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27/12/2017 15:36 CET | Aktualisiert 29/12/2017 16:29 CET

Wachsfigur-Hersteller verrät: So hat Helene Fischer bei ihrer Weihnachtsshow alle hinters Licht geführt

Kann ein Mensch wirklich so perfekt sein wie Helene Fischer?

ZDF
Sieht selbst beim Baden perfekt aus: Helene Fischer (?) 
HuffPost
  • Bei der “Helene-Fischer-Show” performte die Schlagersängerin auch dieses Weihnachten perfekt und schweißfrei
  • Im Laufe der Show stellte sie zudem eine neue Wachsfigur von sich vor 
  • Als die HuffPost mit dem Hersteller der Figur sprach, machte der eine überraschende Enthüllung

Nach der Geburt Jesu ist sie das Highlight im Dezember des konservativen Durchschnittsdeutschen: die “Helene-Fischer-Show”. Auch in diesem Jahr haben sich wieder 5, 9 Millionen Zuschauer an Weihnachten vor den Fernsehbildschirmen versammelt, um dabei zuzusehen, wie Helene Fischer Jesus, aber vor allem sich selbst feiert.

Eines müssen wir alle der blondierten Schlagersängerin dabei lassen: Sie ist perfekt. In jeder Hinsicht. Sie sieht perfekt aus und hat die perfekte Figur in perfekt sitzenden Outfits verpackt, während sie perfekt tanzt. Auch das Playback sitzt perfekt, die Moderationen sind perfekt und sie ist von – man muss es so sagen – perfekter Freundlichkeit.

Und offenbar hat Helene Fischer noch ein anderes, ganz erstaunliches Talent: Sie schwitzt nicht. 

Die HuffPost ist dem Schweiß-Mysterium genauer auf den Grund gegangen und hat sich die Show in Zeitlupe angesehen. Und tatsächlich: Ganz egal, wie sehr die Schlagersängerin sich verausgabt, kein Schweißtropfen glänzt auf ihrer Stirn. Selbst am Ende ihrer Show sieht Helene noch so makellos aus wie ihre Wachsfigur, die sie in der Show enthüllt hat. 

Es besteht ein schrecklicher Verdacht

Und da nimmt er mit einem Mal Gestalt an, ein schrecklicher Verdacht, denn: Kann ein Mensch wirklich so perfekt sein wie Helene Fischer? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter – ein perfider und doch perfekter Plan des ZDF?

Die HuffPost hat bei dem Hersteller von Helene Fischers Wachsfigur nachgefragt. Uns hat er es exklusiv verraten und die grausame Vermutung bestätigt: 

“Helene Fischer hat nicht selbst getanzt. Das waren meine Wachsfiguren.” 

Insgesamt habe er 17 Helene-Fischer-Wachsfiguren gebaut, sagt der Mann, der unerkannt bleiben will. Anschließend habe er sie mit kleinen batteriebetriebenen Motoren ausgestattet und sie hinter den Kulissen der Show ferngesteuert. 

ZDF
Bewegt sich authentisch: Wachs-Klon von Helene Fischer

“Das ZDF wollte für jeden der 16 Gesangs-Auftritte eine eigene Figur mit einem anderen Outfit”, sagt er. “Und dann habe ich natürlich noch die eine offizielle Figur gebaut, die am Ende enthüllt wurde. Nur die eine hatte keine Batterien.”

Ein ganzes Jahr habe der Hersteller für die Puppen gebraucht.

“Plötzlich hat sie Florian geküsst. Gruselig.” 

“Eine Helene-Fischer-Wachsfigur zu bauen, ist nicht einfach. Denn sie muss bis ins kleinste Detail perfekt sein”, erklärt er. “Und jetzt stellen Sie sich das 17 Mal vor. Ich habe sehr wenig geschlafen in diesem Jahr. Auch die Fernsteuerung einzurichten, ist höchst kompliziert.” 

Seine Mühe habe sich jedoch gelohnt. Außer uns sei der Betrug bisher niemandem aufgefallen. 

“Das Gute an Helene ist, dass sie so perfekt ist, dass sie ohnehin unmenschlich wirkt. Das macht die Sache einfacher”, sagt er. 

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Im Fernsehen sei für den Laien kein Unterschied zwischen der Wachs-Helene und der echten Helene erkennbar. Dennoch hat der Hersteller schon skurrile Erlebnisse mit den Wachsfiguren hinter sich. 

“Einmal wollte ich schon die Polizei alarmieren, weil ich gesehen habe, wie eine meiner Helene-Wachsfiguren Florian Silbereisen küsst, ohne dass ich sie fernsteuere. Das war wirklich gruselig”, erzählt er mit einem Schaudern. 

Der Hersteller hat ihnen sogar Sätze beigebracht

Helene habe ihn in der Vergangenheit schon oft darum gebeten, eine Wachsfigur fernzusteuern, die mit Florian Silbereisen kuschelt. Daher sei der Hersteller zutiefst erschrocken. 

“Ich wusste: Die wahre Helene würde nie mit Florian Silbereisen schmusen”, sagt er. “Aber dann habe ich gesehen, dass sich ein frecher Produktions-Praktikant die Fernsteuerung ausgeliehen hatte und für das Spektakel verantwortlich war.” 

Florian Silbereisen sei der Betrug glücklicherweise – wie sonst auch – nicht aufgefallen. Schließlich habe der Hersteller seinen Wachsfiguren sogar ein paar Phrasen beigebracht, erzählt er stolz. 

“Den Figuren das Sprechen beizubringen, ist sehr schwer. Tanzen ist viel, viel einfacher”, sagt er. “Deshalb habe ich das auf regelmäßiges Lachen auf Knopfdruck und kurze simple Sätze wie ‘Schön, das ist wirklich ganz toll’ oder ‘Danke, vielen Dank’ reduziert. Damit sind die Puppen aber gut durch den Abend gekommen.” 

Bis auf drei Puppen will er jetzt alle vernichten

Nur in einer Situation sei der Helene-Fake fast aufgeflogen: In dem Moment, als der Wachs-Klon der Schlagersängerin während einer Gesangseinlage ein Bad auf der Bühne nahm. 

“Niemand hat mir gesagt, dass die wirklich heißes Wasser auf der Bühne verwenden”, sagt der Hersteller und klingt noch immer ganz entsetzt. “Meine Wachs-Helene wäre fast geschmolzen!” 

Hinter den Kulissen habe er das Team sofort darauf angewiesen, die Nebel-Maschinen anzuschmeißen und einen Kamera-Schwenk aufs Publikum zu machen.

“In diesem Augenblick ist mir fast das Herz stehen geblieben”, sagt der Mann. “Ich bin auch nicht mehr der Jüngste und habe mir deshalb vorgenommen, für die nächste Helene-Fischer-Show keine Wachsfiguren mehr zur Verfügung zu stellen.” 

Alle Puppen bis auf drei wolle er nun vernichten. 

“Eine bekommt Madame Tussauds und eine will ich selbst behalten”, sagt er. “Nur als Erinnerung für den ganzen Aufwand versteht sich. Und eine braucht dann natürlich noch Helene für ihren Florian.” 

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(jds)