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Licht und Schatten Kapitel 3

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Aus Kapitel 3 Spionage, Teil 2

Mittags rief das Krankenhaus bei Timo an, seine Frau sei verschwunden. Die Schwester, die ihr das Mittagessen bringen wollte, habe ein leeres Bett und einen Brief gefunden. Der Pförtner habe etwa eine Stunde früher auf dem Monitor zwei Personen gesehen, die eine Patientin auf einem Rollstuhl über die Kellerrampe in einen Kleintransporter luden. Timo ließ alles stehen und liegen und raste zur Klinik, wo man ihm den Brief aushändigte. „Sie haben sich nicht an unsere Abmachungen gehalten, sondern die Polizei eingeschaltet, die versucht hat, mich zu beobachten", las er, „Sie bekommen Ihre Frau erst zurück, wenn ich von Ihnen auf sichere Weise die gewünschten Daten bekomme. Beeilen Sie sich, damit Ihre Frau wieder in ärztliche Betreuung kommt. Lassen Sie die Polizei außen vor, sonst sehen sie die Frau nicht mehr lebend wieder. Ich rufe Sie gegen 14 Uhr an und nenne Ihnen einen neuen Treffpunkt."

Besorgt fuhr Timo zur Firma zurück und berichtete seinem Vater die Lage, der den Sicherheitschef und Timos Chef dazu lud. Timo war dagegen, die Polizei wieder einzuschalten, doch der Sicherheitsmann überzeugte die Runde, dass ihnen nur die Polizei helfen könne. Telefonisch informierte er den Hauptkommissar, der zugab, dass seine Leute den Agenten zwar fotografiert, aber dann verloren hätten. Er stimmte dem Vorschlag der Daimlerleute zu, dass Timo zunächst den Agenten ohne Polizeieinsatz mit den falschen Daten versorge, damit seine Frau frei käme, und erst danach würden sie bei einem nächsten Treffen versuchen, den Mann zu stellen. Als sie hörten, dass der Pförtner den Wagen der Entführer auf dem Monitor gesehen hatte, ließen sie sich die gespeicherten Aufnahmen geben und stellten fest, dass die Zulassung zu einem gestohlenen Porsche gehörte. Darauf wurde der Transporter zur Fahndung ausgeschrieben.

„Wie soll es denn zu einem nächsten Treffen kommen, wenn der Mann jetzt schon mit allen Daten versorgt wird, die zwar falsch sind, aber das weiß er ja nicht?", überlegte der Sicherheitschef. „Wir dürfen ihm nur eine Anzahlung geben und eine weitere Lieferung in Aussicht stellen, bei der er dann festgenommen werden kann. Geben Sie ihm zunächst nur Daten aus dem unmittelbaren Arbeitsbereich von Herrn Clausen und sagen Sie, dass sie für die Daten aus anderen Bereichen mehr Zeit brauchen." „Das ist eine gute Idee", fand Timos Chef, „wir werden nur als Leckerli ein paar unwichtige Daten aus den anderen Bereichen dazu geben." Alle Beteiligten waren mit dieser Lösung einverstanden.

Wirklich wurde Timo um 14 Uhr von einer unterdrückten Nummer angerufen, sein Handy war am Recorder. Der Anrufer gab nur eine kurze Weisung: „17 Uhr Ditzingen, Festplatz Glemsaue mit den Daten, keine Polizei", dann war die Verbindung unterbrochen. „Er hat ein neues Handy und will nicht geortet werden", sagte der Sicherheitschef, der zu dieser Zeit zu Timo gekommen war. „Dann sortieren Sie mal die Daten, die Sie ihm geben wollen." Gemeinsam mit seinem Chef prüfte Timo die bereitgestellten Daten, die so fachgerecht gefälscht waren, dass jeder sie für echt halten musste. Von einem IT-Spezialisten ließ er sie mit einer Spezialsoftware verschlüsseln und kopierte sie auf einen Stick.

Pünktlich um 17 Uhr war Timo am Festplatz und kurz nach ihm erschien der Agent mit einem Kleintransporter. „Haben Sie die Daten?" fragte er unfreundlich. „Ja, hier auf diesem Stick", antwortete Timo und hielt dem Mann den Stick hin, „aber vorerst habe ich nur Daten aus meinem Arbeitsbereich Elektronik. Aus den anderen Bereichen konnte ich in der kurzen Zeit nur ein paar Kleinigkeiten bekommen, für die wichtigen Dinge brauche ich mehr Zeit, ich liefere sie Ihnen demnächst nach. Und um sicher zu gehen, dass Sie meine Frau frei lassen, habe ich die Daten verschlüsselt. Den Schlüssel nenne ich Ihnen erst, wenn meine Frau frei ist." „Das wird sich finden", schimpfte der Mann, „erst mal sehe ich mir die Daten an, ob wir damit etwas anfangen können." Er schob den Stick in ein Tablet und rief das Dateisystem auf. Erfreut sah er eine Reihe von Ordnern mit den Namen

- Elektronik,
- Batterien,
- Motoren und Antrieb,
- Chassis und Fahrwerk,
- Bedienung und Klima.

Nur der Ordner „Elektronik" war gut gefüllt, die anderen enthielten nur wenige Dateien. Als der Agent einzelne Dateien öffnen wollte, wurde er abgewiesen und fluchte laut. „Ich habe Ihnen doch gesagt, dass die Daten verschlüsselt sind", sagte Timo lächelnd. „Ich verspreche Ihnen, dass Sie den Schlüssel bekommen, wenn meine Frau in Sicherheit ist." „Was machen Sie, wenn wir Ihre Frau so lange behalten, bis wir die Daten lesen können?", wollte der Agent wissen. Obwohl ihm die Angst die Kehle zuschnürte, antwortete Timo mit fester Stimme: „Sie verlangen von mir eine illegale Handlung und haben meine Frau als Geisel genommen, da kann ich Ihnen nicht trauen. Ich nehme aber nicht an, dass Sie sich mit einem Mord belasten wollen. Es bleibt dabei, dass Sie den Schlüssel erst bekommen, wenn ich meine Frau frei gefunden habe, die für Sie doch wohl immer mehr zu einer Belastung wird." „Sie glauben doch nicht, dass wir Ihre Frau wieder in die Klinik bringen und uns dabei verhaften lassen", schimpfte der Agent. „Nein, das verlange ich nicht. Setzen Sie sie im Rollstuhl an einem leicht zugänglichen Ort ab und nennen sie mir die Stelle. Sobald ich sie dort unversehrt gefunden habe, rufen Sie mich an und ich nenne Ihnen den Schlüssel." „Woher weiß ich, dass Sie das wirklich tun?" wollte der Agent wissen. „Sie haben bewiesen, wozu Sie fähig sind", erwiderte Timo ruhig, „ich habe keine Lust, meine Familie noch einmal in Gefahr zu bringen." „OK", erwiderte der Mann, „Sie hören von mir." Er sprang in seinen Wagen und fuhr davon.

Timo fuhr in die Firma, wo er nach zwanzig Minuten wieder einen Anruf erhielt: „Ihre Frau steht im Diakonie-Klinikum hinter der Orthopädischen Station. Ich rufe Sie an, wenn Sie dort sind, und Sie werden mir den Schlüssel für die Daten nennen. Hüten Sie sich, mich zu hintergehen." Noch bevor Timo antworten konnte, wurde aufgelegt. Er fuhr zum Diakonie-Klinikum, wo er Evemie in einem Rollstuhl hinter dem Gebäude fand, sie war in eine warme Decke eingepackt. „Gott sei Dank!", rief sie, als sie Timo erkannte, der sie zart küsste, „das war ja ein Horrortrip. Aber ich war mir sicher, dass du mich befreist." In diesem Moment rief der Agent wieder an, anscheinend beobachtete er sie: „Ich habe meinen Teil erfüllt, jetzt will ich den Schlüssel haben." Timo nannte ihm den Schlüssel, worauf der Mann „Einen Moment", sagte und kurz darauf: „OK, der Schlüssel passt. Vielen Dank für Ihre Mühe." „Es war mir ein Vergnügen", lästerte Timo, „und wenn ich die weiteren Informationen zusammen habe, rufe ich Sie an." „Ich melde mich bei Ihnen und dann Gnade Ihnen Gott, wenn Sie mir nicht die gewünschten Daten liefern", knurrte der Mann, dann brach die Verbindung ab.

Timo bestellte ein Last-Taxi und nachdem er mit dem Fahrer den Rollstuhl in den Wagen gehoben hatte, fuhren sie zum Hospital. Dort wurde Evamaria gründlich untersucht, die Ärzte konnten aber keinen weiteren Schaden feststellen. Timo wurde gebeten, sich von seiner Frau zu verabschieden, so konnte er sie nur auf morgen vertrösten und sich mit einem herzlichen Kuss von ihr trennen. Danach fuhr er noch einmal zu Daimler und informierte den Sicherheitschef, der den Polizeikommissar um eine Überwachung für Evamaria ersuchte. Mit seinem Chef besprach er die Zusammenstellung falscher Daten aus den benachbarten Bereichen und bat, sie ihm möglichst bald auf einem Stick bringen zu lassen.

Marcus begrüßte den Vater stürmisch und wollte wissen, warum sie heute die Mama nicht besucht hätten. „Ich hatte bis eben zu tun", entschuldigte Timo sich, „aber morgen fahren wir wieder hin." Als der Junge im Bett war, berichtete er den Eltern die Einzelheiten seiner Verhandlung mit dem Agenten und wie er Evamaria gefunden und wieder in die Klinik gebracht hatte. Dann ging er müde ins Bett und dankte in einem tiefen Gebet für Evemies Rettung. Heute war ihm wieder brennend klar geworden, wie sehr er sie liebte.

Samstag konnten Timo und Marcus die Mutter schon vormittags besuchen. Timo hatte dem Jungen erzählt, dass böse Menschen sie entführt, aber bald wieder freigegeben hätten. „Warum haben sie Mama entführt", wollte der Junge wissen und Timo erläuterte ihm, dass er Geheimnisse seiner Arbeit verraten sollte. „Hast du sie verraten?", fragte Marcus, worauf er antwortete: „Nein, natürlich nicht, und weil sie das merkten, haben sie Mama wieder freigelassen." „Da bin ich sehr froh", sagte der Junge dankbar. Im Krankenhaus wurden die beiden zunächst ins Schwesternzimmer gebeten, wo die Stationsschwester sich entschuldigte, dass sie gestern die Entführung nicht sofort bemerkt hätten. Inzwischen sei im Zimmer der Frau eine Videoüberwachung installiert worden, mit der sie ständig aus dem Schwesternzimmer beobachtet werde. Auf dem Monitor konnten die beiden die Mutter im Bett sehen.

Evamaria freute sich, als die beiden sie herzlich begrüßten und fing gleich an, von ihrer Entführung zu erzählen. „Zuerst war ich erschrocken, denn ich merkte schnell, dass die beiden keine Krankenpfleger waren und mich entführen wollten, doch dann war ich ihnen dankbar, dass sie mich so vorsichtig und freundlich behandelten. Sie hatten aus dem Krankenzimmer eine Decke mitgenommen, in die sie mich einpackten, damit ich nicht friere, sie gaben mir Wasser zu trinken und zum Mittag einen Joghurt. Zunächst brachten sie mich in einen Schuppen und gaben mir eine Zeitung zu lesen. Am Nachmittag fuhr der Mann weg und die Frau blieb bei mir. Etwa nach einer halben Stunde kam er zurück, die beiden packten mich wieder in den Wagen und luden mich an der Stelle aus, wo du mich gefunden hast. Als sie ohne mich wegfuhren, war mir klar, dass die Entführung zu Ende ist."

„Ja, als der Mann bei dir weg war, hat er sich mit mir getroffen und ich habe ihm etwas gegeben, was aber so lange gesperrt war, bis ich dich in Sicherheit fand. Dann habe ich telefonisch die Sperre aufgehoben." „Was hast du ihm denn gegeben?", wollte Marcus wissen, doch der Vater antwortete, das sei so geheim, dass er es niemandem sagen dürfe. „Du hast doch vorhin gesagt, dass du keine Geheimnisse von Daimler verraten hast", insistierte der Junge weiter, worauf Timo ihm erklärte, er habe dem Mann etwas gegeben, was nur wie ein Geheimnis aussah, er dürfe aber nichts darüber sagen, weil der Mann das nie erfahren dürfe. Und sie sollten auch niemandem etwas von der Entführung erzählen. „Ich glaube, ihr seid ganz schön schlau", lachte die Mutter, und bat Timo, beim nächsten Besuch ihr Tablet und ein kleines Radio mitzubringen, damit sie über die Welt Bescheid wisse.

Sonntag früh wurde Timo von einer gesperrten Nummer angerufen. „Haben Sie die anderen Daten?", fragte der Anrufer, worauf Timo die Frage bejahte und fragte, wie es denn mit seinem Honorar sei. Doch der Mann gab wieder nur eine kurze Weisung: „Wie gehabt 12 Uhr Ditzingen, Festplatz Glemsaue, dort erhalten sie eine weitere Weisung. Keine Polizei, wenn Ihnen Ihre Familie lieb ist", dann war die Verbindung unterbrochen. Timo rief sofort den Sicherheitschef an, der versprach, die Polizei zu informieren. „Dass er Sie von dort woanders hin schicken will, erschwert die Festnahme, die Polizei muss Ihnen zum neuen Treffpunkt folgen. Sie wird Ihr Handy überwachen und den Treffpunkt vielleicht dadurch erfahren." Kurz danach meldete er sich noch einmal und bestätigte, dass die Polizei bereit sei und seinen Wagen mit einem GPS-Sender versehen wolle.

Timo brachte den Sohn zu seinen Eltern und informierte sie über die bevorstehende Aktion. Um 11:45 fuhr er nach Ditzingen und erreichte den Festplatz um 11:57 Uhr. Genau um 12 Uhr wurde er angerufen: „An der linken Ecke hinter dem Schloss finden Sie ein Handy, darüber erhalten Sie die weiteren Anweisungen." Timo stieg aus, ließ sein Handy eingeschaltet und fand nach einigem Suchen das klingelnde Handy. Er nahm den Anruf an und hielt dabei sein Handy neben den Lautsprecher. „Fahren Sie zum Friedhof Ditzingen und stellen den Wagen auf den Parkplatz, ich werde Sie dort erwarten. Und jetzt schalten Sie Ihr Handy aus!", hörte er die nächste Weisung. „OK", antwortete er, „ich muss erst mal sehen, dass ich den Friedhof finde." Er kannte sich zwar aus, wollte aber der Polizei Zeit lassen, sich zu organisieren. Dann schaltete er sein Handy aus und wurde gleich wieder auf dem fremden Gerät angerufen. „Ich wollte nur feststellen, ob Sie meine Weisung befolgt haben, aber anscheinend sind Sie sauber", hörte er den Agenten lachen.

Nach zehn Minuten war er am Friedhof, parkte seinen Wagen und stieg aus. Plötzlich stand der Agent vor ihm und wies ihn an, ihm zu seinem Transporter in einer abgelegenen Ecke zu folgen. „Ich hoffe, die Daten sind diesmal unverschlüsselt", sagte er und als sie im Wagen waren, steckte er Timos Stick in das Tablet. Zufrieden sah er die Ordner an und öffnete einige Dateien. „Diesmal bin ich zufrieden mit Ihnen und Sie bekommen 20.000,- Euro." „Ist das nicht zu wenig für diese Menge Daten?", fragte Timo. „Hätten Sie neulich nicht die Polizei informiert, würden Sie mehr bekommen, aber ich hatte dadurch ziemliche Probleme, deshalb muss Ihnen das genügen. Und jetzt werden Sie mich zu meiner Sicherheit ein Stück begleiten", war die Antwort. Timo konnte nichts dagegen tun und der Agent fuhr mit ihm los. Nach zehn Minuten ließ der Mann ihn auf dem flachen Land mit den Worten aussteigen: „Danke für Ihre Kooperation."

Als er noch versuchte, sich zu orientieren, fuhr ein Mannschaftswagen der Polizei vorbei und gleich danach hielt ein Personenwagen bei ihm. „Steigen Sie ein", hörte er den Hauptkommissar, den er von der letzten Woche kannte. „Herr Clausen ist frei, ihr könnt zugreifen", rief der in sein Telefon, bevor er losfuhr. „Woher wissen Sie denn wo ich bin und wo der Agent ist", fragte Timo verblüfft den Beamten. „Ganz einfach", lachte der, „wir haben ja über Ihr Handy seine Ortsangabe mitgehört und während Sie mit ihm verhandelten, einen GPS-Sender an seinem Transporter befestigt. Über ein Richtmikrofon haben wir sogar Ihr Gespräch mitgehört." Kurz danach kam aus dem Telefon die Meldung: „Wir haben ihn problemlos festgenommen und bringen ihn ins Kommissariat." „Danke, das habt ihr gut gemacht", antwortete der Beamte, dann wandte er sich an Timo: „Auch Ihnen vielen Dank für Ihre kluge Mitarbeit, ich bringe Sie jetzt zu Ihrem Wagen. Heute brauche ich Sie nicht mehr, aber sicherlich morgen im Kommissariat. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag." Am Friedhof gab Timo ihm das Geld und bedankte sich für den Transport. Zufrieden fuhr er dann zu einem verspäteten Mittagessen bei seinen Eltern und berichtete beim Kauen über den Erfolg der Aktion.

Nachmittags war Timo mit Marcus wieder in der Klinik und berichtete den erfolgreichen Abschluss der Spionagegeschichte. Dann gab er Evemie ihr Tablet und UKW-Radio und erzählte, dass Oma Susanne für Dienstagmittag eine Feier zu Marcus' Einschulung vorbereite, zu der auch Evamarias Familie und ihr Vater eingeladen seien. Als Evemie bedauerte, dass sie nicht dabei sein könne, versprach Timo, zu fotografieren und sie am Nachmittag mit dem Jungen zu besuchen. Beim Abschiedskuss zog Evemie ihren Mann zu sich heran und küsste ihn innig. „Gestern ist mir klar geworden, was du mir bedeutest", flüsterte sie. Als die beiden gegangen waren, dachte sie: „Jetzt bin ich ihm schon näher gekommen, als ich eigentlich wollte, aber es hat mich einfach überwältigt und ich denke, es ist gut."

Montag bat der Sicherheitschef Timo, ihn zur Kripo zu begleiten. Timo hatte wenig Lust, dem Agenten gegenüber gestellt zu werden, doch er musste nur das Protokoll über die gestrigen Vorgänge unterschreiben und staunte, wie genau das Gespräch in dem Transporter aufgezeichnet worden war. Der Hauptkommissar sagte, sie hätten China als Auftraggeber des Agenten ermittelt. Offiziell sei er in einem kaum bekannten chinesischen Restaurant in einer abgelegenen Gegend bei Aldingen als Kellner beschäftigt. Die Umsätze des Restaurants seien minimal, aber die Auswertung der Verbindungsdaten des Etablissements habe regelmäßig längere Gespräche mit der chinesischen Botschaft ergeben, wahrscheinlich mit der dortigen Geheimdienstabteilung. Weil die Polizei vermute, dass das Haus in Wirklichkeit ein Spionagezentrum sei, habe sie die Angelegenheit an den Verfassungsschutz übergeben, der es überwache. Das Geld, das er von dem Agenten erhalten habe, bestehe aus falschen 500-Euro Scheinen. Auch dafür werde der Mann angeklagt. Auf dem Rückweg zu Daimler dankte der Sicherheitschef Timo im Namen der Firma für seine Meldung des Spionageversuchs und die gelungene Kooperation bei der Festnahme des Agenten.

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© Copyright 2017 Ernst-Günther Tietze, Hamburg, www.eg-tietze.de

Der Roman „Licht und Schatten" beschreibt auf 192 Seiten die entstehende Liebe zwischen zwei jungen Menschen, die zu einer erfüllten Ehe führt, bis ein Seitensprung des Mannes die Harmonie zerstört. Erst eine Reihe schwerwiegender Ereignisse bringt die Frau dazu, die eigene verschüttete Liebe auszugraben und den gekränkten Stolz zu überwinden, bis sie feststellen muss, dass sie auch fehlbar ist. Überrascht begreifen beide Partner, dass diese Turbulenzen ihre liebevolle Gemeinschaft gefestigt haben, so dass sie sich für die neuen Anforderungen gewappnet fühlen, die auf sie zukommen.

Der Roman wird gedruckt bei epubli und kann im Internet und in jeder Buchhandlung bestellt werden:
Als Taschenbuch für 8,99 Euro mit ISBN Nr. 978-3-7450-3356-4
Als e-Book für 1,99 Euro mit ISBN-Nr. 978-3-7450-3624-4

Das vorliegende Kapitel 3 umfasst im Buch 16 Seiten. Weitere Ausschnitte aus den folgenden Kapiteln des Romans werden nacheinander an dieser Stelle vorgestellt.

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