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Licht und Schatten Kapitel 11

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Aus Kapitel 11 Ausblick, Teil 1

In der nächsten Woche ereignete sich nichts Besonderes. Timo überwachte mit schlechtem Gewissen die Arbeit in seiner Abteilung, er hatte das Gefühl, seinen Arbeitgeber mit der bisher nicht ausgesprochenen Kündigungsabsicht zu hintergehen. Dagegen entwarf Evamaria freudig weiter bezaubernde Kleidungsstücke und forschte daneben nach kleinen erfolgreichen Modelabels, die von Frauen geleitet wurden. Als sie in Berlin-Charlottenburg ein interessantes Label fand, vereinbarte sie mit der Inhaberin Frau Gottlieb einen Besuch am Samstag vor dem 2. Advent. Timo war lange nicht in Berlin gewesen und freute sich, sie mit Marcus zu begleiten. Sie buchten den Hinflug um 10:45 und für die Nacht ein Hotelzimmer in der Nähe des Modehauses am Kurfürstendamm.

Samstag landeten sie um 12 Uhr in Tegel und waren eine Stunde später im Hotel. Da das Zimmer noch nicht fertig war, gaben sie das Gepäck ab und gingen das kurze Stück zu dem Modehaus, die Chefin wartete schon auf sie und lud sie zunächst zum Essen in ein nahes thailändisches Restaurant ein. „Ich finde es gut, dass Sie ihre Familie mitgebracht haben", meinte sie nach der Garnelensuppe, die sie als Vorspeise geordert hatte, „Berlin ist doch immer eine Reise wert." Als Hauptgericht wurde gebackene Ente serviert, dazu Rotwein und Saft für Marcus und Evamaria, anschließend gab es in Honig gebackene Banane. „Den Espresso nehmen wir bei uns", bestimmte Frau Gottlieb, nachdem sie gezahlt hatte, „den können sie hier nicht so gut." In ihrem Büro servierte sie den Kaffee und Kakao für den Jungen, dann zeigte sie den Gästen den Laden. Evamaria war überrascht von der Vielfalt und dem Reiz der angebotenen Modelle. „Haben Sie die alle selbst entworfen?", fragte sie, was Frau Gottlieb bestätigte. „Fertigen Sie die auch selber?", war die nächste Frage. „Kommen Sie", antwortete die Chefin und führte die Gäste in die anliegende Werkstatt mit zwei Nähtischen und einem Zuschneidetisch. „Ich beschäftige zwei Schneiderinnen, eine davon nur halbtags, und sie kommen gerade so zurecht, denn der Laden läuft gut." „Nehmen Sie an Modemessen teil?", wollte Evamaria noch wissen, doch Frau Gottlieb erwiderte, das sei nicht nötig, sie habe hier einen guten Namen und keine Lust, mit den großen Labels zu konkurrieren.

Wieder im Büro wollte sie von Evamaria wissen, was sie in der Branche mache. Evemie hatte damit gerechnet und eine Sammlung ihrer Entwürfe mitgebracht, die Frau Gottlieb interessiert studierte. „Zweifellos haben Sie ein besonderes Talent für schicke und trotzdem gut tragbare Sachen", lobte sie die Arbeiten, „warum wollen Sie diese gute Stelle aufgeben?" Evamaria nannte als Grund den bevorstehenden Wechsel ihres Mannes nach China. „Gibt es dort denn selbstständige Mode?", fragte die Frau erstaunt, worauf Evamaria von den jungen Labels berichtete, die sie im Internet gefunden hatte und die sogar in Mailand ausstellten. Erstaunt nahm Frau Gottlieb die Information zu Kenntnis und fragte Evamaria jetzt direkt, was genau sie wissen wolle und in welcher Weise sie ihr eventuell helfen könne. „Ich nehme an, es ist einiges zu bedenken, wenn man selbstständig ein Unternehmen eröffnet", überlegte Evamaria laut. „Man wird wohl eine Gewerbegenehmigung von den Behörden brauchen, einen Kredit von einer Bank, und muss Verbindungen in der Modeszene haben. Wie ich gesehen habe, braucht man auch Geschäftsräume und mindestens eine fähige Gehilfin, die schneidern kann. Wahrscheinlich ist das noch nicht alles."

„Das ist alles wichtig, aber nicht das Wichtigste", antwortet Frau Gottlieb lächelnd. „Als Erstes müssen Sie einen Businessplan erstellen. Das Wirtschaftsministerium stellt dafür ein Programm zur Verfügung, in dem alle notwendigen Fragen angesprochen werden. Laden Sie es herunter und bauen Sie nach den Vorgaben Ihren eigenen Plan auf. Beachten Sie aber, dass Sie ohne gesunde Finanzierung Ihre Geschäftsidee vergessen können. Sie müssen wissen, wieviel Geld Sie brauchen, um das erste Modell im Markt anbieten zu können. Wenn Sie nicht genügend flüssige Mittel haben, brauchen Sie Kredite und die bekommen Sie nicht ohne Sicherheiten. Wir sollten uns jetzt nicht mit den Einzelheiten aufhalten, sondern über ihre Geschäftsidee sprechen, da kann ich Ihnen vielleicht ein paar Tipps geben. Wie sieht die denn aus?" „Ich will aufregende Damenmode entwerfen, von der ich weiß, dass sie gut herstellbar ist und bei den Frauen ankommt. Doch ich will das nicht mehr unter dem Dach eines Arbeitgebers tun, sondern sie unter meinem eigenen Namen selber verkaufen, wie Sie es wohl auch ganz erfolgreich tun." „OK", sagte Frau Gottlieb nachdenklich, „wenn ich Ihre wirklich aufregenden Entwürfe ansehe, könnten Sie durchaus Erfolg haben." „Ich danke Ihnen herzlich für Ihre wertvollen Informationen, die mich jetzt um einiges klarer sehen lassen, was alles mit meiner Idee verbunden ist. Timo, hast du noch Fragen an Frau Gottlieb?" Timo überlegte, dann meinte er: „Nein, wir haben viel erfahren und müssen jetzt im stillen Kämmerlein unsere Schulaufgaben machen. Auch ich danke Ihnen sehr, dass Sie Ihre Zeit für uns geopfert haben."

Sie verabschiedeten sich von der Gastgeberin und ging zum Hotel, wo das Zimmer inzwischen fertig war, so dass sie ihre Koffer auspacken konnten. „Ich habe noch das Gespräch mit Frau Gottlieb im Kopf", erinnerte sich Timo, sollten wir uns gleich mal den Businessplan vom Wirtschaftsministerium ansehen, um zu wissen, was es damit auf sich hat?" Als Evamaria einverstanden war, loggte er sich in den WLAN ein und lud das Programm herunter. Auf der Startseite enthielt es eine Liste der notwendigen Aktivitäten:

- Geschäftsidee und Zukunftsaussichten,
- Persönliche Voraussetzungen,
- Wettbewerbssituation,
- Rechtsform und Genehmigungen,
- Standortwahl und Räumlichkeiten.

Zusätzlich bot ein Finanzmodul die Möglichkeit, eine Liquiditätsvorschau, eine Rentabilitätsvorschau, einen Kapitalbedarfsplan und einen Finanzierungsplan zu erstellen. Schließlich gab es noch das Tool „Meilensteine", mit dem ein Zeitplan aufgestellt und laufend überprüft werden kann. Außerdem wurden Beispiele für einige Geschäftsideen ausgeführt.

„Ich glaube, damit kannst du eine ganze Menge anfangen", überlegte Timo, du solltest in Stuttgart versuchen, den Plan vollständig auszufüllen, ich helfe dir gerne dabei. Wichtig ist vor allem die Finanzierung. Du musst möglichst genau abschätzen, wieviel Geld du brauchst, bis du sichere Einnahmen hast, und wir müssen schauen, wo wir es her bekommen." „Ja, das macht mir die meisten Kopfschmerzen", antwortete Evamaria nachdenklich, „was hältst du davon, wenn wir die Sache mit Herrn Niemetz besprechen, er hat doch etwas von staatlichen Zuschüssen für Jungunternehmer gesagt." „Die Idee ist nicht schlecht", meinte Timo, „aber da gibt es ein Problem: In Augsburg bekommst du vielleicht einen Zuschuss, aber willst du für die kurze Zeit, in der wir wahrscheinlich nur dort sind, eine Firma aufmachen und gleich wieder schließen, um in China neu anzufangen, wo du sicherlich keinen deutschen Zuschuss kriegst?" „Auch dazu hat Herr Niemetz etwas gesagt, wir sollten ihn unbedingt fragen. Und jetzt lassen wir das Geschäft und sehen uns Berlin an. Die Sonne scheint und es dürfte nicht so kalt sein." Gleich darauf schlenderte die Familie den Ku-Damm entlang.

Der erste Teil war weniger interessant, doch nach der Schaubühne fanden sie auf beiden Seiten der Straße ansprechende Geschäfte. Evamaria war hauptsächlich an Mode interessiert und sah sie genau an, bis Marcus sagte, das sei langweilig, ob sie nicht weiter gehen könnten. Lachend meinte Timo: „Mir geht es ebenso, aber ich weiß, dass das für dich wichtig ist." „Entschuldigt bitte", antwortete die Mutter, „ihr habt ja recht, lasst uns weiter gehen." Sie kamen bis zur Gedächtniskirche und gingen auf den Weihnachtsmarkt, der Marcus begeisterte, er wollte am liebsten alle Buden genau ansehen. Die Eltern kauften ihm ein kompliziertes Steckspiel aus Holzelementen, Timo trank Glühwein, der Junge und Evamaria bekamen Saft und alle aßen Schokoladenherzen. Auf dem Rückweg sah Timo den Alt-Berliner Biersalon und lud seine Begleiter mit der Bemerkung ein, er wolle mal wieder Bier zum Abendessen trinken. Sie fanden sich in einer urigen Kneipe und bestellten die Brandenburger Kartoffelsuppe, dazu tranken Timo Schwarzbier und die beiden anderen Tomatensaft. Gut gesättigt liefen sie die zwei Kilometer zum Hotel zurück und fielen nach der Tagesschau müde ins Bett. Mitten in der Nacht fühlte Timo Evemies Körper an seinen gedrückt und ließ sich gerne von ihr verführen.

Am nächsten Morgen checkten sie nach dem Frühstück aus, ließen aber das Gepäck noch im Hotel, denn sie hatten Marcus einen Besuch im Zoo versprochen. Mit dem Bus fuhren sie bis fast vor den Eingang. Zuerst sahen sie die Elefanten und gingen langsam weiter, vorbei an den Affen, Giraffen und Raubtieren bis ins Aquarium mit seiner Vielfalt von Reptilien. Marcus war begeistert, er kannte den Stuttgarter Zoo, aber dieser gefiel ihm viel besser. Den ganzen Vormittag verbrachte die Familie bei den Tieren und die meiste Zeit im größten Schauaquarium Europas mit zahlreichen Fischen, Quallen, Schnecken und Muscheln, sowie Reptilien, Insekten und Amphibien auf vier Etagen. Erst nach 13 Uhr rissen sie sich los und aßen im Zoorestaurant Mittag. Dann nahmen sie eine Taxe zum Hotel, schnappten sich das Gepäck und fuhren weiter nach Tegel, wo um 15 Uhr ihr Flug ging. Zwei Stunden später waren sie zu Hause. „Vereinbare doch bitte ein Gespräch mit Herrn Niemetz", bat Evamaria, dann lud sie das Programm des Wirtschaftsministeriums auf ihr Tablet und studierte aufmerksam die Fragen und Angebote. „Solange wir nicht wissen, wann wir nach China kommen, glaube ich nicht, dass es sich für mich lohnt, hier in Deutschland ein Unternehmen zu gründen". klagte sie, doch Timo tröstete sie: „Vielleicht können wir von Herrn Niemetz mehr erfahren, sonst werde ich direkt bei FEM nachfragen. Ich will versuchen, ihn morgen um Abendessen einzuladen und sage dir Bescheid, damit du was Ordentliches besorgen kannst." Nach dem Abendbrot ließen sie den Sohn schlafen gehen und lagen wenig später auch im Bett.

Gleich morgens rief Timo Herrn Niemetz an und lud ihn für ein Gespräch zum Abend ein. Sein Mitarbeiter, den er neulich nach der Elektrolyt-Batterie gefragt hatte, zeigte ihm die Veröffentlichung einer Forschungseinrichtung über viel versprechende Experimente mit einem neuen Elektrolyt und fragte, ob sie versuchen sollten, ein Probeexemplar zu bekommen. Nach kurzem Nachdenken entschied Timo, noch zu warten, es sei unwahrscheinlich, in diesem Stadium etwas Brauchbares zu kriegen. Dass er jetzt hier seiner späteren Aufgabe nicht vorgreifen wollte, sagte er nicht, suchte dann aber selber im Internet nach weiteren Informationen. Außer der Veröffentlichung fand er nichts Brauchbares und machte so früh wie möglich Feierabend.

Beim Abendessen legte Evamaria Herrn Niemetz ihr Problem dar: „Wie Sie mir empfohlen haben. will ich mich selbstständig machen und bin dabei, einen Businessplan zu erstellen. Leider weiß ich nicht, ob es sich lohnt, in Augsburg ein Label aufzumachen, wenn wir zwei Monate später nach China müssen und ich zwischendurch ein Kind zur Welt bringe. Können Sie uns etwas darüber sagen?" Der Gast schüttelte den Kopf, das wisse er auch nicht, aber er werde bei FEM nachfragen. „Meines Wissens ist es so gut wie sicher, dass Ihr Gatte irgendwann in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres in China tätig sein wird. Weil es sich dann nicht lohnt, hier in Deutschland eine Firma zu gründen, sollten Sie den Fokus von vornherein auf China richten und ich bin gerne bereit, Sie mit den notwendigen Informationen zu versorgen. Einen Businessplan brauchen Sie auch dort auf jeden Fall. Füllen Sie das Exemplar sorgfältig aus und lassen Sie es mir zukommen. Finanzielle Zuschüsse vom Staat werden Sie dort nicht bekommen, aber FEM hat ja bei den Verhandlungen verlauten lassen, dass es Sie unterstützen will. Ich werde auch darüber mit den Leuten sprechen, wenn ich Ihren Businessplan gesehen und mit Ihnen durchgesprochen habe. Diese Leistung erbringen wir für Sie kostenlos." Die beiden dankten dem Gast und er dankte für das gute Essen, bevor er sich verabschiedete. „Ein bisschen mehr wissen wir schon, es sieht gar nicht so schlecht aus", zog Evamaria das Resümee, bevor die beiden schlafen gingen, „ich werde mich in der nächsten Zeit intensiv mit dem Businessplan beschäftigen."

Das tat sie in den nächsten Tagen, sobald sie mit Marcus Kaffee/Kakao getrunken hatte. Freitagabend zeigte sie Timo stolz ihre Arbeit, der sie lobte, nachdem er das Werk sorgfältig geprüft hatte. „Jetzt müssen wir nur noch wissen, ob es in Augsburg noch was werden kann oder wie es dann in China aussieht. Schick' den Plan Herrn Niemetz, damit er ihn ansieht, vielleicht weiß er schon mehr."

Samstagmittag war die Familie bei Oma Theresa eingeladen und sie wunderten sich nicht, dort Opa Götz wieder zu anzutreffen. „Ich habe heute Rouladen gekocht!", verkündete er zur Begrüßung und servierte zunächst einen Aperitif. Als Evamaria in die Küche kam, um den Tisch zu decken, sah sie erfreut ihre Eltern sich in enger Umarmung küssen. Unbemerkt verließ sie die Küche und erzählte ihrem Mann leise ihre Beobachtung, der sie darauf auch herzlich küsste. Nach dem vorzüglich schmeckenden Essen berichtete Evamaria von dem Besuch in Berlin und ihrem Businessplan, aber auch von der Unsicherheit mit der Übersiedelung nach China und dem Entbindungstermin. „Unter diesen Umständen halte ich es für besser, in Deutschland gar nicht erst anzufangen", dachte der Opa laut nach. „Mach' dich schlau, welche Mode die Chinesinnen bevorzugen und entwirf Modelle in dieser Richtung, da hast du schon einen Fundus, wenn du dort anfängst. Sicherlich wirst du zur Gründung der Firma Geld brauchen. Ich biete dir 50.000,-Euro als Vorgriff auf dein Erbe an, wenn du Näheres weißt." „Und ich steuere 10.000,- aus Manuels Lebensversicherung bei", fügte die Oma hinzu, worauf die Tochter nur „Danke, vielen herzlichen Dank ihr beiden", sagen konnte, „das hilft mir ein großes Stück weiter."

Sonntag war die Familie bei Timos Eltern eingeladen und auch sie hörten interessiert von Evamarias Plänen. Es lohne sich wohl nicht, noch in Deutschland ein Geschäft aufzubauen, wenn China vor der Tür stehe, meinten auch sie und versprachen jede mögliche Unterstützung.

Montag meldete Herr Niemetz sich bei Timo, ob er und seine Frau ihn am Nachmittag in seinem Büro besuchen könnten. Timo vereinbarte mit Evemie, dass sie Marcus zu Oma Susanne bringe und sie sich dann bei der Beratungsfirma träfen. „Ihr Plan ist grundsätzlich sehr gut", begann der Vermittler, nur ein paar Kleinigkeiten sollten sie noch klarer formulieren", und zeigte Evamaria die Stellen. Dann berichtete er von seiner Nachfrage bei FEM: „Wie ich schon geschätzt habe, werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit in der zweiten Hälfte nächsten Jahres nach China umziehen, eine Firmengründung in Deutschland lohnt sich also nicht. FEM ist bereit, sie in China dabei zu unterstützen, das heißt bei den Behörden, der Suche nach Geschäftsräumen und dem Gewinnen von Kontakten. Und weil es dort keinen staatlichen Zuschuss für Firmengründer gibt, können Sie, Herr Clausen mit einem zinslosen Gehaltsvorschuss von 80.000,- Euro in chinesischer Währung rechnen, der Ihnen in den nächsten drei Jahren abgezogen wird." Hocherfreut dankten die beiden dem Vermittler, der ihnen anschließend die Büros seiner Firma zeigte und dem Chef vorstellte. Der ließ Kaffee servieren und fragte nach ihrer Zufriedenheit mit der Betreuung, was die beiden nur dankend loben konnten.

Beim Abendessen bei Timos Eltern berichteten sie über das Gespräch, worauf Götz meinte, das sei wohl wirklich eine gute Beratungsfirma, leider gebe es auch viele schwarze Schafe in der Branche. „Wann meinst du, sollte ich kündigen?" fragte Timo seinen Vater. Der schaute auf den Kalender und sagte: „Nicht erst in der Weihnachtswoche, ich denke, der nächste Freitag ist ein guter Termin. Mach' das Kündigungsschreiben fertig und geh' damit zu deinem Chef. Danke ihm für deine neue Stellung, mit der du im Grunde glücklich bist, dass du aber ein Angebot bekommen hast, das dir ein wesentlich höheres Gehalt und interessante Aufstiegschancen bietet. Erkläre ihm ganz klar, dass dein neuer Arbeitgeber nicht von dir verlangt, dein Daimlerwissen zu transferieren, sondern etwas völlig Neues zu erarbeiten. Er wird zunächst vom Stuhl fallen und ich bin gespannt, wie er im Hinblick auf deine Tätigkeit im nächsten Vierteljahr reagiert, ich wünsche dir viel Glück." „Na, dann muss ich mich Freitag wohl warm anziehen", lachte Timo, bevor sie nach Hause gingen, und nachdem der Jungen im Bett war, bald selber schlafen gingen.

Wie es in diesem Kapitel weitergeht, erfahren Sie in der nächsten Folge.

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© Copyright 2017 Ernst-Günther Tietze, Hamburg, www.eg-tietze.de

Der Roman „Licht und Schatten" beschreibt auf 192 Seiten die entstehende Liebe zwischen zwei jungen Menschen, die zu einer erfüllten Ehe führt, bis ein Seitensprung des Mannes die Harmonie zerstört. Erst eine Reihe schwerwiegender Ereignisse bringt die Frau dazu, die eigene verschüttete Liebe auszugraben und den gekränkten Stolz zu überwinden, bis sie feststellen muss, dass sie auch fehlbar ist. Überrascht begreifen beide Partner, dass diese Turbulenzen ihre liebevolle Gemeinschaft gefestigt haben, so dass sie sich für die neuen Anforderungen gewappnet fühlen, die auf sie zukommen.

Der Roman wird gedruckt bei epubli und kann im Internet und in jeder Buchhandlung bestellt werden:
Als Taschenbuch für 8,99 Euro mit ISBN Nr. 978-3-7450-3356-4
Als e-Book für 1,99 Euro mit ISBN-Nr. 978-3-7450-3624-4

Das vorliegende Kapitel 11 umfasst im Buch 16 Seiten. Weitere Ausschnitte aus den folgenden Kapiteln des Romans werden nacheinander an dieser Stelle vorgestellt.

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