LIFESTYLE
21/01/2018 17:31 CET | Aktualisiert 21/01/2018 17:32 CET

Was ihr auf keinen Fall zu einem Bewerbungsgespräch tragen solltet

Für manche Kleidungsstücke haben Chefs und Personaler kein Verständnis.

  • Wie sollte sich ein Bewerber in einem Vorstellungsgespräch anziehen?
  • Arbeitgeber verraten, welche Schuhe ihr auf keinen Fall anziehen solltet
  • Oben im Video: Experte erklärt, warum ihr diese zwei Wörter in Gehaltsverhandlungen niemals sagen solltet

Sich auf ein Bewerbungsgespräch vorzubereiten, ist nie einfach.

Es gilt an so viele Dinge zu denken: Kann ich alle Fragen gut beantworten? Wie kann ich meine Persönlichkeit gut präsentieren und beweisen, dass ich der Richtige für den Job bin? Was ziehe ich an?

Oder vielleicht noch wichtiger: Was ziehe ich nicht an?

Manche Kleidungsstücke sollten Bewerber nämlich auf keinen Fall tragen, wie verschiedene Arbeitgeber bestätigen. 

Absolute No-Gos

Der schlimmste Fehlgriff: Flip-Flops.

Andy Limpus, Geschäftsführer der Penske Media Corporation, einem Unternehmen in New York, sagt der HuffPost: “Es passiert tatsächlich und es ist so verrückt. Ich verstehe es wirklich nicht.”

Sarah Tam, Abteilungsleiterin des Mode-Unternehmens Rent The Runway, stimmt zu – Flip-Flops sind “unter allen Umständen ein No-Go”.

“Zieht Schuhe für Erwachsene an”, sagt sie. “Das ist wichtig!”

Brian Ricci, leitender Angestellter bei Rich Brilliant Willing, einer Lichter-Manufaktur mit Standort in New York, sammelte auch schon seine Erfahrungen mit Bewerbern in Flip-Flops. 

“Zu Männern würde ich sagen: Tragt niemals offene Schuhe”, bekräftigt Ricci. Er fügt außerdem hinzu: “Für Frauen können offene Sandalen in Ordnung sein, bei richtigem Wetter.”

Auch Laurel Pantin, Chefredakteurin bei Coveteur, kennt diese Bewerber. “Ich würde zu Strandschuhen generell ‘Nein’ sagen”, betont Pantin.

Ricci rät von Sportklamotten und Yoga-Hosen generell ab, genauso wie von Kleidungsstücken, die Löcher haben. Frauen sollten laut Pantin außerdem sichtbare BH-Träger vermeiden. 

Denkt an euren Duft

“Eine andere wichtige Sache – neben der Kleidung – ist außerdem das äußere Erscheinungsbild”, sagt Limpus. “Ich meine damit auch: Denkt an euren Geruch.”

Es gebe Menschen, die zu viel Parfum tragen. Oder die gerade Mittag essen waren und wie ein Restaurant riechen.

Pantin sieht das ähnlich und sagt: “Ich glaube, viele Menschen gehen mit ihrem Parfum sehr unbeholfen um. Ich finde das sehr irritierend.”

Tiffanie Lai, Personalleiterin bei Native Shoes in Vancouver, empfiehlt, lieber komplett auf Parfum zu verzichten, als zu viel zu verwenden. 

“Man weiß nie, wie empfindlich manche Menschen sind, vor allem, wenn es um Allergien geht”, gibt sie zu bedenken. 

Denkt immer daran, auf welchen Job ihr euch bewerbt

► Ihr habt immer nur eine Chance, um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, also macht das Beste aus der Situation.

Wenn ihr also in eurem Schrank nach etwas Passendem sucht, denkt immer an die Position, für die ihr euch bewerbt. Denkt außerdem daran, wo ihr euch vorstellt – bei unterschiedlichen Arbeitgebern gelten unterschiedliche Dress-Codes.

“Wenn ich jemanden für eine kreative Arbeit interviewe und er sitzt in einem Anzug vor mir, denke ich oft, dass er uns gar nicht richtig kennt”, sagt Geschäftsführer Limpus.

Er betont: “Wenn ihr euch für einen kreativen Job bewerbt, dann müsst ihr kleidungstechnisch einfach kreativer sein und euren eigenen Stil haben. Wenn ihr euch jedoch für einen Job in der Buchhaltung bewerbt, erwarte ich, dass ihr in einem Anzug kommt.”

Um herauszufinden, was bei dem jeweiligen Arbeitsplatz gefragt sein könnte, empfiehlt Personalleiterin Lai einen Blick ins Internet.

Kontaktiert den Manager oder jemanden, der dort arbeitet. So könnt ihr vielleicht einen kleinen Einblick bekommen.

Bewerbt ihr euch auf einen Job, der Wert auf Social Media legt, schaut ich die Instagram-Seite des Unternehmens an.

Es besteht eine gute Chance, dass dort Bilder des Büros und der Angestellten zu sehen sind. All das könnte euch einen Hinweis auf den Dress-Code geben.

Mehr zum Thema: Das solltet ihr im Bewerbungsgespräch nie antworten, wenn ihr nach Schwächen gefragt werdet

Seid selbstsicher

Mit einem Kleidungsstück könnt ihr laut Mode-Expertin Tam aber nie etwas falsch machen: mit einem Blazer.

Es gibt heutzutage so viele verschiedene Arten und Schnitte. Dazu passt ein weißes Hemd oder ein schickes Kleid.

Tam sagt, “egal in welcher Branche, es ist immer wichtig, ordentlich und nicht schlampig auszusehen. Ihr wollt ein Outfit, das euch hilft zu glänzen”.

“Am wichtigsten ist es, sich wohl zu fühlen. Denkt darüber nach, wie ihr bei dem anderen ankommen wollt”, fügte Tam hinzu. “Es ist wichtig, darüber nachzudenken, was euch Selbstbewusstsein gibt.”

► Am Ende des Tages sind eure Fähigkeiten und eure Erfahrung das Wichtigste.

Aber ein Outfit zu tragen, in dem ihr euch wohl und selbstbewusst fühlt, hat noch keinem Bewerber geschadet.

Dieser Text erschien zuerst auf HuffPost US und wurde von Marika Bruschek aus dem Englischen übersetzt.

(best/ll)