POLITIK
12/01/2018 10:03 CET | Aktualisiert 12/01/2018 10:25 CET

Wirbel um Sondierungspapier: SPD offenbar nicht einverstanden

"Das wäre ein Skandal.”

Steffi Loos via Getty Images
  • In der SPD herrscht Unzufriedenheit mit dem mutmaßlichen Sondierungspapier
  • Die Partei sieht offenbar weiteren Verbesserungsbedarf

28 Seiten sind es, die den politischen Fahrplan skizzieren sollen für die nächsten vier Jahre. Union und SPD haben sich auf entscheidende Punkte für anstehende Koalitionsgespräche geeinigt.

Darin unter anderem: Eine Obergrenze beim Flüchtlingsnachzug, eine paritätisch organisierte Krankenversicherung, keine Steuererhöhungen und eine Senkung des Soli.

Doch in der SPD herrscht Aufregung.

Berichten zufolge ist die Partei mit dem geleakten Papier nicht einverstanden. Offenbar sehen die Sozialdemokraten Verbesserungsbedarf.

Laut dem Sender Phoenix sind führende SPD-Politiker mit den von Martin Schulz und Andrea Nahles ausgehandelten Kompromissen nicht zufrieden. Es gebe nicht nur Formulierungsfehler, sondern auch “in der Sache” falsche Darstellungen. Das berichtet ntv.

Der SPD-Abgeordnete Thomas Hitschler fragte bei Twitter: “Dann stellt sich doch die Frage, woher das “fertige” Papier gerade kommt. Indiskretion der Union? Das wäre ein Skandal.”

CDU-Abgeordneter Sebastian Steineke ätzte bei Twitter über die mutmaßlich anhaltende Skepsis in der SPD: “Das kannst du dir nicht ausdenken.”

Das letzte Wort scheint noch nicht gesprochen zu sein.

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