BLOG

Eine offene Plattform für kontroverse Meinungen und aktuelle Analysen aus dem HuffPost-Gastautorennetzwerk

Ernst-Günther Tietze Headshot

Licht und Schatten Kapitel 8

Veröffentlicht: Aktualisiert:
Drucken

Aus Kapitel 8 Heilung ?, Teil 1

Montag wurden Evamaria in der Klinik die Schienen abgenommen. Der Schienbeinbruch war verheilt und nur die Kniescheibe bekam noch eine feste Binde. Die Behandlung wurde auf die Krankengymnastik beschränkt, die noch diese Woche dauern sollte, dann würde sie gesundgeschrieben. So war sie schon am Vormittag bei Oma Susanne zurück. „Endlich kann ich wieder eine Hose anziehen und ab morgen in unserer Wohnung leben", sagte sie glücklich. „Und ab nächstem Montag kann ich endlich wieder arbeiten." Oma Susanne freute sich mit ihr und bereitete das Essen für sie. Als Timo von der Arbeit kam, trank er mit Evamaria und Marcus Kaffee, dann wollte er sie gleich in den Wagen packen, doch sie bestand darauf, selber zu fahren. Es klappte problemlos und auf dem Weg in die eigene Wohnung kauften sie noch allerlei Lebensmittel ein. „Endlich wieder ganz zu Hause", freute Evemie sich, „jetzt kann das normale Leben wieder anfangen. Und wenn ich ab Montag wieder arbeite, ist alles, wie es vorher war."

Abends rief Oma Theresa begeistert an, Evamarias Erfolg hätte sie ermutigt, etwas Ähnliches zu versuchen, sie habe ihren Mann an die Situation ihres Kennenlernens erinnert. „Ich wollte mir damals ein Fahrrad kaufen. Vor dem Laden stieß ich mit ihm zusammen und er hielt mich fest, sonst wäre ich gestürzt, dann hat er mich liebevoll beim Kauf beraten. Jetzt habe ich zu ihm gesagt: ‚Du stehst vor einem Geschäft und eine Frau stößt mit dir zusammen. Weißt du noch, was für ein Geschäft das war?' Ich sah, wie es in seinem Kopf arbeitete und dann sagte er strahlend: ‚Es war ein Fahrradgeschäft, ich habe die Frau festgehalten und beim Kauf beraten. Sie hieß Theresa und wir haben uns ineinander verliebt. Wo ist sie jetzt?' ‚Ich bin es und sitze jetzt neben dir', sagte ich langsam, worauf er antwortete: ‚Ich erkenne dich noch nicht. Das ist mir schon genauso mit einer Frau gegangen, die sagte, sie sei deine Tochter Evamaria und ich hätte einen Unfall gehabt. Ich muss mir das alles merken, damit ich es nicht wieder vergesse.' Ich sah, wie er nachdachte, dann sagte er: ‚Wenn du meine Frau bist, möchte ich dich küssen', wozu ich gerne bereit war. Schon lange hat er mich nicht so stürmisch geküsst. Ich glaube, er ist auf einem guten Weg." „Da ist er schon wieder ein Stück weiter als gestern", freute sich Evamaria, „wir müssen ihm Erinnerungshäppchen geben, damit sich sein Gedächtnis wieder aufbaut." Evamaria berichtete ihren Männern freudig Manuels neuen Fortschritt und als sie Marcus nach dem Abendessen zum Schlafen gebracht hatte, flüsterte sie ihrem Mann ins Ohr: „Lass uns versuchen, wie es ohne Schienen geht." Sie brauchte nicht lange zu bitten, er hob sie auf und trug sie ins Schlafzimmer, wo sie bald ohne störende Schienen wundervoll zueinander fanden. „Es ist herrlich, sich dabei ungehindert bewegen zu können, erst jetzt fühle ich meinen Körper wieder vollständig", schwärmte sie.

Dienstag riss der Wecker die Familie um 6:30 aus dem Schlaf. Timo bereitete das Frühstück, während Evamaria und Marcus im Bad waren, nach dem Frühstück duschte er, während Marcus zur Schule ging. Als Timo zur Arbeit gefahren war, brachte Evamaria die Küche in Ordnung, bis sie um 9 Uhr zur Krankengymnastik abgeholt wurde. Als sie zurück war, zeichnete sie einen Entwurf, der ihr in der Klinik in den Sinn gekommen war und bereitete für sich etwas zu essen. Danach arbeitete sie weiter an ihrem Entwurf, bis Marcus diesmal ohne Ronja aus der Schule kam und sie ihn mit einem Obstteller fütterte. Ausführlich ließ sie sich von dem Jungen aus der Schule berichten. Die Krankheit hatte ihn etwas zurückgeworfen, aber da er schon im Kindergarten anhand von Bildbeispielen die Buchstaben gelernt hatte, konnte er die einfachen Texte lesen, die sie ihm aufschrieb und schrieb auch selbst ein paar einfache Worte. Das setzten sie fort, als Timo von der Arbeit kam und er lobte seinen Sohn.

Nach dem Abendessen rief Oma Theresa an, sie habe ihren Mann wieder in der Klinik besucht. „Gestern hat er geklagt, dass er sich an einiges erinnern könne, ihm aber die Zusammenhänge völlig fehlten. ‚Ich habe dich beim Fahrradkauf kennen gelernt', wusste er, ‚wir haben uns verliebt, aber die Hochzeit sehe ich nicht vor mir. Dann weiß ich, dass ich deine Tochter Evamaria irgendwann vor einem Mann gerettet habe, der sie entführen wollte. Anscheinend hat sie einen Jungen, den ich habe ihn an seiner Stimme erkannt. Aber weiter weiß ich nichts.' Ich habe ihm gesagt, ich stünde mit einem Blumenstrauß neben ihm vor einer Beamtin. ‚Ja', sagte er, ‚neben uns steht deine Tochter Evamaria und hinter uns ein paar Bekannte. Jetzt werde ich gefragt, ob ich dich heiraten will und ich sage ja, aber vor kurzem habe ich Evamaria doch vor einem Mann gerettet, der sie entführen wollte Bei mir geht alles so durcheinander. Ich muss versuchen, das auf die Reihe zu bekommen, komm bitte bald wieder und hilf mir.' Das versprach ich ihm, als ich gehen musste.

Heute wollte er wissen, warum er hier mit einem Pflaster auf dem Bauch im Bett liegt", fuhr sie fort, und ich habe ihm gesagt, ‚Du stehst im Supermarkt und siehst einen Mann mit einem Messer.' Da erinnerte er sich an den Vorfall: ‚Ja, der Mann bedroht die Kassiererin, ich will ihr helfen und greife den Mann an, dann fühle ich einen stechenden Schmerz und weiß nicht mehr, was ist passiert.' Ich erzähle ihm, dass der Junge ihm in den Leib gestochen hat und ein anderer Kunde ihn gerettet hat. ‚Durch den Blutverlust hast du das Gedächtnis verloren und bist jetzt hier in der Klinik. ‚Ich erinnere mich', antwortete er, ‚ich bin der Chef vom Supermarkt und jetzt sehe ich unsere Wohnung vor mir. Hoffentlich kann ich bald wieder dorthin.' Dann wurde er müde und schlief ein, aber ich dankte Gott und bin froh nach Hause gegangen." Evamaria freute sich mit ihrer Mutter und lobte sie für ihren Eifer, ihrem Mann die Erinnerung zurück zu bringen.

Am nächsten Morgen bat sie Timo, nach seiner Arbeit mit ihr zu Manuel in die Klink zu fahren. Als die Männer aus dem Haus waren, wartete sie darauf, zur Krankengymnastik abgeholt zu werden. „Mein Leben hat sich ja schon weitgehend normalisiert", dachte sie glücklich, „und vor allem bin ich dankbar, dass ich meine Liebe zu Timo wieder gefunden habe. Heute ist Mittwoch, nur noch fünf Tage, dann kann ich wieder arbeiten." Während der Gymnastik sah sie ein Freizeitkleid vor sich, das sie nach der Rückkehr sofort auf das Papier bannte. Dadurch aß sie erst spät Mittag, als Marcus aus der Schule kam und gleich etwas von dem Eis haben wollte, das sie als Nachtisch aß.

Als Timo nach Hause kam, fuhren sie gleich ins Krankenhaus zu Opa Manuel. Evamaria bestand wieder darauf, den Wagen zu fahren, was ihr problemlos gelang. „Mit der Kupplung habe ich noch ein kleines Problem, weil mein Knie so fest gewickelt ist, aber ich kriege es hin", lachte sie, als sie vor der Klinik ausstiegen. Manuel freute sich über den Besuch und begrüßte sie mit den Worte: „Hallo Evamaria und Marcus, nett, dass ihr mich besucht." Dann wandte er sich an Timo: „Bist du Evamarias Mann?" „Ja, das bin ich schon seit acht Jahren und Marcus ist unser gemeinsamer Sohn", antwortete Timo. Manuel dachte nach, dann fragte er: „War da nicht ein Problem zwischen euch? Ich erinnere mich, dass Theresa wütend auf dich war." „Ja, da war etwas", schaltete Evamaria sich ein, „und leider hat Mutti mich aufgehetzt, Timo das übel zu nehmen. Aber inzwischen hat sie selbst gemerkt, dass das Unrecht war, aber wir beide sind schon vorher wieder miteinander ins Reine gekommen."

„Da bin ich froh, denn ich habe Muttis Haltung nicht verstanden", antwortete Manuel. „Erzählt mir ein bisschen von euch, damit mein Gedächtnis wieder auf die Reihe kommt." Evamaria überlegt, wo sie anfangen sollte, dann begann sie: „Wir haben uns vor sechzehn Jahren beim Theaterspielen im Gymnasium kennen gelernt und ineinander verliebt. Als ich siebzehneinhalb war, sind wir nach Kreta zelten gefahren, und haben uns dort verlobt. Nach anderthalb Jahren machten wir beide das Abi und studierten. Erinnerst du dich, dass ich Modedesignerin wurde?" „Bisher nicht, aber jetzt ist es wieder da und ich sehe deine tollen Entwürfe vor mir", strahlte Manuel. „Nach dem Studium haben wir geheiratet, und da wir es nicht katholisch taten, war Mutti wieder sauer", fuhr Evamaria fort und Manuel unterbrach sie: „Ja, sie hat sich geweigert. in die protestantische Kirche zu gehen. Nur ich war bei euch und habe gesehen, wie dein Vater, den ich noch gar nicht kannte, dich deinem Bräutigam zugeführt hat." „Dafür war ich ihm sehr dankbar, aber Mutti hat ihn überhaupt nicht angeschaut", nahm Evamaria den Faden wieder auf und fuhr fort: „Ein gutes Jahr später wurde Marcus geboren ..." „Weil sich Mama und Papa sehr geliebt haben", fiel der Junge ein, worauf die Mutter rot wurde. „Du weißt ja gut Bescheid", lachte der alte Herr, „das ist ein Beweis für die gute Erziehung, die ihr eurem Sohn bietet."

Dann wandte er sich an Timo: „Hilf mir doch mal auf die Sprünge, was du beruflich machst." Timo erklärte ihm, dass er bei Daimler in der Entwicklung von Elektroautos arbeite, worauf Manuel sich erinnerte. Dann fiel Evamaria etwas ein: „Kannst du dich erinnern, dass ich einen schweren Unfall hatte?" „Bisher noch nicht" erwiderte Manuel nachdenklich, „bitte hilf mir ein bisschen." „Ich bin im Auto mit einem großen Wagen zusammen gestoßen, weil ich am Heslacher Tunnel auf die falsche Fahrbahn geraten bin, habe beide Beine gebrochen und sieben Wochen im Krankenhaus gelegen. Ihr habt mich ein paar Mal besucht und zu Marcus' Schuleinführung war ich im Rollstuhl dabei." Über Manuels Gesicht lief ein Strahlen. „Ja, jetzt sehe ich dich im Rollstuhl am Tisch beim Festessen und auch im Bett in der Klinik. Dank euch, ihr Lieben, dass ihr mein Gedächtnis so gut aufmöbelt!", rief er dann. Kurz danach kam Theresa zu Besuch und freute sich über die Fortschritte ihres Mannes bei der Erinnerung. Als die junge Familie sich verabschiedete, um sie mit ihm allein zu lassen, dankte sie ihnen herzlich. „Er hat mich doch mit großgezogen", sagte Evamaria verlegen.

Abends fand Timo eine Mail von Hakan Koçak, in der er ihn auf ein türkisches Chorfest am Sonntag um 15 Uhr in der Alten Gießerei aufmerksam machte. Weil das interessant klang, schrieb Timo, sie würden kommen. „Sollten wir vielleicht deine Mutter mitnehmen, damit sie noch etwas mehr über die Türken in Deutschland erfährt?", meinte er, was Evamaria als gute Idee anerkannte. Nach dem Abendessen riefen sie Oma Theresa an und die sagte dankend, sie würde kommen. Als Evamaria den Sohn zum Schlafen gebracht hatte, gingen die Eltern nach einem Glas Wein ins Bett, um sich viel Zeit miteinander zu lassen.

Freitag wurde bei Evamaria die Binde am Knie durch eine Bandage ersetzt und bestätigt, dass sie ab Montag gesundgeschrieben sei. „Da Marcus erst um 16 Uhr aus der Schule kommt und dort gegessen hat, kann ich sieben Stunden arbeiten und bin mit ihm zu Hause", freute sie sich, als Timo nach Hause kam. Doch weil sie schon seit Tagen ein unsicheres Gefühl hatte, wollte sie Gewissheit haben und hatte sich einen Teststreifen besorgt. Bestürzt sah sie das positive Ergebnis und fragte sich ängstlich: „Wie wird Timo darauf reagieren?" Als sie aus dem Bad kam, sagte sie stockend zu ihm: „Ich glaube, unsere wilde Liebesnacht vor drei Wochen hat Folgen gehabt", und zeigte ihm den Teststreifen. „Nach dieser Nacht ist meine Regel ausgeblieben und ich habe eben einen Test gemacht: Schau, ich bin schwanger." Für den Bruchteil einer Sekunde hatte Timo das Gefühl, einen Schlag auf den Kopf zu bekommen, dann hatte er sich gefangen und umarmte seine Frau. „Das ist ja wunderbar", lachte er, „ich denke schon lange, dass Marcus ein Geschwisterchen haben sollte, ich wollte dich nur nicht damit belasten, weil du so ab deinem Beruf hängst." „Danke, mein Lieber", flüsterte Evemie unter Tränen, „ich weiß überhaupt nicht, wie es dazu kommen konnte, ich habe mir doch in der Klinik die Pille besorgen lassen, sobald ich von dem Urlaubswochenende wusste. Vielleicht konnte sich mein Körper nach der langen Pause nicht so schnell dran gewöhnen. Und ich bin zutiefst dankbar, dass ich Basil im letzten Augenblick zurückgewiesen habe, so bin ich wenigstens sicher, dass du der Vater bist. In drei Wochen gehe ich zum Frauenarzt, ab da ist ein Ultraschallbild möglich." „Wann können wir denn mit der Geburt rechnen?", wollte Timo wissen, worauf Evemie kurz rechnete und dann antwortete: „Anfang Juli nächsten Jahres, aber wir sollten es noch eine Weile für uns behalten.".

Samstag war die Familie wieder bei Timos Eltern zum Essen eingeladen. Als Timo von dem türkischen Chorfest erzählte, waren seine Eltern interessiert und wollten auch kommen. Auf die Frage seines Vaters nach seinem Arbeitsgebiet, deutete er Neuigkeiten an, über die er aber noch nichts sagen durfte.

Am Sonntagnachmittag fuhren alle in die Alte Gießerei. Die Koçaks erwarteten sie und bedienten sie mit Tschaj und Keksen. Die Deutschen staunten über die vielen jungen türkischen Frauen, einige von ihnen waren Sängerinnen. Fast alle waren sehr modisch gekleidet und aufregend frisiert, trugen High Heels, waren dezent geschminkt und hatten teilweise wertvollem Schmuck angelegt. „Diese Frauen lassen sich weder vom Vater noch vom Ehemann die Richtung vorgeben", staunte Timo, „nur eine alte Dame trägt ein Kopftuch. Ich hätte nicht gedacht, dass diese Generation der Deutsch-Türken sich so weit in unserer Gesellschaft integriert hat." „Schau dir mal das Programm an", warf Evamaria ein, „lauter Liebeslieder, hier nur eine kleine Auswahl:

- Mein allerliebster Schatz,
- Auf meinem Herzblatt steht dein Name geschrieben,
- Eine Liebe hat mich ergriffen,
- Unmöglich, dich zu vergessen,
- Unsere Liebe fortsetzen,
- Der Eroberer meines Herzens,
- Brenne in der Liebe.

„Ja, ich glaube, die Türken wissen auch, was Liebe ist", meinte Oma Susanne und Theresa fügte hinzu: „So habe ich diese Menschen noch nicht gesehen, aber Liebe ist doch als Himmelsgeschenk von Gott allen Menschen gegeben."

Hinter einer kleinen Kapelle saßen 30 Sängerinnen. Über ihnen wurden auf einer Leinwand die gesungenen Texte auf Türkisch und Deutsch eingeblendet. Die Melodien klangen ungewohnt orientalisch, aber der Chor sang kraftvoll mit guten Stimmen. In der Pause gab es noch einmal Tschaj und Kekse. Insgesamt wurden zwanzig Lieder gesungen. „Wenn ich an die Texte denke, habe ich den Eindruck, dass die meisten Lieder eher eine traurige Liebe ausdrücken, ganz im Gegensatz zu den Titeln", sagte Evamaria, doch Nursel sagte: „Es gibt bei uns auch sehr herzliche Liebeslieder, aber auch bei ihnen klingt meist ein trauriger Ton mit. Ich frage mal beim Chor, ob sie einen Liedtext haben", und kam gleich danach mit einem Textblatt wieder. „Hier habe ich ein gutes Beispiel, ich übersetze Ihnen den Text:"

Nie hätte ich geglaubt, dass es so etwas gibt, aber ich habe mich unsterblich in Dich verliebt. Ich liebe dich über alles - für immer!
Wenn sich deine Eltern nicht getroffen hätten, wäre ich der unglücklichste Mensch der Welt.
Unerwartet bist du wie ein Wind in mein Herz eingedrungen. Du bist ein Gefangener in meinem Herzen. Deine Strafe ist lebenslänglich.
Auch wenn viele Kilometer zwischen uns sind, so weiß ich doch, dass du immer bei mir bist. In meinen Gedanken und in meinem Herzen.
Erst sagten sie, ich soll lieben und dann vergessen. Ich habe dich geliebt, aber ich dich konnte nicht vergessen.
Als die Liebe vorbei war, sagten sie, lass uns Freunde bleiben.

„Das sind nur übersetzte Ausschnitte", entschuldigte sie sich, „aber trotz der begeisterten Liebeserklärungen tönt am Ende manchmal ein Trennungsschmerz durch. Ich glaube, solche durchweg positiven Liebeslieder wie hier bei Ihnen gibt es bei uns selten." Evamaria dankte Frau Nursel für diese Erklärung und Oma Theresa meinte, sie habe jetzt einen völlig anderen Eindruck von den Deutsch-Türken bekommen. „Das fing schon letzten Sonntag mit Ihnen an und hat sich jetzt noch verstärkt", sagte sie leise zu den Koçaks. Dann verabschiedete sie sich und fuhr mit Timos Eltern nach Hause.

Wie es in diesem Kapitel weitergeht, erfahren Sie in der nächsten Folge.

2017-05-24-1495618608-7349475-CoverLichtundSchattenvorneklein.jpg

© Copyright 2017 Ernst-Günther Tietze, Hamburg, www.eg-tietze.de

Der Roman „Licht und Schatten" beschreibt auf 192 Seiten die entstehende Liebe zwischen zwei jungen Menschen, die zu einer erfüllten Ehe führt, bis ein Seitensprung des Mannes die Harmonie zerstört. Erst eine Reihe schwerwiegender Ereignisse bringt die Frau dazu, die eigene verschüttete Liebe auszugraben und den gekränkten Stolz zu überwinden, bis sie feststellen muss, dass sie auch fehlbar ist. Überrascht begreifen beide Partner, dass diese Turbulenzen ihre liebevolle Gemeinschaft gefestigt haben, so dass sie sich für die neuen Anforderungen gewappnet fühlen, die auf sie zukommen.

Der Roman wird gedruckt bei epubli und kann im Internet und in jeder Buchhandlung bestellt werden:
Als Taschenbuch für 8,99 Euro mit ISBN Nr. 978-3-7450-3356-4
Als e-Book für 1,99 Euro mit ISBN-Nr. 978-3-7450-3624-4

Das vorliegende Kapitel 8 umfasst im Buch 14 Seiten. Weitere Ausschnitte aus den folgenden Kapiteln des Romans werden nacheinander an dieser Stelle vorgestellt.

____

Lesenswert:

Leserumfrage: Wie fandet ihr uns heute?

2017-03-08-1488965563-6721107-iStock482232067.jpg

Ihr habt auch ein spannendes Thema?
Die HuffiPost ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blog-Team unter blog@huffingtonpost.de.