POLITIK
18/12/2017 09:56 CET | Aktualisiert 18/12/2017 15:26 CET

Trump behauptet, er werde FBI-Sonderermittler Mueller nicht feuern

Doch die Trump-Regierung tut weiterhin alles dafür, Mueller und das FBI zu diskreditieren.

Yuri Gripas / Reuters
US-Präsident Trump behauptet, er habe nicht vor, Russland-Ermittler Mueller zu feuern.

Der US-Präsident Donald Trump will den FBI-Sonderermittler Robert Mueller nicht entlassen – behauptet er. 

Das ist passiert:

  • Donald Trump hat sich zu den Gerüchten um eine mögliche Entlassung von FBI-Sonderermittler Robert Mueller geäußert. Der US-Präsident behauptet, er habe nicht vor, Mueller zu feuern.

  • Doch die Trump-Regierung tut weiterhin alles dafür, Mueller und das FBI zu diskreditieren.

Darum ist es wichtig:

  • Mueller leitet die Ermittlungen um mögliche Absprachen zwischen Trumps Wahlkampf-Team und der russischen Regierung. Sollte sich herausstellen, dass der US-Präsident tatsächlich einen Deal mit dem Kreml eingegangen ist, könnte es Donald Trump das Amt kosten.

  • Das Weiße Haus beteuert weiterhin, es hätte keine Absprachen gegeben und die Ermittlungen des FBI seien eine “Hexenjagd” auf Präsident Trump.

  • Durch die fortdauernden Angriffe der Trump-Regierung auf Mueller und das FBI gerät das Ansehen des Inlandsgeheimdienstes zunehmend in Verruf. Nicht zuletzt gefährden die Tiraden das System der Checks and Balances, also der gegenseitigen Kontrolle der verschiedenen Regierungsinstitutionen. 

Mehr zum Thema: Trumps Eleven: Das sind die wichtigsten Verdächtigen in der Russland-Affäre

Was ihr noch wissen solltet:

  • Tatsächlich ist die Lage in der Affäre für Trump so gefährlich wie nie: Drei seiner ehemaligen Mitarbeiter hat Sonderermittler Mueller bereits angezeigt, darunter den Ex-Sicherheitsberater Michael Flynn, der Trumps Familie schwer belastet.

  • Das nächste Ziel auf Muellers Liste ist Trumps Schwiegersohn Jared Kushner. Danach könnte es Trumps Sohn Donald Jr. treffen und danach den Präsidenten selbst.

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(lp)