POLITIK
07/02/2018 12:50 CET

CDU-Konservative kritisieren GroKo: "Die Union hat ihre Seele verkauft"

Die GroKo werde immer mehr zu einem Desaster.

KAY NIETFELD via Getty Images
Der CDU steht ein interner Zwist bevor.
  • Alexander Mitsch, Chef der konservativen Gruppierung Werteunion, wettert gegen die GroKo-Einigung
  • Die Union habe der SPD für den Machterhalt der Kanzlerin zu viel Einfluss in der neuen Regierung zugestanden, sagt er

Nun ist es offiziell: Union und SPD haben am Mittwochmorgen die Koalitionsverhandlungen abgeschlossen und sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. 

Doch die Ergebnisse blieben nicht ohne Kritik – auch aus den Reihen der Union

“Die Fortsetzung der GroKo wird immer mehr zum Desaster”

Alexander Mitsch, Chef der Werteunion, einer konservativen Gruppierung innerhalb der Union und einer der lautesten Gegner von Bundeskanzlerin Angela Merkel, sagt der HuffPost:

“Die Fortsetzung der Koalition mit der SPD wird für die Union immer mehr zum Desaster.”

Er kritisiert, dass wesentliche Inhalte des Koalitionsvertrags wie die Themen Europa oder Finanzen von der SPD diktiert worden seien.

Dazu komme: “Nun gehen auch noch wesentliche Ministerien, wie etwa das Finanzministerium, von der Union an die SPD, was große Risiken für den Bundeshaushalt beinhaltet.”

“Die Union hat ihre Seele verkauft”

Die SPD soll nach den Verhandlungen sechs Ministerin bekommen: Außen, Finanzen, Arbeit und Soziales, Familie, Justiz und Umwelt.

Die CSU soll ein aufgewertetes Innenministerium, Verkehr/Digitales und Entwicklung erhalten. Alles einziges ganz großes Ministerium bleibt für die CDU so das Wirtschaftsministerium.

Mitschs Fazit zu den Verhandlungen: “Die Union hat offensichtlich für den Machterhalt der Kanzlerin ihre Seele verkauft und riskiert eine sozialdemokratisch diktierte Koalition des Stillstands.”