POLITIK
14/01/2018 17:11 CET | Aktualisiert 15/01/2018 07:53 CET

Top-News To Go: Zehntausende Österreicher protestieren gegen ihre Regierung

Sie werfen der Regierung von Sebastian Kurz Rassismus und neofaschistische Tendenzen vor.

dpa
Österreicher demonstrieren gegen ihre Regierung

In Österreich sind Abertausende Regierungsgegner am Wochenende gegen die rechtskonservative Regierung auf die Straße gegangen.

Das ist passiert: 

► Mit Pfeifkonzerten und Transparenten protestierten Demonstranten am Samstag in Österreichs Hauptstadt Wien gegen die Politik der neuen schwarz-blauen Regierung. Die Veranstalter gingen von 70.000 Teilnehmern aus, die Polizei nach unterschiedlichen Angaben von 20.000 bis 30.000.

► Sie werfen der seit Dezember amtierenden Koalition aus der konservativen ÖVP von Bundeskanzler Sebastian Kurz und der rechten FPÖ rassistische, rechtsextreme und neofaschistische Tendenzen vor. Konkret kritisierten die Demonstranten die restriktive Flüchtlingspolitik und befürchtete Einschnitte bei Sozialleistungen. 

► Der Umzug verlief nach Angaben der Polizei friedlich. 

Darum ist es wichtig:

Die Demonstration wurde nicht von einer einzelnen Partei, sondern von mehreren linken Gruppen und Befürwortern einer toleranten Asylpolitik organisiert.

“Es war ein kräftiges Lebenszeichen der so genannten Zivilgesellschaft”, kommentiert die Tageszeitung “Der Standard”. Die Redaktion wertet die Demo als “Signal nach innen und außen”.

Die österreichische Asylpolitik hat immer auch Auswirkungen auf Deutschland. Von der Haltung der österreichischen Regierung hängt mit ab, wie viele Menschen nach Deutschland weiterreisen und wie das Klima in Europa in Bezug auf die Flüchtlingspolitik ist.

Was ihr noch wissen solltet:

FPÖ-Parteichef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache hatte am Sonntagmorgen bekräftigt, dass die Koalition die illegale Migration nach Österreich stoppen werde.

(mf)