POLITIK
03/01/2018 22:40 CET

Trumps angeklagter Ex-Wahlkampfchef verklagt nun selbst die Justiz

Eine Sprecherin des Ministeriums findet die Klage albern.

Joshua Roberts / Reuters

Paul Manafort, wegen Finanzverbrechen angeklagter früherer Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, geht nun selbst gegen die Justiz vor.

Das ist passiert:

► Am Mittwoch hat Manafort das US-Justizministerium, den FBI-Sonderermittler Robert Mueller und den amtierenden Generalstaatsanwalt Rod Rosenstein verklagt.

► Laut Klageschrift wirft er ihnen vor, ihre Kompetenzen überschritten zu haben.

► US-Sender CNN zitierte eine Sprecherin des Ministeriums mit den Worten, Manaforts Klage sei albern, der Angeklagte sei aber berechtigt, einzureichen, was immer er wolle.

Darum ist das wichtig:

Manafort wird unter anderem Verschwörung gegen die USA im Zusammenhang mit Steuerbetrug, Falschaussagen und Geldwäsche angelastet. Insgesamt soll es um Dutzende Millionen Dollar gehen. 

Die Anklage gegen ihn galt als bedeutendste Eskalation der Mueller-Ermittlungen im Zuge der Russland-Affäre, bei dem Mueller einen Zusammenhang zwischen Trumps Wahlkampfteam und einer Wahlbeeinflussung durch Russland

Das brisante: Die Vorwürfe gegen Mannafort schließen auch eine Zeitspanne ein, in der er Trumps Wahlkampagne leitete. 

➨ Mehr zum Thema: Trumps Eleven: Das sind die wichtigsten Verdächtigen in der Russland-Affäre

Was ihr noch wissen müsst: 

Im Laufe der Zeit haben sich Muellers Nachforschungen immer mehr verästelt. Es wird argumentiert, dass auch die Seitenlinien der Ermittlungen relevant für den Kern der Untersuchungen werden könnten.

Es wird spekuliert, dass das FBI Manafort bewegen könnte, im Gegenzug zu Strafmilderung etwaige Informationen in der Russland-Affäre zu geben.