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Wenn du deinem Kind diese 11 Dinge sagst, veränderst du sein Leben

Lobe dein Kind. Aber achte auf die genaue Wortwahl.

18/01/2018 12:08 CET | Aktualisiert 18/01/2018 12:08 CET

Worte hinterlassen immer Spuren. Sie können schmerzhaft sein – egal, wie achtlos sie dahingesagt werden, oder ob sie gar nicht so gemeint waren. Wir können unsere Worte nicht zurücknehmen. Besonders dann nicht, wenn wir sie an Kinder richten.

Worte können aber auch das Gegenteil bewirken. Sie können ermutigen, aufbauen, Kraft geben.

Wir haben jeden Tag die Chance, in einen neuen Dialog mit unseren Kindern zu treten. Jeden Tag liegt es an uns, Worte mit Bedacht zu wählen und unseren Kindern ein Gefühl von Liebe und Geborgenheit zu vermitteln.

Jeder Tag kann einen Unterschied machen.

kinder leben

1. Ich stehe hinter dir.

Mache deinem Kind klar, dass du auf seiner Seite bist. Auch, wenn es vielleicht etwas getan hat, das gegen die Regeln verstößt, muss es wissen, dass du hinter ihm stehst. Nur wenn es diese Sicherheit hat, wird es bereitwillig Risiken eingehen. Und das ist für seine Entwicklung von unschätzbarem Wert.

2. Du schaffst das.

Gib deinem Kind das Gefühl, dass du ihm neue Herausforderungen zutraust. Aber sag ihm auch, dass es in Ordnung ist, wenn es nicht auf Anhieb klappt. 

Wenn ein Kind begreift, dass seine Entwicklung ein Prozess ist, wird es von alleine nach neuen Herausforderungen suchen und seinen Horizont erweitern.

3. Ich vertraue dir.

Wer seinem Kind vertraut und das auch offen kommuniziert, wird selten eine Enttäuschung erleben. Wenn dein Kind weiß, dass du ihm vertraust, wird es dich nicht betrügen. Warum sollte es auch?

Vertrauen ist ein wertvoller Schatz in jeder zwischenmenschlichen Beziehung. Das spürt auch ein kleines Kind sehr genau und wird sich entsprechend verhalten.

4. Ich bin stolz auf dich, weil...

Wenn du deinem Kind sagst, dass du stolz auf seinen Charakter bist, oder auf etwas, das es getan hat, wird sein Herz höher schlagen. Es ist vielleicht das schönste, tiefgreifendste Lob, das du aussprechen kannst und es ist das, wonach alle Kinder sich sehnen.

Wichtig ist aber, dass du deinem Kind sagst, warum es dich stolz gemacht hat. Es kann einem Kind zeigen, dass es sich entwickelt hat und es ist außerdem ein Wegweiser für die Zukunft.

5. Was denkst du darüber?

Gib deinem Kind die Chance, seine Meinung zu etwas zu sagen. So regst du es dazu an, selbstständig darüber nachzudenken, was in seinem Umfeld passiert und welche Position es dabei einnehmen möchte.

Außerdem zeigt diese Frage, dass es dich interessiert, was dein Kind denkt und dass du ernst nimmst, was es zu sagen hat. Diese kleine Frage wird sein Selbstwertgefühl positiv beeinflussen.

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6. Du darfst Fehler machen.

Fehler gehören zur Entwicklung dazu. Wir wissen das, aber es ist wichtig, dass auch dein Kind weiß, dass du keine Perfektion erwartest. Auch hier gilt: mache deinem Kind klar, dass seine Entwicklung fortschreitend ist und dass seine Fähigkeiten sich verbessern, wenn es daran arbeitet.

Kinder wollen ihren Eltern gefallen und setzen sich daher oft selbst unter Druck. Zeig deinem Kind, dass auch Erwachsene Fehler machen.

7. Ich verstehe dich.

Es gibt Situationen, in denen es sehr wichtig ist, sich auf Augenhöhe des Kindes zu begeben und die Welt durch seine Augen zu betrachten. Seine Probleme werden dir als erwachsener Mensch nicht schlimm vorkommen.

Doch für dein Kind sind sie es vielleicht. Sag ihm, dass du es verstehst. Zeig ihm, dass es nicht allein ist.

8. Das hast du toll gemacht.

Lobe dein Kind. Aber achte auf die genaue Wortwahl. Lob kann auch Schaden anrichten, etwa, wenn es nicht angebracht ist. Was genau hat dein Kind gut gemacht? Kann es inzwischen eine gleichmäßige Schleife mit seinen Schnürsenkeln binden? Dann lobe es genau dafür.

9. Ich vergebe dir.

Ein Kind muss lernen, sich an Regeln zu halten und auch die Konsequenzen kennen, wenn es gegen sie verstößt. Viel wichtiger ist aber, dass es versteht, dass du seine Fehler verzeihst.

Sprich mit deinem Kind über das Geschehene und dann befreie es von belastenden Schuldgefühlen. Traue ihm zu, das nächste Mal eine bessere Entscheidung zu treffen.

10. Es tut mir leid.

Auch du machst Fehler. Geh offen damit um und zeig deinem Kind, dass es in Ordnung ist, seine Fehler zu offenbaren und zu ihnen zu stehen. Bitte dein Kind um Verzeihung, wenn du es verletzt hast. Es wird deinem Beispiel folgen.

11. Ich liebe dich.

Sag deinem Kind so oft es geht, wie sehr du es liebst. Dafür braucht du keinen Grund zu nennen. Im Gegenteil: Sag ihm, dass du es liebst, egal was passiert. Unabhängig von jeder Leistung. Dein ganzes Leben lang.

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