Unfallfolgen belasten mich schon genug."

„Ich bin sicher, dass mein Vater eine Lösung findet, die Mutter habe ich nur dazu gebeten, um ihn zu besänftigen, denn er ist manchmal recht unbeherrscht", tröstete er seine Frau. „Achte auf jeden Fall darauf, dass Marcus nie ungeschützt irgendwo herum läuft", bat sie und Timo sagte das zu. Als die Schwester mit dem Jungen zurückkam, plauderten sie noch eine Weile, bis sie wieder gehen mussten und Timo sich mit einem leichten Zungenkuss verabschiedete.

Er überlegte, ob er beobachtet würde, wenn er mit Marcus zu seinen Eltern ging und die Gauner daraus schließen könnten, dass er mit ihnen über das Angebot spreche. Doch er sah keine andere Möglichkeit und fuhr von der Klinik wie üblich zunächst in die Wohnung. Erst gegen 19 Uhr ging er mit Marcus die kurze Strecke zum Haus der Eltern. „Sie haben uns zu einem Fondue eingeladen und wir werden bei ihnen übernachten", erklärte er dem Jungen auf dem Weg so laut, dass ein Beobachter das hören konnte.

Nach dem Essen brachte er Marcus mit einer kurzen Geschichte ins Bett und setzte sich danach zu einem Glas Rotwein mit den Eltern zusammen. Dabei berichtete er stockend vom Gespräch mit dem Agenten gestern Abend und seinen Selbstvorwürfen, überhaupt auf das Gespräch eingegangen zu sein.

Der Vater war vor Empörung sprachlos und wie Timo gehofft hatte, richtete die Mutter zunächst das Wort an ihren Mann: „Du musst sehen, dass Timo an dieser Sache vollkommen unschuldig ist, der Agent ist ja richtig über ihn hergefallen. Ich finde es prima, dass der Junge jetzt zu uns gekommen ist, denn du hast die besten Verbindungen in der Firma, um ihm zu helfen. Es ist doch gut, dass Timo deine Firma über diesen Spionageversuch informieren will. Sprich mit deinen Kollegen, was zu tun ist, ohne Timo und seine Familie zu gefährden."

Inzwischen hatte der Vater die Sprache wiedergefunden. „Das ist ein dicker Hund", antwortete er langsam, „und ich weiß zurzeit keine Lösung. Aber es ist wirklich gut, dass du zu uns gekommen bist und ich werde mich morgen vorsichtig umhören, an wen wir uns wenden können. Eine Möglichkeit wäre der Sicherheitsdienst, aber ich fürchte, die gehen gleich mit der großen Keule auf dich los. Bis morgen fällt mir mit Sicherheit etwas ein. Setz' dich doch bitte an den PC und schreib' mit ein paar Worten die Begegnung mit dem Mann auf, damit ich was in der Hand habe." Timo tat das, dann schlief er beruhigt ein.

Freitag früh brachte er den Jungen zum Kindergarten und fuhr mit einem unsicheren Gefühl zur Arbeit, wo er bald zum Direktor der E-Entwicklung gerufen wurde. Sein Abteilungsleiter und der Chef des Sicherheitsdienstes saßen bei ihm. Die Männer wollten alles genau wissen, worauf Timo die ganze Geschichte noch einmal ausführlich berichtete. „Wir wollen Ihre Familie nicht gefährden, aber leider reicht die Bedrohung nicht aus, um sie unter Polizeischutz zu stellen", begann der Direktor.

„Deshalb denken wir an eine andere Lösung, die wir mit unserem Sicherheitsdienst abgestimmt haben. Wir könnten Sie mit falschen Informationen versorgen, die Sie an den Agenten weiter geben. Sobald der Ihnen etwas dafür zahlt, kann er festgenommen werden. Deshalb muss auch die Kriminalpolizei eingeweiht werden, die dafür zuständig ist. Wenn Sie einverstanden sind, lasse ich die Datenfakes zusammenstellen."

„Einen Moment noch", schaltete sich der Sicherheitschef ein. „Ich habe die Angaben auf der Visitenkarte des Agenten überprüfen lassen, den Mann gibt es nicht, die Handynummer stammt von einer Prepaidkarte, die er online mit dem falschen Namen aktiviert hat. Da wir nicht zur Telefonüberwachung berechtigt sind, müssen wir die Kripo einschalten, um das Handy zu orten. Seine Daten habe ich von dort, sie sind also schon informiert. Dort können Sie eventuell den Mann anrufen. Sind Sie auch damit einverstanden?"

Timo musste nicht lange überlegen, der Vorschlag schien die einzige vernünftige Lösung zu sein, er sorgte sich nur um Evemie und Marcus. „Wenn Sie mir die Sicherheit meiner Familie garantieren können, bin ich einverstanden", antwortete er mit bangem Herzen. „Das hängt von der Polizei ab", erwiderte der Sicherheitschef, „wir sind nicht berechtigt, außerhalb des Werksgeländes Überwachungsaufgaben auszuführen. Am besten kommen Sie jetzt mit mir zur Kripo." Er telefonierte kurz und fuhr dann mit Timo zum Polizeipräsidium.

Zum dritten Mal musste Timo seine Geschichte erzählen, der die Kommissare ungläubig lauschten. Wie Timos Vater gestern Abend meinte der Hauptkommissar: „Das ist ja ein dicker Hund", bevor er eine Strategie entwickelte: „Wir werden sofort beginnen, das Handy zu orten, die Genehmigung haben wir schon eingeholt. Wenn wir wissen, wo es steckt, schicken wir einen Einsatztrupp dorthin. Sobald er dort ist, rufen sie den Mann an und wir versuchen, ihn festzunehmen." „Ich meine, das geht etwas zu schnell", schaltete sich der Daimlermanager ein.

„Wir haben ja außer dem Gespräch vorgestern Abend nichts gegen ihn in der Hand. Sie können ihn orten und überwachen, aber zunächst sollte Herr Clausen einen Deal mit ihm vereinbaren. Wir sind bereit, inkorrekte Informationen zur Verfügung zu stellen, die er dem Mann liefern kann, und erst, wenn dieser sie ihm bezahlt, liegt ein Grund vor zuzuschlagen. Was halten Sie davon?"

Der Hauptkommissar überlegte. „Wenn wir den Standort des Mannes wissen und unsere Leute dort sind, rufen Sie ihn an und stimmen zu, für ihn zu arbeiten. Sie sagen, Sie hätten schon Informationen gesammelt und vereinbaren ein Treffen mit ihm", sagte er zu Timo, der fragte, ob seine Frau und sein Sohn genügend sicher seien. Sobald man den Agenten erkannt hätte, werde er ständig überwacht, beruhigte der Polizist ihn, dann fragte er den Daimlermanager, ob die Firma bis dahin genügend Datenfakes zusammenstellen könne. Dieser bejahte die Frage und als der Einsatztrupp sich meldete, rief Timo das Handy an, sein eigenes Handy war an einen Recorder angeschlossen.

Der Agent zeigte sich erfreut und war zu einem Treffen in der Weinstube bereit, wo er vorgestern Timo angesprochen hatte. Als Timo 17 Uhr nannte, fragte er, ob es nicht früher gehe, doch Timo antwortete, vorher habe er die Informationen nicht beisammen. Darauf stimmte der Mann zu und kurz darauf meldete sich das Einsatzkommando, sie hätten den Mann gesehen und beobachteten ihn. Beruhigt fuhr Timo mit dem Sicherheitschef zurück in die Firma und bat seinen Chef, die Datenfakes zu organisieren.

Gegen 11 Uhr erschienen bei Evamaria eine Schwester und ein Krankenpfleger, die sie beide noch nicht gesehen hatte, mit einem Rollstuhl. Die Schwester erklärte, Evamaria müsse zu einer Voruntersuchung in die Reha gebracht werden, um die notwendigen Behandlungsmethoden zu ermitteln. Das kam ihr seltsam vor, weil sie nicht darauf vorbereitet worden war, doch sie konnte nicht verhindern, dass die beiden sie aus dem Bett auf den Rollstuhl hoben und aus dem Zimmer fuhren. Der Mann legte einen Brief auf den Nachttisch. Sie fuhren mit dem Lift in den Keller und an einem Hinterausgang auf eine Ladebühne. Der Mann fuhr einen Kleintransporter so an die Rampe, dass sie den Rollstuhl hinein schieben konnten, dann fuhren sie los.

Evamaria erinnerte sich an das Schreiben, das sie gestern auf dem Nachttisch gefunden hatte, und ihr wurde klar, dass man sie entführte. Doch mit den Schienen an den Beinen konnte sie nichts dagegen tun. Nach 10 Minuten hielt der Wagen an einem Lagerschuppen. Die Schwester legte ihr eine Decke über und drückte ihr eine Flasche Mineralwasser in die Hand, dabei sprach der Mann sie zum ersten Mal an:

„Leider hat sich Ihr Mann nicht an meine Weisung gehalten und die Polizei eingeschaltet. Wir werden Ihnen nichts tun, Sie nur so lange bei uns behalten, bis er die Vereinbarung erfüllt.". Evamaria war ganz ruhig, anscheinend hatten die beiden sie wirklich nur als Geisel genommen, um Timo zu erpressen. Sie war sich sicher, dass er alles tun würde, um sie zu befreien. Solange blieb ihr nichts weiter übrig, als zu warten.

Wie es in diesem Kapitel weitergeht, erfahren Sie in der nächsten Folge.

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© Copyright 2017 Ernst-Günther Tietze, Hamburg, www.eg-tietze.de

Der Roman „Licht und Schatten" beschreibt auf 192 Seiten die entstehende Liebe zwischen zwei jungen Menschen, die zu einer erfüllten Ehe führt, bis ein Seitensprung des Mannes die Harmonie zerstört. Erst eine Reihe schwerwiegender Ereignisse bringt die Frau dazu, die eigene verschüttete Liebe auszugraben und den gekränkten Stolz zu überwinden, bis sie feststellen muss, dass sie auch fehlbar ist. Überrascht begreifen beide Partner, dass diese Turbulenzen ihre liebevolle Gemeinschaft gefestigt haben, so dass sie sich für die neuen Anforderungen gewappnet fühlen, die auf sie zukommen.

Der Roman wird gedruckt bei epubli und kann im Internet und in jeder Buchhandlung bestellt werden:
Als Taschenbuch für 8,99 Euro mit ISBN Nr. 978-3-7450-3356-4
Als e-Book für 1,99 Euro mit ISBN-Nr. 978-3-7450-3624-4

Das vorliegende Kapitel 3 umfasst im Buch 16 Seiten. Weitere Ausschnitte aus den folgenden Kapiteln des Romans werden nacheinander an dieser Stelle vorgestellt.

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