NACHRICHTEN
20/12/2017 15:02 CET

Tote Hosen geben Konzert in München und haben eine wichtige Botschaft

Die Band verbreitete über die Bildschirme in der Halle eine eindringliche Warnung.

  • Die deutsche Punkrock-Band Die Toten Hosen macht aus ihrer politischen Einstellung nie ein Geheimnis
  • Diese hat die Band auch am Dienstagabend auf dem Konzert in München verbreitet 
  • Im Video oben seht ihr die Botschaft der Band

Andreas Frege alias Campino ist den meisten Punkrock-Fans ein Begriff: Der 55-Jährige ist der Frontmann der Band Die Toten Hosen.

Immer wieder nimmt er auch in Talkshows teil und setzt sich in der Öffentlichkeit für offene Grenzen ein. Die rechtspopulistische Partei AfD verurteilt der Sänger aufs Schärfste. 

Mehr zum Thema: “Welt sucht nach Halt”: “Tote Hosen”-Sänger Campino hat eine Bitte an Kanzlerin Merkel

Die politische Haltung der Toten Hosen zeigte sich auch am Dienstagabend beim Konzert der Band in der Münchner Olympiahalle. Bevor das Konzert begann, sahen Zuschauer auf den riesigen Monitoren in der Halle plötzlich die Bilder von brennenden Flüchtlingsheimen.

Sie sahen Neonazis, die ihre rechten Fahnen schwenkten. Und einen eindringlichen Appell an alle Menschen in Deutschland: “Jeder Einzelfall zählt.”

Gemeinsam gegen Rassismus

Gemeint ist jeder Einzelfall, bei dem Flüchtlinge schikaniert, ausgegrenzt oder sogar rechtlich fertiggemacht werden. 

Denn das Video stammt von der deutschen Menschenrechtsorganisation Pro Asyl. Der Verein setzt setzt sich für die Rechte von Flüchtlingen und Migranten ein, unterstützt sie im Asylverfahren und bietet ihnen Schutz. 

Auf ihrer derzeitigen Tournee unterstützen die Rocker um Campino die Anti-Rassismus-Kampagne von Pro Asyl. In einem gemeinsamen Appell heißt es: “Es ist wichtig, dass wir Hass und Vorurteilen entgegentreten.”

Bei den Konzertbesuchern in der ausverkauften Olympiahalle kam die Aktion jedenfalls sehr gut an. Alles andere wäre bei einem Tote-Hosen-Konzert auch sehr überraschend gewesen. 

(jg)